Mehr als 12. 000 Ägypter wurden nach dem Sturz von Diktator Husni Mubarak von Militärgerichten statt von zivilen Richtern abgeurteilt. Darunter waren nicht nur Kriminelle, sondern auch viele Kritiker des Militärregimes. Dann versuchten die Generäle, den Parteien die Eckdaten der neuen Verfassung zu diktieren, damit das Militär auch in Zukunft jeglicher politischer Kontrolle entzogen ist. Und schließlich wurde der Termin für die Machtübergabe immer weiter nach hinten geschoben. So bekamen die Ägypter das Gefühl, der Umsturz habe letztlich nur dazu geführt, dass sie einen Diktator gegen ein Militärregime eingetauscht haben. Deshalb sind sie nun erneut auf die Straße gegangen – um ihre Revolution zu verteidigen. http://flatworld.welt.de/2011/11/21/die-unvollendete-revolution-in-agypten/#more-628