Die Vereinnahmung der Kindheit 

Von Ingrid Ansari.

Kinder waren über die Jahrhunderte immer wieder der Übermacht ihrer Eltern und Erziehungsberechtigten ausgeliefert. In Deutschland wurde dem erst im Jahr 2000 gesetzliche Grenzen gesetzt. Siehe § 1631, Absatz 2 BGB. Darin heißt es wörtlich: 

"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."

Bücher und Filme aus dem 19. und 20. Jahrhundert führen uns Elternhäuser von Augen, in denen Kälte, Unterdrückung und pure Angst herrschten. Besonders gnadenlos wirkt sich Erziehung aus, wenn Eltern sich im Namen einer höheren Macht verpflichtet glauben, ihre Kinder durch Strafen und Schuldbewusstsein in ein tugendhaftes Leben zu führen. Die Filme des 2007 verstorbenen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman, in denen er die eigenen kindlichen Ängste in einem pietistischen Pfarrhaushalt verarbeitet, führen uns die Folgen drastisch vor Augen. Und es ist noch nicht so lange her, dass Michael Hanekes "Das weiße Band" in den Kinos lief und uns die Abgründe der Erziehungsmethoden am Vorabend des 1. Weltkriegs bewusst machte: Das weiße Band im Haar der "sündigen" Kinder als Zeichen für angestrebte "Unschuld" und "Reinheit", die ihnen der Vater, der strafende Dorfpastor, mit seinen Schlägen, Demütigungen und der Unterdrückung natürlicher menschlicher Anlagen und Bedürfnisse gnadenlos einbläuen will, indem er zum Beispiel die Hände seines Sohnes ans Bett fesselt, um ihm das Masturbieren abzugewöhnen. Im religiösen Denken dieser Zeit waren solche Methoden keine gelegentlichen Ausrutscher, sondern folgten – wie in den islamischen Ländern dem Koran – den Anweisungen der Bibel. Zitat: "Wer seine Rute spart, hasst seinen Sohn, aber wer ihn lieb hat, züchtigt ihn beizeiten." (Sprüche 13)

In dieser bigotten Welt bleiben die Kinder mit ihren ambivalenten Gefühlen allein. Widersetzen gilt nicht; Klagen gilt nicht; Gesprächsaustausch gibt es nicht. Das eigene Wollen, die eigenen Gefühle treffen auf eine Mauer der Abwehr und des Schweigens und suchen naturgemäß nach einem Ausweg. Noch unterwerfen sie sich notgedrungen; noch erdulden sie stumm die Strafen und das Schweigen, doch das Dorf wird immer wieder von rätselhaften Gewalttaten heimgesucht. Hinter der Fassade sittlicher Ordnung zeichnen sich nach und nach Tragödien ab, gedeihen unterdrückter Hass und Gewaltphantasien: Ein Gutshofgebäude geht in Flammen auf, ein Kind wird entführt und misshandelt, ein quer über den Weg gespanntes Drahtseil bringt das Pferd des Arztes zu Fall. Doch Zeugen werden nicht gefunden, und Nachforschungen bleiben ohne Ergebnis. Michael Haneke überlässt es dem Zuschauer, sich seine eigenen Gedanken zu machen und Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Macht der Ideologien

Die Macht der Religionen, der Ideologien, die oft jedes Realitätssinns spotten, kann jemand, der ihnen nicht anhängt, kaum nachvollziehen. Wir können ihre Auswirkungen jedoch über die Jahrhunderte hinweg beobachten. Die Rolle Gottes haben inzwischen andere Akteure übernommen. Als die Kirche die Macht über ihre Anhänger verlor, nahmen ausgeklügelte Ideologien ihren Platz ein: Die durch Lenin weiterentwickelte Marx'sche Lehre in der Stalinzeit, die Worte des Vorsitzenden Mao Zedongs, der Faschismus, die Ideologie der Nationalsozialisten, fundamentale Sektenbewegungen, Rechts- und Linkströmungen.

Mögen gläubige Christen an eine höhere Macht und an die Worte der Bibel geglaubt haben und noch glauben, so beziehen sich die westlichen Mächte bis heute auf das 1928 veröffentlichte Standardwerk des in Wien geborenen Amerikaners Edward Bernays "Propaganda", in dem er unverhohlen die von ihm empfohlenen Techniken der Meinungsbeeinflussung beschreibt, die er zur Lenkung demokratischer Gesellschaften für notwendig hält. Ein Buch, dessen sich Goebbels und Konsorten fleißigst bedient haben, so dass man diese Techniken heute lieber "Public Relations" nennen mag. Das Buch beginnt folgendermaßen:

"Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur der Demokratie: Wenn viele Menschen möglichst reibungslos in einer Gesellschaft zusammenleben sollen, sind Steuerungsprozesse dieser Art unumgänglich."

Die Zeiten haben sich geändert. Nicht Schläge und Misshandlungen, nicht die Angst vor Höllenfeuern sondern "soft power", PR, Nudging und Framing sollen nun die Bürger vom Kleinkindalter an im Sinne der globalistischen Eliten erziehen.

Zu diesen Techniken gehören:

  • Flutung mit Informationen (Gefühl der Informiertheit)
  • Ständige Wiederholungen (Illusion eines Wahrheitsgehaltes. Derzeit u.a. "Klimawandel, Klimakrise, Klimanotstand)
  • Abweichen auf Nebenschauplätze
  • Erzeugung von Feindbildern; Verbreitung von Ängsten (Weltuntergang, brennende Erdkugel, sozialer Abstieg, Rechts- und Linksterror)
  • Messen mit zweierlei Maß: Der Lichtkegel wird auf die Untaten der "Bösen" gerichtet, während man sich selber als Wertehüter darstellt, dessen eigene Taten dann im Dunkeln bleiben.

„Rehabilitationsprogramm“ für eine „Kultur der Toleranz“

"Political correctness" als Erziehungsprogramm und Gedankenpolizei hat sich wie Mehltau über unser Land gelegt. In Brüssel und anderswo wird unter Berufung auf "Demokratie" und "unsere Werte" unermüdlich daran gearbeitet, den Bürger zu entmündigen, unsere bürgerlichen Rechte aufzuweichen und unseren Zusammenhalt als Gesellschaft zu zerstören.

Während man 2013 damit beschäftigt war, sich über die Ausspionierung der EU und ihrer Bürger durch den NSA zu empören, wurde in Brüssel über ein Papier beraten, in dem es um die Überwachung der  EU-Bürger zur Einhaltung von "Toleranz" geht. Der 2008 gegründete "European Council on Tolerance and Reconciliation " (ECTR), legte ein entsprechendes im Internet nur auf Englisch abrufbares European Framework National Statute for the Promotion of Tolerance" vor. Nachdem in den ersten fünf Abschnitten der Vorlage die Grundlagen für die Forderungen beschrieben sind, beschäftigt sich Abschnitt 6 mit seiner Umsetzung:

Zum Zweck der Implementierung soll jeder EU-Mitgliedsstaat eine eigene Dienststelle einrichten, die die Einhaltung der Richtlinien im Kampf gegen Vorurteile, Rassismus, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Hasskriminalität, Antisemitismus, Antifeminismus, Islamophobie und Homophobie überwacht. 

In Abschnitt 7 – "Strafmaßnahmen" – werden unter anderen folgende Handlungen als schwere Straftaten (aggravated crimes) aufgeführt: Diffamierende Äußerungen gegenüber einer Gruppe und ihrer Mitglieder, die zu Verleumdung und Gewalt anstiften, die Mitglieder dieser Gruppe der Lächerlichkeit preisgeben oder sie falschen Anschuldigungen und Verallgemeinerungen aussetzen. Diejenigen, die eines solchen Vergehens für schuldig befunden werden, sollen ein "Rehabilitationsprogramm" durchlaufen, in dem ihnen eine "Kultur der Toleranz" anerzogen werden soll.

Zudem hat jede Regierung sicherzustellen, dass Schulen von der Primarstufe aufwärts Kurse einrichten, die Schüler ermutigen sollen, Vielfalt zu akzeptieren und ein Klima der Toleranz gegenüber den Eigenarten und Kulturen anderer herzustellen (Absatz 8 a). Ähnliche Schulungen sollen auch in die Ausbildung von Militärs, Strafverfolgungsbehörden und anderen "professional groups" eingebunden werden (8 b und c). Entsprechendes Lehrmaterial wird vom jeweiligen Bildungsministerium bereitgestellt. 

Konditionierung im Kindesalter

Ein Klima der Toleranz soll hinfort auch in der Welt der Bücher, bei Theateraufführungen, Zeitungsreportagen, in Magazinen, Dokumentationen Spielfilmen und Fernsehprogrammen vorherrschen. Öffentlich-rechtliche und private Massenmedien sollen einen vorgeschriebenen Prozentsatz ihres Programms der Verbreitung eines solchen Klimas widmen. In den "Erklärungen" wird zwar angemerkt, dies sei eine "heikle Angelegenheit" (a delicate matter), weil man nicht in der Verdacht einer Zensur kommen wolle. Eine aus unabhängigen Mitgliedern bestehende "media complaint commission" gewährleiste jedoch deren Unabhängigkeit, beruhigt man die Zweifler.

Es ist eindeutig: Der Mensch soll für die "bunte" Gesellschaft passend gemacht werden, die Gesellschaften mit Identitäts- und Minderheitenpolitik auseinanderdividiert werden. Was heute immer sichtbarer wird, hat sich schon lange angebahnt wie beispielsweise der Konsumwahn, die ausufernde Unterhaltungsindustrie, die Sexualisierung der Gesellschaft, die Gender-Ideologie, die erstmals 1985 auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und zehn Jahre später auf der 4. UN-Weltfrauenkonferenz in Peking weiterentwickelt wurde. Seit dem "Vertrag von Amsterdam" von 1997/1999 ist Gender-Mainstreaming eine verbindliche Top-Down-Richtlinie für alle Mitgliedstaaten. Ein Diskurs war und ist nicht vorgesehen.

Wo immer ein Staat seine Macht ausbauen und festigen will, beginnt die in einer Zeit, in der die Heranwachsenden noch wenig von der Welt wissen und vertrauensvoll alles aufnehmen, was ihnen Eltern und Umwelt vorsetzen. Wenn wir an unsere eigene Kindheit und Jugend zurückdenken, erinnern wir uns, wie unerfahren, lenkbar und verführbar wir in diesem Alter sind. In alten Dokumentationen sehen wir die Hitler-Jugend, die Jungen Pioniere, die Kinder der chinesischen Kulturrevolution im Gleichschritt marschieren: Die Jugendbewegungen,  die totalitäre Staaten nutzen, um ihre Vorstellungen vom "neuen Menschen" zu verwirklichen. 

Der Neurophysiologe und Hirnforscher Wolf Singer schreibt in einem FAZ-Artikel "Keiner kann anders, als er ist": 

"Kleine Kinder erwerben Wissen über die Welt, haben aber keine bewusste Erinnerung an den Lernvorgang. Wir sprechen von frühkindlicher Amnesie. Und so kommt es, dass nicht nur angeborenes Wissen, sondern auch ein wesentlicher Anteil des durch Erziehung tradierten Kulturwissens den Charakter absoluter, unhinterfragbarerVorgaben erhält, von Wahrheiten und unumstößlichen Überzeugungen, die keiner Relativierung unterworfen werden können. Zu diesem implizierten Wissensgut zählen angeborene und anerzogene Denkmuster und Verhaltensstrategien ebenso wie Wertesysteme und religiöse Überzeugungen." 

Singer folgert daraus, dass unsere jeweiligen Wertesysteme tief und "unhinterfragbar" in uns verankert sind. Dass Toleranz für andere Wertevorstellungen für uns ein sehr mühsamer, langwieriger und nicht immer gelingender Prozess ist, der nicht so ohne Weiteres mal eben abgerufen und bei Nichtgelingen sanktioniert werden kann.

Den öffentlichen Debattenraum zurückerobern

Und wieder einmal sehen wir Heranwachsende auf die Straße gehen, denen in Schulen und Universitäten kaum die Möglichkeit gegeben wurde, Dinge zu hinterfragen, unterschiedliche Theorien zu vergleichen und zu überprüfen, sich durch Abwägungen und Debatten eine eigene Meinung zu bilden. Junge Menschen,  die in blindem Glauben einer Mehrheitsmeinung folgen. Kinder und junge Erwachsene wie die junge norwegische Klimaaktivistin Kerstin Blodig (siehe Video), die auf keine Frage eines „Klimaleugners" nach den Hintergründen ihrer Aussagen eine Antwort hat. Die einfach nur "glaubt" – das sagt sie mehrfach. Ein bemerkenswertes Interview.

Dazu passt das vor den Europawahlen aufgetauchte Video des Bloggers namens Rezo.  Einer, der – wenn man das nachprüft – bisher nur mit ziemlich selbstverliebten, plump anzüglichen und – ey – fucking coolen, saugeilen Blödel-Videos aufgetreten ist. Hier und hier. Des Rätsels Lösung: Rezo hat genau erkannt, worum es den Eliten heute geht. Sein Fazit am Ende des Videos"Das heißt, es geht hier nicht um verschiedene legitime politische Meinungen, sondern es gibt nur eine legitime Meinung."

Der Raum des menschlichen Denkens ist unbeschränkt. Ihn einzuengen ist demokratieverachtend, denn ohne einen öffentlichen Debattenraum ist Demokratie nicht möglich. Solange dieser Raum immer weiter verengt wird, haben wir nicht mehr die Möglichkeit, durch Austausch gemeinsame Lösungen für unsere brennenden Probleme zu finden. Unser aller vordringliche Aufgabe besteht also darin, nicht das Feld zu räumen: die freie Rede gegen alle Widerstände und Diffamierungen zu verteidigen und die Degeneration des öffentlichen Debattenraums rückgängig zu machen.

Foto: Li Zhensheng/Orient´Adicta Flickr CC.20

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Gertraude Wenz / 08.08.2019

Übrigens: Toleranz heißt nicht, dass man das Tolerierte nicht kritisieren darf. Mit Argumenten darf man immer dagegenhalten. Es gibt in einer Demokratie keinen Schonraum. Auch nicht für eine Religion. Und schon gar nicht für eine so unduldsame importierte wie den Islam!

Mike Loewe / 08.08.2019

Die Idee der Promotion von Toleranz ist ja nicht die schlechteste. Jeder Mensch soll sich möglichst gut fühlen können, dann wird es weniger Gewalt und Unterdrückung in der Welt geben. Nur in der Umsetzung der neuen Toleranz-Mode hapert es, und die Menschheit tut das, was sie bei Veränderungen immer tut: zu weit übers Ziel hinausschießen. Es werden Dinge zum Patentrezept erklärt, die mit Toleranz nur scheinbar etwas zu tun haben. Zum Beispiel ist es grundsätzlich eine gute und auch selbstverständliche Idee, sich Zuwanderern und Besuchern gegenüber gastfreundlich zu zeigen. Diese Maxime wird jedoch völlig unnötigerweise vermengt mit offenen Grenzen, Bezeichnung von geldgeilen Aufdringlingen als “Flüchtlinge”, Weichheit gegenüber Schwerstkriminellen und Offenheit gegenüber radikalsten Religionen, so dass man das exakte Gegenteil des Ziels erreicht, nämlich Intoleranz auf allen Seiten. Leute wie Donald Trump sind da möglicherweise einen Schritt weiter zu einem differenzierten Toleranzbegriff, während unsere unbeholfenen Gutmenschen noch auf Irrwegen immer der Meute hinterherstolpern und einen harten Aufprall auf die nächste Wand heimlich herbeizusehnen scheinen.

Dirk Jungnickel / 08.08.2019

Den meisten Ihrer Thesen, Frau Ansari, kann ich folgen. Nur, dass Sie eingangs Religion und Ideologie quasi in einen Topf werfen, ist für mich nicht nachvollziehbar,  vielleicht rührt es von einer atheistischen Weltanschauung. Wenn Religion - wie der Islam - als Ideologie daher kommt, dann haben Sie natürlich recht.  Auch das Christentum - falsch verstanden und falsch gelebt - hatte ideologische Komponenten. Luther spricht von der Freiheit eines Christenmen- schen - hier ist nicht der Raum näher darauf einzugehen.  Für mich ist eine Religion ideologiefrei, wenn ich frei bin, ihr ( bzw. Christus) zu folgen oder auch nicht. Ideologien zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie einen “Alleinvertretungsanspruch” haben. Den hat das Christentum heute nicht mehr. Und das gereicht ihm in der Auseinandersetzung durchaus zum Problem,  weil uns der Islam nicht auf Augenhöhe begegnen kann und will.  Ihre Ausführungen zur Toleranz sind interessant. Tolerenz ist ein derzeit oft und zu oft bemühte Terminus.  Sie gilt als Tugend, wird aber zur Schwäche, wenn sie Beliebigkeit und Relativismus erzeugt. M.M.n. darf sie nur in einem ganz bestimmten Kontext gefordert und ausgeübt werden.

Juergen Grossheim / 08.08.2019

Was unterscheidet unsere Gesellschaftsordnung von den Diktaturen der Vergangenheit? Die Sedierung der Völker durch Konsum, Modetrends und Scheinwahlen. Die Herde folgt den aktuellen Trends, ob Tattoo oder Frisur. Alle machen mit. Alle Frauen tragen zZ die Frisur der Frommen Helene von Wilhelm Busch. Das Arschgeweih ist gerade aus der Mode. Es ist der weiche Weg, nicht die brutale Machtausübung wie im Nazireich oder in den Kommunistischen Staaten. Man lässt andere Meinungen und Demos zu, ändert aber nichts. Die Repräsentanten der Politik in den Parlamenten haben kein Interesse sich mit der Macht anzulegen. Der Verlust ihrer Privilegien droht. So werden Scheindebatten geführt und dem Volk eine Scharade vorgeführt.

Lutz Herzer / 08.08.2019

“Siehe § 1631, Absatz 2 BGB. Darin heißt es wörtlich: “Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.””    Schön wär’s. Wenn da nicht wäre: “§ 1631d BGB, Beschneidung des männlichen Kindes: (1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird. (2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.” Ein Kommentar von meiner Seite erübrigt sich.

Reiner Gerlach / 08.08.2019

Ich kann nicht verstehen, warum niemand diesen Artikel gelesen hat oder dazu einen Kommentar abgibt. Was man da, insbesondere im Abschnitt Rehabilitationsprogramm, lesen muss, ist einfach ungeheuerlich. Was die EU da so alles unter dem Radar für Beschlüsse fasst, kann man sich gar nicht vorstellen. Ich bin überzeugt, dass da auch die deutschen EU-Beamten fleißig mitgemischt haben. Genau wie bei dem Migrationspakt: fremdgesteuert und immer zum Schaden des eigenen Landes. Aber das kennen wir ja zur Genüge von unseren Berufseuropäern. Ich weiß gar nicht so genau, wie wir aus dieser Nummer wieder rauskommen wollen (Wollen wir das überhaupt?) Den Teil mit der unterschwelligen Beeinflussung der Kinder kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Man weiß gar nicht, wie man ohne seelischen Schaden hervorzurufen den Kindern erklären kann, dass das Meiste nicht stimmt, was man ihnen tagtäglich einzureden versucht. Die Verschwörung geht also doch weit über Deutschland hinaus. Wir haben also nach einem politischen Kurswechsel doch noch reichlich zu tun, den ganzen Müll rauszuschaffen.  Und man kann sich nicht darauf verlassen, dass alle Ratten freiwillig das Schiff verlassen.

Johannes Schuster / 08.08.2019

Meine Kindheit war auch vereinnahmt: Durch dumme Lehrer, ich leide bis heute unter den Spätfolgen und hasse karierte Hefte bis aufs Mark. An das Affentheater als ich meinem Dreikäsehoch von Gemeinschaftskundelehrer seinen Willy nicht huldigen wollte, kann ich mich sehr gut erinnern. Ja, vereinnahmt von Schwachsinn war ich auch schon.

HaJo Wolf / 08.08.2019

Menen Eltern bin ich ewig dankbar, dass sie mir eine humanistische Bildung angedeihen ließen; meinen Lehrern, dass sie mir beibrachten, zu lernen, zu hinterfragen, kritisch zu sein und Informationen nicht unbesehen für bare Münze zu nehmen, sondern zu verifizieren. Uns wurden Werte vermittelt, die ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren haben, sie werden allerdings nicht mehr vermittelt: Ehrlichkeit, Fairness, Achtung und Respekt, ethisch-moralische Prinzipien, Meinungsfreiheit etc., basierend zumeist auf der christlich-jüduschen Tradition und Moralvorstellung. Religion als Fundament hat ausgedient, woran die Amtskirchen großen Anteil haben. Der Mensch benötigt offensichtlich Ersatzreligionen: Sozialismus/Kommunismus, auch die NS-Ideologie war eine Ersatzreligion, die sich zudem zahlreicher germanisch-nordischer Elemente bediente. Die Ersatzreligion des 21. Jahrhunderts ist rotgrün. Bedingungslos und ohne Überprüfung wird geglaubt, was die Götter der Grünen und Linken als Dogma und einzige Wahrheit verkünden. Wer kritisch hinterfragt, wer diese Wahrheit gar als Lüge entlarvt, der ist Feind Nr. 1, wenigstens Populist, meist aber auch Rechter oder gar Nazi.. Die Lehrerschaft, überwiegend links oder grün, verletzt permanent ihre politische Neutralitätspflicht, indem sie linksgrüne Lügen den Kindern - nichts anderes sind die Schüler - in die Köpfe hämmern. Vollgetankt mit Lügen und Ideologie folgen die Schüler vorbehaltslos den Rattenfängern, Warnungen, Mahnungen, Bitten um Nachdenken und Einsatz des gesunden Menschenverstandes verhallen ungehört. Die Instrumentalisierung einer ganzen Generation zu linksgrüner Ideologie stelle ich auf die gleiche verbrecherische Stufe wie die Indoktrinierung durch die NSDAP und die SED. Es wird lange dauern, bis diese Generation einsieht, welchen Scharlatanen sie gefolgt ist. Zu lange vielleicht…

Thomas Kneiss / 08.08.2019

HJ -FDJ -FFF kurz und bös Thomas Kneiss

Steffen Rascher / 08.08.2019

Da kann man den schwarz/rot/rosa/ linken Grünpädagogen nur ins Stammbuch schreiben: “nicht ewiglich wäret die schöne Jugendzeit”. Werdet endlich erwachsen, wenn ihr uns weiter regieren wollt.

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