Henryk M. Broder / 10.04.2015 / 18:57 / 4 / Seite ausdrucken

Die schwarze Tochter von Jeanne d’Arc

Die Frau hätte eine Karriere als Model machen können und alle, von Karl Lagerfeld bis Domenico Dolce und Stefano Gabbana, würden ihr zu Füßen liegen; Kate Moss und Naomi Campbell wären froh, ihr beim Ankleiden helfen zu dürfen. Ayaan Hirsi Ali sieht nicht nur rasend gut aus, sie beherrscht sechs Sprachen, hat einen IQ wie Albert Einstein und tritt wie Jeanne d’Arc auf. http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article139317731/Der-fromme-Wunsch-nach-einem-modernen-Islam.html

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Dr. Christian Rother / 12.04.2015

Eine vollständige, im linguistischen Sinne zu verstehende wörtliche Auslegung des Korans gibt es nicht, nicht einmal im Salafismus. Selbst dort kennt man z.B. den historischen Kontext (Stichwort: Offenbarungsanlass). Auch werden offensichtlich als Gleichnis zu verstehende Verse nicht wörtlich gelesen. Worum es stattdessen geht: Für den Islam ist der Glaube, dass der Koran direkt Gottes Wort verkörpert, konstitutiv. Eine Islamreform auf der Basis einer historisch-kritischen Auslegung nach dem Vorbild der Bibelexegese erscheint vor diesem Hintergrund - da ist Broder recht zu geben - allerdings unmöglich. Das wäre so wie eine Reform des Christentums, nach der Jesus nicht (mehr) Gottes Sohn ist.

Claudia Wolff / 11.04.2015

Am Ende des Artikels das erschütternde Bekenntnis: “Aber ich mag mich irren”. Um Gotteswillen, Broder—was ist mit Ihnen los? Sie halten es für möglich, sich zu irren? Ist das Ihr Ernst? Sie halten es für möglich, sich zu irren? Ich glaubs nicht, bin fassungslos, verwirrt—und verstehe die Welt nicht mehr! Gruß Claudia Wolff

Thomas Schlosser / 11.04.2015

Die von mir überaus geschätzte Ayaan Hirsi Ali irrt, wenn sie glaubt, dass die Ideologie des Islams via Internet zu reformieren sei. Als ein Beispiel von vielen erwähne ich nur Raif Badawi, der mit seinem Blog (“Die saudischen Liberalen”) schüchterne Versuche unternommen hat, dem Islam etwas mehr Toleranz abzuverlangen. Das Ergebnis ist bekannt: 10 Jahre Knast und 1000 Peitschenhiebe….

Frank Jankalert / 10.04.2015

Irgendwie ist das bestimmt auch Zweckoptimismus dieser Frau, die je selbst ebenfalls als Muslimin wahrgenommen wird. Gerade moderne Muslime verbreiten gerne die Botschaft an die westliche Welt, dass diese mit dem Problem des sich ausbreitenden Islam/Islamismus fertig werden kann, wenn nur genügend Bereitschaft zum Dialog besteht. Das kommt wahrscheinlich aus dem Interesse nach Aufnahme in einer westlichen Gesellschaft: Möglichst lange so tun, als ob die Probleme lösbar sind. Persönlich teile ich die Meinung von Hendryk Broder und möchte zufügen, dass die gesellschaftliche Situation in der islamischen Welt ein viel größeres Problem darstellt als der Inhalt des Koran. Aber gerade damit kann der Westen nicht fertig werden.

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