Doch wissenschaftliche Standards interessierten Mielke herzlich wenig. Er wollte mit der Verleihung des Doktorgrades besonders verdienstvolle Genossen ehren. Zuletzt umfasste die Führungsebene seines Überwachungsapparates mit 91.000 hauptamtlichen Mitarbeitern rund 200 Personen. Jeder vierte aus dem exklusiven Kreis hatte nach einer Untersuchung des Stasi-Forschers Günter Förster seinen Dr. jur. an der JHS erworben. Die Stasi-Hochschule machte die Mielke-Stellvertreter Gerhard Neiber und Wolfgang Schwanitz, den Leiter der Funkaufklärung, Horst Männchen, und den Leipziger Stasi-Chef Günter Hummitzsch zu Doktoren. Bei besonders hoch gestellten Funktionären mischte sich Mielke direkt in das Promotionsverfahren ein. http://www.welt.de/politik/deutschland/article121982070/Wenn-die-Stasi-den-Doktortitel-verleiht.html
Siehe auch:
http://www.welt.de/kultur/article12656728/Als-Gysi-das-sozialistische-Recht-vervollkommnete.html