Von Andreas Zimmermann.
Manche Wissenschaftler erstellen in Corona-Zeiten für Geld offenbar jede „Studie“, die ihrem Auftraggeber genehm ist.
Ich weiß nicht, ob die Wissenschaft an oder mit Covid gestorben ist – dass sie zu den Todesopfern von zwei Jahren „Pandemie“ zählt, ist aber nicht mehr zu leugnen. Neben unsinnigen „Inzidenzen“, wertlosen PCR-Massentestens kerngesunder Menschen und des absurden Wortungetüms der „symptomlos Erkrankten“ bietet eine aktuelle Veröffentlichung einen weiteren Beleg für die These, dass die Wissenschaft im Jahr 2022 genauso tot ist wie Gott laut Nietzsche. Bei dieser Karikatur einer wissenschaftlichen Veröffentlichung handelt es sich um die Arbeit von Wang et al. zur weltweiten Übersterblichkeit aufgrund von Covid-19, die tatsächlich in der Zeitschrift „The Lancet“, einem vormals angesehenen, wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde. Die Qualität dieser Arbeit liegt ungefähr auf dem Niveau der Stellungnahme der Leopoldina zur Sicherung der Energieversorgung, die Manfred Haferburg in seiner unnachahmlichen Art auf der Achse in kleine Stückchen zerpflückt hat – mit anderen Worten, sie hat mit Wissenschaft nichts zu tun.
Millionen Fantasie-Tote
Was haben die Autoren gemacht? Sie haben die Mortalitätsdaten von 74 Ländern genommen und mit Hilfe fantasievoller Modelle die Todeszahlen für alle 191 Länder dieser Erde berechnet – was alleine schon grober Unfug ist, aber es kommt noch viel besser. Anhand ihrer Modelle kommen sie auf eine weltweite Übersterblichkeit für 2020/2021 von 18 Millionen Todesfällen. An dieser Stelle hätte der zuständige Redakteur bei „The Lancet“ eigentlich die Arbeit ohne weitere Begutachtung an die Autoren zurückschicken müssen, denn weltweit gibt es geschätzt pro Jahr ca. 60 Millionen Todesfälle. Das heißt, 18 Millionen zusätzliche Todesfälle innerhalb von 2 Jahren entspricht einer Steigerung um 15 Prozent. Hier fällt das Ergebnis ganz klar bei der Plausibilitätsprüfung durch. Wie absurd die Zahlen sind, sieht man auch daran, dass die Autoren für Deutschland zu einer Zahl von 203.000 durch Covid-19 verursachten, zusätzlichen Todesfällen kommen – ungeachtet der Tatsache, dass eine ganze Reihe von Analysen zu dem eindeutigen Schluss gekommen sind, dass es in Deutschland 2020, wenn überhaupt, eine Untersterblichkeit gegeben hat, und dass eine Übersterblichkeit erst Mitte 2021 eingesetzt hat, als vermehrt „Corona-Impfungen“ injiziert wurden. Aber hier bewegen wir uns im Bereich von ca. 70.000 mutmaßlichen Impftoten, über 200.000 zusätzliche Tote, egal aufgrund welcher Ursache, in den beiden Jahren 2020/2021 geben die Todeszahlen nicht ansatzweise her, von Coronatoten ganz zu schweigen.
Wären diese Zahlen nicht schon absurd genug, versteifen sich die Autoren auch noch darauf, dass der Großteil ihrer fiktiven 18 Millionen zusätzlichen Todesfälle auf Covid-19 zurückzuführen sei. Und das, ohne dass sie irgendwelche belastbare Evidenz für diese Behauptung anführen – gut, damit befinden sie sich in bester Gesellschaft mit der Leopoldina, Karl Lauterbach und diversen anderen Märchenerzählern in diesem zunehmend grotesken Theaterstück. Dabei wurde schon Ende letzten Jahres gewarnt, dass durch die Maßnahmen, die ja offiziell Leben retten sollen (glaubt das eigentlich noch irgendjemand?), mehr Menschen den Hungertod sterben als durch SARS-CoV-2.
Hungertod und die Umetikettierung von Krankheiten
Die Autoren versteigen sich tatsächlich zur Behauptung, dass in Zentralasien und im südlichen Afrika besonders viele Menschen unregistriert an Covid-19 gestorben wären, weil die Menschen sich dort weniger an Maskenvorschriften und „social distancing“ gehalten hätten – Maßnahmen, die wie die Vergleiche von Schweden mit z.B. Deutschland oder der Maßnahmen-affinen US-Bundesstaaten mit den freiheitlicheren zeigen, absolut keinen Einfluss auf irgendwelche Covid-Zahlen haben. Dass gerade die Regionen in Zentralasien und südlich der Sahara besonders hart von den wirtschaftlichen Auswirkungen der „Corona-Maßnahmen“ getroffen worden sein könnten, und es in diesen Regionen den Menschen dann nicht einfach ein bisschen schlechter geht, sondern sie sehr schnell an der Schwelle des Hungertodes stehen, kommt den Autoren offensichtlich gar nicht in den Sinn.
Sie hätten vielleicht auch einmal in Ländern, in denen es Statistiken zu den Todesursachen gibt, diese etwas näher betrachten können. Dann wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass es in Deutschland (bei allen Problemen mit deutschen Statistiken) verdächtig danach aussieht, dass Todesursachen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs oder auch die üblichen Atemwegserkrankungen zu „Covid-19“ umetikettiert wurden, wie schon Mitte letzten Jahres gezeigt wurde, was ja auch zur fehlenden Übersterblichkeit 2020 passt. Stattdessen versteigen sich die Autoren zum mittlerweile schon standardmäßigen Angst-Porno-Sound und schreiben Statements wie „die Pandemie hatte viel dramatischere Auswirkungen als in den offiziellen Statistiken“ oder dass sie „eine der Haupt-Todesursachen weltweit“ gewesen wäre. Wären die Auswirkungen solcher Prostitutions-Wissenschaft für die Menschen weltweit nicht dermaßen dramatisch, könnte man über solche Veröffentlichungen lachen. So wie die aktuelle Situation ist, kann man fast nur noch verzweifeln.
Geldgeber Bill Gates
Ach ja, fast hätte ich vergessen – die Studie wurde u.a. von der Bill und Melinda Gates Stiftung finanziert. Aber natürlich hatten laut Autoren die Geldgeber keinerlei Einfluss auf die Analysen und Schlussfolgerungen in der Publikation. Gut, das ist auch gar nicht nötig, denn jeder Wissenschaftler weiß, dass es nur dann wieder Geld von einem Geldgeber gibt, wenn die Studienergebnisse den impliziten Wünschen des Geldgebers entsprechen. Und was könnte es Schöneres für den größten Impfbefürworter dieses Planeten geben, als eine Studie, die zeigt, dass die Auswirkungen der „Pandemie“ noch viel apokalyptischer waren, als zwei Jahre Politik- und Medienterror den Menschen eingehämmert haben? Denn die Lösung für eine so dramatische „Pandemie“ kann sicher nur in noch mehr und noch schnelleren Impfungen liegen, wie ja auch Karl Lauterbach nicht müde wird zu predigen. Und wenn man dafür als Wissenschaftler Zahlen, Logik und den verbliebenen Restanstand noch so weit verbiegen muss, gibt es offensichtlich doch genug Wissenschaftler, die dazu bereit sind.
Beitragsbild: Pixabay
@Frances Johnson: Herr Meyer liegt da nicht so falsch. Man muss doch wirklich feststellen, dass allgemeines Desinteresse, Trägheit und Gleichgültigkeit zu den wahren und wirklich verheerenden Seuchen der Menschheit gehören. Natürlich stösst jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten an Wissens- und Verständnisgrenzen, jedoch haben sehr viele Zeitgenossen diese Grenzen nie getestet, nie erreicht und weisen dann einen Lebenslauf vor wie: „Er wurde geboren, ging zur Schule, ging zur Arbeit und starb“. Ich denke, völlig unabhängig von Ausbildung und Beruf, wenn man sich eine gewisse Neugier, Aufgeschlossenheit und Wissenshunger bewahrt hat, wenn man Freude an neuen Erkenntnissen hat, kommt man auch auf fachfremden Gebieten erstaunlich weit. So jedenfalls meine persönliche Erfahrung. Insofern bleibt das den Bäckern, Rohrverlegern oder Kassiererinnen auch nicht unbedingt verwehrt. Nur wenden die meisten ja noch nicht einmal das an, was in der Schule gelehrt wurde, wie Herr Meyer schrieb. Jedenfalls fällt es auf, dass die ausschliesslichen „Nachrichtengucker“ (ARD, ZDF), zwar zu allem eine Meinung haben, jedoch auf Nachfrage überhaupt keine Ahnung. Warum sollte man sich auch mühsam selber ein Wild erjagen, wenn man bei tagesschau und heute den Babybrei mundgerecht serviert bekommt.
„Fantasie-Tote“, unser Landkreis hat rund 98.000 Einwohner. Bis heute sind 140!! an und mit Covid gestorben und das sind genau 0,1428571%. Die Seuche hat somit fast alle Einwohner dahingerafft. Teilweise stapeln sich die Toten noch an den Straßenkreuzungen. Die Zahl der Krebstoten pro Jahr dürfte höher sein.
@Dr. Karl Wolf: Sie tun mir aufrichtig leid, dass Sie bis 2019 ein Leben ohne (PLANdemie)-Einschränkungen, Impfpflicht, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, mit Karneval, mit Weihnachtsmärkten, mit Freude am Leben allgemein leben MUSSTEN. Wie haben Sie gelitten, ich mag mir Ihr Schicksal gar nicht ausmalen. Wieviele Jahre Ihres Lebens mussten Sie denn so leiden? Aber nun haben Sie es ja geschafft und dürfen Ihren Lebensabend??? endlich so genießen, wie Sie es verdient haben. Stutzig macht mich nur Eines: Maske tragen, Kontakte meiden, Abstand halten, Karneval und Weihnachten ignorieren war nie verboten. Ein bisschen glücklich hätten Sie also doch schon immer sein können!
Das Bundeskabinett hat am 15.03.2022 beschlossen, mit fünf Unternehmen Verträge zur Bereitstellung von Corona-Impfstoffen bis 2029 abzuschließen. Kosten: knapp 2,9 Milliarden Euro. Die Unternehmen sind Biontech, CureVac/GSK, Wacker/CordenPharma, Celonic und IDT.
@Andreas Mertens: Auch ich sehe diese Gesellschaft auf dem Weg zurück in die Zeit VOR der Aufklärung. Feudale Herrscher errichten wieder „Scheiterhaufen“ zur Hexenverbrennung. Dabei wird alles „verbrannt“, was nicht an das WEF-Weltbild glaubt und dessen Segen ablehnt. Bedenkt man die heutigen „technischen Möglichkeiten“, die sich den Hexenverfolgern bieten, wird klar: das kommende „Mittelalter“ wird um ein vielfaches barbarischer als das Vorbild.
@Dr. Karl Wolf
Hopplahopp! Da sind Ihnen die Pferde aber ganz schön durchgegangen. Ihr Motto könnte das des Esels in den Bremer Stadtmusikanten sein: „Etwas besseres als den Tod findest du überall.“, und erst darunter besteht Grund zur Klage. Nicht wahr? Und deshalb gilt, vor allem auch aus Solidarität mit dem „aidskranke, hungernde Kind“ aus Afrika, dem es durch die aus den Fenstern deutschen Wohnstuben quillender Übermoral schon gleich viel besser geht, Schnauze halten und gehorchen! Irgendwie wird mir bei dieser Art ‚Virtue Signaling‘ immer etwas übel.
Corona hat nur offengelegt, wie es um „die Wissenschaft“ steht. Sie ist schlicht ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Es kann auch gar nicht anders sein. Wissenschaft lebt weitgehend, wie so vieles, von der Konkurenz. Wenn aber die Konkurenz immer mehr darin sich erschöpft, wie man an Forschungsgelder kommt, ist doch vollkommen klar, worauf die Kräfte gerichtet werden. Nur im ersten Drittel meiner beruflichen Lufbahn habe ich wirklich zu dem geforscht, was mir auch wissenschaftlich hoch interessant schien. Danach habe ich zu den Themen geforscht, für die ich Geld bekam. Das bedeutet nicht, dass ich den Geldgebern zum Munde geredet habe, aber ich habe eben zu Themen geforscht, die m.E. wissenschaftlich nicht oben auf der Prioritätenliste standen. Zum Ende war es nur noch Auftragsarbeit. Ich bin nun raus seiit 9 Jahren, komme auch ohne Wissenschaft klar. Was hier heute uns alles als „Wissenschaft“ verkauft wird, ist oft nur noch ein Witz. Was an die Hochschulen kommt, ist zu 80 Pfozent völlig unfähig, jemals seriöse und anspruchsvolle wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Und diese Kaliber verdingen sich dann eben anders. Dass Wissenschaft der Herrschaft und dem Geld nach dem Mund redet, ist aber auch nicht neu. Nur kennt diese Typen nach 20 Jahren niemand mehr und in der Erinnerung bleiben die echten Koryphäen. So entsteht der Eindruck, früher sei alles besser gewesen, graduell sicher. Was wir derzeit erleben ist hoffentlich ein absoluter Tiefpunkt. Grundsätzlich gab es dieselben Probleme aber schon immer.