Greta ist in einer unmöglichen Situation, denn ich kann nicht erkennen, wie sie sich selbst oder ihre Positionen infrage stellen könnte, angesichts der unglaublich überwältigenden Reaktion, die sie für ihre Bekenntnisse erhalten hat.
Ich habe versucht, mich in Greta Thunbergs Lage zu versetzen. Stelle dir vor, du wärst 13 Jahre alt. Außerdem bist du ein bisschen autistisch und hast eine sehr herrschsüchtige Mutter, die bereit ist, dich für ihre politischen Zwecke zu benutzen. Und dann hat sie dir die Angst eingeflößt, dass die Welt einem apokalyptischen Ende entgegengeht und dass es bösartige Kräfte gibt, die sich verschwören, um das zu erreichen. Im Grunde genommen ist damit die gesamte patriarchalische Struktur der westlichen Zivilisation – nebst ihrer gesamten Industrie und allem, was dazu gehört – gemeint.
Vor diesem Hintergrund bist du groß geworden. Und jetzt bist du Teenager und fängst an, einige der Ideen deiner Mutter nachzuplappern. Natürlich sind es nicht wirklich ihre Ideen, aber es sind Ideen, von denen auch sie besessen ist. Und dann? Du bist Teenager und 50 Jahre alte erwachsene männliche Staatsoberhäupter auf der ganzen Welt fallen dir zu Füßen und behandeln dich, als wärst du das Orakel von Delphi. Und was denkst du, wenn du Teenager bist, verwirrt, ein bisschen autistisch und deine Mutter ein bisschen herrschsüchtig?
Dann denkst du dir: „Oh, mein Gott, all diese Dinge, die sie mir erzählt und die so erschreckend sind, müssen wahr sein, denn all diese Männer in herausragender Stellung, die die Welt regieren, behandeln die Enthüllungen meiner Kindheitsängste, als wären sie so wichtig, dass sie auf jedem Nachrichtensender ausgestrahlt werden und zu einer grundlegenden Regierungspolitik werden sollten.“
Und wie zum Teufel würdest du reagieren, wenn du Teenager wärst, außer mit einer massiven Vergrößerung deiner Ängste? Zum Beispiel denkst du dir: „Oh, die Welt ist in einem so schlechten Zustand, dass ich, das jugendliche autistische Kind aus Skandinavien, jetzt das führende Orakel der Welt in Sachen Umwelt und Wirtschaft zu sein scheine.“ Es ist so traurig für Greta. Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand in dieser Situation sich nicht ständig am Rande des existenziellen Terrors befinden kann.
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Greta ist in einer unmöglichen Situation, denn ich kann nicht erkennen, wie sie sich selbst oder ihre Positionen infrage stellen könnte, angesichts der unglaublich überwältigenden Reaktion, die sie für ihre Bekenntnisse erhalten hat.
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Eine Einladung zum Narzissmus
Das ruft mir etwas in Erinnerung, was mich an den Universitäten wirklich gestört hat, und ich habe angefangen, darüber mit einigen meiner Berufskollegen zu diskutieren, kurz bevor es für mich unmöglich wurde, weiter an der Universität zu arbeiten (Anm. d. Red.: 2022 gab Jordan B. Peterson aus politischen Gründen seinen Lehrstuhl an der Universität von Toronto auf, hier erklärt er, warum): Wir haben eine bestimmte Vorstellung, die wir den jungen Leuten ständig vermitteln und die aus meiner Sicht eine heimtückische Einladung zu dem stolzen Narzissmus ist, den sie an den Tag legen. Nämlich die Vorstellung, dass sie vor allem die Welt verändern sollten, was für Menschen, die noch nicht einmal die Erfahrung gemacht haben, selbstständig zu leben, eine Menge zu verändern wäre.
Und auch, dass, wenn man die Welt verändern will – was man ja als solches tun sollte und könnte –, man dies als Aktivist tun sollte. Seit Mitte der 60er Jahre scheint das ein Beruf zu sein. Daher erscheint mir ein Aktivist als jemand, der sich hypothetisch für die Unterdrückten einsetzt, was jedoch bereits eine moralische Gefahr darstellt. Denn wie kommt man dazu, sich als Fürsprecher der Unterdrückten zu gerieren? Haben sie einen dazu gewählt? Warum ist man der Wortführer, und was gibt einem diese moralische Überlegenheit? Das sind wichtige Fragen.
Das Ganze bringt auch eine bestimmte Versuchung mit sich. Denn wenn man ein Aktivist ist, ist man fast immer gegen etwas. Man ist gegen die Industrie. Man ist gegen fossile Brennstoffe. Man ist gegen das Patriarchat. Man ist gegen die Rassisten. Man identifiziert die Probleme der Welt immer als etwas, das andere Personen, die nicht so gut sind wie man selbst, tun.
Wir vermitteln jungen Menschen auf der Highschool und an den Universitäten die Vorstellung, dass es, wenn einem die Welt wirklich am Herzen liegt, nichts Ehrenvolleres geben kann, als Aktivist zu werden. Und vermutlich gibt es in gewissem Sinne keinen stärkeren Ruf, dem man folgen kann.
Dies ist ein Auszug aus einem Video von Jordan B. Peterson.
Jordan B. Peterson (* 12. Juni 1962) ist ein kanadischer klinischer Psychologe, Sachbuchautor und emeritierter Professor. In seinen Vorlesungen und Vorträgen vertritt er konservative Positionen und kritisiert insbesondere den Einfluss der Political correctness und die Genderpolitik. Sein 2018 erschienes Buch „12 Rules for Life“ war internationaler Bestseller.
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Prof. Thomas DiLorenzo beobachtet seit den späten 70-er Jahren wie linke Professoren an US-Unis gezielt die dümmsten Studenten zur Indoktrination aussuchen. Heute sind diese Studenten selber Professoren. Ich beobachte wie junge Menschen seitens der Gesellschaft zu Berufsrevolutionären erzogen werden. Es beginnt mit Zeichentrickfilmen wo Dreikäsehochs die Welt retten. Früher galt: „Kinder sieht man aber hört man nicht.“ Heute plärren sendungsbewusste Gören den Äther voll. Niemand sagte zu Greta: „Halt die Klappe dumme Göre und geh in die Schule.“ (Das war übrigens mein erster Gedanke zu Greta.) Die Selbst-Infantilisierung der Gesellschaft: Verdiente Professoren kuschen wenn saudumme Studenten hirnlose Parolen grölen. Wenn man sie doch ein wenig kritisiert, dann heulen die Rotzgören. Es findet keine Kindererziehung mehr statt. Die Kinder erziehen die Erwachsenen, die Studenten erziehen die Professoren. Einerseits wollen die Gören den Globus retten, andererseits sind sie zum unbetreuten Scheißen zu sensibel. ✦ Aus Petersons Artikel „Warum ich kein Professor an der Uni Toronto mehr bin“: „Wir befinden uns mittlerweile an einem Punkt, wo Rasse, ethnische Zugehörigkeit, “Gender„ oder sexuelle Präferenz erstens als grundlegendes Merkmal für jeden Menschen akzeptiert werden (genau wie die radikalen Linken gehofft hatten) und zweitens als wichtigste Qualifikation für Studium, Forschung und Beruf gelten.“ Kennen wir das nicht schon aus dem Nationalsozialismus? Internationalsozialismus & Nationalsozialismus sind wesensgleich. Der Internationalsozialismus (Kommunismus, Sozialismus) teilt die Menschheit in Klassen ein. Der Nationalsozialismus in Rassen. Kommunistischer Klassenkampf + nationalsozialistischer Rassenkampf bilden heute eine neue synthetische Ideologie. Das erklärt auch den linken Antisemitismus, der sich mit Klassenkampf, Antikapitalismus, Antikolonialismus gleich setzt. Der linke Antikolonialismus gilt nur für Weiße und (ist gleich) Juden.
Wen interessiert denn Greta ?
Kindesmissbrauch halt. Vielleicht schreibt sie irgendwann ein Buch darüber.
Der politische Missbrauch von (autistisch) behinderten Kindern sollte strengstens bestraft werden, die Erziehungsberechtigten Eltern ebenfalls ! Dieses arme Kind kann Einem nur leid tun. Ein Fall für das Jugendamt ?
Es ist natürlich ganz anders, ganz schnöde. Anekdote vom Ende der 1980er: Damals hatte die Werbung uns Kindern in den Kopf gesetzt, gebleichtes Papier sei gar furchtbar umweltschädlich, und wir müssten unbedingt Schulhefte aus grauem, ungebleichten Papier kaufen. – Vermutlich fürchtete die deutsche Papierindustrie sich einfach vor chinesischen Billigheften in blütenweiß. – Jedenfalls brachte das „Aktivisten“ unter den Schülern, Alter so 13, 14, auf den Plan, doch graue „Umweltschutzhefte“ in Eigenregie zu verkaufen. Der Schuldirektor ließ sich erweichen, stellte den Umweltbewegten sogar einen Raum zu Verfügung, in dem sie ihre Waren lagern und verkaufen konnten. Aber ach! Natürlich geht so etwas nicht ohne eine Gewerbeanmeldung, und auch Steuern hätte man entrichten müssen. Der Direktor nun, ein praktisch denkender Mensch, bat einen alten Freund, den örtlichen Schreibwarenhändler um Hilfe. Ob der das über seine Bücher laufen lassen könnte. Klar, das ginge. — Nunja, mit den Aktivisten ging das eben nicht, denn damit wäre Ihnen ja der ganze schöne Gewinn, den sie sich durch diesen Schwarzhandel bereits ausgerechnet hatten, entgangen. Und so zerstreuten sich die Bedenken ob des furchtbaren weißen Chlorpapiers genau wie die Umweltbewegten in alle Winde. Nur das Nachtreten gegen die „Clique alter Männer“, denen die Umwelt so gar nicht am Herzen läge, das ließen sie sich nicht nehmen.
Zu den genannten Faktoren hinzu kommt sehr wahrscheinlich, dass es in der Familie, Verwandtschaft, Nachbarschaft und Schulklasse der 13-jährigen Greta, soweit bekannt, keine Korrektur durch realitätsbezogene Menschen gab, denen Apokalyptik nicht lag, die nicht in strikten Schwarzweißschablonen dachten und die auch auf eine pubertär revoltierende 13-jährige einen mäßigenden Einfluss ausgeübt hätten. Nicht notwendig sofort, aber einige Jahre später. Für Greta sind zurzeit die Palästinenser gute Opfer und die Israelis böse Täter. Ob sie mit ihrem schnellen Auffangen der jeweils verbreitetsten, politischen Stimmung und dem relativ geschickten Agieren in dieser Stimmung wirklich autistisch sein kann, kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht ist es ja unwichtig. Psychisch angeschlagen ist sie mit Sicherheit. Ihr, wenn auch oberflächlicher und modisch durchgeformter, Einsatz für die Hamas ist ja mindestens genauso ein Angriff gegen sich selbst und die eigenen Interessen wie die Essstörung, unter der sie zumindest vor ein paar Jahren litt. Aggressive Kritik an der eigenen Gesellschaft ist bei 22-jährigen wahrscheinlich immer noch eine normale, jugendliche Rebellion, aber es fällt allmählich auf, dass Gretas „Rebellion“ sich nie gegen die tatsächlichen Autoritäten ihrer Familie und Gesellschaft richtete. 2018 zelebrierte sie als 15-jährige einen Einmädchenschulstreik vor dem schwedischen Reichstag gegen CO2 und die Erdverglühung. Eigentlich hätte sie schon damals den theatralischen und unechten Charakter ihres Auftritts bemerken können (sie war ganz alleine, die arme Kleine, bloß ein Kamerateam war dabei). Na gut, vielen Jugendlichen wäre nichts aufgefallen, und Greta eben auch nicht. Aber wie kommt es, dass sie nach wie vor nicht gegen die aufbegehrt, die in ihrem Milieu tatsächlich das Sagen haben?
Auszug aus wikipedia: Der Ausdruck Memento mori (lateinisch, sinngemäß „Sei dir der Sterblichkeit bewusst“) entstammt dem antiken Rom. Dort gab es das Ritual, dass bei einem Triumphzug hinter dem siegreichen Feldherrn ein Sklave stand oder ging. Er hielt einen Gold- oder Lorbeerkranz über den Kopf des Siegreichen und mahnte ununterbrochen mit den folgenden Worten:///
„Memento mori.“ („Bedenke, dass du sterben wirst.“)
„Memento te hominem esse.“ („Bedenke, dass du ein Mensch bist.“)
„Respice post te, hominem te esse memento.“ („Sieh dich um und bedenke, dass auch du nur ein Mensch bist.“)
Es wurde damit zu einem Symbol der Vanitas, der Vergänglichkeit, später dann zu einem Bestandteil der cluniazensischen Liturgie. /// Wäre bei Gretel aus Bullerbü vielleicht auch sinnvoll! Genaugenommen eigentlich bei jedem, der dauerhaft im Rampenlicht steht und die Bodenhaftung verlieren könnte.