Alexander Meschnig / 02.07.2021 / 12:00 / Foto: Pixabay / 102 / Seite ausdrucken

Die Wiederkehr des Verdrängten

Nachdem die Themen Corona und Klima die letzten Monate in den Regierungsmedien bestimmt haben, wird nach den Morden in Würzburg durch einen – wie üblich polizeibekannten – Asylbewerber aus Somalia, schlagartig eine fast schon vergessene, aber nur länger verdrängte Realität sichtbar. Zeitgleich wurde auch in meiner Heimat Österreich in Wien ein 13-jähriges Mädchen von zwei jungen Afghanen ermordet. Auch wenn die Pressekonferenz dazu weniger politisch korrekt war – was die Medien anbelangt, haben wir in Österreich dasselbe Problem wie in Deutschland. Denn die erste Frage eines ORF-Journalisten war, ob Österreich vielleicht nicht genug tue, um diesen jungen Männern bei der Integration zu helfen. Das hätte auch ein Journalist des SPIEGEL, SZ, ZEIT oder ARD/ZDF sein können.

Der „Summer of Love“ im September 2015 erscheint sechs Jahre später wie eine längst vergangene Epoche und ist aus dem kollektiven Gedächtnis, vor allem aufgrund der Coronahysterie, weitgehend verschwunden. Corona erscheint so manchmal wie ein gigantisches Ablenkungsmanöver, das die eigenen Fehler in der Zuwanderungspolitik unsichtbar macht. Nun taucht aber mit den furchtbaren Morden in Würzburg plötzlich wieder etwas auf, das die ganze Zeit weiter schwelte, von den meisten Bürgern dieses Landes aber längst als etwas Unwiderrufliches betrachtet wird, als etwas, das man hinnehmen muss und von dem man in seiner heilen Welt auch nicht belästigt werden will.

Vielleicht erklärt das auch die ungeheure Gleichgültigkeit gegenüber den (deutschen) Opfern, in diesem Fall alles Frauen, auf die der somalische Mörder gezielt einstach. Die Ignoranz gegenüber den Ermordeten dieser importierten Gewalt findet symbolisch ihren Ausdruck darin, dass die (deutsche) Fußballmannschaft vor einer zutiefst rassistischen, gewalttätigen und linksradikalen Gruppe wie Black Lives Matter im Achtelfinale gegen England in die Knie geht, anstatt die Opfer im eigenen Land – etwa mit einer Schweigeminute – zu würdigen. Es ist, machen wir uns nichts vor, tatsächlich vollkommen undenkbar, dass hier eines der vielzitierten Zeichen gesetzt werden könnte, denn der Vorwurf, den „Rechten“ in die Hände zu spielen, steht permanent als Drohung im Raum und verhindert hierzulande jede Solidarisierung mit deutschen Opfern.

Denn damit würde auch ein Stück weit der Irrsinn der Einwanderungspolitik medial sichtbar, was um jeden Preis verhindert werden muss. Es gilt dasselbe wie für die Folgen der Coronapolitik. Die propagierten Entscheidungen und Maßnahmen müssen am Ende recht behalten. Jeder Zweifel daran ist in gewisser Weise eine narzisstische Kränkung, nachdem man sich als Akteur in einer Ausnahmesituation als souverän und (vor allem in den Medien) als anerkannt erlebte. Diese psychische Disposition ist, wie der Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz anmerkt „in typischer Weise empathielos für die von den Maßnahmen Betroffenen und auf das eigene bedeutungsschwere Machthandeln zentriert, so dass alle wirtschaftlichen, psychologischen, sozialen und finanziellen Folgen verblassen.“

Staatliches Recht verschwindet langsam

Jeder, der in diesem Land noch bei klarem Verstand ist, wird zum Schluss gekommen sein, dass es auf Grund unzähliger rechtlicher und sogenannter humanitärer Hindernisse unmöglich ist, zehntausende abgelehnte Asylbewerber abzuschieben. Jeder, der schon 2015 einen kritischen Blick auf die Massenmigration hatte, weiß, dass es genauso unmöglich ist, vorwiegend Analphabeten und gering Qualifizierte mit noch so großem finanziellen Aufwand in Arbeit zu bringen. Jeder, der nur halbwegs rechnen kann, weiß, dass das Gesundheits- und Sozialsystem in Deutschland auf Dauer die Aufnahme von Millionen Einwanderern, die zu großen Teilen staatlich alimentiert werden, nicht bewältigen kann. Und jeder von uns weiß, dass die Morde in Würzburg nicht die letzten gewesen sind und dass die Sicherheit im öffentlichen Raum durch den Staat nicht mehr garantiert ist. Dafür werden aktuell „Maskenverweigerer“ und GEZ-Rebellen drangsaliert und eingesperrt, eine Simulation staatlicher Härte, die stets diejenigen trifft, bei denen keine massive Gegenwehr zu erwarten ist.

Die täglichen Messerattacken, sexuellen Übergriffe, Vergewaltigungen, Massenschlägereien, die Angriffe auf Polizei, Rettungskräfte, Ärzte, Klinikpersonal, die Gewalt in Bussen oder U-Bahnen, all diese Entwicklungen waren und sind in den Hochzeiten der Corona-Berichterstattung nur ein Randphänomen. Aber sie sind deshalb nicht, wie vielleicht erhofft, verschwunden. In den Hochburgen der multikulturellen Stadtteile haben längst die Clans hauptsächlich arabisch-türkischer Herkunft mit ihrer archaischen Kultur von Ehre und Schande das Sagen. Staatliches Recht verschwindet langsam, aber unaufhörlich und wird durch das Recht der Straße, der Sippe, des Clans, der Religionsgemeinschaft ersetzt. Die Institutionen des Leviathan verlieren mehr und mehr ihre Bedeutung und können dem Einzelnen keinen Schutz mehr vor der Gewalt tribalistischer Gruppen und Individuen gewähren. Der Staat und seine Organe, Polizei und Militär, stehen dabei insbesondere von „Links“ ständig unter Generalverdacht und finden keine Legitimation mehr für eine konsequente Haltung, die der eigenen Selbstbehauptung und der Wahrnehmung nationaler Interessen dient.

Zugleich passen sie sich den herrschenden Narrativen an, auch die Polizei fährt, wie gerade zuletzt gesehen, in Autos mit Regenbogenfarben. So schwindet bei den Bürgern das Vertrauen in den Rechtsstaat, dessen implizite Grundlagen, insbesondere der Verzicht auf eine gewaltförmige Durchsetzung eigener Interessen, Voraussetzung für sein Funktionieren war. Mit der Masseneinwanderung junger Männer aus den zerfallenden arabischen und afrikanischen Staaten, in denen Korruption, Gewalt, die Verachtung gegenüber Frauen oder Ungläubigen und das Versagen staatlicher Institutionen der Normalfall sind, kehren Formen der Auseinandersetzungen nach Deutschland zurück, die längst als überwunden galten. Sie haben sich aber in den Parallel-, besser: Gegengesellschaften muslimischer Einwanderer der westeuropäischen Länder bereits vor längerem etabliert, ohne dass darauf eine entsprechende staatliche Reaktion erfolgte.

Es ist so keine gewagte Prognose – und bereits täglich Realität – dass in deutschen und westeuropäischen Städten in Zukunft gewalttätige Formen der „Konfliktlösung“ immer öfter der Fall sein werden, in denen tribalistische Gemeinschaften und skrupellose Individuen den „letzten Menschen“ (Nietzsche), durchgegendert und diversity-sensibel, überlegen sind, da sie sich nicht an die Spielregeln demokratischer Übereinkunft halten. Der noch existierende Rest-Leviathan sieht sich zeitgleich nicht mehr in der Lage, seine Macht auszuüben, da seine repressiven Mittel und Instrumente in der Sicht eines vorherrschenden moralischen Universalismus prinzipiell als illegitim gelten. Der Stärkere besetzt nun Räume, in denen der Schwache keinen Schutz mehr durch das staatliche Gewaltmonopol erfährt. Es droht nicht nur eine „Retribalisierung“ der westlichen Gesellschaften, die in mehr und mehr segmentierte Gemeinschaften zerfallen und bereits innerhalb der autochthonen Bevölkerung in unversöhnliche Lager gespalten sind, sondern auch ein Rückfall in Verhältnisse, die bis vor Kurzem nur als historische Kuriositäten oder mit weitem Abstand betrachtet wurden.

Ausschluss aus der Corona-Volksgemeinschaft

Das Schlimmste der gegenwärtigen Entwicklungen – und das kann ich auch an mir beobachten – ist aber: Man stumpft angesichts der Horrormeldungen, die in den letzten Monaten durch die Dauerbeschallung mit dem Thema Corona lediglich als eine Art Fußnoten fungierten, immer mehr ab, ein Achselzucken, ein Kopfschütteln, „es-bringt-nichts-sich-aufzuregen“, alles Verhaltensweisen, die dem persönlichen Selbstschutz dienen. Denn es fällt immer schwerer, nicht wütend oder depressiv zu werden. Das gilt genauso für die Themen Corona und Klima, wo inzwischen alle Dämme gebrochen und man in eine permanente moralische Geiselhaft genommen wurde. Wie soll man die eigene Psyche noch schützen?

Man muss die meisten Zeitungen meiden, das Zwangsgebührenfernsehen abschalten, fruchtlose Diskussionen mit den „edlen Seelen“ vermeiden, die immer noch nach unserer Verantwortung für das Elend der Welt suchen und sich im Sündenstolz bequem eingerichtet haben. Inzwischen gilt jeder als Klimaleugner, Impfgegner, Querdenker, Rassist und Reaktionär, der die staatlichen Vorgaben und Maßnahmen kritisiert. Der Ausschluss aus der Corona-Volksgemeinschaft ist dabei nur die konsequente Weiterführung der Aufteilung in ein helles und dunkles Deutschland mit Beginn der sogenannten Flüchtlingskrise. Mit Corona ist diese Spaltung nochmals radikalisiert worden, mit längerfristigen Effekten, die, ähnlich wie bei der Zuwanderung, noch einem strikten Denktabu unterliegen.

Von den führenden politischen und medialen Repräsentanten, die mit Corona und der Klimaerwärmung wunderbar von der 2015 selbst verantworteten Misere ablenken konnten, wird der durch die Masseneinwanderung hervorgerufene „Ausnahmezustand“ nach wie vor verleugnet. Dabei steht nicht nur der Sozialstaat, der allein im Rahmen eines Nationalstaates denkbar ist, mit der ubiquitären Öffnung für praktisch alle Einwanderungswilligen auf dem Spiel, da die wesentlichen Voraussetzungen (Solidarität, Reziprozität, Vertrauen, Homogenität) für sein Funktionieren unter der Last der Massenmigration brüchig werden.

Das eigene Selbstbild erlaubt keine Abweichung

Die Schulddisposition der (west)europäischen Gesellschaften hat in Deutschland eine geradezu perfekte Form für die Emotionalisierung des öffentlichen Lebens gefunden, bei striktem Ausschluss der Wirklichkeit. Die offizielle Politik in Deutschland hat so aus der ungeregelten Einwanderung eine Art „Bußpflicht“ gemacht, selbst wenn sie wahrscheinlich von immer größeren Teilen der Bevölkerung abgelehnt wird, ohne dass das öffentlich sichtbar wird. Die Heiligsprechung alles Fremden und die Chance, mit der grenzenlosen Aufnahme aller Beladenen und Benachteiligten, die historischen Verbrechen des Westens (Kapitalismus, Kolonialismus, Faschismus) endlich zu sühnen, sprich: erlöst zu werden, bleiben wichtige Faktoren für ein Verständnis der aktuellen Situation.

Ein kollektives Bedürfnis und eine Sehnsucht nach Anerkennung ist bereit, das Eigene im Rausch der Selbstbegeisterung der eigenen Empfindsamkeit zu opfern. Die realen Opfer der eigenen Selbsterhöhung werden dabei achselzuckend zur Kenntnis genommen, wichtig ist nur, dass nicht Dunkeldeutschland die Morde instrumentalisiert. Denn letzteres ist in den Augen der „edlen Seelen“ (Kohlhammer) schlimmer als jeder Mord. Diese absurde Logik kann man tatsächlich die Herrschaft des Postfaktischen nennen, denn die Wirklichkeit scheint hier unbedeutend im Verhältnis zur eigenen psychischen Distinktion. Deshalb werden wir auch weiter bei vergleichbaren Taten wie der in Würzburg Schweigen und Relativieren sehen. Das eigene Selbstbild erlaubt keine Abweichung und wird ja auch medial in seiner Richtigkeit ständig bestärkt.

Dennoch wissen oder ahnen viele von uns zumindest, dass das, was in den vergangenen Jahren passiert ist, nur ein Anfang ist. Unser Leben hat sich durch die absolutistisch verordnete Willkommenskultur verändert und wird sich weiter ändern. Klima und Corona sind, obwohl in ihrer Totalität unschlagbar, abstrakter und beeinflussen unser Leben auf einer anderen Ebene. Wann und wo das nächste Attentat, der nächste sexuelle Übergriff auf Frauen oder die inzwischen alltägliche Gewalt im öffentlichen Raum geschehen wird, das mag aber niemand vorherzusagen. Aber wir alle wissen, dass es wieder geschehen wird, dass weitere Opfer zu beklagen sein werden.

Erinnern wir uns, und es scheint tatsächlich eine Ewigkeit her, wie 2015 noch jeder Zusammenhang von „Schutzsuchenden“ und Terror beziehungsweise Gewalt vehement bestritten, wie uns die Massenimmigration aus rückständigen und tribalistischen Kulturen als Chance für den demografischen Wandel und als positiver Faktor für den Arbeitsmarkt verkauft wurde. Wir bekamen „Menschen geschenkt“ und die Willkommenskultur wurde als der „beste Schutz vor Terroristen“ ausgerufen (Katrin Göring-Eckardt). Wer das nicht glauben wollte, war ein unverbesserlicher Reaktionär und Teil von Dunkeldeutschland. Dabei ist es bis heute geblieben.

Es bleibt nicht nur für mich unglaublich, dass die für die aktuelle Situation politisch Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden und es voraussichtlich auch niemals werden. Im Gegenteil: Sie machen weiter wie bisher und werden wohl im September 2021 erneut gewählt. Merkels „Wir schaffen das“ bleibt so das (drohende) Mantra der nächsten Jahre. Der Souverän und Wähler will es offensichtlich nicht anders. Dass unsere Grund- und Freiheitsrechte im Zuge der Klima- und Coronahysterie gleich noch mitabgeschafft werden, zeigt nur allzu deutlich, wohin wir uns bewegen. Es bleibt zu hoffen, dass der Widerstand in den liberalen Teilen der Gesellschaft wächst. Aber das hatten ich und viele andere bereits nach den Übergriffen an Silvester 2015 in Köln gehofft. Solange Corona aber die Schlagzeilen dominiert, werden Ereignisse wie die in Würzburg oder Wien „Randphänomene“ in den Medien bleiben. Zynisch gesprochen: Besser hätte es für die Regierung Merkel nicht laufen können.

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Manni Meier / 02.07.2021

“Es bleibt zu hoffen, dass der Widerstand in den liberalen Teilen der Gesellschaft wächst.” Wie süß, und doch so hilflos. Träumen Sie ihren Traum weiter. Uns bleibt ja sonst auch nichts. Aber, wenn wir ehrlich sind, Herr Meschnig, imgrunde “wissen viele von uns, dass das, was in den vergangenen Jahren passiert ist, nur ein Anfang ist”.

Dieter Kief / 02.07.2021

Lieber Manfred Penzel - Sie werden lachen, ich habe den tausendseitigen Wälzer Peter Watsons über den “Deutschen Genius” gelesen. Da steht aber nicht drin, dass es nicht zu allen Zeiten in Deutschland Schwachköpfe gegeben hätte. Uwe Tellkamp hat doch recht mit seiner Bemerkung, dass es hier nicht allein hartgesottene und superblauäugige Alarmisten vom Typ Harald Welzers gibt. - Es gibt schon auch hier noch helle und zurechnungsfähige Köpfe sonder Zahl, will ich mal sagen. Was anderes ist es, wer, wann, weswegen öfffentlich hochgeschätzt wird. Da ist mit der Frau Baerbock sicher eine Frau zu Einfluß gelangt, die es auch in meinen Augen nicht verdient hat, da stimme ich Ihnen natürlich zu.  Ich wandte mich ganz ausdrücklich gegen die die Weinerlichkeit streifende Formulierung es seien hierzulande “alle Dämme gebrochen”. solche Schwarzmalerei finde ich irreführend, weil das ein Bild ist, das ein absolutes Katastrophenszenario à la Mad Max markiert, von dem wir Gott sei Dank noch weit entfernt sind. Das zeigt nicht zuletzt Ihr Beispiel der Frau Baerbock, die aufgrund einer geballten kritischen öffentlichen Dreinrede erheblich an Ansehen eingbüßt hat. - Ein schöner Erfolg, finde ich. Ihr Seitenhieb auf Enzensberger ist gegenüber einem Neunzigjährigen ein wenig deplaziert, wie ich finde. Überdies auch noch falsch, denn Enzensberger hat sich - z. B. im Schweizerischen “Monat”, durchaus zeitkritisch geäussert - wie auch in seinem Top-Buch “Sanftes Monster Brüssel - Oder die Entmündigung Europas”.  - Beachten Sie bitte besonders den Untertitel von der Entmündigung - na?! Enzensbergers Apokalypse-Aufsatz in dem wirklich großartigen Aufsatzband “Politische Brosamen” - so ist das nun mal mit guter Literatur, - ist im übrigen sowenig veraltet wie der von Watson hoch gepriesene Johann Wolfgang von Goethe, wie mir scheint.

Jiří Pastýř / 02.07.2021

Ihrem Artikel ist nicht viel hinzuzufügen. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird Deutschland zum failed state werden, zu einer derzeit noch völlig unwahrscheinlich erscheinenden Dystopie (ich denke der 30-jährige Krieg oder der Zusammenbruch 1944-46 in den ehem. Ostgebieten wird anfangs eine gute Näherung für die Prognose der Zustände hier geben). Die Wahrscheinlichkeit, dass diejenigen unter uns, die jetzt noch unter 50 bis 60 Jahren sind und die das Land nicht zwischenzeitig verlassen haben werden, wohlhabend und friedlich sterben, erscheint mir nicht sehr hoch zu sein und wird möglicherweise, namentlich für die jetzt Jüngeren, gegen Null gehen… Vae victis.

Volker Kleinophorst / 02.07.2021

@ P. Wilhelmi “Unter der Fuchtel..” Ich kann da dusselige Gelalle nicht mehr hören. Bin 64 im Westen aufgewachsen und kenn nicht einen einzigen Fall, wo ein Mann seiner Frau das Arbeiten verboten hatte. Einzelfälle mag es gegeben haben, musste Mann sich aber auch leisten können. Pandemisch war das sicher nicht. Häufig eine gemeinsame Entscheidung. Denn man glaubt es kaum, aber Frauen hatte im Nachkriegsdeutschland auch Meinungsfreiheit, Redefreiheit und was sicherlich am Wichtigsten ist, die Freiheit ohne Ende zu nerven. Und eine Sklavenmaske hatten die auch nicht auf, die wurde erst von einer weiblichen Kanzlerin eingeführt. Für alle. Ohne Sinn und Verstand, weil sie “Der Bestimmer” ist. Die Frau gegen den Mann aufzuhetzen per Feminismus war der erste wesentliche Spaltpilz in der westlichen Gesellschaft. Frau macht natürlich schlau, “habe ich nen Vorteil von”, mit, und hat immer noch nicht gemerkt, dass sie mit ihren ... Quoten… auf dem Ast sitzt, den sie absägt. Wer das literarischer, gebildeter haben möchte. Die drei Bände von Achse-Autor Bernhard Lassahn: Frau ohne Welt. Bd 1: Krieg gegen den Mann, Bd. 2. Krieg gegen das Kind Bd.3 Krieg gegen die Zukunft. Lassahn nennt es “Trilogie zur Rettung der Liebe”. Wer der eigentliche Romantiker ist, damit auch geklärt.

Peter Bernhardt / 02.07.2021

Ein Land das zwei Weltkriege innerhalb von drei Jahrzehnten verloren hat, ist vogelfrei und wird systematisch ausgeplündert und umgevolkt! In zwei bis drei Jahrzehnten sind die Deutschen eine verarmte Minderheit in einem islamischen Staat!. Coudenhove-Kalergi der Gründer der “Paneuropa-Union 1922, der erste Träger des Karlspreises 1950 forderte in seinem Buch “Praktischer Idealismus”: S. 22f: Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch eine Vielfalt der Persönlichkeiten ersetzen. S. 32f: Nun stehen wir an der Schwelle der dritten Epoche der Neuzeit: des Sozialismus. Auch er stützt sich auf die urbane Klasse der Industriearbeiter, geführt von der Aristokratie revolutionärer Schriftsteller. Der Einfluss des Blutadels sinkt, der Einfluss des Geistesadels wächst. Diese Entwicklung und damit das Chaos moderner Politik, wird erst dann ein Ende finden, bis eine geistige Aristokratie die Machtmittel der Gesellschaft: Pulver, Gold, Druckerschwärze an sich reißt und zum Segen der Allgemeinheit verwendet. S. 56f: Nur den edelsten Männern wird die Verbindung mit den edelsten Frauen freistehen und umgekehrt — die Minderwertigen werden sich mit den Minderwertigen zufrieden geben müssen. Dann wird die erotische Lebensform der Minderwertigen und Mittelmäßigen Freie Liebe sein, der Auserwählten: Freie Ehe. So wird der neue Zuchtadel der Zukunft nicht hervorgehen aus den künstlichen Normen menschlicher Kastenbildung, sondern aus den göttlichen Gesetzen erotischer Eugenik. Winston Churchill hielt 1946 in Zürich eine von Coudenhove-Kalergis Visionen inspirierte Rede, in der er die Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa“ anregte. und dabei die zentralen Forderungen der der Paneuropa-Idee aufnahm.

Matthias Popp / 02.07.2021

Nur AfD wählen hilft noch. Auch alle “liberalen” Leser der Achse konnten es wissen. Wer nicht handelt, lädt (Mit-)Schuld auf sich.

Boris Kotchoubey / 02.07.2021

Nur der letzte Satz im Artikel ist eine Annäherung an die Wahrheit. Alles andere, v.a. über die angebliche “Unfähigkeit” des Staates, ist nur eine Ablenkung, sehr milde ausgedrückt. Der Staat ist außerordentlich fähig und erfolgreich! Sein WAHRES Ziel, nämlich die Vernichtung der bürgerlichen Gesellschaft und die Verwandlung in einen totalen Staat, erreicht er jetzt auf mehreren Gleisen parallel: Durch vorsätzliche Einfuhr der Massen von Kriminellen und Entwurzelten (anständige Bürger anderer Länder haben nach 2015 nicht mehr Chancen in D zu leben bekommen, als sie davor hatten!); durch Enteignung und Raub vom Besitz kleiner Unternehmer; durch direkte Abschafung der Bürgerrechte unter dem Vorwand des Infektionsschutzes (Abschaffung des Briefgeheimnisses wegen Epidemiebekämpfung!). Wer angesichts dessen über die “Schwäche” bzw. “Unfähigkeit” vom Staat redet, hat nichts verstanden.

Heinrich Moser / 02.07.2021

Gab es irgendeine Gesellschaft in der Menschheitsgeschichte, die sich “liberalisierte”? Wenn ja, wer,  wie und wollen wir das?

Thomas Taterka / 02.07.2021

@Uwe Tellkamp - Das Spiel Norbert Bolz gegen Harald Welzer hab’ ich natürlich auch gesehen, aber anders. - Es gibt eine alte englische Redensart : Kaffee trinkt der , der das Haus erobern will , Tee derjenige, dem es gehört . Bolz hat Gott sei Dank rechtzeitig bemerkt , daß er den blasierten, sich ungemein locker gerierenden und rhetorisch clever aufgestellten Welzer niemals durch Einforderung von Empörung , geschweige denn durch Argumente vom ” Thron” lockt und das hat ihn in dieser Diskussion vor einer Beinah - Katastrophe bewahrt , weil er selbstverständlich über erheblich größere intellektuelle Reserven verfügt als dieser aalglatte “Moderator der Transformation” Welzer . Ähnlich übrigens wie H. B.  , der bei seinem letzten Auftritt im Servus - TV sich zu zittrigen Händen aus Wut hat hinreissen lassen ( bei Bolz war es buchstäblich Schaum vorm Mund ) , bis ihm wahrscheinlich wieder eingefallen ist , daß er sich zum 10tausendsten Mal hergibt als Außenseiter zu einer Diskussion mit Leuten , deren einziger Lebenszweck darin zu bestehen scheint , im Journalismus die Primgeige der Konformität zu spielen . Wie auch immer, solange man diesen Leuten mit sichtbarer Erregung kommt , statt mit sachlicher Kälte , ohne bekenntnishafte Melodramatik , die übrigens in allen Oppositionskreisen völlig aus dem Ruder geraten ist bis hin zu schwachsinnigen Schimpfereien und aufgeblähtem Pathos   - können die abfertigen, wen sie wollen . Übrigens zur Freude ihrer Anhänger . Über die Unbeholfenheit mancher Politiker der heutigen Opposition lachen die sich im Internet scheckig, auch über die Schimpfkanonaden der Wehrlosigkeitsverzweiflung . Auf gar keinen Fall sollte man den Fehler machen , ein heikles Unentschieden zu einem Punktsieg schönzureden, um daraus Hoffnung auf eine “geistig - moralische Wende” zu “saugen”. Die Opposition in diesem Land ist ganz , ganz schwach in ihrer Wirkung und das wird sie , vorerst,  auch bleiben . Es MUSS wirklich erst schlimmer werden.  

Dieter Kief / 02.07.2021

Lieber Uwe Tellkamp, Sie haben behauptet, es würden hierzulande “die Methoden” angewandt, mit denen in China “Abweichler” traktiert würden. Das ist schwer übertrieben, will ich mal sagen. In China werden Abweichler getötet, gefoltert, zu Abertausenden eingesperrt, bitte. Hier ist das Zitat, auf das ich mich beziehe: “Natürlich auch China. Wir haben ja offenbar nicht nur das Virus importiert, sondern auch die Methoden, damit umzugehen, vor allem mit den Abweichlern (Mutanten) von der öffentlich-rechtlichen Hauptkampflinie.” - Wenn Sie geschrieben hätten, “einige Methoden” - ok. Aber Sie schrieben “die Methoden” und beziehen sich damit auf die chinesischen Methoden schlechthin, - das ist zu arg.  

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