Donald Trump, der zweimalige Frauenbezwinger (Hillary Clinton und Kamala Harris), sieht sich inzwischen einer Phalanx von Frauen ausgesetzt, die sich von ihm nicht bezwingen lassen wollen.
Es ist deutlich mehr als ein Triumfeminat, es ist eine veritable Fünferbande, die sich Donald Trump in den Weg stellt. Vier Europäerinnen und eine südliche Nordamerikanerin.
Trumps südliche Nachbarin sei als erste erwähnt: Claudia Sheinbaum, die Präsidentin von Mexiko schleudert ihm fast täglich einen Fehdehandschuh vor die Füße. Sie wehrt sich gegen die Strafzölle, die der US-Präsident über ihr Land verhängen will, und droht mit ebenso rabiaten Gegenmaßnahmen. Ihr Mexiko ist nicht der Kraftprotz, als der die USA sich fühlen können, aber sie hat einige tückische Waffen im Arsenal, die den Amerikanern empfindliche Schmerzen zufügen können. Sheinbaum: „Sie wollen eine Mauer? Sie bekommen eine Mauer.“ Für ihr Land geht es in dieser ungleichen Auseinandersetzung allerdings ums wirtschaftliche Überleben.
Von den vier Europäerinnen seien zunächst Giorgia Meloni und Mette Frederiksen genannt. Sie bilden eine Nordsüdachse der knallharten Regierungschefinnen.
Die Italienerin Meloni hat sich als eine heimliche Führerin in der EU etabliert. Gerade wegen ihrer ausgeprägten nationalen Gesinnung lässt sie sich nicht von einem Macho jenseits des Ozeans beeindrucken. Im übrigen hat sie daheim gelernt, mit narzisstischen Männern, wie sie auch in Italien gelegentlich vorkommen, umzugehen. Sie ist eine politische Kraft im Reifeprozess Europas hin zur militärischen Volljährigkeit.
Mutter Courage in Sachen Grönland
Die Dänin Mette Frederiksen (Foto oben mit Donald Trump bei einem Nato-Treffen) hat gerade als Gastgeberin einer europäischen Sicherheitskonferenz eine flammende Rede gehalten, in der sie quasi den Abschied Europas aus der nicht mehr gesicherten amerikanischen Obhut beschwor. Sie hat im Hintergrund ihren eigenen, ganz speziellen Grund, sich Donald Trump entgegenzustellen. Er heißt Grönland. Seitdem der amerikanische Präsident ein lüsternes Auge auf die autonome, aber zu Dänemark gehörende Großinsel geworfen hat, ist sie zur Mutter Courage in Sachen Grönland geworden. Ein politischer Leckerbissen: Nato-Land gegen Nato-Land.
Die beiden Frauen, die für ganz Europa im Ringen mit Donald Trump sprechen, sind Kaja Kallas, die frühere Regierungschefin von Estland und derzeitige Außen – und Sicherheitsministerin der Europäischen Union, und natürlich Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission. Beide Frauen sind nahezu täglich am Mikrophon zu sehen und zu hören, als Widerstandskämpferinnen gegen die wirtschaftspolitischen Angriffe Washingtons auf die Europäische Union.
Auch sie versprechen – eigentlich ganz im Sinne Trumps – mehr militärische Eigenständigkeit. Nicht ganz im Sinne Trumps ist, was sie offiziell noch nicht sagen: nämlich ihre geplante Politik der mit chirurgischer Präzision gezielten Strafzölle gegen US-Staaten, in denen Donald Trump seine Wähler hat. Mal sehen, wie sich das drohende Leiden der Trump-Getreuen bemerkbar machen wird.
Die Männer, die in der Auseinandersetzung mit Trump auch eine Rolle spielen, sollen nicht vergessen werden. Emmanuel Macron gibt den Frontmann, aber er hat hinter sich eine wackelige Regierung. Friedrich Merz ist neu und will erst noch eine Kraft werden. Keir Starmer schwankt auf typische britische Art: Er robbt sich näher an Europa heran und will zugleich Englands special relationship mit Amerika nicht aufs Spiel setzen. Er kann sich so vielleicht noch zu einem Schlüsselmann der Zukunft entwickelt.
Was aber Donald Trump besonders auf die Nerven gehen dürfte, ist die Frauenfront, der er sich gegenüber sieht. Wohin er blickt, nach Süden oder nach Europa, es steht eine Frau am Mikrophon. Als befände er sich im Kampf mit eine Hydra: zwei Köpfe hat er daheim niedergekämpft, fünf sind ihm jenseits der USA entgegen gewachsen. Es wird interessant, zu beobachten, wie dieser Kampf der Geschlechter ausgehen wird.
Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

Wenn sie wirklich speziell die Bundesstaaten treffen wollen, in denen Trump seine Wähler hat, ist das eine weitere Eskalation und weit weg von jedem rationalen handeln.Es ist, als ob sie die USA mit Gewalt aus der Nato drängen wollen.Und dann allein gegen Russland.Man mag es nicht glauben.
Do they pile up to his knees?
Vergessen wir Incitatus nicht, das Pferd das Caligula zum Konsul ernannt hatte, um den Senat zu verarschen. Eine ähnliche Verarsche ist die Baerbock in der UN.
Ich kann nun nicht fuer Trump sprechen, aber ganz sicher wuerden mir diese Damen, die man zudem durchaus differenziert bewerten sollte, keine schlaflosen Nächte bereiten. Jedenfalls nicht auf der Grundlage dessen, was bisher gezeigt wurde. Ob hier noch weitere Talente schlummern weiss ich nicht. (Geo) Politisch betrachtet ohnehin ein sehr seltsamer Artikel. Vor allem, wenn man sich den Zustand einiger Laender anschaut. Was waere Italien ohne „Unterstützung“, vom inneren Zustand Mexikos ganz zu schweigen. Da gibt es fuer die Damen durchaus viel zu tun. Und die totalitaere EU, überwiegend bestehend aus failed states, werden wir aufmerksam verfolgen ( muessen). Wer meint, vor vdL auch nur Respekt haben zu sollen, muss jahrelang tief geschlafen haben. Wir werden sehen.
Tja, Herr Trump lernt, wie mit narzistischen Frauen umzugehen ist. Mit medienwirksamen weiblichen Gelaber vor oder hinter dem Mikrofon sind weder Wirtschaftspolitik noch Militärpolitik zum machen. Und gerade diese weiblichen Vertretungen von Staaten, die ja nun gerade nicht der militärische Gegner für Russland sind, sollen ihm nun zeigen, wo der Hammer hängt? Lächerlich! In Bezug auf Macron und Starmer sollte man bedenken, dass Frankreich ein erhebliches Problem mit seinem überfremdeten Militär haben könnte – Herr Starmer profitiert zur Zeit nur durch die eklatante Schwäche seines politischen Gegners. Im Übrigen kann sich Herr Trump der Hydra ganz einfach entledigen: er sticht ihr ins Herz. Und falls jemand das Beispiel der Sirenen anführen möchte, ein Tipp von mir: einfach die Ohren zustöpseln.
Für Achse-Verhältnisse ein – mit Verlaub – etwas alberner Beitrag. Aber auch das gehört zu echter Vielfalt.
Trump grinst doch nur müde ob der hysteriformen Amazonen. Und das macht ihn sympathisch. Bemerkenswert (wenn auch nicht verwunderlich), dass auch die größten Verbalbellizisten in Europa weiblich sind. Wenn jetzt noch Frau Baerbock die UN bereichert, gibts sicher bald einen Frauen- statt einen Kinderkreuzzug Richtung Kursk. Icke freu mir.