Der Heiland hat es vorgemacht, am See Genezareth und bei der Hochzeit zu Kana. Er konnte auf wundersame Weise Menschen speisen. Jetzt tritt Robert Habeck in seine Fußstapfen.
Eine Handvoll Gerstenbrote und ein paar Fische machten dereinst viertausend Männer satt, und es blieben noch zwölf Körbe mit Brotresten übrig. Und Wasser wurde in Wein verwandelt, in größeren Mengen. Jesus konnte große Wunder tun.
Da kann die grüne Klimareligionsgemeinschaft ja nun nicht zurückstehen. Ihr Heiland heißt seit Wiesbaden „Robert“. Ein Name, der fälschlicherweise von vielen mit einem Haarpflegemittel assoziiert wird. Das ist völlig unnötig – der Robert hat von göttlicher Natur aus schönes Haar. Und er kann nach eigener Aussage auch Wunder tun: nämlich „Strom sauber, grün und billig“ machen. Das wäre sozusagen „die wundersame Beladung der 4.000 Elektroautos mit sauberem und billigem Strom“. Der liebe Gott möge mir das blasphemische Gedankenspiel verzeihen.
Und so begab es sich, dass eine Zehn-Prozent-Partei auf ihrem Parteitag in Wiesbaden Robert Habeck zum „Kanzlerkandidaten“ salbte. Das Wahlergebnis von 96,5 Prozent Zustimmung der Delegierten war honeckerwürdig. Die Verzückten in der Messehalle jubelten und umarmten sich innig, wie einst beim SED-Parteitag.
„Unsere Ideologie heißt Wirklichkeit“
Bei der geriatrischen DDR-Führung gab es eine inoffizielle, medial dreifaltige Stufung des Beifalls, an die sich jeder Journalist zu halten hatte: „starker Beifall“ (unterste Stufe) wurde von „starkem, stürmischem Beifall“ (mittlere Stufe) gefolgt, und als Krönung der Selbstbesoffenheit der Abgehalfterten stand in ihrem Zentralorgan, dem Neuen Deutschland: „Unter starkem, stürmischem Beifall erhoben sich die Delegierten von ihren Plätzen“, wenn Honecker etwas vom Sieg des Sozialismus über den „kapitalisdschen Imbrealismus“ ins Mikrofon genuschelt hatte.
Auf dem Grünen-Parteitag in Wiesbaden beschwor Habeck den Realitätssinn unter starkem, stürmischem Beifall. „Unsere Ideologie heißt Wirklichkeit“, versicherte er. Er rief, dass er es nicht mehr hören könne, dass die Grünen in der Realität ankommen sollten: „Nichts könnte falscher sein. Es ist schlicht falsch, sich in abstrakten Prinzipien zu verbeißen, blind für die Welt, wie sie ist, die Augen nur offen für das, was man gerne hätte.“ Da erhoben sich die Delegierten unter starkem, stürmischem Beifall von ihren Plätzen.
Lange hielten die guten Vorsätze nicht. Wirtschafts- und Klimaminister Habeck sagte im NTV-Interview zu seinem wirtschaftspolitischem Angebot (Mitschrift des Autors): „Nun, eines der Hauptkernpunkte wird sein, die Energie, den Strom – nachdem wir ihn sauber und grün gemacht haben – günstig zu machen. Und zwar radikal – also: Netzentgelte, Steuern und Abgaben runter soweit es irgendwie geht, hilft den Menschen, den Verbrauchern [nuschelgender] und Verbraucher, hilft der Wirtschaft, weil die Energie und Produktionskosten sinken, und es hilft auch dem Klima, weil wir dann die grüne Energie nutzen, um zu heizen oder Auto zu fahren“.
Dieser Spruch zeugt nach meiner Meinung von nachgerade absurder Realitätsverweigerung und hat mit der Wirklichkeit nicht das Geringste mehr zu tun. Die Grünen haben den Strom „sauber und grün“ gemacht? Wie jetzt? Wann? Sauber heißt ja in der grünen Heilslehre CO2-frei. Ist das so?
Der durchschnittliche CO2-Emissionsfaktor für den Strommix in Deutschland in Jahr 2023 betrug 380 Gramm pro Kilowattstunde. Im Vergleich betrug derselbe Durchschnittswert im Jahr 2023 in unserem Nachbarland Frankreich 56,4 Gramm pro Kilowattstunde. Deutschland emittierte also für die Herstellung einer Kilowattstunde fast das Siebenfache an CO2 wie das durchaus vergleichbare Nachbarland Frankreich.
Eine halbe Billion mühsam erarbeitetes Steuergeld wurde ausgegeben, um dieses blamable Ergebnis zu erreichen. Und dann verkündet der Ober-Protagonist dieser Geldvernichtung, dass der deutsche Strommix „sauber und grün“ ist? Geht es noch wirklichkeitsfremder?
Es geht noch wirklichkeitsfremder
Nunmehr, nach grüner Diktion, ist es an der Zeit, den teuersten Strom Europas billiger zu machen, für die Verbrauchern und Verbraucher, für die Wirtschaft und fürs Klima. Netzentgelte, Steuern und Abgaben runter – soweit es irgendwie geht.
Wie soll es denn irgendwie gehen? Soll das Netz nun nicht mehr ausgebaut werden, was nach Schätzung der Netzbetreiber eine halbe Billion kostet? Geht natürlich nicht. Sollen die größenwahnsinnigen Ausbaupläne der Erneuerbaren in den Papierkorb? Natürlich nicht. Will man auf die Backup-Gaskraftwerke verzichten? Geht auch nicht, auch wenn es wahrscheinlich sowieso nichts wird? Geht nicht, da man die Kernenergie vernichtet hat und man ja weiter gut funktionierende Kohlekraftwerke verschrotten will. Will man auf den „Hochlauf“ einer wahnsinnig teuren Wasserstoffwirtschaft verzichten? Nein, natürlich nicht. Alles läuft auf ein Wunder hinaus, das geschehen muss.
Doch Wunder in der Energiewirtschaft sind rar. Daher wollen die Grünen das Loch mit Schulden zuschütten, das durch das „billiger machen“ von Strom entsteht. Sie nennen das „Reform der Schuldenbremse“ und wollen dazu die Verfassung ändern oder aushebeln. Hier könnte Robert Habeck tatsächlich eine wundersame Geldvermehrung mit Hilfe der Druckerpresse einleiten. Das Geld ist ja im sogenannten „Klima- und Transformationsfonds“ nicht weg, es muss nur durch die nächsten Generationen abbezahlt werden. Hauptsache ist, es merkt keiner, dass der Strom weder „sauberer“ noch billiger wird, sondern dass das Gegenteil der Fall ist. Die Grünen haben beide Augen offen, aber leider nur für das, was sie gerne hätten.
Welcher Auto-Antrieb ist „sauberer“?
Die Grünen wollen uns ja „wegen dem CO2-Ausstoß und fürs Klima“ die Verbrennungsmotoren verbieten und alle Bürger zwingen, wenn schon Auto, dann Elektroautos zu fahren. Macht das mit der Habeckschen Strom-Politik überhaupt Sinn? Ein moderner Dieselmotor hat einen CO2-Emissionsfaktor von etwa 267 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (Quelle: Umweltbundesamt).
Wenn ein Elektroauto mit Strom aus dem deutschen Netz betankt wird, dann beträgt der Emissionsfaktor für diesen Strom 380 Gramm CO2 für eine Kilowattstunde. (Quelle: Statista). Die eine Million-Dollarfrage für alle grünen Mathe- und Physik-Abwähler ist jetzt: Welches Auto hat einen geringeren CO2 Ausstoß bei gleicher Motorleistung und ist somit nach grüner Heilslehre besser fürs Klima: Der Dieselmotorenantrieb oder das Elektroauto?
Manfred Haferburg wurde 1948 in Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik und machte eine Blitzkarriere im damalig größten AKW der DDR in Greifswald. Wegen des frechen Absingens von Biermannliedern sowie einiger unbedachter Äußerungen beim Karneval wurde er zum feindlich-negativen Element der DDR ernannt und verbrachte folgerichtig einige Zeit unter der Obhut der Stasi in Hohenschönhausen. Nach der Wende kümmerte er sich für eine internationale Organisation um die Sicherheitskultur von Atomkraftwerken weltweit und hat so viele AKWs von innen gesehen wie kaum ein anderer. Im KUUUK-Verlag veröffentlichte er seinen auf Tatsachen beruhenden Roman „Wohn-Haft“ mit einem Vorwort von Wolf Biermann.
Von Manfred Haferburg und Klaus Dieter Humpich ist soeben in der Achgut-Edition das Buch
Atomenergie – jetzt aber richtig
erschienen. Das Nachwort stammt von dem Wissenschaftsphilosophen Michael Esfeld. Sie können es hier in unserem Shop bestellen, Auslieferung erfolgt ab kommenden Montag.
Zum Inhalt des Buches: Es ist keine Frage ob, sondern lediglich wann „die dümmste Energiepolitik der Welt“ (wallstreet-Journal) – in Deutschland euphemistisch „Energiewende“ genannt – beerdigt wird. Und was dann? Überall auf der Welt werden längst wieder die Weichen für die Kernenergie gestellt, CO2-frei wie bisher, aber intelligenter, resilienter, mobiler und preiswerter als je zuvor. Die Atomenergie kann auch hierzulande der Nukleus für einen neuen Wohlstand sein, auch diese Einsicht wird sich unter der Last des Faktischen durchsetzen. Die beiden Energieexperten Manfred Haferburg und Klaus Humpich analysieren den deutschen Irrweg und zeigen Wege aus der Sackgasse. Dieses Buch ist ein Almanach der Vernunft für alle, die in Deutschland erfolgreich wirtschaftlich tätig sind und damit fortfahren wollen.

Ich habe selbstverständlich nichts gegen eine grüne Partei. Ich habe aber etwas dagegen, diese eine Partei Umweltschutz- und neu Klimaschutzpartei nennen zu sollen, in der inhouse weit und breit kein und an der Spitze nada Grundwissen über Naturwissenschaft oder Technik vorhanden sind. Das ist komplett lächerlich. Der Name und das Programm passen in keiner Weise zum Personal. Diese Partei ist die lächerlichste unter allen. Selbst die Tierschutzpartei hat mehr Ahnung in eigener Sache. Habeck&Co; haben selber keinerlei Expertenwissen, und nicht einmal in jenem Bereich, von dem sie uns sagen, das sei die Kernkompetenz ihrer Partei. Was an Kompetenz vorhanden ist, wird gekauft. Für Geld. Die Expertisen sind auf den Auftraggeber zugeschnitten. Müsste der von der Wirtschaft geschätzte und respektierte Robert H. spontan einen Stromkreis auf Papier malen, er könnt es nicht. Den Namen Keynes hat er vielleicht gar schon mal gehört und damit war es dann auch. Müsste die weltweit geschätzte Annalena die Funktion einer Batterie erklären, so wäre es durchaus möglich, dass sie davon ausgeht, Kobolde wären am Werk. Diese Partei wird von den Öffentlich Rechtlichen umschwärmt (wir haben es eben mit ansehen dürfen); und so kommt diese 3%-Prozent-Partei auf sagenhafte 10%. Keine andere Partei verfügt Dank der Gebührenzahler über eine so prall gefüllte PR-Kriegskasse, wie die Grünen. Ich halte das im Mindesten für wettbewerbsverzerrend. Deshalb können die Grünen seit 40 Jahren das tun, was gut können: Die Grünen sind irgendwo in den 80er-Jahren stehen geblieben. Dort reichte es, ein Problem zu lösen, indem sich Mann einen Pullover strickte.
„Nunmehr, nach grüner Diktion, ist es an der Zeit, den teuersten Strom Europas billiger zu machen, für die Verbrauchern und Verbraucher, für die Wirtschaft und fürs Klima.“ – Und damit Schland auf der „sicheren Seite“ bleibt, soll eine gewisse „Annalena“ in Baku beim gescheiterten sog. „Klimatreffen“ verkündet haben, daß die deutschen „Kohlekraftwerke“ nach den KKW auch abzuschalten sind. Um sodann mit dem „eigenen“ Flieger der Flugbereitschaft abseits des separat reisenden „Robbärt“ ohne eigenem „C02-Bewußtsein“ weiter gedüst zu werden. Auf jeden Fall holt dann damit die „E-Karre“ im Vergleich zum Diesel zügig auf und verkleinert seinen C02-Reifenabdruck. So gehts dann doch noch.
@ Martin Bingel – „ein Black-Out kurz vor dem 23.02. würde ein paar Unbelehrbare möglicherweise doch noch dazu bewegen…“ – Soll Anfang November kurz davor gewesen sein, schon schade, daß es nicht geklappt hat, so als Übung für die Zukunft.
„Welcher Auto-Antrieb ist “sauberer„?“ – Und wie nennt man jemanden, der die in diesem Abschnitt formulierte Textaufgabe nicht in der Lage ist zu lösen? Und wie darf man eine Truppe nennen, die ob dieser Nichtleistung in tosenden Beifall und zügelloses Umarmen verfällt? Ich frage im Angesicht des Wirkens der Bamberger oder wo auch immer Justiz in diesem Lande. Um sicherzugehen, da ich noch keinen neuen Bademantel im Schrank habe.
Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass jedes neue, zusätzliche E-Auto unterm Strich in der „Wirklichkeit“ unter Berücksichtigung aller Faktoren wie Ladeverluste, Wirkungsgrade etc. im Kohle- oder Gas-Kraftwerk je nach Fahrverhalten und Jahreszeit bis zu 10 x soviel Primärenergie verbraucht bzw. CO2 erzeugt, wie ein entsprechender Diesel. Schuld sind u.a. auch die elektrische Innenraum-Heizung und die elektrische Batterie-Heizung, die insbesondere auf Kurzstrecken im Stadtverkehr extrem viel zusätzlichen Strom auf 100 km verbrauchen, während ein Verbrenner ja dagegen ohne Mehrverbrauch über das Kühlwasser des Motors den Innenraum heizt und keine Batterie-Heizung benötigt. Außerdem die Batterie-Kühlung einiger Modelle, das sehr hohe Gewicht und der extrem hohe Stromverbrauch bei hohen Reisedurchschnitten auf der Autobahn. – Ich halte das für realistisch. Schließlich stagniert der Ausbau der Windkraft ja seit Jahren. Somit muss für jeden zusätzlichen, neuen Stromverbraucher ja ein Primärenergie verbrauchendes Kohle- oder Gas-Kraftwerk mit schlechtem Wirkungsgrand entsprechend zusätzlich mehr „aufgedreht“ werden. Bei Wärmepumpen wird die „Wirklichkeit“ ähnlich aussehen. Habeck hat anscheinend recht, wenn er sich von der „Wirklichkeit“ umzingelt sieht. :-)
Immer die Hetze gegen den Robert.
Ich fand es widerwärtiger, wie IM Erika von einst lesenswerten Medien wie jener Zeitung aus Ffm. oder dem Reinspüler aus Boulevard- Massenpresse vom seeligen Axel C.S. abgefeiert wurde. Weil sie irgendwas mit Geburi.
Oder heute. Ein Buch, dass dreisterweise„Freiheit“ genannt wird. Übrigens der Name der ehem. Druckschrift der verklemmten Sowjet-Fans in (damaligen) Bezirk Halle.
D.-schland ist nolens volens ohnehin in ein paar Jahren nicht mehr zahlungsfähig. Und ob der Markus oder der Robert nerven. Ist wurscht. Genauso, ob das BundesaussenLenchen ihre Plärren nun mit neuem- oder Ersatz- oder Halbtags-Vater gross zieht.
Herr, laß Hirn Regen und nimm den Bedürftigen den Schirm weg. Grundlastfähige Kraftwerkstechnologien abschalten, aber gleichzeitig den Stromverbrauch mit Wärmepumpen und Elektroautos erhöhen. Das kann nur im grünen Märchenwald funktionieren. Wir brauchen endlich wieder qualifiziertes Personal im BT: Mindestalter, abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung. Tätigkeiten bei einschlägigen NGO sollten allerdings zum lebenslänglichen Mandatsverbot führen, um den Drehtüreffekt zu verhindern! Alle, die ohne Ausbildung im BT sitzen, sollten auch nicht mehr als Mindestlohn bekommen, damit der Anreiz wegfällt, mit einem BT-Mandat die eigenen Finanzen zu sanieren.