
Eine duale Ausbildung ist hochgradig unattraktiv. Kann man mit einer solchen Ausbildung heutzutage doch kaum noch eine Familie ernähren, ohne als Aufstocker zum Amt zu gehen. Von wenigen Branchen (Elektro, Metall, Chemie) einmal abgesehen. Beim Handwerk kommt noch verschärfend hinzu, dass es schon aus physischen Gründen kaum möglich ist, bis zum 67. oder gar 70. Lebensjahr zu arbeiten. Der angestellte Handwerker ist heutzutage im Alter einem “Dauerhartzer” materiell fast gleichgestellt. Das sind keine motivierende Perspektiven. Der Arbeitsmarkt funktioniert eben auch nach den Gesetzen des Marktes.
Ungebildet trifft auf bauernschlau.
“Früher” hieß es: “Hättest Du halt mehr gelernt!” Heute heißt es: “Hättest Du halt (auch) nichts gelernt…..”
Moderne Landwirte werden in 3 Jahren dual ausgebildet und können sich danach zum Landwirtschaftsmeister oder Landwirtschaftstechniker weiterqualifizieren. Dazu gibt es noch an Fachhochschulen ausgebildete Agrarwirte. Deshalb ernten die klügsten Bauern die dicksten Kartoffeln. Das Abitur ist also nicht nur nicht hinderlich, sondern notwendig. Viele duale Ausbildungen wurden über die Jahrzehnte hinweg stetig anspruchsvoller, so dass man mit einer guten mittleren Reife in manchen Ausbildungsgängen noch so gerade eben mitkommt und zumindest die Fachhochschulreife dienlicher wäre. Für Abiturienten ist sicher die Wahl des Studienfaches bzw. die anschliessende Berufstätigkeit ein Problem, da auch der Wettbewerb gewachsen ist. Weitaus schlimmer ist jedoch, dass man mittels des Bologna-Prozesses die deutschen Fachhochschulen und Universitäten ruinierte. Es ist keineswegs so, dass ein Bachelorabschluss zwingend in 6 Semestern erreicht werden muss, bspw. sind in den USA viele Bachelorstudiengänge auf 8 Semester ausgelegt. Genau daran hätte man sich hier orientieren sollen.
Landwirte waren die erste gesellschaftliche Gruppe, welche von ihren Funktionären an den EU-Tropf verkauft wurde und seitdem weitgehend stillgehalten wird. Bis der letzte Kleinbetrieb in der Davos-Kolchose aufgegangen ist. Nach Rüstung, Finanzwirtschaft, Pharma, Energie sind nun die Nahrungsmittel dran.
Nun, es gibt auch Studiengänge, die “sehr nützlich” sind. Nehmen wir z.B. die Rechtswissenschaften. Der Vorsitzende des BVerfG hat heute auf WON (z.Zt. noch ohne Bezahlschranke) über den “Missbrauch von Grundrechten” schwadroniert. Er schafft vorab eine Legitimation für den Staat, u.a. gegen “Protestler” einzuschreiten - na wegen des Internets, Verrohung, etc. . Nun, da die betreffende Person kein Staatsrechtler ist, sondern früher als Anwalt in Wirtschaftskanzleien tätig war, schon eine beachtliche Aussage. In diesem Sinne ist er eine benötigte Fachkraft - zumindest für den Übersee-Klub.
Leo Anderson——In der Landwirtschaft funktioniert Mogeln und Schwätzen höchstes einmal bis zur nächsten… ” Miss- Ernte !
Neues aus der eidgenössischen Klapse: “Auch die Schweizer Bundesrätin Simonetta Sommaruga glaubt zu wissen, wie sich Wassersparen und Körperhygiene unter einen Hut bringen lassen. Die Sozialdemokratin will ihren Landsleuten das Duschen allerdings nicht madig machen – ganz im Gegenteil! Im Interview mit „20minuten“ lässt die Zugerin wissen: „Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie man Strom oder Energie sparen kann. Den Computer ausschalten, wenn man ihn nicht braucht, das Licht ausmachen, wenn man nicht im Raum ist. Man kann zu zweit duschen anstatt allein, das spart auch Energie.“” Mein Vermieter, dessen Duschhilfe gerade mit ihm im Bad ist, war sehr begeistert, als ich ihm anbot, heute mal gemeinsam zu duschen… der Abschlag ging eben auch vom Konto ab: 195 Euro, gestiegen von 40… da fehlt einem die Spucke…
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