Orit Arfa, Gastautorin / 09.06.2018 / 06:25 / 23 / Seite ausdrucken

Dr. Orits Härtetest für Weicheier

Man nehme einen israelischen Kampfsport-Trainer, das israelische Selbstverteidigungs-System Krav Maga und einen deutschen Mann. Treffpunkt ist das Kampfsport-Studio „Streetwise Academy“ in Berlin. Und Dr. Orit verspricht ein Geschenk: „Ich gebe euch eure Eier zurück“.

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Martin Johannes Marhoff / 09.06.2018

Ganz ehrlich! “Krav Maga” funktioniert auch nur im Studio. Oder lernen israelische Soldaten, die von “Halbwüchsigen” niedergestochen werden, so etwas nicht?

Emmanuel Precht / 09.06.2018

Hubert Bauer, das Rückenproblem lässt sich bequem zu Hause, mit geringem Zeitaufwand durch wenige gezielte Yoga-Übungen, gerne auch neben dem Schreibtisch und zwischendurch, beheben. Ich spreche da aus nunmehr schmerzfreier Erfahrung - und - ich konnte vor Schmerzen abends kaum mehr Gehen.

Winfried Kellmann / 09.06.2018

Das Video ist schöne Theorie. Wenn man nur ein ein klein wenig Kampfsport betrieben hat, sieht man, daß der angelernte deutsche Verteidiger ein unnötig hohes Risiko eingeht. Er entfernt zwar den Vergewaltiger vom Körper der Frau (das allein sieht einfacher aus, als es ist), danach begeht er einen zentralen Fehler: Es ist damit zu rechnen, daß der Täter in diesem Fall hoch aggressiv reagiert unnd nicht, wie im Video, brav am Boden liegen bleibt. Ihm dann den Rücken zuzuwenden und zu flüchten, dazu würde keine Zeit bleiben. Viel wahrscheinlicher ist, daß der Täter sich, schon während er vom Körper der Frau wegbewegt wird, heftig wehren würde.  Der Retter müßte den Täter also kampfunfähig machen. Wie? Durch eine kräftigen Tritt gegen den Kopf oder, wenn man die strafrechtlichen Konsequenzen in D fürchtet, durch mehrere kräftige Tritte in die Rippen (Die Rippen sind schwerer zu erreichen und es bedarf im Zweifel mehrerer Tritte, das Risiko, daß der Täter hoch aggressiv reagieren kann, ist also höher. Besonders in D kann der Retter nie sicher sein, daß ihm der Richter nicht, später, wegen Unverhältnismäßigkeit,  den Strick dreht. Das lähmt ihn zusätzlich.) Überhaupt, den Täter vorher anzusprechen ist aus zwei Gründen ziemlich nachlässig. Zum einen, weil der Überraschungseffekt verloren geht, zum anderen, weil der Täter durch verbale und körpersprachliche Einschüchterung auf dem Gehirn des Verteidigers Klavier spielen kann: Die Kampfkraft des Retters wird so entscheidend geschwächt, besonders, wenn er der feminisierte deutsche Mann ist (ich gehöre dazu, ich hätte auch tierische Angst in einer solchen Situation).Soweit die Theorie. In der Praxis kommt immer die mentale Konstitution des Verteidigers mit in den Kampf. Und da trifft das Video den Nagel auf den Kopf. PS: Die Polizistin, die kürzlich einen Messerangriff mit einem tödlichen Schuß quittierte, wurde einhellig gelobt. Einem männnlichen Polizisten würden mit Sicherheit in der ffentlichkeit von verschiedenen

Kathrin Zimmer / 09.06.2018

Ich, als Frau überlege nun schon Krav Maga zu erlernen und evt. auch mal kurzzeitig einem Schützen-Verein beizutreten, damit ich richtig fit werde. Auf die Männer in meiner Umgebung werde ich mich im Ernstfall eher nicht verlassen können. Gott sei Dank wurde ich auch bisher nicht angegriffen, es gab aber schon brenzlige Situationen und manchmal hilft eben Wegrennen nicht mehr….

Werner Arning / 09.06.2018

Um eine gesunde, selbstbewusste Männlichkeit entwickeln zu können, ist es für den heranwachsenden Jungen wichtig, wenn nicht entscheidend, ob ein (echtes) männliches Vorbild vorhanden ist. Meistens ist dieses der Vater. Über die Identifikation mit ihm, kann auch der Sohn eine positive Männlichkeit entwickeln. Männlichkeit beinhaltet gemeinhin auch die Bereitschaft Fürsorge und Schutz zu gewähren für denjenigen, der dieses Schutzes bedarf. Um das zu leisten zu können, muss der Mann sich selber als eine Person wahrnehmen, die stark und durchsetzungsfähig ist. Es geht hierbei nicht um körperliche Kräfte. Wird der Heranwachsende in der Entwicklung dieser „Selbstwahrnehmung“ behindert, etwa durch übergroße Ängstlichkeit der Eltern, die etwa den Jungen durch übermäßige Verwöhnung und Beschützen zu sehr verweichlichen, kann er diese „Selbstwahrnehmung“ auch später meistens nicht mehr nachholen. Er wird weder in der Lage sein, der Frau zu helfen, noch dem angesprochenen Juden. Er wird vermeiden Stellung zu beziehen, wird sich hinter Ausreden und Rationalisierungen verstecken und im Zweifelsfall vor einem angsteinflößenden Gegner zurückschrecken, noch bevor dieser ihn überhaupt bedroht. Durch die Aufwertung weiblicher Qualitäten und der gleichzeitigen Herabsetzung männlicher Qualitäten sind wir in unserer Gesellschaft zu einer Situation gekommen, in welcher weibliche Qualitäten in hohem Maße vorhanden sind, männliche Qualitäten jedoch unterrepräsentiert sind. Dem Schwachen wird geholfen und er wird verwöhnt und versorgt, die Verteidigung gegen einen Aggressor (möglicherweise die gleiche Person, die zuvor gepflegt wurde) gerät zu einem Ding der Unmöglichkeit. Der Mann hat „gelernt zu pflegen“, aber verlernt zu beschützen. Weibliche Werte hochzuhalten und Männlichkeit zu verurteilen, muss zu dieser Konsequenz führen. Der Zustand führt in ein gewisses Ausgeliefertsein, weil Wehrhaftigkeit abgeschafft worden ist. Passivität und unreflektierte Friedfertigkeit sind die Folge.

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