Auffallend ist, dass die Betroffenen vermeintlich gut integriert sind. 32% sind in Deutschland geboren und 44% besitzen einen deutschen Pass. Doch ihre Zukunft liegt nicht in Deutschland: Mehr als 52% der Zwangsverheiratungen finden im Ausland statt oder sind dort geplant. 43% der Betroffenen befürchten, ins Ausland verschleppt zu werden und dort langfristig leben zu müssen. „Es kann nicht sein, dass der deutsche Staat seiner Fürsorgepflicht für die jungen Frauen nicht nachkommt“, so Stolle weiter. „Es bedarf einer konsequenten Präventionsarbeit bereits lange vor ihrer Verschleppung.“
http://frauenrechte.de/online/index.php/themen/gewalt-im-namen-der-ehre/aktuelles/827-erste-bundesweite-studie-zu-zwangsverheiratung-in-deutschland-terre-des-femmes-fordert-nun-taten-von-der-politik.html