Die schwarze Messe der Apokalyptiker. Eine Richtigstellung.

Umweltjournalisten und -interessenvertreter haben in den letzten Wochen eine Reihe apokalyptischer Voraussagen zu den Auswirkungen des Klimawandels gemacht. Bill McKibben behauptet, Koalabären seien durch klimabedingte Feuer in Australien „funktional ausgestorben“. Extinction Rebellion sagt, „Milliarden werden sterben“ und „das Leben auf der Erde ist am erlöschen“. Vice beteuert, „der Untergang der Zivilisation könnte schon begonnen haben“.

Wenige haben die Bedrohung so hervorgehoben wie die Schülerin und Aktivistin Greta Thunberg und Alexandria Ocasio-Cortez, Kongressabgeordnete und Schirmherrin des Green New Deal. Letztere sagte: „Die Erde wird in 12 Jahren aufhören zu existieren, wenn wir den Klimawandel nicht angehen.“ Thunberg schreibt in ihrem neuen Buch: „Um 2030 werden wir in einer Situation sein, in der wir unwiderruflich eine Kettenreaktion auslösen, die jenseits menschlicher Kontrolle ist und zum Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen, führen wird.“

Manchmal stellen selbst Wissenschaftler apokalyptische Thesen auf. „Es ist schwierig, sich vorzustellen, wie wir einer Milliarde Menschen oder auch nur halb so vielen Platz bieten können“, wenn die Erde sich um vier Grad erwärmt, sagte einer Anfang dieses Jahres. „Die Möglichkeit eines Zusammenbruchs der Nahrungsversorgung weltweit nimmt zu“, sagte ein anderer. Ein weiterer Wissenschaftler sagte, wenn der Meeresspiegel so sehr ansteigt, wie der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) voraussagt, wird das „ein nicht beherrschbares Problem sein“.

Apokalyptische Aussagen wie diese haben Auswirkungen auf die reale Welt. Im September teilte eine Gruppe britischer Psychologen mit, dass Kinder aufgrund des furchteinflößenden Diskurses um den Klimawandel zunehmend an Angstzuständen litten. Im Oktober wurden ein Aktivist von Extinction Rebellion („XR“) und ein Videofilmer in einer Londoner U-Bahn-Station von wütenden Pendlern getreten und geschlagen (Die Umweltgruppe wurde 2018 gegründet, um durch zivilen Ungehorsam Aufmerksamkeit auf die Bedrohung zu lenken, die nach Meinung ihrer Gründer und Unterstützer vom Klimawandel ausgeht). Und letzte Woche sagte einer der XR-Mitbegründer, es würde wieder ein Genozid wie der Holocaust stattfinden, „in größerem Ausmaß und direkt vor unseren Augen“ und zwar durch den Klimawandel.

Katastrophaler Deutungsrahmen

Der Klimawandel ist ein sehr wichtiges Thema für mich. Ich habe einen beachtlichen Teil meines Lebens genutzt, um ihn zu thematisieren. Seit über 20 Jahren bin ich auf diesem Gebiet aktiv, seit 17 Jahren recherchiere ich dazu und schreibe darüber. In den letzten vier Jahren hat meine Organisation, Environmental Progress, mit einigen der weltweit führenden Klimawissenschaftlern zusammengearbeitet, um zu verhindern, dass die Emissionen von Kohlendioxid zunehmen. Bisher haben wir dazu beigetragen, einen Emissionsanstieg zu verhindern, der 24 Millionen zusätzlichen Autos auf den Straßen entspräche.

Es ist mir wichtig, dass Fakten und Wissenschaft richtig dargestellt werden, und ich habe in den letzten Monaten ungenaue und apokalyptische Berichterstattung über Feuer im Amazonas und in Kalifornien richtiggestellt. In beiden Fällen wurde der Klimawandel als Hauptursache für die Feuer genannt, was falsch ist. Alle Journalisten und Aktivisten sind verpflichtet, Umweltprobleme redlich und präzise darzustellen, auch wenn sie befürchten, dass das den Nachrichtenwert ihrer Arbeit oder ihre eigene Prominenz verringert. Es gibt stichhaltige Beweise, dass der katastrophale Deutungsrahmen, in welchem das Thema Klimawandel diskutiert wird, kontraproduktiv ist, viele Menschen verprellt und polarisiert. Wenn der Klimawandel übertrieben dargestellt wird, besteht die Gefahr, dass wir von anderen wichtigen Themen abgelenkt werden. Auch solchen, über die wir kurzfristig vielleicht eine größere Kontrolle haben.

Ich möchte das ganz offen und ehrlich sagen, weil ich will, dass die Themen, die ich gleich ansprechen werde, ernst genommen werden und nicht jeder, der sich gegen Übertreibungen wehrt, als „Klimaleugner“ abgestempelt wird. Das wäre also geklärt. Lassen Sie uns überprüfen, ob die Wissenschaft belegt, was so erzählt wird.

Grob fehlinterpretiert

Zunächst einmal hat keine glaubwürdige wissenschaftliche Einrichtung jemals gesagt, dass durch den Klimawandel die Gefahr besteht, unsere Zivilisation könnte untergehen oder gar die Menschheit aussterben. „,Unsere Kinder werden in den nächsten 10 bis 20 Jahren sterben.‘ Was ist die wissenschaftliche Grundlage für diese Behauptung?“, fragte Andrew Neil von der BBC letzten Monat eine sich merklich unwohl fühlende Sprecherin von XR.

„Das ist zugegebenermaßen umstritten“, sagte sie. „Es gibt einige Wissenschaftler, die dem zustimmen und einige, die sagen, das stimme nicht. Aber insgesamt gesehen wird es zu diesen Todesfällen kommen.“ „Aber die meisten Wissenschaftler stimmen dem nicht zu“, sagte Neil. „Ich habe mir IPCC-Gutachten durchgelesen und finde keinen Hinweis, dass Milliarden von Menschen sterben werden oder Kinder in 20 Jahren. Wie würden sie sterben?“

„Wegen andauernder Dürre, besonders in Südasien, findet bereits jetzt eine massenhafte weltweite Migration statt. Es gibt Flächenbrände in Indonesien, im Regenwald des Amazonas, in Sibirien, der Arktis“, sagte sie.

Die XR-Sprecherin hatte mit dieser Aussage die Wissenschaft allerdings grob fehlinterpretiert. „Es gibt eine stabile Beweislage dafür, dass Menschen weltweit durch Katastrophen vertrieben werden“, merkt IPCC an, „aber begrenzte Belege, dass der Klimawandel oder der Anstieg des Meeresspiegels die unmittelbare Ursache dafür sind.“

Andere Faktoren überwiegen

Wie sieht es mit der „massenhaften Migration“ aus? „Mehrheitlich finden klimatisch bedingte Bevölkerungsverschiebungen innerhalb von Grenzen statt“, sagt IPCC. Es ist nicht so, dass das Klima keine Bedeutung hat. Aber andere Faktoren überwiegen. Anfang des Jahres fanden Wissenschaftler heraus, dass das Klima „organisierte bewaffnete Konflikte beeinflusst hat. Andere Antriebsfaktoren wie eine geringe sozioökonomische Entwicklung und wenig staatliche Leistungsfähigkeit werden aber als einflussreicher eingeschätzt“.

Nachdem Klimawissenschaftler die Kongressabgeordnete Ocasio-Cortez im letzten Januar für ihre Aussage kritisiert hatten, dass die Welt in 12 Jahren untergehen werde, sagte ihr Sprecher: „Wir können uns über die Wortwahl streiten, ob es existenziell oder vernichtend ist.“ Er fügte hinzu: „Wir sehen viele [mit dem Klimawandel verbundene] Probleme, die bereits jetzt Auswirkungen auf Menschenleben haben.“

Letzteres mag stimmen, aber es stimmt auch, dass die ökonomische Entwicklung uns weniger verletzlich gemacht hat und daher die Todesrate bei Naturkatastrophen seit ihrem Höhepunkt 1931 um 99,7 Prozent zurückgegangen ist. 1931 starben 3.7 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen. 2018 waren es nur 11.000. Und dieser Rückgang fand in einem Zeitraum statt, in dem sich die Weltbevölkerung vervierfachte.

Science-Fiction, nicht Wissenschaft

Was ist mit dem Meeresspiegel? IPCC schätzt, dass der Meeresspiegel bis 2100 um zwei Fuß (0,6 Meter) steigen könnte. Klingt das apokalyptisch oder sogar „nicht beherrschbar“? Bedenken Sie, dass ein Drittel der Niederlande unter dem Meeresspiegel liegen, manche Gegenden liegen sogar sieben Meter unter dem Meeresspiegel. Sie könnten einwenden, dass die Niederlande reich sind, Bangladesch dagegen arm. Aber die Niederlande haben sich vor 400 Jahren daran angepasst, unterhalb des Meeresspiegels zu leben. Die Technik hat sich seit damals geringfügig verbessert.

Was ist mit den Voraussagen zu Ernteausfällen, Hungersnöten, Massensterben? Das ist Science-Fiction, nicht Wissenschaft. Die Menschheit stellt heute genug Essen für 10 Milliarden Menschen her oder 25 Prozent mehr, als wir brauchen. Wissenschaftliche Einrichtungen prognostizieren eine Zunahme dieses Kontingents, keinen Rückgang. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass die Ernteerträge bis 2050 um 30 Prozent steigen. Und sagt für die ärmsten Teile der Welt wie Afrika südlich der Sahara einen Anstieg um 80 bis 90 Prozent vorher.

Niemand behauptet, dass der Klimawandel keine negativen Auswirkungen auf Ernteerträge haben könnte. Aber diese Möglichkeit sollte im richtigen Zusammenhang betrachtet werden. Weizenerträge haben seit den 1960ern weltweit um 100 bis 300 Prozent zugenommen, während eine Studie auf der Grundlage von 30 Modellen herausfand, dass die Erträge mit jedem Grad Celsius Temperaturanstieg um 6 Prozent abnehmen würden. Die Zuwachsrate von zukünftigen Erträgen hängt viel mehr davon ab, ob arme Länder Zugang zu Traktoren, Bewässerung und Dünger bekommen als vom Klimawandel, sagt FAO.

Das Aussterben von Tieren bedroht nicht unsere Zivilisation

All das hilft, um zu erklären, warum das IPCC davon ausgeht, dass der Klimawandel einen mäßigen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum haben wird. Das IPCC prognostiziert, dass die Weltwirtschaft im jahr 2100 um 300 bis 500 Prozent größer sein wird als heute. Das IPCC und auch William Nordhaus, Nobelpreisträger und Ökonom in Yale, sagen voraus, dass eine Erwärmung von 2,5°C und 4°C das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im selben Zeitraum um 2 Prozent und 5 Prozent verringern würde.

Heißt das, wir sollten uns um den Klimawandel keine Sorgen machen? Keinesfalls. Einer der Gründe, warum ich mich mit dem Klimawandel beschäftige, ist meine Sorge, welche Auswirkungen er auf bedrohte Tierarten haben könnte. Der Klimawandel bedroht möglicherweise eine Million Arten weltweit und die Hälfte aller Säugetiere, Reptilien und Amphibien. Zum Beispiel den Berggorilla im Albert-Rift in Zentralafrika.

Es stimmt aber nicht, dass wir durch das Artensterben „unser eigenes Überleben gefährden“, wie Elizabeth Kolbert es in ihrem Buch Das Sechste Sterben behauptet. So tragisch wie das Aussterben von Tieren ist, es bedroht nicht die menschliche Zivilisation. Wenn wir bedrohte Arten retten wollen, machen wir das, weil uns die Tierwelt aus spirituellen, ethischen oder ästhetischen Gründen wichtig ist, nicht aus Gründen des Überlebens.

Ablenkung von anderen Bedrohungen

Und zu übertreiben und nahezulegen, der Klimawandel sei wichtiger als Habitatzerstörung, ist kontraproduktiv. Beispielsweise rotten die australischen Feuer nicht die Koalabären aus, wie Bill McKibben behauptet. Die größte wissenschaftliche Einrichtung, die diese Spezies beobachtet, die Weltnaturschutzunion (IUCN), bezeichnet den Koalabären als „gefährdet“, was eine Stufe weniger bedroht bedeutet als „stark gefährdet“, zwei Stufen weniger als „vom Aussterben bedroht“ und drei weniger als in der Natur „ausgestorben“.

Sollten wir uns um Koalabären sorgen? Allerdings! Es sind großartige Tiere, und ihre Anzahl ist auf etwa 300.000 gesunken. Aber sie sind weit größeren Bedrohungen ausgesetzt wie Habitatzerstörung, Krankheiten, Buschbränden und invasiven Arten.

Betrachten wir es so: Das Klima könnte sich dramatisch verändern – und wir könnten trotzdem den Koalabären retten. Umgekehrt könnte das Klima sich nur geringfügig verändern – und Koalabären könnten trotzdem aussterben. 

Der monomane Fokus auf das Klima lenkt unsere Aufmerksamkeit von anderen Bedrohungen für Koalabären ab und von Möglichkeiten, sie zu schützen – beispielsweise durch den Schutz und die Vergrößerung ihres Lebensraums. 

Klimawandel nicht Ursache für Buschbrände

In Bezug auf das Feuer äußerte einer der führenden australischen Wissenschaftler auf diesem Gebiet: „Durch Buschbrände verursachte Schäden können dadurch erklärt werden, dass Wohngebiete zunehmend in der Nähe von feueranfälligem Buschland entstehen. Andere Einflüsse müssen nicht berücksichtigt werden. Also selbst wenn der Klimawandel einen kleinen Anteil an den jüngsten Buschbränden hätte – und das können wir nicht ausschließen – ist die Ausbreitung von Wohngebieten das wesentliche Risiko für mögliche Sachschäden.“

Auch entstehen die Feuer nicht ausschließlich durch Dürre, die in Australien häufig und dieses Jahr außergewöhnlich stark auftritt. „Der Klimawandel hat hier seinen Einfluss“, sagt Richard Thornton vom australischen Bushfire and Natural Hazards Cooperative Research Centre, „ist aber nicht die Ursache für die Feuer“.

Das Gleiche trifft auf die Feuer in den USA zu. 2017 haben Wissenschaftler 37 unterschiedliche Gebiete untersucht und festgestellt, dass „Menschen Feuer möglicherweise nicht nur beeinflussen, sondern ihre Anwesenheit die Auswirkungen des Klimas sogar unwichtig macht“. Von den zehn Variablen, die Feuer beeinflussen, „war keine so wesentlich … wie die von Menschen verursachten Variablen“. Wie Häuser unweit von Wäldern zu bauen und in ihnen Feuer zu machen und Holz zur Energiegewinnung zu nutzen.

Teilweise Greta Thunbergs Schuld

Klimawissenschaftler beginnen Übertreibungen von Aktivisten, Journalisten und anderen Wissenschaftlern zurückzuweisen. „Obwohl viele Arten vom Aussterben bedroht sind“, sagt Ken Caldeira von der Universität Stanford, „droht durch den Klimawandel nicht das Aussterben der Menschen … Ich möchte uns nicht dabei beobachten, wie wir Menschen motivieren, das Richtige zu tun, indem wir dafür sorgen, dass sie etwas glauben, das falsch ist“.

Ich fragte den australischen Klimawissenschaftler Tom Wigley, was er von der Behauptung hält, dass der Klimawandel unsere Zivilisation bedroht. „Das stört mich wirklich sehr, weil es falsch ist“, sagte er. „All diese jungen Menschen sind falsch informiert worden. Und teilweise ist das Greta Thunbergs Schuld. Nicht absichtlich. Aber sie liegt falsch.“

Müssen Wissenschaftler und Journalisten übertreiben, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erlangen? „Das erinnert mich an das, was [der verstorbene Stanford Klimawissenschaftler] Stephen Schneider immer sagte“, antwortete Wigley. „Er sagte, dass wir uns als Wissenschaftler nicht darum sorgen sollten, ob wir Dinge verzerren, wenn wir mit Menschen auf der Straße sprechen, die vielleicht einen kleinen Stoß in eine bestimmte Richtung brauchen, um zu verstehen, dass es um ein ernstes Problem geht. Stephen hatte keine Bedenken sich parteiisch auszudrücken. Ich stimme dem nicht zu.“

Wigley begann 1975, sich vorrangig mit Klimaforschung zu beschäftigen und schuf 1987 eines der ersten Klimamodelle (MAGICC). Es ist heute immer noch eines der Modelle, die hauptsächlich verwendet werden. „Wenn ich mich an die Öffentlichkeit wende“, sagt er, „dann verweise ich auf Dinge, die Hochrechnungen zur Erwärmung geringer ausfallen lassen und auf Dinge, die sie höher ausfallen lassen. Ich versuche immer beide Seiten darzustellen.“

Viel Platz für einen Mittelweg

Ein Aspekt, der mich an der apokalyptischen Rhetorik von Klimaaktivisten stört, ist die häufig damit einhergehende Forderung, dass armen Ländern günstige Energiequellen verwehrt werden sollen, die sie brauchen, um sich zu entwickeln. Ich habe gemerkt, dass viele Wissenschaftler meine Bedenken teilen.

„Wenn man Kohlendioxid in der Atmosphäre bis 2070 auf ein Minimum beschränken will, sollte man möglicherweise das gegenwärtige Verbrennen von Kohle in Indien forcieren“, sagte der MIT Klimawissenschaftler Kerry Emanuel. „Das klingt nicht logisch. In puncto Kohlenstoff ist das furchtbar. Aber durch das Verbrennen von Kohle werden die Leute reicher und wenn sie reicher sind, haben sie weniger Kinder und somit gibt es weniger Menschen, die Kohle verbrennen, wodurch wir 2070 besser dastehen könnten.“

Emanuel und Wigley sagen, dass die drastische Rhetorik politische Einigung in Sachen Klimawandel erschwert. „Man muss eine Art Mittelweg finden, der vernünftiges Handeln ermöglicht, welches Risiken mindert und gleichzeitig versucht, Menschen aus der Armut zu befreien und widerstandsfähiger zu machen“, sagte Emanuel. „Wir sollten nicht gezwungen sein, uns entweder dafür zu entscheiden, Menschen aus der Armut zu befreien oder dafür, etwas für das Klima zu tun.“ Glücklicherweise gibt es viel Platz für einen Mittelweg zwischen Klimaapokalypse und Klimaleugnung.

Dieser Artikel erschien im englischen Original am 25. November 2019 bei Forbes.

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Leserpost

netiquette:

Anton Schlaffner / 17.12.2019

Wenn man bedenkt das unser Planet im ständigen Wandel ist - mal gigantische Temperaturen dann wieder eisige Kälte - und das seit Millionen von Jahren - Gesehen auf unsere Galaxien was da noch alles an Urgewalten gibt - dürfen wir froh sein das unser Planet so brav ist - einmal einen großen super Vulkan - Ausbruch oder einen Einschlag aus dem All - und das wars mit der Menschheit- Doch wenn man die Zeitgeschichte des Planeten ansieht und die Entwicklung des Menschen - wird es den Planeten und den Menschen noch in alle Ewigkeit geben - weil es so bestimmt ist - dafür wird die Mutternatur sorgen das es im Gleichgewicht bleibt - und ab und zu eine Korrektur vornimmt-

Karl Dreher / 17.12.2019

Eine brillante Analyse - und die Obermoralisten und -Ideologen werden im Zusammenwirken mit den vielen GEZ-gemästeten Meinungs"machern” sowie Journalisten, die (vernünftigerweise) zuerst an ihre Familien und erst danach an ihren Berufsethos denken, aber auch unseren Kirchen"fürsten”, weiterhin dieser hirnlosen, nur vermeintlichen Umwelt-Ideologie das Wort reden. Traurig - armes Deutschland!

Sabine Schönfelder / 17.12.2019

Wer immer sich in diesen Diskurs begibt, sollte sich zuerst die Frage stellen, warum eine gesellschaftliche Gruppierung so kompromißlos daran interessiert ist einen drastischen Klimawandel auf dieser Welt zu erkennen, - und im gleichen Atemzug auch noch DIE ultimative Lösung parat hält. Hat man da wie Merkel von HINTEN gedacht?? Die herrschenden Politiker brauchen Geld, viel Geld. Wie bekommen sie das am leichtesten von Hans-Wurst dem Durchschnittlichen samt Familie aus dessen Taschen heraus? Nicole, unser deutsches Schlagermädel, würde folgendes singen: Ein bißchen Panik, ein bißchen Weltuntergangsstimmung, ein bißchen Krankheit und Tod, gepaart mit viel Schuld, mit SELBST-SCHULD und jede Menge OPFERN, fertig ist der BEZAHL-MIX. Laßt’s Euch schmecken!

Ulrich Horst / 17.12.2019

Niemals werde ich an den menschgemachten Klimawandel als Problem glauben. Aber ich gestehe, die Idee ist unfassbar genial und ihre panikmachende Verbreitung läuft absolut professionel. Mit dem Wetter hadern die Menschen in unseren Breiten seit Anbeginn. Baumsterben, saurer Regen, Ozonloch, etc. das alles hat’s noch nicht gebracht. Aber für diese Leistung, das Wettergeschehen, kurz wie langfristig, einfach zur Katastrophe zu erklären und das derart wirkungsvoll unter die Leute zu bringen, für diese Leistung sage ich, haben sie’s wahrlich verdient, die Klimaapologeten. Gebt ihnen jetzt, wonach sie so gierig streben, das Ansehen, das Geld und vorallem die Macht zur totalen Beherrschung aller Menschen auf diesem Planeten.

Eugen Müsch / 17.12.2019

Die Fokusierung ausschließlich auf negative Effekte macht die Klimaberichtserstattung und den IPPC mit seinen angeschlossenen Klimatologen so unglaubwürdig. Zumal die Disziplin nun schon seit 30 Jahren Untergangsszenarien an die Wand wirft, die jeweils um 30 Jahre verschoben werden müssen. Eine Klimaerwärmung hätte auch eine Menge positive Effekte.  Gerade auch für das eher kühle Schweden, mit seiner geringen landwirtschaftlichen Nutzungbarkeit. Weite Teile der z.Z. kaum nutzbaren Landmasse vorallem in Skandinavien, Kanada, Russland mit Sibirien könnten bei eine deutlichen Erwärmung landwirtschaftlich nutzbar werden. In Mitteleuropa würden hoffentlich Riesling und Pfirsische an der Ems reifen. Bedingungen wie in Norditalien, das wäre das Paradies. Die Verkehrswege auf der Nordhalbkugel würden sich drastisch verkürzen und im Winter reduziert sich der Energieverbrauch durch eingespartes Heizen drastisch. Aber nein die Hysteriker wollen unbedingt ihre Apokalypse. Eins ist sicher das Klima wird sich wie seit jeher ändern, mit oder ohne uns. Der Menschheit blieb und bleibt nur eins übrig, sich den veränderten Bedingungen anzupassen, da es weder eine Klimakonstanz, noch eine Konstanz in der Land- Wasser-/Eisverteilung auf diesem Planeten gegeben hat. Übrigens aus archäologischer Sicht waren die Warmphasen immer die besseren Phasen für die Menschheit, Probleme machten vor allem die Kaltzeiten, aber erklären Sie das mal Greta.

Andreas Bitz / 17.12.2019

Anhänger, Sympathisanten oder gar Vertreter von XR - den FfF-Hüpfern ist dies mangels Schulbesuch nicht zu verübeln - sind nach meiner persönlichen Erfahrung ideologisch verblendet, ohne Fachwissen, jedoch verängstigt. Die weltweiten Folgen von Klimaschwankungen, dramatisch gezeigt an einigen wenigen populären Arten (abgemagerter Eisbär) und Lebensräumen (Amazonas, Korallenriffe), werden generalisiert: In 12 Jahren verglüht der Planet, das sechste Artensterben ... Für Deutschland / Mitteleuropa gibt es ein durch höhere Durchschnittstemperaturen verursachtes massenhaftes Artensterben nicht - im Gegenteil. Selbst spektakuläre Arten wie Bienenfresser, Gottesanbeterin etc. nehmen zu. Bislang gefährdete, überwiegend xerothermophile Arten breiten sich nach Norden und Osten aus, andere Arten besiedeln höhere Lagen. Nur eine sehr überschaubare Zahl sogenannter Glazialrelikte, die Warmphasen früherer Jahrhunderte jedoch in isolierten Gebieten überdauerten (z.B. in Quellen, baumfreien Hochlagen), wird lokal gefährdet sein. Bislang stochert man medienwirksam mit generalisierten Blabla im Nebel: Die neuen Roten Listen werden nach 2009 erstmals wieder für Deutschland im Jahr 2020 aktualisiert. Als Biologe mit jahrzehntelanger Geländearbeit (v.a. Wirbeltiere) werfe ich der Politik vor, daß man von der Misere des tiefgreifenden Wandels der Lebensräume (v.a. in der Agrarlandschaft) ablenkt. Und es ist zu erwarten, daß staatliche Stellen und NGO statt wissenschaftlicher Erkenntnisse die politisch erwünschten Klimaaussagen liefern sollen.

Dietmar Herrmann / 17.12.2019

Als Motivation zum sparsamen Umgang mit Ressourcen reicht kulturell engrammierte Sparsamkeit, zur Vermeidung von Meeresvermüllung reicht analog Ordnungsliebe, beides prinzipiell preußische Tugenden, die den hedonistischen Hüpfern völlig fremd sind. Wenn sie durch die neue Klimareligion auf den Pfad der Tugend gebracht werden , wäre das doch in Ornung, könnte der naive Beobachter meinen. Die neue Religion entfaltet nur leider rasant totalitäre Attitüden, beschwört apokalyptische Szenarien, sofern wir dieses Land nicht blitzartig deindustrialisieren (nach dieser Maßnahme würden dann tatsächlich Hungersnöte ausbrechen).Noch ein Kurzkommentar zu den altklugen grünen Problemlösungsansätzen : die aktuell 15-prozentige Verspargelung des Landes unter Nutzung der windreichsten Standorte generiert 3 Prozent des Energiebedarfs. Bitte per Dreisatz berechnen, wie groß die Gesamtausbeute sein könnte, wenn jokobinische Schlägertrupps die Komplettverspargelung, also auch in Großstädten und Nationalparks erzwingen würden.

Kostas Aslanidis / 17.12.2019

@Herr Vonderstein Alles ist Schwindel. In Griechenland lachen alle ueber diesen Bloedsinn aus Deutschland. Im antiken Griechenland gibt es auch Berichte ueber verschiedene Klimaperioden. Zu warm, zu kalt, regnerisch, kalt. Gute Ernten, schlechte Ernten. Alles natuerliche Schwankungen. Was in diesem Land grad los ist, wie im Cabaret

Kostas Aslanidis / 17.12.2019

Klimawandel ist Schwindel. Die ilegale Migration ist ein grosses Problem, das nicht geloest wird, weil Merkel ihr “Gesicht” retten will. Merkel und die toerrichte deutsche Politik sind das Problem. Laender wie Griechenland, Italien, Spanien stiehnrn durch das von Merkel erzeugt Problem. Und auf wenn richtet sich der Fingerzeig. Genau auf diese 3 Laender. So eine Arroganz ist zum kotzen. Warum nimmt Deutschland diese Migranten nicht direkt auf? Sie vergoettern ja diese “Fachkraefte”. Niemand will die Islamistischen Migranten.

Martin Lederer / 17.12.2019

1.) Es wäre interessant zu wissen, in welchen Ländern der angebliche Klimawandel eine große Rolle spielt und wo nicht. Ich weiß z.B., dass er in einigen asiatischen Ländern (Japan, Thailand, ...) KEINE Rolle spielt. Ich vermute, dass er außerhalb des Westens allgemein kaum eine Rolle spielt. Die Leute dort haben 1.000 andere Probleme, die ihnen wichtiger sind. Maximal als cleveres Argument, wenn man gegen den blöden Westen etwas durchsetzen will. 2.) Es ist immerhin interessant in seinem Leben mal zu erleben, wie ganze Gesellschaften aus dem Nichts ein Phantasiegebilde erschaffen können. Man kann dann immerhin sagen: Ich habe erlebt, dass es das auch gibt. Und ich habe gelernt, dass die Menschen abgrundtief dumm sind. In der Masse sowieso. Man sollte natürlich versuchen sich zu schützen. Und man sollte Verrückten niemals widersprechen. Sie können sonst sehr sehr gewalttätig werden. 3.) Im real existierenden Kommunismus war ja auch alles nur Show. Nichts, was man sagte, war echt. Trotzdem war der Kommunismus fast ein Jahrhundert lang erfolgreich. Ich habe das nie erlebt, da ich im Westen lebte. Jetzt kann ich sowas auch mal erleben. 4.) Seit einigen Jahren/Jahrzehnten erleben wir im Westen eine linke hysterische quasi-religiöse Welle nach der anderen. Ich denke, dass das auf jeden Fall ein Zeichen für den Zustand der Gesellschaft ist. Was es genau aufzeigt, weiß ich nicht. Vielleicht eine Sinnsuche der Menschen jenseits von materiellen Dingen? Eine allgemeine innere Leere? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, dass die Leute sich auf Dauer eine richtige Religion suchen werden. Mit festen klaren Regeln. Und entsprechender Tradition. Und da bietet sich schon auf Grund der Veränderung der Bevölkerung der Islam an. Ich glaube, dass sich langfristig der Islam hier durchsetzt. Wenn ich Glück habe, muss ich den endgültigen Sieg nicht mehr erleben. Und vor den Zwischenstufen kann ich mich durch Ortsveränderung etwas schützen.

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