Es ist so eine Sache mit der Politik und dem Sport. Immer wenn Politiker und Funktionäre ein Sportereignis mit moralischem Zuckerguss bedecken können, tun sie das. Wenn der Iran bei einer Fußball-WM gegen die USA antritt, jubeln alle über die befriedende Wirkung des Wettkampfs in kurzen Hosen. Und wenn Olympische Spiele ausgerechnet nach Peking vergeben werden, spricht alles von „Wandel durch Annäherung“. Denn ein Mega-Ereignis, das unter den Augen der Welt stattfindet, entfalte eine zähmende Wirkung. Sport als Mittel der Politik.
Nur wenn es ernst wird, dann soll das plötzlich nicht mehr gelten.