
Für meinen Teil kann ich versichern,, gegenüber Bus- und LKW-Lenkern mehr Achtung aufzubringen als etwa Akademikern gegenüber. Als Radfahrer sind sie mir auch angenehmer als sonstige Verkehrsteilnehmer und überlasse daher auch gerne die Vorfahrt.
Das Spielchen »Wir müssen über den Preis reden« kenne ich seit über 20 Jahren. Irgendwann habe ich gelernt, NEIN zu sagen. Wahrscheinlich war das der Grund dafür, dass ich keinen Herzinfarkt bekommen habe. Abgesehen davon: Auch Sie müssen Ihren »Betrieb aufrechterhalten«. Wenn Sie jetzt nicht NEIN sagen, kommt in 6 Monaten wieder eine E-Mail gleichen Inhalts. Übrigens reicht das NEIN, denn NEIN ist ein ganzer Satz. Sie müssen keine Erklärung abgeben!
Danke, dass Sie noch die Stange halten. Das gilt auch Ihren Mitarbeitern. Es wird Zeit, dass man Geld von dem überbezahlten und überflüssigen Gender- , Klima- und anderem ngi-Quatsch wegnimmt und relevanten Branchen, wie z.B. Ihnen, gibt!
Lieber Herr Hillmann, ich bewundere Ihren Mut und Ihr Engagement. Aber ich fürchte, dass Ihre Branche mittlerweile zur versteckten Wirtschaftshilfeabteilung des BMfW verkommt. Und der deutsche Staat und seine asozialen Helfeshelfer fungieren wieder in der ersten Reihe. Alleine der VW - Konzern über seine Spiessbürgersparte Audi ist hier erneut ausschlaggebend und in allererster Entwertungsfront auffindbar. . Unabhängig von der Lkw - Lobby, die den Absatz fördert, um die Läger Anfang der 1990 ger Jahre auf die Autobahnen verlagern zu können. 400 % mehr LKW auf den BAB s seitdem. Nichts geht auf die DB Cargo. Von der Fahrzeugsteuerlast deutscher Unternehmer ganz zu schweigen. Aber zurück zu einem der größten Drecksläden in diesem Land: Audi. Die Versorgung der Teilezentren von Audi in Europa erfolgt über eine rumänische Spedition, deren Fahrer 24/7 unterwegs sind; für den europäischen Spitzenlohn von Brutto € 300,— per Monat. Gut, für einen Trottel wie Klein - Kevin von den Sozen ist der Betrag definitiv zu hoch als Taschengeld, aber für einen LKW - Fahrer in „unserem“ Europa aus Rumänien ist das gewiss inadäquat. Aber da rennen Sie beim BMfV und Scheuer sicher keine offenen Türen ein. Die sind von Lobbiisten blockiert. Soviel dazu. Die Geschichte ist fortzuführen von BAB auf denen Lkw mittlerweile nur noch mit osteuropäischen Kennzeichen unterwegs sind, über Überholmanöver nun auch immer häufiger auf der linken Spur etc. pp.. Alptraum. Und ALLES unter mutwilliger Förderung unserer Politik. Politik gegen das eigene Volk. Und ich schätze das Gros der Deutschen ob ihrer Dämmlichkeit, Ungelehrigkeit und nicht vorhandenen Demut nicht wirklich. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein hoffentlich ruhiges Wochenende.
An alle Kommentatoren, die mal wieder in die ach so ausgeleierte “neo-liberale” Schlagwortkerbe zu schlagen gedenken: Nicht der Kapitalismus ist schuld, sondern die Idioten mit politischer Verantwortung, aber ohne jegliche Ahnung über oder Erfahrung mit dem Kapitalismus sind schuld an den Fehlstellungen im System.
Ja, wohin geht Deutschland. Das ist ein Seufzer. Meines Erachtens wurde ohne Sinn und Verstand globalisiert. Jetzt zeigt es sich, wohin wir mit der Globalisierung gekommen sind. Relevante Güter des täglichen Lebens müssen auch im eigenen Land hergestellt werden können und durch eigene Leute transportiert werden. Es geht nicht an, dass wir seit 4 Wochen kein Toilettenpapier mehr ergattern können. Kaufen möchte ich dazu nicht sagen. So ist es auch mit Medikamenten. Es geht bei Ibuprofen los über Acetylsalicylsäure (gibt es nur das hochpreisige) bis hin zu lebensnotwendigen Medikamenten bis hin zu Nasen-Mund-Schutz und Desinfektionsmittel. Es kann nicht sein, dass NM-Schutz aus China eingeführt werden muss. In Sachsen will ein Unternehmer wieder Kapazitäten aufbauen, die z.B. den NM-Schutz hier produzieren sollen. Meines Erachtens muss die Lehre aus Corona sein, dass wir globalisieren wie nötig und im Land die Produkte selbst herstellen, die keine Lücke in der Lieferkette verträgt.
Sie haben völlig recht. Ohne Logistik geht gar nichts. Das zeigt die augenblickliche Lage noch deutlicher. Und ohne Logistik hätten wir nicht einmal ein Salatblatt auf dem Teller, weil fast alle meine Mitbürger ihren Garten in “Unter der Erde Plastik” verwandelt haben. Oben drauf Steinchen. Jetzt, sollten die Grundnahrungsmittel nicht mehr ankommen (Russland hält gerade 2/3 des Mehles fest), was dann?Eigentlich gilt das für alle Güter. Irgendwie erinnert mich dieses Dilemma an das Abwracken deutscher Schiffe und ihrer Kapitäne in den 90ern. Outgesourct und mit Billigkäptens und Billigpersonal wieder eingestellt. Die Flotte ist nicht mehr der Rede wert. Dieses Land ist dabei alles zu verlieren, anstatt diesen Bereich für seine Bürger zu schützen und gute Bedingungen zu schaffen. Das ist lebensnotwendig und überlebensnotwendig. Wenn Menschen für ihre Tätigkeit zu wenig Geld verdienen, könnte es sein, dass bei der nächsten Fahrt der Motor ausgebaut und verkauft wird. So geschehen vor langer Zeit in Afrika mit einem Schiff bei längerer Liegezeit. Als der Kapitänswechsel anstand, konnte der nicht losfahren. Der Schiffsmotor war weg. Man glaubt es kaum.
Sehr geehrter Hillmann, Sie erinnern mich an alte Zeiten vor 40 Jahren, und sentimentale Erinnerungen werden wach. Damals, nach dem Abi beim österreichischen Bundesheer zum Reserveleutnant (Pioniere) ausgebildet, auch an schwerem Gerät, finanzierte ich mein Studium teilweise als Fernfahrer für eine Firma namens Transthermos. Die fuhr wöchentlich von Schweden nach dem sizilischen Catania, von wo aus die 6. US-Flotte mit Nahrungsmitteln versorgt wurde: mit Fisch und Smörrebröd aus Schweden. Aber die Hauptfracht kam aus der Steiermark, wo die Amis etliche große Bauernhöfe seit Jahren unter Vertrag hatten, von einem residenten Army-Veterinär überwacht; von dort bezog 6. Flotte Fleisch, Wurst, Käse und x andere Milchprodukte (besonders Eggnog und Cream) — denn die italienische Landwirtschaft entsprach nicht den strengen hygienischen US-Vorschriften. Und es war eine glückliche Zeit: Schweden — Stainach-Irdning — Catania und zurück (mit italienischem Obst und Gemüse für Schweden). Freilich war das Autobahnnetz noch ziemlich mager, oft ging’s über holprige Straßen; aber der Verkehr war wesentlich dünner als heute. Wir Fernfahrer (einer fuhr, der zweite schlief) vertrugen uns blind, auch mit allen anderen, denen wir an den wenigen Raststätten begegneten. Auf den Straßen wurde nicht gerangelt, sondern einander zugewinkt. Und wir handelten stets mit lukrativem privatem “Beifang”: billiger italienischer Kognak und Whisky (Fusel, auch Rückwärtsbenzin genannt) nach Schweden, nach Italien (dort streng verboten) stapelweise schwedische Pornohefte, jeweils zum vierfachen Einkaufspreis verscherbelt, Die damals noch zahlreichen Grenzen und Zöllner ließen uns großteils unbehelligt, da wir im Verbergen der Konterbande recht gefinkelt waren. Und falls ein Zöllner etwas ahnte, bekam er ein kleines Bakschisch, und gut war’s. Tut mir leid, Herrn Hillmann und die AchGut-Leser mit Romanen zu behelligen. Aber diese glücklichen Jugendjahre werden keinem heutigen Fernfahrer zuteil. Schade!
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