Am 25.10. 2025 punkt 12:00 Uhr war der Höhepunkt eines Volksfestes in Süddeutschland. Die Kühltürme des Kernkraftwerkes Gundremmingen wurden gesprengt. Die Sprengung verlief genau nach Plan, von „erfahrenen Sprengmeistern“ vorbereitet und durchgeführt. Zwischen den beiden Zündungen des für die Zerstörung der zwei Türme benötigten Sprengstoffs gab es etwa 15 Sekunden Zeitunterschied. Die Kühltürme neigten sich jeweils leicht zur Seite und fielen dann senkrecht nach unten in sich zusammen. Das Ereignis zog zahlreiche Schaulustige an, die Behörden haten die besten Bereiche zum Zusehen vorbereitet und das Ereignis genügend beworben. Ein Freund sah sich das Ereignis an und berichtete mir:
„Das war ein Volksfest. Tausende Zuschauer. Viele Leute mit Bier in der Hand. Am Zaun wurden Semmeln verkauft. Aus dem Hintergrund gab es nach der Sprengung lautes Gegröle. Völlig Gaga. Wie kann man da Bier trinken und grölen? Ein paar bekannte Gesichter vor Ort :Outdoor Chiemgau, NIUS, Horst Lüning… Nuklearia sehr klein, vielleicht 10 Leute vom Verein selbst und herum nur 10 Interessierte.
Der Bürgermeister des Ortes hatte alle Anrufer abgewiesen, die anlässlich des Ereignisses Buden für den Verkauf von Würstchen aufstellen oder Bierausschank anbieten wollten. Und da gab es Bühler zufolge „sehr viele Anfragen“. Zumindest auf Würstchen müsse man nicht ganz verzichten, im Dorfladen gibt es eine extra kreierte Spreng-Wurst zu kaufen.
Im besten Kraftwerksalter
Die Blöcke B und C des Atomkraftwerks Gundremmingen gehörten zu den leistungsstärksten Kernkraftwerken der Welt. Ihre Elektrische Bruttoleistung pro Block war jeweils 1.344 Megawatt. Ihre Gesamte Stromerzeugung betrug für den Block B: rund 330 Milliarden Kilowattstunden und den Block C: rund 362 Milliarden Kilowattstunden. Die Inbetriebnahme der beiden Blöcke war 1984. Bei Ihrer Stilllegung waren sie um die 32 Jahre alt – im besten Kraftwerksalter.
Sie hätten noch gut und günstig für die nächsten dreißig Jahre Strom liefern können. Vor ihrer Stilllegung deckte die Anlage etwa ein Viertel des in Bayern erzeugten Stromverbrauchs ab. Heute weiß niemand, woher der Strom für Süddeutschland in Zukunft bei Flaute und Dunkelheit kommen soll. Auf dem Gelände des Kraftwerkes soll eine Batterie für die Energiewende errichtet werden, die laut Betreiber RWE eine Kapazität von rund 700 Megawattstunden (MWh) hat. Damit wird sie die größte ihrer Art in Deutschland. Die Batterie kann beide AKW-Blöcke für etwa 15 Minuten ersetzen – bei voller Leistung. Danach ist sie leer.
Ich schreibe und rede ja seit Jahren gegen den Wahnsinn der mutwilligen Zerstörung der Deutschen Strominfrastruktur durch die Politik an. Dafür bekomme ich oft genug ordentlich Zunder in den asozialen Medien. Ich hatte gesagt, dass der Bau eines KKW unter normalen Umständen etwa acht Milliarden Euro kosten würde und in fünf bis acht Jahren bewerkstelligt werden könnte. Das sind Zahlen, die aus China, Indien und den Emiraten stammen.
Mit Wein, Brot und Speck am Richtplatz
Das Verhalten vieler Deutscher bei der Hinrichtung der entscheidenden Quellen ihres Wohlstandes erinnert sehr an das Mittelalter. Da waren Hinrichtungen eine Art Volksfest. Ganze Familien fanden sich mit Wein, Brot und Speck am Richtplatz ein, um genüsslich zuzusehen, wie ein armer Teufel aufs Rad geflochten wurde und ihm bei lebendigem Leib alle Knochen zertrümmert wurden. Ein vorzügliches Gaudium, auch wenn es leicht jeden Menschen aus dem Publikum treffen konnte.
Seid Ihr von allen guten Geistern verlassen? Es gibt ein Deutsches Sprichwort: „Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis tanzen“. Liebe Deutsche, das Eis ist dünn und die Gasspeicher sind nicht voll. Wenn es einen harten Winter gibt, sind sie im Februar leer. Dann kann es zu habeckschen „Strommangellagen oder Gasmangellagen“ kommen.
Dann steigen die Strom- und andere Preise weiter, die viele heute schon nicht mehr bezahlen können. Dann kommen auch die Moralprediger wieder, die finden, dass es auch bei 18 Grad im Wohnzimmer gemütlich warm ist. Dann heißt es, den Gürtel enger schnallen. Für Euch, nicht für Annalena, Robert, Jürgen, Olaf, Friedrich und wie die Energiewender alle heißen. Und die Eliten, die Euch hinter die Fichte geführt haben, feiern auf Mallorca oder in New York, wo es keine Strommangellagen gibt.
Manfred Haferburg wurde 1948 im ostdeutschen Querfurt geboren. Er studierte an der TU Dresden Kernenergetik. Im KUUUK-Verlag veröffentlichte er seinen auf Tatsachen beruhenden Roman „Wohn-Haft“ mit einem Vorwort von Wolf Biermann.
Beitragsbild: Usien CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Psychologisch betrachtet ist das Verhalten der „68er Generation“, die uns jetzt regieren und deren Väter so bereitwillig Herrn Hitler folgten, hochinteressant. Der Satz, „niemals will ich so werden wie mein Vater“, mit entsprechender Wut herausgebrüllt, bewirkt genau das Gegenteil. Und nicht zu vergessen; es haben die Alten Herren der Grünen, wie Trittin, Ströbele, Fischer, Schily & Co genauso wie die RAF-Terroristen das gleiche Gedankengut bei Ihrem Marsch durch Institutionen nie wirklich abgelegt. Und die mittelalten Damen, die prominenten Grüninnen Roth, Habeck und Baerbock trällern die Parolen unbekümmert nach. So gipfelt die Verachtung für Deutschland bei der Einen zu dem Ausspruch: „Verrecke, Deutschland, Du Stück Scheiße“ und bei dem Anderen sorgte es für das Durchpeitschen einer „Energiewende“ ohne Sinn und Verstand bis in die Dunkelheit. Mögen wir in Zukunft wieder ein erfreulicheres Deutschland schaffen.
Deutschland sprengt den Wohlstandsast ab, auf dem es sitzt. Und die Deppen grölen dazu. In der tagesschau wurde erwähnt, dass dort eine Batterie errichtet wird. Allerdings ohne eine konkrete Leistung daraus zu nennen. Die 15 Minuten wären aber auch zu peinlich gewesen. Darum besser weglassen
„Das Menschenpack fürchtet sich vor nichts mehr als vor dem Verstande; vor der Dummheit sollten sie sich fürchten, wenn sie begriffen was fürchterlich ist; aber jener ist unbequem, und man muss ihn beiseite schaffen, diese ist nur verderblich, und das kann man abwarten.“, Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832),
„Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.“, Friedrich Schiller, Fuer Haferburg: „221. Der letzte Versuch. Vieles hast du geschrieben, der Deutsche wollt‚ es nicht lesen; Gehn die Journale nicht ab, dann ist auch alles vorbei.„ Xenien, Goethe und Schiller. Das Fernsehen hat sie versaut ueber all die Jahre. Es macht einen aufgedunsenen Zellhaufen aus dem Gehirn, angereichert durch Bier. Gedacht wird nicht mehr. Hinzu kommt: Nur 14% aller Menschen sollen einen IQ zwischen 115 und 130 haben. Das ist wenig. Ob er bei Politikern je gemessen wird, muss dahingestellt bleiben. Auf jeden Fall wuerde das Ergebnis eher nicht publiziert. Bei Gruen faellt mir spontan nur Eine ein, die dort angesiedelt sein koennte, und das ist die Ricarda. Merz aber sollte sich wohl auch dort bewegen. Ich verstehe den Mann nicht.
Auch ohne technisches Fachwissen liegt der Schluss nahe, dass sich eine Batterie dieser Größe – sie besteht ohnehin aus vielen einzelnen Modulen – ohne Weiteres in einem der beiden Kühltürme hätte unterbringen lassen. Was offenbar fehlte, war weniger der Platz als der Wille.
Man muß sich natürlich auch klar darüber sein, dass die AKWs letztlich auch mit unseren Steuergeldern
finanziert worden sind. Unsere Nachkommen dürften viele Gründe haben, sich über uns lustig zu machen. Die Schildbürger waren wirklich schlauer, weil sie das Licht in Säcken verpackten statt ihr Rathaus zu sprengen ….
@Ostrovsky: Koste es, was es wolle?
@Michael Lorenz : Noch ein Hinweis auf Schilda: Bitte recherchieren Sie mal, was am 13. Januar 1977 im damals einzigen aktiven Block A des KKW Rundremmingen los war. Kurz zusammengafasst: Es kam zu einer Notabschaltung (Fachbegriff SCRAM), Zehn Minuten später stand das Reaktorgebäude unter drei Meter hohem, 80 °C heißem, radioaktivem Wasser. Meister Rörich sagt, das wäre infolge einer Fehlsteuerung durch Versagen eines Schnüffelstückes passiert und Werner lacht dazu. Herr Haferburg wird den im Osten üblichen Fachausdruck kennen: „Die Russen fahren Panzer“. Wladimir Wladimirowitsch möge mir verzeihen und der galaktische Rat gegen Nationalchauvinismus auch, aber so nannte man solche Ereignisse damals wirklich. Und ehrlich, keine zehn Jahre später, haben die ja selbst nochmal eine Drehzahl drauf gelegt. Nur, der Unterschied: in Gundremmingen hat man daraus eigentlich keine Lehren gezogen, weil bei den Schweden irgendwie nicht die Geigerzähler getickt haben, warum auch immer. In jedem anderen Land hätte sich da sicher der Bau der Blöcke B und C, die mit den 161m hohen Kühltürmen, VERZÖGERT. Nicht aber in Gundremmingen. Man hatte ja nichts falsch gemacht und hätte es jederzeit wieder so getan. Dass es keine Unterbrechung am Bau gab, nach dem 13. Januar 1977, zeigt, dass sich aus dem Desaster von Block A absolut keine Änderungen ergeben hatten. Man fuhr sozusagen mit dem Panzer geradeaus weiter in der Geschwindigkeit, die von der Vorsehung vorgeschrieben war. Dass es dort nicht wieder zu „Fehlsteuerungen“ kommen konnte, lag vielleicht daran, dass man danach beim Personal anders mit Notabschaltungen umging, aber MÖGLICH gewesen wären solche „Fehlsteuerungen“ technisch vermutlich weiterhin. Das war nur eben bei Block A so teuer, dass man da später schon aufgepasst hat.