Die unerträgliche Leichtigkeit des Friedrich Merz hat ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Die To-do-Liste des Kanzlers wird länger. Im Halbschlaf taumelt das Land in die parlamentarische Sommerpause. Eine Zeit der Erkenntnisse nimmt ihren Anfang.
„Locker vom Hocker oder: Es bleibt schwierig“ hieß eine Comedy-Serie der späten 1970er Jahre mit Walter Giller. Giller saß als Conférencier auf einem Barhocker und leitete lässig von einer Blödelei zur nächsten über, zumeist absurden Szenen aus dem Alltag oder der Historie. Zuweilen wurde ein Ritter von seiner eigenen Zugbrücke erschlagen, vielleicht als Variation über Heinz Erhardts „Ritter Fips“: Der Blechschaden war nur gering.
Ich bitte zu entschuldigen, dass mir zum gegenwärtigen Gebaren des Kanzlers und seiner CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag keine ernsteren Vergleiche einfallen. Den Blechschaden gering zu halten, war die erkennbare Absicht bei der Verschiebung einer Richterwahl fürs Bundesverfassungsgericht. Merke: Das sind keine rein juristischen Posten, die da besetzt werden, es sind politische; dies ins Stammbuch jener, die bei jeder Richterbesetzung in den USA aufheulen, vor allem, wenn diese von republikanischer Seite erfolgt. Der Kampf um die Deutungshoheit vor den höchsten Gerichten ist überall ein Politikum. Hierzulande ist das nicht anders, um umso mehr, wenn die CDU/CSU meint, bei einer solchen Wahl ginge es „nur“ um Macht und Kompromisse zu deren Erhaltung, nicht um Inhalte.
Insofern ist der Kanzler lediglich mit der Nase in das gestoßen worden, was bei dieser Taktik hinten rauskommt. Es ist allerdings nur ein Beispiel für diese Taktik, in der ein Kanzler meint, mit der Lizenz zum Schuldenmachen ließen sich die vielfältigen Risse in der Struktur des Landes verspachteln, auch ohne großen persönlichen Einsatz und Richtungsentscheidungen, und das würde niemand auffallen.
Eine kleine Bilanz
Eine kleine Bilanz dieser Taktik zur Sommerpause: Die Richterwahlen sind verschoben, siehe oben. Die Bundesbahn kann nicht investieren. Viele Insolvenzen gehen in echte Pleiten über, Tendenz steigend. Die Sozialkosten nehmen bedrohliche Ausmaße an, vor allem in den Kommunen. Die Eindämmung illegaler Einwanderung stößt allenthalben auf Hindernisse. Derweil versucht selbst der linke britische Premier Starmer in Absprache mit Frankreich andere Tatsachen zu schaffen. Dies gelingt Friedrich Merz auch nicht in der viel beschworenen Rüstungspolitik. In der Energiepolitik sollen Unternehmen entlastet werden, die Bürger aber nicht; für die simple Tatsache, verbrauchten Strom zu bezahlen, fallen für sie keine verminderten Steuern an. Es sei angemerkt, dass die darüber besonders zeternden Grünen allerdings jede grundlastfähige Autarkie Deutschlands beenden wollen. Gleichzeitig ächzt das Land unter seiner maroden Infrastruktur. Während die Konzerngewinne in den USA steigen, stagnieren sie in der EU.
Falsche, vermiedene und getarnte Entscheidungen
Nun ist mir auch klar, dass diese vielfältigen Probleme sich nicht über Nacht lösen lassen, schon gar nicht im Umfeld einer EU, die ihren Mitgliedern wenig Spielraum lässt. Doch so wie der Kanzler bei der Richterwahl die falsche Richtungsentscheidung unterstützte, so lässt er auch in nahezu allen anderen Bereichen das Gewicht seiner Autorität entweder ungenutzt, oder er besitzt diese Autorität einfach nicht.
Vielleicht fiel mir deshalb kein anderer Einstieg und Vergleich ein als jener mit den Rittern von der traurigen Gestalt. Der Blechschaden war nur gering … Und deshalb taumelt das Land nun im Halbschlaf in die parlamentarische Sommerpause. Es kann sein, die Demokratie gewinnt dadurch, dass sich das Land neu sortieren muss, doch sicher ist auch das nicht; das Land selbst aber verliert Zeit. Es ist auch die Zeit der CDU/CSU und ihrer Glaubwürdigkeit; es ist auch die Zeit des Kanzlers. Regieren geht nicht locker vom Hocker. Es bleibt schwierig. Zu einem Machtwort gehört Macht. Wir müssen abwarten, wo der Kanzler sie hernimmt. Dass er Richtungsentscheidungen trifft, auch wenn sie falsch sind, selbst dann, wenn er sie vermeiden oder tarnen möchte, dürfte ihm nach dem Debakel der Richterwahlen klar sein. Dass es auch der Wählerschaft klar ist, weiß der Kanzler jetzt auch, pünktlich zur Sommerpause.
Sommerpausen haben auch Vorteile. Sie sind eine erholsame Phase des Erkenntnisgewinns. Die Erkenntnis zum Einstieg in die Sommerpause ist eine einfache: Die unerträgliche Leichtigkeit des Friedrich Merz ist nicht unbemerkt geblieben.
Schlussfolgerung: Falls fallend Du vom Dach verschwandest, / so brems, bevor Du unten landest. (Heinz Erhardt)
Dr. med. Jesko Matthes, Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes, immunologische Promotion über Tumornekrosefaktor- und Lymphotoxin-Messung, auch in virustransfizierten Zelllinien maligner Lymphome. Notarzt mit LNA-Qualifikation. Er ist Arzt und lebt in Deutsch-Evern.

Das Land kann mit dieser Besetzung nicht gewinnen! @ Dr. Joachim Lucas / 12.07.2025
„Der Merz ist der 3. Katastrophenkanzler in Folge.“ Nein, der vierte.
Bei den Endzeitreden ist kryptisch nicht das richtige Wort, Jesus erzählt etwas im relativen Klartext, was 2000 Jahre in der Zukunft passieren wird. Das ist etwas besonders.
Guten Tag,
der Bundeskanzler Friedrich Merz sollte zurücktreten, um die CDU vor weiterem Schaden zu bewahren. Ein Parteiausschlussverfahren gegen den Bundeskanzler wird die CDU überfordern. Friedrich Merz schreddert nicht nur die CDU sondern Deutschland.
Gruss
Dr.-Ing. Rinnert Siemssen
@ Ilona Grimm Na hoffentlich täuschen Sie sich nicht? Zum einen sind die Sieben Gemeinden reale Gemeinden im Oströmischen Reich gewesen, welche von den Griechen besiedelt und kontrolliert worden sind. Die Apk. soll nach neuester Forschung bereits 30 Jahre nach Jesu Geburt geschrieben worden sein, das heißt, da gab es in den Sieben Gemeinden bereits christliche Gruppen, welche die Empfänger der Briefe waren. Sie möchten ein auserwähltes Volk, aber das wird es nicht geben. Ändert Gott plötzlich seine Meinung? Gestern noch galt Auge um Auge und er war Chef der Israeliten, heute ist er für Feindesliebe und für alle Völker zuständig? „14Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über ALLE Völker, und dann wird das Ende kommen.“ Mt 24, 13-14 und „Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, und werden vor ihm ALLE Völker versammelt werden. “ Mt 25, 30-32 Da ist schon mal ein grundsätzlicher Konflikt. Die Agypter haben sich damals von allen anderen unterschieden, indem sie sich als Menschen bezeichnet haben. Es gab überall die, welche dazugehörten, und welche nicht. Man hielt zusammen. Das kollektive Bewußtsein ist Teil der menschlichen Natur. Aus dem Himmel kommen keine Pferde. Der Herr Liebi ist beeinflußt vom Katholozismus. Richtige Prophezeiungen sind kryptisch und zu einem guten Teil irrational. Sonst wären das keine Prophezeiungen, sondern Reden im Klartext. Das Friedensreich liegt hinter uns, das war das Mittelalter. Da lag der Teufel – symbolisch- in Ketten. Das Friedensreich kommt nach Jesu Geburt und vor die 2 Tiere. Die Endzeitreden sind auch ein Buch mit Sieben Siegeln. Wie alle Prophezeiungen. Man sollte auch Daniel nicht mit dem N.T. vermengen. Die Apk. ist euorp. Geist und die Proph. für das Abendland!
Vermutlich war und ist die CDU-interne Merkel/Spahn-Fraktion so stark, dass Friedrich Merz den „Pandemie der Ungeimpften“-Apologeten Jens Spahn als kommenden CDU-Bundestagsfraktionsführer schlucken musste, um überhaupt CDU-Kanzlerkandidat zu werden. Parteien sind kein Ponyhof, weder in CDU, SPD, Grüne oder Linke, noch in AfD.
„Sommerpausen haben auch Vorteile. Sie sind eine erholsame Phase des Erkenntnisgewinns.“ – Für die CDU-Wähler bestünde insofern noch ein wenig Hoffnung, dass sie endlich aufwachen – wohlgemerkt: wenig. Aber für die sozialistische CDU ganz bestimmt nicht. Keine Sommerpause gibt es übrigens für das Befeuern des Ukraine-Kriegs durch Merz und Konsorten, mit dem „unsere Demokratie“, also das, was oben im Artikel beschrieben wird, verteidigt wird. … Hmm, irgendwas stimmt da nicht…
@Volker Kleinophorst: Wenn der Teufel nur eine „fiktive Horrorfigur“ wäre, könnte er nicht an allen Fronten und quasi global so erfolgreich sein – ganz egal, wie mächtig die Anbeter der „Horrorfigur“ auch sein mögen. Aber ja, ich weiß, wie Sie zu meinem Christus-Glauben stehen. Gerade heute habe ich gelesen, „Im Gegensatz zu den Religionen, bei denen unlogische Gedanken für besonders religiös gehalten werden, ist der christliche Glaube logisch. Auch das Universum [von Gott geschaffen, nicht aus sich selbst heraus explodiert] ist logisch, d.h. mathematisch beschreibbar […] und kein Produkt des Zufalls.“ Das könnte von mir stammen, kommt aber aus der Feder von Dr. Roger Liebi (Seite 236, „Das Buch Offenbarung“, 280 Seiten plus 10 Seiten Anhang. Nicht barrierefrei. Sollen wir mal wieder korrespondieren?