
Das alte Spiel: Erst die Meinung, dann die entsprechenden Zahlen suchen und das Vorsorge-Paradoxon vergessen. Mich langweilen solche Beiträge mittlerweile.
Viele Panikpfeile hat man nicht mehr im Köcher. Die schlimme “zweite Welle” ist mittlerweile ein öffentlicher running gag und aus den viel beschworenen massenhaften Spätschäden wird auch nichts werden. Bleibt aus Sicht der Panikprofiteure zu hoffen, dass sich bald eine neue Virusvariante auf den Weg macht, die dann aber wirklich gaaanz neu, völlig unerforscht, brandgefährlich und einzigartig bedrohlich ist. Das wäre Drostens dritter Versuch nach Schweinegrippe und Corona. Und dann hoffentlich auch sein letzter.
Aber Herr Krämer, das w(s)ollen wir doch alles gar nicht wissen.Wann immer irgendwo über eine Lockerung der Massnahmen diskutiert werden könnte wird eine neue statistische Zahl aus dem Hut gezaubert. Reicht die R-Zahl nicht mehr wird es die geglättete R-Zahl, dann die Übersterblichkeit und danach folgt irgendetwas Neues. Man muss schliesslich seine eigenen Überreaktionen rechtfertigen und findet für nahezu alles auch neue Experten die genau diese Sichtweise bestätigen. Wer dann anderes behauptet ist a) kein “richtiger” Experte oder b) einer vom “rechten” Rand oder notfalls c) ein ein Störenfried mit “nicht hilfreichen” Anmerkungen. << Bevor nicht irgend jemand mal die Statistiken weltweit oder zumindest europaweit aufdröselt so das man sehen kann a) Wer überhaupt AN Corona und nicht nur MIT Corona gestorben ist und b) dies für alle gleich gehandhabt wird läßt sich überhaupt gar nichts über die relevanten Zahlen sagen. << Wie fast immer gehöre ich einer Minderheit an denn ich kenne weder irgend jemanden der jemals etwas bei einem Preisausschreiben gewonnen hätte noch jemanden der einen Toten oder wenigstens infizierten Coronapatienten kennt, ausser den berühmten Schwager des Cousins des Hausmeisters der Schwester einer Tante einer Bekannten von dem sie gehört hat. Muss wohl eine Blase sein in der ich existiere. Und für die Betroffenen, es wäre wichtig exakt festzustellen ob eine 87-Jährige die im Krankenhaus mit positivem Coronatest verstorben ist, AN oder MIT Corona gestorben ist. Alles andere ist Augenwischerei.
Eben. In Schweden sterben jedes Jahr (seit 10 Jahren) durchschnittlich ca. 91K Menschen. Dieses Jahr bis Mai sind 38K gestorben. Hochgerechnet auf das Jahr 91K Menschen. (Quelle: DESTATIS). Welchen Einfluss der Corona-Virus hat oder hatte wird nur am Ende festzustellen sein, wenn die Jahreszahlen veröffentlicht werden.
Ziemlich kurzsichtiger Kommentar. Das mag alles auf Deutschland zutreffen. Die Übersterblichkeit in ganz Italien (obwohl nur bestimmte Regionen betroffen waren) oder auch im Umkreis NY, was auch 20 Millionen entspricht, war ca. 50% in mehreren Wochen dieses Jahr. Angesichts solcher Fakten finde ich diesen Kommentar reichlich daneben. Es beweist eindeutig, dass der Virus eben keine Grippe ist und nur bei rechtzeitiger Eindämmung eine nicht signifikante Übersterblichkeit zu beobachten ist.
Hoffentlich ist Prof. Krämer nicht Mitglied in einer politischen Partei - für die Nennung der Fakten wird man heutzutage schon mal raus geworfen. Es ist der gleiche Zusammenhang wie bei einer schweren Grippewelle: wer alt und krank ist läuft Gefahr, dass das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, die Infektion zu bekämpfen. Ab dem 80. Geburtstag steigt die Wahrscheinlichkeit, die nächsten zwölf Monate nicht zu überleben, nun mal mit jedem weiteren Lebensjahr stark an - Coronavirus hin oder her.
Wenn ich an die fünfte Amtszeit der Raute denke, weiß ich sofort, was ‘Übersterblichkeit’ bedeutet.
Man kann nur empfehlen, den Kritikern nachzugeben und auf sämtliche Schutzmaßnahmen zu verzichten. Das dann einsetzende Geraune wird sich erneut irgendwelche Erklärungen für den Untergang suchen. Jedoch irgendwann werden die Begleitumstände des Untergangs derart mächtig, daß sich die Leute mit elementareren Dingen beschäftigen müssen.
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