
Seit 40 Jahren kein Fernsehen, das beruhigt. Radio schon, bis vor ein paar Jahren auch eifriger Nutzer des Rundfunk. Aber da wird auch nur noch auf Podcast verwiesen und die gleiche Staatsleier, unterbrochen von ekeklhafter Propaganda (Werbung) “Lidl lohnt sich” vorgetragen. Deshalb nur noch Radio Swiss Classic im Internetradio, keine Werbung gute Musik zum Entspannen. Herrlich.
Auf dem Lande lebe ich sozusagen fast; bin aber “Inhaber” einer Berliner Postleitzahl. So gehen die Massnahmen - Schikanen nicht an mir vorbei, und der doppelrotgrüne Senatssalat ist unbekömmlich wie seid Jahren. Kurz: Eben Absurdistan in Gänze. Im Buschfunk wird geflüstert, dass demnächst zum Testen Röhrchen eingeführt werden, ähnlich wie bei Geschwindigkeitskontrollen. Denn in der Ausatemluft befinden sich nicht nur eine gefährliche Virusmuschpoke, sondern auch Teilchen, die man anderweitig auswerten kann. Genetisch nämlich. Diese neuartigen Puste - Röhrchen sollen vor allem massenweise bei Demos Verwendung finden.(Weil man nicht so richtig hinter die Telegram - Unsitte steigt.) Die genetische Struktur der Aufwiegler, Ministerbedroher und potentiellen rechten Killer ist nämlich auf Strang Nr. Soundso und Gen Nr. ichweißnichtwo eine auffällig andere. Meint der Gesundheitsminister - wie heißt der doch gleich ?
Ich sehe es wie Sie, sehr geehrte Frau Stephan, ich bin aus praktischen Gründen, nicht aus Überzeugung, geimpft. Aber ich werde nirgendwo meinen Ausweis oder ein Bändchen vorzeigen Es ist leicht vorstellbar, auf welche Bereiche man in Zukunft den Nachweis des korrekten Verhaltens ausweiten könnte.
” von Hermes liefern lassen würde ” . : Hermes eine Firma von der Familie Otto: Otto findet Olaf gut….................ich meide Hermes und Amazon-hoffe es machen mir die Landbewohner nach., denn Otto , Hermes und Amazon sind auch Feinde der Demokratie, denn sie stützen die Regierung.
Das kommt mir sehr bekannt vor. Zu meiner Frau sagte ich letztens: “Was für ein Problem hast Du mit dem nächsten Lockdown? Den haben wir doch hier 24/365 und in Schaltjahren 366”. Wenn zwischen 9 und 15 Uhr mal ein Auto durch das Dorf rollt, merkt man, daß es noch andere Menschen gibt. Das Moped, daß wir zweimal am Tag hören könnte allerdings mal seinen Auspuff ausräumen. Das hätte ich zumindest als Jugendlicher gemacht.
Na dann: Wohl bekomms.
“dabei habe ich längst wieder Sehnsucht. Nach Gedränge auf den Einkaufsmagistralen. Nach Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt” Echt jetzt? Sehnsucht nach unfreundlichen Leuten, die dir so dicht auf die Pelle rücken, dass du glaubst, du kannst nicht mehr atmen, die dir den Einkaufwagen in die Haken rammen und dich noch anschnauzen? Glühwein, der aus puren Zucker besteht und billigstem Kanister"wein”, dafür aber teuer ist und dir in notdürftig gespülten Tassen an den belagerten Ständen auf die Theke geknallt wird? Kann nicht dein Ernst sein. Selbstgemachter Glühwein, genossen im eigenen Garten mit Leuten, die du magst und deshalb eingeladen hast. Was Leckeres zum Essen dazu. Lachen und Spaß ohne Corona-App. Gut die Stadtmenschen kennen sowas nicht und können sich das auch nicht vorstellen. Wir auf dem Land schon. Hach ja.
Das Dorf in dem ich lebe ist im Moment so still und dunkel, als würden alle tot in ihren Häusern liegen. Aber mir macht das nichts aus. Im Gegenteil, es hat was. Dafür dröhnen dann an einem beliebigen Sommernachmittag so viele Geräte in der Nachbarschaft, dass man sich wie auf einem Flugplatz vorkommt. —- Ganz generell fehlen mir nur zwei Dinge aus der Vorzeit: ein warmes, vollbesetztes Restaurant, vielleicht ein griechisches, da fühlte ich immer am besten aufgehoben. Und mit zweihundert Leuten in einem schönen großen Kino sitzen, wenn das Licht ausgeht und der Vorhang auf, vor einer Leinwand, so groß wie ein Tennisplatz. Um dann einen Film zu sehen, der kein pubertäres CGI-Gewitter ist .... einen “alten”, einen von David Lean vielleicht.
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