Ist dieses Video wirklich echt? Ist der Höhepunkt der katholischen Präsentation auf der Hessentag-Straße wirklich der „Queer Day“ mit „zwei Drag Queens" in der Kirche, „die uns unterhalten“? Oder ist das eine Satire böswilliger Atheisten? Sehen Sie selbst.
Wer steckt hinter diesem Video? Die „Atheist Alliance International“? Eine konservative protestantische Untergrundorganisation? Das „Kommando Martin Luther“? Ist es Bestandteil eines großangelegten Racheplans Georg Gänsweins an seinem Brötchengeber für seine Vertreibung aus Rom und die institutionelle Kaltstellung? Stichwort „false flag“? Zu viel Professionalität ist allerdings auch nicht zu vermuten, trägt die Darstellerin doch erkennbar viel zu dick auf. Spätestens wenn man verstanden hat, dass die Zielgruppe nicht nur Kinder bis zum vollendeten Grundschulalter sein sollen (was eine Weile dauert), ist offensichtlich, dass der Zweck des Videos nur darin bestehen kann, die Katholische Kirche, das Bistum Mainz und speziell die hierzugehörige Pfarrei St. Antonius im südhessischen Pfungstadt bis auf die Knochen zu blamieren.
Man sehe, staune, lache (als Nicht-Katholik) oder schäme sich (als Katholik).
Beim Hessentag wolle man „frischen Wind“ in die „Katholische Kirche“ bringen, so Hiltrud Beckenkamp, hier als Gemeindereferentin vorgestellt. (Die Präsentation erinnert übrigens fatal an die Darbietungsweise einer Politikerin, die es im Anschluss an dieses Video noch zur Kulturstaatsministerin bringen sollte. Auch hier ist noch unklar, ob es sich um eine – letztlich wenig erfolgreiche – Verschwörung gegen die Grünen gehandelt hat.)
„Ein Mensch, der ansprechbar ist“
Auf der Hessentag-Straße „steppt der Bär“ und „ein ganz tolles, superschönes, interessantes Programm“ werde stattfinden, freut sich Frau Beckenkamp. Und zwar in „drei Locations“, wo „der Bär steppt“ (abermals). Bunte Kinder-Windmühlen, glitzernd, hält die Gemeindereferentin während ihrer Ausführungen in der Hand. „Jesus-Biker“ (sprich: Dschiesess-Beikor) werden zu Gast kommen. Schutzengelflügel werden zu Verfügung gestellt, da könne man via „Selfie“ zum Engel werden. Die Kirche werde während der Veranstaltungen ein Ort der Stille sein, dennoch könne man sich aktiv an mehreren „Stationen“ betun. Und dann kommt die ganz kritische Stelle des Videos, eine schlimme Klippe für Frau Beckenkamp: „Außerdem wird immer jemand hier sein. Ein Ansprrrr…“ Sie bemerkt ihren bösen Fehler, aber schafft es noch, kurz vor dem vollendet ausformulierten „Ansprechpartner“ abzubiegen und korrekt fortzufahren: „Ein Mensch, der ansprechbar ist.“ Später am Tag „wird die Kirche zur Showbühne“. Höhepunkt ist allerdings nicht ein „bunter Abend der Nationen“ (dieses Wort geht überraschenderweise in voller Schönheit über die gemeindereferentlichen Lippen), auch nicht der Poetry-Slammer, vielmehr werde man am „Queer Day“ sage und schreibe „zwei Drag Queens hier haben, die uns unterhalten“.
Zum Ende heißt es: Ein „buntes, vielfältiges Programm“ (also nicht nur, wie anfangs verkündet, ein „ganz tolles, superschönes, interessantes“) werde stattfinden. „Kommt vorbei, seid dabei, es lohnt sich.“ Laut Ankündigung läuft das Ganze seit 2. Juni und dauert noch bis 9. Juni an. Aber jetzt bitte nicht hinfahren und dann enttäuscht vor verschlossenen Türen stehen. Es ist unvorstellbar, dass eine solche Veranstaltung tatsächlich in der Verantwortung der Katholischen Kirche, in der Verantwortung des Bistums Mainz (historisch eines der bedeutendsten in Deutschland) stattfindet. Man sollte nachfragen, ob schon Untersuchungen bezüglich der Urheber des Videos eingeleitet sind.

Sie haben sich verhört, sie hat nämlich zwei Treck-Queens gesagt. Das sind weibliche Treckerfahrer, die auf die neue Agrarpolitik von Herrn Özdemir aufmerksam machen und Dankgebete für die angekündigte Wertschätzung von Natur, Mensch und Landwirten sprechen, bevor sie zu einer Trecker-Wallfahrt nach Berlin aufbrechen.
Na ja, mal kann auch aus einer Maus einen Elefanten machen, Herr Lommatzsch. Wer ist denn heute noch ernsthaft Mitglied in einer der Staatskirchen?! Richtig, ein Teil Menschen, die das aus beruflichen Gründen sein müssen, ein Teil Kinder & Jugendliche, deren Eltern es ihnen aufzwingen und die dafür auch noch nicht selbst „blechen“ müssen und der Rest sind eben Apparatschiks und Gutmenschen, wie diese Oma im Video. Klar, ist es nervig, überall auf diesen LGBTQ-Bullshit zu treffen, genau wie auf diesen Gender-Klamauk, aber die Kirchen-Oma glaubt den Mist, den sie da erzählt doch selbst nicht wirklich. Es ist schon zum Schießen komisch, wie sie gerade noch im letzten Moment die Gender-Kurve kriegt und sie sich so selbst entlarvt. Die Staatkirchen-Seniorin ist die Sorte Mensch, scheint mir, die ihr ganzes Leben immer brav gemacht hat, was ihr irgendein Himmelskomiker, oder sonst wie Vorgesetzter, gesagt hat. Und nun darf sie der Genderei frönen und sogar in der Kirche, als Dragqueens, verkleidete Männer anpreisen. Uuuuh, ganz wildes Zeug also, aus ihrer Sicht. Sie hat doch gar nicht begriffen, wie sehr sie sich selbst mit ihrem Video zum Vollpfosten macht, oder das der „Dschiesus“ zu seiner Zeit, gegenüber der herrschenden Religion und Gesellschaft ein ziemlicher Rebell war, der sich eben nicht hat sagen lassen, was geht und was nicht. Nichts davon hat Platz in ihrer kleinen heilen Welt und „Ömaken“ tut mir fast schon etwas leid, in ihrer leicht grenzdebil anmutenden Naivität.
Sorry, aber was ist los mit der Achse??? Scholz sagt gestern in Falkensee das der Urnenpöbel sein Hirn nicht zum Denken nutzt und was kommen hier für Artikel?? Ist die Achse auf Linie? Ich verstehe es nicht
Wusste gar nicht, dass die Katholiken eine Klagemauer haben.
Man lernt nie aus.
Tri Tra Trullala!
Vorstellbar ist das inzwischen alles. Dreckqueen ist ja wohl inzwischen auch ein Berufszeig, der/die an Grundschulen den Schweinigel macht. Warum nicht auch in der Kirche? Wie soll man denn in Deutschland noch Satire und Realität auseinanderhalten?
Wieder mal der Beweis erbracht, G’ttes Wege sind wirklich unergründlich :)