Die Ratschläge des Dr. Schäuble

In einem Interview auf Bild TV erteilt Dr. Wolfgang Schäuble den Bürgern ungefragt Ratschläge, wie sie mit den Ergebnissen einer von ihm selbst in hohem Maße mitzuverantwortenden Energiepolitik umgehen sollen.

Er empfiehlt Pullover, Verzicht, sowie Streichhölzer und Kerzen für den Blackout. Er weiß sicherlich, dass bei einem Blackout tausende Tote zu beklagen wären. Und dann schließlich qualifiziert er die Menschen auch noch derart ab, dass sie nicht genug arbeiten und Spaß haben wollen: „Zur Not kannst Du dann eine Urlaubsreise mal nicht machen". Oder auch: „Meine Erfahrung ist: Immer nur Spaß haben – das ist keine Lebenserfüllung“.

Es war die Regierung Merkel unter seiner tätigen oder duldenden Mitwirkung, die den Ausstieg aus zwei der drei verfügbaren Energieträger eingeleitet hat und, alle Warnungen von Fachleuten ignorierend, einen großen Teil des gut funktionierenden deutschen Kraftwerksparks verschrotten ließ, ohne dass der Ersatz durch Erneuerbare seine Funktionsfähigkeit nachgewiesen hat.

Es waren Regierungen, deren Mitglied er war, die Erdgas als „Brückentechnologie“ erklärt haben und das Land in eine völlige Energie-Abhängigkeit von Russland geführt haben. Putins Krieg ist nicht die Ursache, sondern nur der Beschleuniger des Scheiterns der Energiewende.

Schäuble sitzt seit 50 Jahren im Bundestag und hat die verschiedensten hohen Ämter innegehabt. Er selbst weiß am besten, welches Einkommen und Guthaben die Steuerzahler ihm in dieser Zeit ermöglicht haben, sodass er sich keine Sorgen um die Energierechnung und Stromversorgung seiner Familie machen muss. Unter diesen Gesichtspunkten sind seine Äußerungen in höchstem Maße unangemessen, ja beleidigend, den hart arbeitenden Steuerzahlern gegenüber. Etwas Demut wäre eher angebracht.

Foto: Michael von der Lohe CC BY 2.5 via Wikimedia Commons

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Leserpost

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Helge Grimme / 11.10.2022

@giesemann gerhard - Das schwere Schicksal liegt jetzt schon über 30 Jahre zurück. Das ist heute keine Entschuldigung mehr. Nicht nur diesem Herren ist das Schicksal um die Ohren geflogen. Andere haben auch Schlimmes erlebt und mussten sich von den Schicksalsschlägen weitgehend erholen. Ein als beleidigend empfundenes Verhalten kann man vielleicht einem psychisch kranken Obdachlosen unter Alkoholeinfluss durchgehen lassen, bei einem Spitzenpolitiker fällt das schwerer und ist meiner Meinung nach meistens unangemessen.

Phoebe Nolle de Bermans / 11.10.2022

Tja, einer der Speichellecker aus der willfährigen Entourage einer rot-grünen CDU-Bundeskanzlerin. Die Afterdenkerin, “die alles vom/am Ende” und so. Die mit der Demontage der Bundesrepublik. Da die BRD nun ziemlich am A… angelangt ist, ist das doch eine Leistung. “Ich wüßte nicht, was man hätte anders machen sollen.” Von solchen Gestalten ist keine Einsicht zu erwarten. Reue oder eine “Entschuldigung”? Nun, wer sich für dumm verkaufen lässt, dem wird zeitnah dann doch eine Rechnung präsentiert. Prosit dem/der/das deutschen Steuerzahler/in!

Wolfgang Richter / 11.10.2022

Ob seine Äußerungen damit zu tun haben, daß er ein alter verhärmter Mensch ist, im Bewußtsein lebend, daß sich seine persönliche Lebensuhr langsam dem Stillstand zu bewegt.  Für seine Familie scheint er entsprechend nicht all zu viel übrig zu haben, daß ihm die Zukunft des Landes offenbar ziemlich am Allerwertesten vorbei geht.

Sigrid Leonhard / 11.10.2022

“Und dann schließlich qualifiziert er die Menschen auch noch derart ab, dass sie nicht genug arbeiten und Spaß haben wollen” Nö, werter Herr Schäuble, es fragen sich nur immer mehr seit Jahrzehnten in diesem Land hart arbeitende deutsche Bürger, warum sie eigentlich ein “Fass ohne Boden = den Staat” bedienen sollen. Das ist hat mit Spaß nichts zu tun.

W. Renner / 11.10.2022

Es gibt Gestalten, die sind einfach nicht vom Bildschirm zu kriegen, selbst wenn man 100 Jahre alt wird.  Alleine was den den Steuerzahler seine Hauptstadt-Entscheidung - Shithole Babylon Berlin - gekostet hat, kommen aber Milliarden zusammen. Aber er muss seine feuchten Träume ja nicht bezahlen. Ein weiteres lebendes Beispiel, wie fertig dieses Scheissland hat.

Elias Schwarz / 11.10.2022

50 jahre im Bundestag? Da gehört die Staatsanwaltschaft als Ehefrau.

Jürgen Volkenandt / 11.10.2022

Ich verstehe Ihre Aufregung nicht Herr Haferburg. Gerade haben in Niedersachsen über 80% der Wahlbeteiligten für die Fortsetzung der Zerstörung der Energieversorgung, der Infrastruktur, der Währung, der Demokratie, der Grundrechte….........gestimmt. Mir tun wir nicht leid.

H. Krautner / 11.10.2022

Vielleicht sollte man einem so alten Mann verzeihen für sein Geschwätz? Jeder macht nur das, was er kann. Merkwürdig, wenn dieser Mann meint, frieren in der Wohnung und frieren am Arbeitsplatz bedeute nur ein bisschen weniger Spaß haben.      Ist das Menschenverachtung oder Altersdemenz, was hier zum Vorschein kommt?

Ralf Berzborn / 11.10.2022

Wer mitverantwortlich für auswüchsigen Sozialismus und dessen bekannten Folgen ist , zudem selber davon fürstlich versorgt wird , sollte sich die guten Ratschläge besser verkneifen , aber es zeigt zumindest eine Konstante der Politik , die Verantwortlichkeit für die Ursache und deren Abstellung nicht zu übernehmen , aber fleißig Symptombekämpfung zu predigen und praktizieren . Jedoch dürfen wir nicht vergessen ,  gewählt und nicht abgestraft , wurde diese Vorgehensweise vom Wähler und nicht zuletzt viel mehr noch vom Nichtwähler , und wer es nach mindestens fünf Legislaturperioden immer noch nicht kapiert hat , der bekommt am Ende wohl auch die Politik und die guten Ratschläge die er gewählt hat . Schade ist nur wenn man der schwindenden Zahl der Nettosteuerzahler , bei politisch etablierter und steigender Leistungsungerechtigkeit vorhält , sie sollen doch bitte für den Spaß der Profiteure mehr arbeiten . Sehr geehrter Herr Schäuble : ” Selbst im noch so technokratisierten Sozialismus reagiert der Markt nach seinen eigenen Gesetzen , früher oder später , es wäre die Aufgabe der Politik gewesen motivierende Rahmenbedingungen zu schaffen , Verweigerung ist die Antwort des Marktes bei zu hoher Eingriffigkeit , leider zum Schaden aller

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