Anabel Schunke / 20.12.2019 / 06:00 / Foto: Emilio Esbardo / 94 / Seite ausdrucken

Drei Jahre Breitscheidplatz – Empathie gibt es nicht im Appstore 

Es gibt eine Sache, die man erst verstehen wird, wenn man selbst einmal die Erfahrung gemacht hat, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es ist die Erkenntnis, dass das Schlimme am Verlust nie nur der Verlust an sich ist, sondern auch immer die Reaktionen Außenstehender, die auf diesen Verlust folgen und die nicht selten jedes bisschen Anstand vermissen lassen. 

„Empathie gibt es nicht im Appstore“ las ich einmal vor Jahren auf einem Graffiti auf einem Bild bei Instagram. Eine Klage über den Mangel an Empathie in der Gesellschaft. Das Paradoxon, dass diese mit der Schrecklichkeit des Schicksals sogar noch abnimmt, ist vielleicht die wichtigste Lehre, die man ziehen muss, um der Verletzung durch grobschlächtige Menschen irgendwann zu entgehen. 

Ob heutige Politiker von Natur aus grobschlächtiger sind als andere Menschen, oder ob ihre Empathielosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber den Schicksalen anderer Menschen durch den öffentlichen Fokus nur mehr zu Tage tritt, weiß ich nicht. Feststeht in jedem Fall, dass, wenn dieser Personenkreis überhaupt in der Lage ist, Mitgefühl zu zeigen, dieses sehr ungleich verteilt ist und vermutlich auch nur aus opportunistischen Erwägungen erfolgt. Gemeinhin gemäß den Regeln der political correctness beziehungsweise gemäß der Unterscheidung zwischen „Vorfällen“, bei denen es kein Problem darstellt, sich klar zu positionieren – und die deshalb stets eine angenehme Möglichkeit bieten, den eigenen Gratismut wie eine Monstranz vor sich her zu tragen und ein bisschen „Haltung“ zu zeigen und solchen, bei denen man schon durch bloße Anteilnahme und klare Verurteilung der Täter in den Verdacht gerät, irgendwie rechtsradikal zu sein. Jedenfalls erklärt sich so, weshalb Angela Merkel unmittelbar nach dem Anschlag auf eine Moschee in Dresden, bei dem zum Glück keiner verletzt wurde, ein persönliches Treffen mit der Familie des Imam arrangierte, während sie bei den Überlebenden und Angehörigen des Terroranschlags vom Breitscheidplatz ein ganzes Jahr verstreichen ließ, bis sie sich mit ihnen traf, und auch das wohlgemerkt nur nach massivem öffentlichen Druck, wobei nicht zu vergessen ist, dass sie die Sprecherin der Hinterbliebenen, Astrid Passin, im selben Jahr aus der ZDF-Sendung „Klartext“ ausladen ließ.

So erklärt sich auch, weshalb es führende Politiker seit Jahren nicht im Geringsten tangiert, wenn Juden in Berlin und andernorts angegriffen und angepöbelt werden. Dass man den grassierenden Antisemitismus in Deutschland erst zu dem Zeitpunkt als geeignetes Thema zum „Haltung zeigen“ wiederentdeckte, nachdem ein rechtsextremer Deutscher versucht hatte, eine Synagoge in Halle zu stürmen und dabei zwei arglose Passanten erschoss, nicht aber, als nur tags zuvor ein syrischer Asylbewerber mit einem Messer und den Worten „Allahu Akbar“ und „Fuck Israel“ auf die Neue Synagoge in Berlin Mitte zulief. Genauso verhält es sich mit dem jährlichen Al Quds-Tag bei dem israelhassende Muslime ihrem Judenhass jedes Jahr auf’s Neue freien Lauf lassen. Oder als mehrere arabische Männer ein schwules Pärchen mit Gürteln am Kottbusser Tor vorbeijagten oder wenn Juden sich nicht mehr mit Kippa nach Neukölln trauen All das eignet sich eben nicht zum Zeigen von Haltung und Anteilnahme, wenn die Täter-Opfer-Konstellation nicht stimmt. 

"Ich habe den Eindruck, dass wir den Behörden zu teuer werden. Ich möchte die Ordner eigentlich gerne schließen, den ständigen Rechtsstreit endlich beenden. Wir sind diesen LKW nicht gefahren, wir sind doch die Opfer“. Es sind die Worte von Sieglinde Heinemann, eine der Überlebenden des Terroranschlags vom Breitscheidplatz. Wie andere Angehörige und Überlebende auch, kämpft sie bis heute mit Versicherungen und Behörden. Obwohl ein Gutachter die Posttraumatische Belastungsstörung und die Depression bestätigt und von einem Grad der Behinderung von 50 bis 80 Prozent ausgeht, billigt ihr das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) nur 40 Prozent zu. 

202 Euro Opferrente monatlich

Für sie heißt das, sie klagt, weil ihre Opferrente nur 202 Euro monatlich beträgt. Zusätzlich erhielt sie bis Oktober 2018 von einer Versicherung noch eine sogenannte Verdienstausfallzahlung von gut 300 Euro. Danach musste sie einen neuen Antrag stellen – beim LaGeSo. Bis heute wartet sie auf einen Bescheid. Einmal pro Woche fährt sie nach Berlin zur Therapie, jedes Mal eine Herausforderung. "Wenn die S-Bahn zu voll ist, muss ich rausgehen und warten, bis eine kommt, die leerer ist. Das ist alles furchtbar anstrengend." Auch die Fahrtkosten muss Sieglinde Heinemann selbst zahlen.

Es sind Worte, die umso wütender machen angesichts der Tatsache, welche therapeutische Rundumversorgung Straftäter mitunter in diesem Land erhalten. Dazu gehören nicht zuletzt Täter wie der Somalier, der in Offenburg den Rentner Detlef Janetzky zum Pflegefall geprügelt hat und dessen Söhne nun schauen müssen, wie sie die Kosten für die Pflege stemmen, während dem Täter durch einen Gutachter eine Schuldunfähigkeit attestiert wurde, die ihm eine staatliche Rundumversorgung garantiert. Es ist derselbe Gutachter, der auch schon im Falle des in seiner Praxis ermordeten Allgemeinmediziners Joachim Tüncher eine Schuldunfähigkeit beim Täter feststellte. Auch hier handelte es sich einen Somalier. Auch diese Tat ereignete sich in Offenburg. Wie Frau und Kind den Verlust – auch den finanziellen – kompensieren, dafür interessiert man sich in der Politik wenig.

Für körperlich unversehrt gebliebene Ersthelfer wie Gerhard Zawatski sieht es noch schlechter aus. Zawatzki hatte sich schon wenige Augenblicke, nachdem der Laster zum Stillstand kam, um die Verletzten gekümmert. Weil er in seiner Jugend als Rettungssanitäter tätig war, wusste er, was zu tun ist. In seinen Armen stirbt eine junge Frau. Dann stößt er auf einen Mann, der eine schwere Kopfverletzung hat. "Meine Aufgabe war es dann, diesen Mann über eine Stunde lang wachzuhalten, bis er mit einem Krankenwagen abtransportiert werden konnte. Wäre er eingeschlafen, wäre er gestorben, hat mir der behandelnde Arzt später gesagt.“

Für Ersthelfer wie ihn gilt: Sie sind zwar über die Unfallkasse versichert. Aber, weil er dazu in der Lage war, zu helfen, gilt er nicht als Opfer des Terroranschlags, auch wenn er bis heute unter den Folgen des Attentats leidet. Hätte er damals nicht geholfen, bekäme er heute eine Opferentschädigung. Ersthelfer wie er fallen einfach durchs Raster.

Der 55-Jährige war lange selbstständig und hat in der IT-Branche immer gut verdient. Nach dem Anschlag konnte er nicht mehr arbeiten. Seitdem lebt er vor allem von seinen Ersparnissen. In diesem Jahr hat er von der Unfallkasse Berlin noch einige Monate ein Verletztengeld in Höhe von 1.200 Euro monatlich erhalten. Doch das läuft Ende des Jahres aus, denn nach einer nur acht Wochen langen Therapie in einer Tagesklinik gilt er als gesund. 

„Schnell und unbürokratisch“

Ebenso sprachlos macht der Fall Stefan W., der bereits Ende vergangenen Jahres ans Tageslicht kam. Dessen Antrag auf Arbeitslosengeld nach Reha und Co. wurde damals zunächst abgelehnt. Immer wieder neue Sachbearbeiter, die sich erst in den Fall einarbeiten mussten und dann noch ein Formular, in dem er Ansprüche gegen den Terroristen Anis Amri an die Arbeitsagentur abtreten sollte. 

Die Dienstaufsichtsbeschwerde, die Stefan W. an den Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, gerichtet hatte, wurde damals wie folgt beantwortet: „Zunächst möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich erneut die Zeit genommen haben, Ihre Meinung mitzuteilen“, schrieb ein untergeordneter Mitarbeiter der Agentur, „insofern werde ich Ihre ergänzenden Hinweise gerne zum Anlass nehmen, die entsprechenden Prozesse zu überprüfen.“

„Schnell und unbürokratisch“, wollte man den Opfern helfen. Das hatte der Bundesinnenminister noch im August versprochen. Angesichts der Faktenlage, die sich an diesem dritten Jahrestag des Anschlags vom Breitscheidplatz präsentiert, glaube ich, anders als Sieglinde Heinemann, nicht nur, dass Überlebende und Angehörige den Zuständigen „zu teuer“ werden, sondern, dass sie ihnen schlicht egal sind. Islamistischer Terror ist in Zeiten, in denen man lieber für die „bunte Vielfalt“ auf die Straße geht, eben nichts, mit dem es sich gut „Gesicht“ zeigen lässt. Nichts, was in Zeiten, in denen der Schutz des Fremden ohnehin mehr gilt als die Sicherheit des Einheimischen, das spärlich mit Empathie ausgestattete Gemüt in Wallung bringt. 

Und so ist es nur konsequent, dass es in diesem Jahr von Seiten der Berliner Regierung keine Einladung für die Überlebenden und Angehörigen des Breitscheidplatz-Anschlags zum Gedenken gab. Auf Anfrage ließ der regierende Oberbürgermeister Berlins, Michael Müller, auf Twitter dazu verlauten, dass sich die „Zentrale Anlaufstelle nach Gesprächen mit Trauma-Experten und reiflicher Abwägung darauf verzichtet“ hat, „Opfer und Hinterbliebene mit einem persönlichen Anschreiben einzuladen, um Wunden nicht aufreißen zu lassen.“ Gleichwohl hätten einige Betroffene das Bedürfnis geäußert, an dem Gedenken teilzunehmen, was ihnen natürlich ermöglicht werde. „Die Zentrale Anlaufstelle sowie Seelsorger werden sie dabei begleiten und ansprechbar sein.“ 

Das kann natürlich so sein. Die Frage ist nur, weshalb es den Angehörigen in den letzten zwei Jahren zuvor anscheinend zumutbar war, eine Einladung zum Gedenken zu erhalten und weshalb man sich ebenso keine Gedanken über das eventuelle Aufreißen von Wunden machte, als man hierzu 2017 den radikalen Imam Mohamed Matar als Redner einlud. Petr Cizmar, der damals seine Frau verlor, hält die Begründung jedenfalls für Quatsch. „Vielleicht sollten sie lieber schreiben, dass ihr Hund die Unterlagen gefressen hat“, schrieb er auf Facebook. Er wird mit seinem inzwischen achtjährigen Sohn trotzdem anreisen.

Es war Henryk Broder, der nach der Gruppenvergewaltigung von Freiburg über den Oberbürgermeister der Stadt, Martin Horn, sagte: „Einer, der so etwas von sich gibt, hat entweder den IQ einer Mausefalle, das Gemüt eines Fleischwolfs oder die Mitleidsfähigkeit einer Rohrbombe. Oder von allem was.“ 

Ich denke, dass sich das ohne Probleme auch auf Michael Müller, Angela Merkel und viele andere Politiker ausdehnen ließe. 

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

C.Brendel / 20.12.2019

Was das eigene Volk von der Kanzlerin und Ihren Regierungsversallen zu erwarten hat , bzw. welche Wertschätzung es bekommt zeigt der feige Anschlag am Breitscheidplatz. Was für eine Schande , armselige Regierung die Ihre Bürger weder schützen , noch anständig entschädigen vermag, wenn es Opfer muslimischer Fanatiker wird. Die Hinterbliebenen werden mit Allmosen von 200 bis 300 € abgespeist, die Ihre verletzten Angehörigen pflegen. Die vielen illegalen Imigranten die immer fälschlicherweise als Flüchtlinge bezeichnet werden , bekommen die Euros in den Ars….... geblassen. Was ein Flüchtling in unser Soziales Asylsystem kostet ist wohl ungleich mehr , als was wir den Opfern zugestehen. Fremdschämen !!!!Ja und wenn es ein Anschlag auf eine Moschee gibt , oder auf eine Synagoge dann ist Mutti Merkel und Ihre Helfer am nächsten Tag erschütternd vor Ort. Wie lange es am Breidscheidplatz dann dauerte wissen wir alle .

Ilona Grimm / 20.12.2019

@Helmut Topolski: Könnten Sie mir bitte erklären, was genau Sie meinen mit «Fehlende Empathie und Grobschlächtigkeit ausgerechnet auf diesem Blog zu beklagen ist wohl der Gipfel der Unverfrorenheit». Wähnen Sie sich auf einem anderen Forum?

Angela Seegers / 20.12.2019

Empathielosigkeit ist ein Merkmal der Moderne. Der Moderne, die streng volkswirtschaftlich betrachtet, den Menschen als Humankapital (deswegen auch nur Wahlvieh) einstuft - mehr nicht. Viele Statistiken untermauern diese These, denn Zahlen sind ja so hübsch. So wenig anstrengend. Der Mensch ist mehr als Humankapital. Er muss sich dessen nur bewusst sein.

Robert Jankowski / 20.12.2019

Jede echte Unterstützung der Opfer sieht Frau Merkel offensichtlich als ein Schuldeingeständnis an. Aber lassen wir diese Frau noch weiter regieren, dann hat sich das Problem mit den Deutschen sowieso demnächst erledigt. Als Opfer vom Breitscheitplattz sollte man vielleicht politisches Asyl in Polen beantragen. Viel weniger an Unterstützung wird man dort auch nicht bekommen, aber zumindest ist man dort sicher vor islamistischen Attacken.

Kostas Aslanidis / 20.12.2019

@Herr Nirada. Schuld hat Merkel, ohne ihre Einladung, waeren die unschuldig ermordeten noch am Leben. An Merkel sollten sie sich richten, sie ist der Partner des Todes.

Eleonore Weider / 20.12.2019

Herr Seibert haben sie vergessen in die Liste der Empathielosen einzureihen, der twitterte gestern: Wir gedenken der Opfer, worauf die passenden Antworten mehr als aufschlussreich waren. Dagegen vorbildlich die israelische Botschaft:

Alexander Schilling / 20.12.2019

Also ich muss schon bitten! Die Lügenbolde in der Politik sitzen doch nicht bei uns, sondern jenseits des Kanals—das müsste inzwischen doch nun wirklich durchgedrungen sein! Höre ich da ein Nein? Dann lassen Sie sich klar und deutlich gesagt sein—und halten Sie gefälligst still, wenn ich Ihnen eine Spritze gebe—, dass wir im besten Deutschland aller Zeiten von Doktor Teer und Professor Feder nicht nur rundum betreut werden, es wird uns Tag für Tag die ganze Welt in glänzendes Geschenkpapier eingepackt frei Haus geliefert!—Bewerfen Sie dieses vorweihnachtliche Idyll doch bitteschön nicht auf so hinterhältige Art und Weise mit Schmutz, Frau Schunke! Die Anstaltsdirektion erwartet auch von Ihnen ein herzliches “Vergelt’s Gott” für Ihr Geld—Sie können gerne auch einen kleinen Knicks dazu machen!

Marc Blenk / 20.12.2019

Liebe Frau Schunke, vielen Dank für die Recherche. An diesen Beispielen zeigt sich vielleicht am deutlichsten, wie es um das Verhältnis zwischen der politischen Elite, mitsamt seiner herrschenden Ideologie und dem Bürger, bzw. dem Staatsvolk, bestellt ist. Außer wenn es ums Bezahlen geht, gilt das, was man früher ganz regulär als Deutsches Volk bezeichnete und weiß, als männlich und dazu alt, als etwas zu überwindendes, schuldbeladenes und für alles Übel verantwortliches. Die linke Identitäre Politik ist durch und durch rassistisch und bildet den ideellen Kern eines neu aufkommenden Faschismus, der auf leisen Sohlen, im Gewande der Demokratie daherkommt. Wie der Vulgärfeminismus will auch die linke identitäre Politik einfach den historischen Spieß nachträglich umdrehen, und nun die erniedrigen, deren Großväter und Mütter tatsächlich oder vermeintlich Böses taten. Es fängt damit an, dass alle anderen Gruppen oder Teilgruppen alles denken, vieles tun und lassen können, was sie nur möchten. Sie dürfen Frauen den Schleier aufdrängen, sie dürfen Hass predigen, sie dürfen nach einer Vergewaltigung, Messerstechereien und anderen Gewaltakten mit Milde rechnen und bekommen einen kulturellen und ethnischen Hintergrundbonus. Die anderen, die autochthonen Deutschen und die allgemein (männlich) Weißen, werden von der rassistischen und auch sexistischen Diskriminierung nur ausgenommen, wenn sie der “Rechtmäßigkeit” dieser übergeordneten Diskriminierung ihrer selbst zustimmen. Sie müssen also herrschender Ideologie zustimmen, damit sie Schonung erwarten können. Homosexualität schützt auch (noch). Kinder mit blonden Zöpfen (außer Greta) machen ihre weißen Eltern laut Antonio Amadeu Stiftung schon verdächtig. Die herrschende Ideologie ist ein Kampf gegen die eigene Bevölkerung, ihre Liberalität, ihreTraditionen, ihren Freiheitswillen, ihre (politische) Kultur und ihr Recht, als bürgerlicher Souverän wahrgenommen zu werden.

Silvia Orlandi / 20.12.2019

„ Nie wieder…“ Was geb ich auf euer Geschwätz? Nichts!!! Das kennen wir doch: Opfer der Nazis mussten jahrzehntelang darüber streiten als Opfer anerkannt zu werden. Viele sind darüber gestorben um ihre Ansprüche geltend zu machen. Den heutigen Terroropfern wird es genauso gehen— sie werden totgeschwiegen, die Täter kommen davon, man bedauert wenn es gerade opportun ist, ansonsten wird sich nichts! Nada, rein, niente ändern!

Uta Buhr / 20.12.2019

Lieber Herr@Günther Schaumburg. Volle Zustimmung. Ich als Wessi reibe mir jeden Tag erneut ungläubig die Augen und kann gar nicht fassen, was sich vor mir abspielt. Dieses Land kommt in schwindelerregendem Tempo täglich mehr auf den Hund und erinnert gelernte Ossis, zu denen Sie ja gehören, immer mehr an die Zustände in der keineswegs untergegangenen DDR. Heute firmiert dieses verkommene Staatsgebilde bei den Aufgeweckten unter uns seit längerem unter dem Kürzel DDR2. Tja, und Wahlen ändern erfahrungsgemäß auch nichts. Das Diktum “Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten”, bewahrheitet sich täglich aufs Neue, egal von wem diese längst zur Binse gewordene Weisheit stammt, ob von Kurt Tucholsky oder Emma Goldmann.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Anabel Schunke / 16.03.2020 / 13:25 / 57

Hoch die Tür zum iranischen Neujahrsfest!

Der neue Corona-Hotspot liegt in Europa. Erstmals verzeichnete die Weltgesundheitsorganisation WHO außerhalb Chinas mehr als 10.000 Neuinfektionen an einem Tag. In Bayern wird der Katastrophenfall…/ mehr

Anabel Schunke / 24.02.2020 / 06:08 / 122

Wer erreicht die Menschen noch, die sich sorgen?

In Zeiten, in denen die subjektive Moral und die eigene Angst, man könne von Anderen auf der „falschen“ Seite verortet werden, über allem stehen, hat…/ mehr

Anabel Schunke / 22.02.2020 / 06:24 / 259

Ich habe dieses Land satt

Im Juni 2016 schrieb ich in Bezug auf die unkontrollierte Zuwanderung, dass ich gar nichts müsse. Aber ich musste. Genau wie alle anderen Deutschen. Entrechtet…/ mehr

Anabel Schunke / 12.02.2020 / 13:00 / 42

Two Shades of Scheiße

Er heißt Finn und  schreibt im "Stern", Links- und Rechtsextremismus gleichzusetzen sei Blödsinn. Zwar hätte der Linksextremismus weltweit auch viele Menschen getötet und so, aber es gäbe ja…/ mehr

Anabel Schunke / 06.02.2020 / 11:12 / 100

Thüringen und die Methode, dem Idioten Würde zu verleihen

Es dauerte nicht lange, bis auf den „Dammbruch“ der „Kulturbruch“ und anschließend der „Tabubruch“ folgte. Jan Fleischhauer twitterte, dass sich der Niedergang des Journalismus auch…/ mehr

Anabel Schunke / 23.01.2020 / 06:19 / 271

Warum wir keinen Partner finden

Es ist knapp drei Jahre her, als Dr. Eckart von Hirschhausen in der WDR-Sendung „Kölner Treff“ erklärte, weshalb bei der Partnersuche am Ende immer zwei…/ mehr

Anabel Schunke / 16.01.2020 / 12:00 / 89

“Passdeutscher” – das nächste böse Wort?

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als mich Hasnain Kazim einmal im Rahmen einer Diskussion auf Facebook für die Verwendung des Begriffes „Passdeutsche“ kritisierte.…/ mehr

Anabel Schunke / 08.01.2020 / 16:49 / 58

Es wird weiter relotiert - Von Hakenkreuz malenden Kindern und Antifa-Experten

Eigentlich sollte man meinen, dass der Spiegel nach dem Relotius-Skandal seiner Sorgfaltspflicht bezüglich der Quellenangaben seiner Autoren etwas ernstzunehmender nachkommt, als es noch vor einiger…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com