Am Dienstag machte eine Umfrage die Runde, die es in sich hatte. Hierbei wurden Volontäre der ARD befragt, was sie wählen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Umfrage ergab: Ginge es nach den Nachwuchsjournalisten des öffentlich-rechtlichen Senders, hätten wir nicht nur einen Kanzler Habeck, sondern auch eine absolute Mehrheit für Grün im Bundestag.
Ganze 57,1 Prozent gaben an, den Grünen ihre Stimme zu geben. 23,4 Prozent würden die Nachfolgepartei der SED unterstützen, und die drittstärkste Partei wäre immerhin die SPD mit 11,7 Prozent. Macht nicht nur eine satte Mehrheit für Grün-Rot-Rot von 92 (!) Prozent, sondern auch eine satte Mehrheit von 80,5 Prozent für ein politisches Spektrum, das klar linke bis linksextreme Ansichten vertritt und damit nichts mehr mit einer gemäßigten Mitte-Links-Position zu tun hat.
Und falls Sie sich fragen, weshalb Sie praktisch nie einen Vertreter der FDP in den Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen zu Gesicht bekommen, dafür aber gefühlt dreimal die Woche Robert Habeck und Annalena Baerbock: Das könnte an den kläglichen 1,3 Prozent FDP-Wähler bei den Volontären liegen. Selbst die Union kommt auf drei Prozent, was wiederum die Annahme bestätigt, dass man sich, hervorgerufen durch einen einseitigen medialen Druck von Links, Wählern anbiedert, die einen sowieso nicht wählen. Die AfD wird indes gar nicht erst separat gelistet. Sie wird zusammen mit anderen Splitterparteien unter „Sonstige“ mit 3,9 Prozent geführt.
Schon 2005 eine Mehrheit für linksgrün
Das Problem auf die Nachwuchsjournalisten der ARD herunterzubrechen, wäre allerdings falsch. Immerhin kamen frühere Studien und Artikel zu schon zu ganz ähnlichen Ergebnissen. Die älteste Studie hierzu stammt aus dem Jahre 2005 und ergab schon damals eine deutliche Mehrheit für linksgrün. Zudem ist die linke Einseitigkeit keinesfalls nur ein Problem der Öffentlich-Rechtlichen. Dass die Sympathie eines Großteils der deutschen Journalisten für die Grünen mittlerweile Früchte trägt, die weit über eine der Partei zuträgliche Gewichtung der Themen hinausgeht, ließ sich sodann auch am Dienstag in der Süddeutschen Zeitung bestaunen.
Denn plötzlich tauchte da gestern ein Video von Katharina Schulze auf. Es ist ein Ausschnitt aus einem Livestream von ihr auf Instagram, bei dem sie zu verschiedenen Themen Stellung bezog. In besagtem Ausschnitt geht es um den Terror in Frankreich, das ihr auf jeden Fall voll leid tue, weil man dort ja besonders vom Terror gebeutelt sei.
Schulze grinst und lacht, durchgehend. Würde man den Ton ausstellen, würde man niemals erraten, worüber die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayrischen Landtag da spricht. Das Video ist verstörend. Wegen der Grinserei und weil Schulze das ernste Thema dafür nutzt, um sich selbst kräftig auf die Schulter zu klopfen. Schulze wirkt bei allem, was sie sagt, wie eine überengagierte Streberin auf Ecstasy, die erst einmal vorweg ihre vielen Ämter aufzählt, um so den Anschein von Kompetenz zu erwecken.
Jedenfalls erzählt Katharina Schulze grinsend von ihrem Maßnahmenpaket, das sie als „innenpolitische Sprecherin“ der Grünen schon vor Jahren auf den Weg gebracht hätte. In diesem Maßnahmenpaket seien unter anderem so bahnbrechende Konzepte wie Demokratiebildung und Prävention enthalten gewesen. Also Dinge, auf die außer Katharina Schulze von den Grünen noch nie jemand gekommen ist. Und es scheint, als wolle sie den Franzosen genau das mitteilen: „Hätte ich euch nur mit meiner Kompetenz und meinem Maßnahmenpaket auch in Frankreich zur Verfügung stehen können – es wäre nie so weit gekommen mit dem Terror, der mir irgendwie voll leid tut für euch. #Grinsesmiley“
Aus dem Kontext gerissen und außerdem alt
Das Video fand vor dem Hintergrund des islamistischen Terrorangriffs in Wien am vergangenen Montagabend rasche Verbreitung in den sozialen Netzwerken und wurde tausendfach kommentiert. Unter anderem auch auf einigen größeren Accounts. Meist mit der Absicht, damit das Thema durch entsprechenden Druck in den sozialen Medien auch von der Presse aufgenommen und kritisch kommentiert wird. Und so kam es dann auch. Leider nicht ganz so, wie sich viele User dies wahrscheinlich vorgestellt hatten.
Denn statt Schulzes Aussetzer aufzugreifen und mit kritischer journalistischer Distanz zur Politikerin zu kommentieren, sprangen ihr der während der Flüchtlingskrise entstandene Weblog „Volksverpetzer“ und die Süddeutsche Zeitung umgehend zur Seite, indem sie den Ausschnitt als „aus dem Kontext gerissen“ bezeichneten und behaupteten, es handele sich um ein "altes Video".
Nun ist „alt“ ein dehnbarer Begriff. Dennoch würden die wenigsten von uns ein Video, das auf den aktuellen Terror in Frankreich Bezug nimmt und von vergangenem Freitag stammt, als alt bezeichnen. Vielmehr scheint sich die Aussage, es handele sich um ein „altes Video“, darauf zu beziehen, dass das Video vor dem Hintergrund des Terrors in Frankreich entstanden ist und vor dem Anschlag in Wien, weshalb der Autor es als ungerechtfertigt erachtet, dass das Video nun erst nach dem Anschlag von Wien Verbreitung findet. Nun mag es ja durchaus sein, dass die Zeit der Empörung über einen Terroranschlag bei der Süddeutschen nur bis zum nächsten Anschlag andauern darf. „Alt" oder nicht aktuell ist das Video für die meisten anderen Menschen, denen die Anschläge von Frankreich genau wie der von Wien noch in den Knochen stecken, allerdings nicht.
Das zweite "Argument" zur Ehrenrettung von Frau Schulze ist der Hinweis im Header, von wem die bösartige Attacke gegen sie angeblich ausgeht. Nämlich von den Konservativen und Rechten. Was für linke Journalisten ja eh einerlei ist. Bei so vielen in den letzten Jahren aufgeweichten Begriffen ist der Weg im Kopf dann auch nicht weit zu den Wutbürgern, den AfDlern, den Rassisten und Neonazis, den Rechtsextremen. Man sagt es nicht so, aber es ist genau diese Assoziation, die man wecken will. Und wenn die Kritik von denen kommt, dann weiß der geübte Leser sofort, was er davon zu halten hat. Deshalb verweist man auch gerne auf AfD-Politiker, die das Video als politischer Gegner natürlich dankbar aufgenommen haben. Ungeachtet der Tatsache, dass sich auch viele andere, ganz "normale" Bürger, darunter auch Linke, daran gestört haben, wie die Kommentarspalte der Süddeutschen auf Facebook verrät.
Ist ja nur ein Mädchen
So erfährt der Leser bereits durch Titel und Kurzzusammenfassung, dass er der Kritik an der grünen Politikerin eigentlich keinerlei Beachtung schenken muss, da das Video a) veraltet ist und b) die Kritik von den „Rechten“ kommt. Für die wenigen Hartnäckigen, die tatsächlich weiterlesen, verweist man dann auf Schulzes „Mädchenhaftigkeit“, um zu begründen, weshalb da jemand vielleicht ein wenig „flapsig“ herüberkam. Hoffen wir nur, dass das die Genderbeauftragte der Grünen nicht liest.
Der gesamte Text ist ein hochnotpeinlicher journalistischer Offenbarungseid. Nur getoppt von Jana Hensels Liebesbekundung an Robert Habecks löchrige Socken in der ZEIT. Als hätte ihn der Pressesprecher der Grünen höchstpersönlich verfasst.
Er zeigt das fundamentale Problem eines Journalismus auf, der keiner mehr ist, weil er jegliche kritische Distanz zu einer von der Mehrheit der deutschen Journalisten präferierten politischen Partei vermissen lässt. In dem es nur noch um Verteidigung und Durchsetzung der eigenen Ansichten und derer geht, die sie politisch repräsentieren und nicht mehr darum, zu schreiben, was ist. Dabei geht es längst nicht mehr nur um ein einseitiges Agenda Setting aufgrund der eigenen politischen Haltung, sondern tatsächlich um die völlig unverhohlene Unterstützung einer bestimmten politischen Kraft und ihrer Protagonisten.
Dass es hier keinerlei Gegenwehr mehr in den Redaktionen zu geben scheint, dass solchen „Journalisten“ niemand auf die Finger haut, hängt letztlich genau damit zusammen, dass wir mittlerweile eine derartige linksgrüne Übermacht in den Redaktionsräumen vorfinden, dass es keine Kontrolle und keinen Ausgleich mehr gibt. Letzteres ist das Entscheidende: Es spricht nichts gegen eher linksgesinnte Journalisten. Offenbar ist man aber wohl mittlerweile der Meinung, es spräche etwas gegen konservative und liberale Journalisten, die das andere Spektrum abbilden. Das Problem liegt also nicht zuvorderst in der Abbildung linker Themen und Meinungen, sondern darin, dass sie kein Gegengewicht, keinen Widerspruch mehr durch Journalisten mit einem anderen politischen Blickwinkel erfahren.
Mit einer Abbildung verschiedener politischer Positionen innerhalb einer pluralistischen Demokratie hat das nichts mehr zu tun. Vielmehr trägt diese Einseitigkeit wesentlich dazu bei, dass bestimmte Meinungen aus dem öffentlichen Diskurs verbannt werden und Menschen in privaten Gesprächen kaum noch in der Lage sind, widerstreitende Positionen zu ertragen, weil diese auch in der medialen Landschaft kaum noch vorkommen. Ein Beitrag zur Demokratiebildung wird so nicht mehr geleistet. Stattdessen werden durch den Zwang zur Einheitlichkeit Spaltung und Intoleranz innerhalb der Gesellschaft vorangetrieben. Denn die Meinungen sind nicht weg, nur weil sie nicht mehr medial abgebildet werden. Dass dies längst nicht nur ein Problem der ARD ist, sieht man auch an Texten wie dem in der Süddeutschen.

Der Fisch stinkt vom Kopf her. Die Volontäre bekunden lediglich eben jene politischen Haltungen, von denen sie sich die besten Karrierechancen erhoffen. Und erkennbar ist die Führungsriege in den meisten Medienanstalten grün-sozialistisch bis kommunistisch geeicht, so dass der Nachwuchs brav die entsprechende "Haltung" einnimmt, um eines Tages auch an die gut gefüllten Fleischtöpfe heranzukommen.
Was für eine Verhöhnung der Opfer in so einer formlosen Haltung und Daddelsprache auf einen Terrorakt zu reagieren.// "Ich bin zu alt für so ein Scheiß" würde ein Freund an dieser Stelle sagen,
Von mir aus können Volksverpetzer , Süddeutsche und Co der...Katha ...solange zur Seite springen , wie sie wollen. Meinen gesunden Menschenverstand setzen sie nicht außer Kraft, und der sagt mir eindeutig, dass die Frau einen an der Klatsche hat, und das ich milde ausgedrückt. Ich bin im übrigen dafür, dass sich politisch Verantwortliche einem wöchentlichen Drogentests unterziehen sollten. Gedanken sollten sich die Menschen machen, die diese Frau ins Amt gehievt haben.
Es tut immer wieder gut Frau Schunke, daß sie auch hier den Finger auf die Wunde von skurrilen und plakativen Äußerungen selbstgerechter und selbstverliebter, links-grüner Berufspolitiker legen. Allein der minderbemittelte Geist, der sich durch das Geschnatter der Sozialen Netzwerke dieser Polit-Darsteller manifestiert, zeigt stetig, daß die Dummheit und Naivität weiter voranschreitet. Es zeigt sich ja noch nicht einmal ein Hauch von Kreativität, von etwas Neuem. Die links-grüne Stanze von Meinungen ist heute mehr denn je reaktionär und rückwärtsgewandt. Vielleicht sollten unsere überflüssigen Polit-Plaudertaschen mit ADHS mit ihren stetig wiederholten Vorschlägen von Demokratiebildung und Prävention, um dem islamistischen Terror Einhalt zu gebieten, selber vor Ort und am Gegenstand Verantwortung übernehmen, dann ist sicher ganz schnell Ruhe im Karton. Schlimm ist es wirklich, daß wir Bürger mit diesem offensichtlichen Schwachsinn des Mittelmaßes belästigt werden. Hier ist ja eindeutig zu konstatieren, daß die Schlichtheit dieser Gemüter dadurch offensichtlich wird, daß sie ihre Außenwirkung nicht im Ansatz mehr wahrnehmen und ihre Stichwortgeber sitzen reihenweise in den Redaktionsstübchen. Ach, Frau Schulze, man / frau kann so viel plaudern und machen in dieser Welt, um Probleme zu lösen und man / frau kann sich auch mit der Axt selber in den Arsch hauen.
Wie wäre es eigentlich, wenn bei Einstellungen von Journalisten streng nach dem Schlüssel der Bundestags-Wahlergebnisse vorgegangen wird? Wenn die vorhandenen Journalisten nicht dem schlüssel entsprechen, haben eben grüne, linke und SPD-Newcomer keine Chance. Das könnte eine ausgewogene Besetzung der Redaktionen sicherstellen.
Diese kindische Grüne interessiert mich nicht. Aber die Umfrage ist der Hammer: Über 90% des Nachwuchses unserer Staatsmedien verstehen sich als Linke. Und ein Viertel von ihnen würde sogar direkt die Nachfolger der SED wählen. Was geht in deren Köpfen vor? Die sind ja noch ungebildeter, geschichtsvergessener und bar jeglichen gesunden Menschenverstandes als ich das je annahm. Kein Wunder, daß die Erziehung zum Kommunismus in Deutschland immer mehr an Fahrt aufnimmt. In der DDR gab es im Politbüro eine Abteilung für Ideologie (Kurt Hager) und u.a. das „Ministerium für Volksbildung“ (Margot Honecker). Im Dritten Reich ein „Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ (Goebbels) sowie u.a. eine „Reichsschrifttumskammer“. Zuständig für das, was Orwell als „Neusprech“ und die heutige Linke als „political correctness“ bezeichnen. Angesichts des aktuellen Journalistennachwuchses bedarf es solcher Institutionen nicht mehr. Deren Hirne sind offenbar derart kommunistisch verkleistert, daß sie sich ohne jeglichen staatlichen Druck berufen fühlen, die Menschen zum (Neu-) Aufbau einer totalitären Gesellschaft zu erziehen. Mich gruselt, was da auf die nächsten Generationen zukommt. Übrigens: Umso mehr tröstet mich, daß es Ausnahmen wie Anabel Schunke gibt.
Von Frauen in der Politik kann man nur Dümmlichkeit, und wenn nicht die dann Intriganz oder absolute Bosheit erwarten. Da gibt es massenhaft Beispiele in D, USA, EU.