Fundstück / 26.11.2013 / 17:21 / 4 / Seite ausdrucken

Die Rache des Feuilletons

Auch auf die Solidarität des deutschen Feuilletons kann der Autor, wenn überhaupt, nur in sehr begrenztem Masse zählen. Er habe provoziert, bemerkt die «Süddeutsche Zeitung» und legt damit nahe, Abdel-Samad sei selbst nicht ganz unschuldig an seiner eigenen Entführung. Ähnlich scheint es die «Frankfurter Allgemeine» zu sehen, die dem Autor «häufig überspitzte Kritik am Islam» vorwirft, während sich der «Spiegel» in seiner Online-Ausgabe die Gelegenheit nicht entgehen lässt, ausgerechnet im Bericht über Abdel- Samads Verschwinden dessen Mitstreiter Broder eins auszuwischen: Der Erkenntnisgewinn der gemeinsam produzierten TV-Serie sei begrenzt gewesen, heisst es dort. Was das mit Abdel- Samads mutmasslicher Entführung zu tun hat, bleibt das Geheimnis der Autorin.

Die Berliner «Tageszeitung» wiederum, nach eigenem Verständnis ein linkes, kritisches und unbequemes Blatt, verhöhnt Abdel-Samad noch einmal als «Broders Stichwortgeber» und fällt damit ein Urteil, das wohl jeder, der die Sendereihe gesehen hat, als falsch zurückweisen muss.
http://bazonline.ch/kultur/Nachricht-von-einer-Entfuehrung/story/21189399

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Caroline Neufert / 26.11.2013

“Die Berliner «Tageszeitung» wiederum, nach eigenem Verständnis ein linkes, kritisches und unbequemes Blatt, verhöhnt Abdel-Samad noch einmal als «Broders Stichwortgeber» und fällt damit ein Urteil, das wohl jeder, der die Sendereihe gesehen hat, als falsch zurückweisen muss.” Seit wann „verhöhnt“ man, wenn man die Wahrheit sagt ? Wenn ich sage, Snowden hat nichts verraten, was niemand mit normalem Menschenverstand schon wusste, verhöhn ich ihn dann ? Logisch. Herr Samad war nur Stichwortgeber, was denn sonst oder glaubt irgendwer ernsthaft, Herr Broder lässt jemand „auf Augenhöhe“  zu, obgleich Herr Samad (zur Beruhigung Herrn Broders)  intellektuell wahrlich nur in der Kreisklasse spielt. Ich gebe aber zu, in der dritten Staffel sah man “Potential” ;-)

Thorsten Schreiner / 26.11.2013

Den deutschen Intellektuellen ist ein Dogma wie dies der amerikanischen “ich stimme Deiner Meinung nicht zu, aber werde stest dafür kämpfen, dass Du diese äußern darfst” völlig fremd. Vom schlechten Stil bis unmenschlicher Häme durch notdürftig sublimierte Spitzfindigkeiten ganz zu schweigen. Traurig und bezeichnend für die Psyche einer ganzen Nation, die Wohlstand und “Frieden” schon immer über echte Freiheit gestellt hat.

Roland Wolff / 26.11.2013

Nachdem man die Entführung von Abdel-Samad erst komplett ignoriert hatte dann dieses Schlusswort. “Doch offenbar sind die Fanatiker im Kampf gegen kritische Stimmen zum Äußersten bereit” - Donnerlittchen - die Leute von Spiegel Online sind wirklich Schnellchecker.

Ronald M. Hahn / 26.11.2013

Die Beobachtung der “Süddeutschen” lässt sich m.E. auch schön auf alle Provokateure anwenden, die sich zwischen 1933 und 1945 gegen das Nazi-Regime ausgesprochen haben. Selbst schuld, Leute. Ihr hättet ja die Klappe halten können.

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