
“Die Berliner «Tageszeitung» wiederum, nach eigenem Verständnis ein linkes, kritisches und unbequemes Blatt, verhöhnt Abdel-Samad noch einmal als «Broders Stichwortgeber» und fällt damit ein Urteil, das wohl jeder, der die Sendereihe gesehen hat, als falsch zurückweisen muss.” Seit wann „verhöhnt“ man, wenn man die Wahrheit sagt ? Wenn ich sage, Snowden hat nichts verraten, was niemand mit normalem Menschenverstand schon wusste, verhöhn ich ihn dann ? Logisch. Herr Samad war nur Stichwortgeber, was denn sonst oder glaubt irgendwer ernsthaft, Herr Broder lässt jemand „auf Augenhöhe“ zu, obgleich Herr Samad (zur Beruhigung Herrn Broders) intellektuell wahrlich nur in der Kreisklasse spielt. Ich gebe aber zu, in der dritten Staffel sah man “Potential” ;-)
Den deutschen Intellektuellen ist ein Dogma wie dies der amerikanischen “ich stimme Deiner Meinung nicht zu, aber werde stest dafür kämpfen, dass Du diese äußern darfst” völlig fremd. Vom schlechten Stil bis unmenschlicher Häme durch notdürftig sublimierte Spitzfindigkeiten ganz zu schweigen. Traurig und bezeichnend für die Psyche einer ganzen Nation, die Wohlstand und “Frieden” schon immer über echte Freiheit gestellt hat.
Nachdem man die Entführung von Abdel-Samad erst komplett ignoriert hatte dann dieses Schlusswort. “Doch offenbar sind die Fanatiker im Kampf gegen kritische Stimmen zum Äußersten bereit” - Donnerlittchen - die Leute von Spiegel Online sind wirklich Schnellchecker.
Die Beobachtung der “Süddeutschen” lässt sich m.E. auch schön auf alle Provokateure anwenden, die sich zwischen 1933 und 1945 gegen das Nazi-Regime ausgesprochen haben. Selbst schuld, Leute. Ihr hättet ja die Klappe halten können.
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