Joel Kotkin, Gastautor / 23.11.2019 / 06:25 / Foto: Pixabay / 56 / Seite ausdrucken

Die neue List der Oberschicht?

Die Linke umhüllt ihre Fixierung auf den Klimawandel mit Szientismus und stützt sich auf Computermodelle, die eine Illusion von Gewissheit erzeugen. Überzeugt von ihrer Rolle als Planetenretter, sind radikale Grüne zunehmend intolerant gegenüber Dissenz oder jedem, der ihre politische Agenda infrage stellt. Sie haben eine Form von „weichem Stalinismus“ angenommen, angetrieben von der Entschlossenheit, die Gesellschaft zu erneuern, ob die Menschen es wollen oder nicht. Ihre drakonischen Ansichten durchdringen zunehmend den Mainstream. „Demokratie“, behauptet ein Autor des Magazins Foreign Policy, ist „der größte Feind des Planeten“.

Die heutige Arbeiter- und Mittelschicht ist skeptisch hinsichtlich einer Politik, die ihre Lebensgrundlagen zugunsten von in weiter Ferne liegenden politischen Zielen zersetzt. Selbst heute, nach einem jahrzehntelangen Trommelfeuer der Panikmache, bezweifelt eine Mehrheit der Amerikaner, Australier und sogar Europäer, dass der Klimawandel ihr Leben maßgeblich beeinflussen wird. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Vereinten Nationen unter 10 Millionen Menschen stellte fest, dass der Klimawandel erst an 16. Stelle der Sorgen liegt. Die meisten Menschen in den Entwicklungsländern, schreibt der Umweltökonom Bjørn Lomborg, sorgen sich darum, dass ihre Kinder an leicht zu heilenden Krankheiten sterben, verhungern oder keine angemessene Bildung erhalten könnten.

Wie andere Menschen in Ländern mit hohem Einkommen möchten auch die meisten Amerikaner die Umwelt verbessern, und viele, wenn nicht die meisten, sind besorgt hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Klimawandels. Trotzdem steht das Klima in der Liste ihrer größten Befürchtungen nur an 11. Stelle. Auf den Plätzen davor liegen nicht nur die Gesundheitsversorgung und die Wirtschaft, sondern auch Einwanderung, Waffen, Frauenrechte, der Oberste Gerichtshof, Steuern, Einkommen und der Handel. Eine kürzlich durchgeführte Harris-Harvard-Umfrage fand heraus, dass drei Fünftel der Amerikaner das Portfolio der Green-New-Deal-Konzepte ablehnen; unter ihnen sind auch ein Drittel der Demokraten und die Hälfte der unter 25-Jährigen.

Im Klartext: Die gegenwärtige grüne Agenda kann bei Wählern nicht punkten, sobald ihr Einfluss auf Arbeitsstellen und Energiepreise verstanden wird. Bei den jüngsten Wahlen in Australien haben die Wähler mit großer Mehrheit eine „progressive“ Agenda zurückgewiesen, die sich gegen die Einwohner der Vorstädte und die große Fossilbrennstoffindustrie des Landes richtete. Der Widerstand war besonders stark in Arbeiter-Gebieten wie Queensland. Die Wahlergebnisse veranlassten örtliche Prominente und Kommentatoren dazu, ihre Mitbürger als unheilbar „dumm“ zu brandmarken.

Auch die Umwelt selbst würde bei diesem Spiel verlieren

Gebiete, die abhängig sind von Energie und Industrie – wie die Appalachen-Region, Ontario, Alberta, der mittlere Westen der USA und die britischen Midlands – wehren sich gegen die Öko-Pläne. Selbst in Deutschland wächst der Widerstand gegen grüne Maßnahmen, die die Energiepreise in die Höhe treiben und die industrielle Basis des Landes hart treffen. Doch es sind nicht nur Berg-, Bohr- und Fabrikarbeiter, die den Grünen Widerstand leisten. Franzosen, die versuchen, sich ihren Lebensunterhalt außerhalb von Paris zu verdienen, und deren Pendants in normalerweise ruhigen Orten in Norwegen und den Niederlanden, sind auf die Straße gegangen und greifen teilweise zur Gewalt.

Stellen Sie sich vor, was passieren wird, wenn Elizabeth Warren US-Präsidentin wird und das Fracking in Texas, North Dakota, Ohio, West Virginia und Pennsylvania verbietet. Allein in Texas würden laut mancher Schätzungen eine Million Arbeitsplätze verloren gehen. Laut einem Bericht der US-Handelskammer würde ein komplettes Fracking-Verbot insgesamt 14 Millionen Arbeitsplätze kosten – deutlich mehr als die 8 Millionen Arbeitsplätze, die durch die Große Rezession verlorengingen. Auch die Umwelt selbst würde bei diesem Spiel verlieren, denn Erdgas hat mehr dazu beigetragen, die Emissionen zu reduzieren als alle Anstrengungen der Grünen.

Überall auf der Welt haben „grüne“ Maßnahmen die Arbeiterklasse weit stärker getroffen als die Wohlhabenden, die diese Politik am enthusiastischsten begrüßen. Die militante Gruppierung Extinction Rebellion (XR) – die vom Online-Magazin Spiked als „Todeskult der oberen Mittelschicht“ bezeichnet wurde – versuchte, den Pendlerverkehr in London zu stören, um „den Planeten zu retten“; doch die gestressten Arbeitnehmer bedachten sie eher mit Zorn, denn mit Zuspruch. Grüne werden von Journalisten oft als heldenhafte Außenseiter dargestellt, aber traditionell haben sie sich eher in Elitezirkeln wie Universitäten, Nichtregierungsorganisationen, Medien und Unternehmen versammelt.

Die einflussreiche Studie The Limits to Growth (Die Grenzen des Wachstums), 1972 vom Club of Rome veröffentlicht, wurde von bedeutenden Unternehmensinteressen unterstützt, allen voran Aurelio Peccei von der Autofirma Fiat. Die langfristige Vision der Autoren – basierend auf der Vorstellung, dass die Ressourcen des Planeten rapide zur Neige gehen – war, „ein sorgfältig kontrolliertes Gleichgewicht“ zu schaffen, das das Wirtschaftswachstum einschränkt, insbesondere in den entwickelten Ländern.

Überall künstliche Knappheit schaffen

Ungeachtet seiner Mängel war der Sozialismus des 20. Jahrhunderts wachstumsorientiert und prinzipiell daran interessiert, den Wohlstand der Arbeiterklasse zu mehren. Im Gegensatz dazu versucht die grüne Version des Sozialismus bewusst, die Lebensperspektiven von Durchschnittsbürgern zu mindern, da Wohlstand mehr Treibhausgase erzeugt. Einige Eiferer wie der Guardian-Kolumnist George Monbiot argumentieren für eine wirtschaftliche Rezession als Möglichkeit, die CO2-Emissionen zu reduzieren, selbst wenn dies bedeutet, dass Menschen Arbeit und Wohnung verlieren.

Drakonische Klima-Austerität bedroht nicht die Arbeitsstellen der sogenannten „sauberen Reichen“, die von Investitionen in Solar- und Windenergie, dem Handel mit Emissionszertifikaten und anderen Aktivitäten des klimaindustriellen Komplexes profitieren können. Einige Linke alter Schule wie der britische marxistische Historiker James Heartfield betrachten das Aufkommen des „grünen Kapitalismus“ als neue List der Oberschicht, die Unterschicht zu unterdrücken, indem sie überall – von der Energie bis zum Wohnen und Essen – künstliche Knappheit schafft. Die Grünen versuchen, den Luftverkehr für die Massen einzuschränken, doch Klimaaktivisten wie Prinz Charles, Richard Branson, Leonardo di Caprio, der Rapper Drake und Al Gore nutzen weiterhin Privatjets, sogar, um zu Klimagipfeln zu reisen. Sie bauen und genießen luxuriöse Erholungsorte weit weg von den Bevölkerungszentren und konsumieren üppig, während sie die restliche Welt beschwören, ihre eher bescheidenen Gewohnheiten in Zaum zu halten.

Für die meisten Familien verspricht die Politik der Klima-Radikalen nur eine heruntergeschraubte Lebensqualität. Dazu gehören auch Aufrufe, die Anzahl der Kinder wegen der CO2-Last zu begrenzen – eine Forderung, die unter anderem von Klimaforschern der Lund-Universität in Schweden und der Oregon State University in den USA unterstützt wird. Einige Wissenschaftler sind sogar der Meinung, dass wir aufhören sollten, Hamburger zu essen, und stattdessen Lebensmittel zu uns nehmen sollten, deren Herstellung weniger Energie verbraucht, wie zum Beispiel „Maden-Würste“. Ein schwedischer Ökonom äußerte sich kürzlich dahingehend, dass wir uns selbst wiederverwerten und die Freuden des Kannibalismus entdecken sollten.

Es überrascht nicht, dass die Verfechter dieser Ideen die Demokratie zunehmend lästig finden. Der Klimawissenschaftler Roger Pielke hat im Jahr 2010 das „eiserne Gesetz der Klimapolitik“ formuliert, demnach die öffentliche Unterstützung für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch das Ausmaß des geforderten Verzichts beschränkt wird. „Menschen sind durchaus bereit, für Klimaziele zu bezahlen, aber nur bis zu einem gewissen Grad.“ Pielke verwies auf Studien, die besagen, dass die meisten Menschen Klimamaßnahmen befürworten würden, wenn diese rund 80 US-Dollar pro Jahr und Kopf kosten. Bei Kosten von 770 US-Dollar im Jahr sinkt die Unterstützung allerdings auf unter 10 Prozent.

Übertragung von Macht an qualifizierte „Experten“

Angesichts dieser Tatsachen ist es unwahrscheinlich, dass ein künftiger US-Präsident eine Mehrheit in beiden Häusern des Parlaments erhalten wird, um eine extreme Politik zu verfolgen, die der Lebensweise der Mittelschicht schadet. Regierungschefs sind also faktisch gezwungen, die Klimaagenda durch Exekutivmaßnahmen und den Verwaltungsstaat durchzusetzen – anknüpfend an die Vorlage, die von Präsident Obama eingeführt und von Präsident Trump wieder aufgehoben wurde. Ein solcher Top-Down-Ansatz – die Übertragung von Macht an qualifizierte „Experten“, die in Washington, Brüssel oder in der UNO tätig sind – wird auch von einflussreichen „Progressiven“ wie dem ehemaligen Finanzberater von Obama, Peter Orszag, oder dem Journalisten Thomas Friedman befürwortet.

Klimaaktivisten entwickeln zunehmend eine Affinität zu diesen post-demokratischen Ideen. Einige von ihnen, wie der frühere Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, scheinen Chinas autoritären Ansatz in der Klimapolitik zu bevorzugen, obwohl China den größten CO2-Fußabdruck der Welt hat und diesen auch noch vergrößert. Brown war daran beteiligt, ein „Kalifornien-China-Klimainstitut“ ins Leben zu rufen, welches das chinesische Modell befürwortet. Er spricht sich sogar für „Gehirnwäsche“ im Sinne der chinesischen Gedankenkontrolle aus, um die Unterstützung der Bevölkerung für drakonische Klimamaßnahmen zu gewinnen.

Einst hoch angesehen und in der Mitte der Gesellschaft, ähneln die Klimaaktivisten inzwischen religiösen Eiferern. An die Stelle von Debatten ist eine erzwungene ideologische Konformität getreten. „Klimaskeptiker“ jeglicher Art – selbst diejenigen, die akzeptieren, dass der Klimawandel eine ernsthafte Herausforderung darstellt – wurden, mit wenigen Ausnahmen, aus den Mainstream-Medien verbannt. Andere, darunter Vertreter der fossilen Brennstoffindustrie, müssen sich vor Gericht als sogenannte „Klima-Verbrecher“ verantworten.

Diese Bewegungen tolerieren keine Ungläubigen und haben wenig Geduld mit rechtsstaatlichen Beschränkungen und Prozessen. Der Sozialdemokrat und frühere Präsident des deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse, sagte kürzlich gegenüber der Zeitung Die Welt, militante Grüne zeigten eine „antidemokratische Neigung“. Ein deutscher TV-Journalist, der über Klimaproteste berichtete, beschrieb eine Bewegung, die „unser Verständnis von Freiheit und Verantwortung“ ablehnt und „an eine kollektive Psychose“ grenzt, „gepaart mit wilden Ängsten und Forderungen, immer schriller, immer lauter, immer radikaler.“

Die Brutstätte für Klima-Radikalismus

Forderungen, den Planeten sofort zu „dekarbonisieren“, sind ebenso stark von Panikmache inspiriert wie von der Wissenschaft. Seit der Veröffentlichung des Buches The Population Bomb (Die Bevölkerungsbombe) von Paul Ehrlich im Jahr 1968 und dem Grenzen des Wachstums Bericht im Jahr 1972 haben Umweltschützer massive Ressourcenknappheit, das Ende des wirtschaftlichen Wachstums und Hungersnöte mit hunderten von Millionen Toten vorausgesagt. Diese Behauptungen wurden von Medien, Wissenschaftlern und sogar von politischen Kreisen kritiklos übernommen. Doch die Welt hat nie größeren Reichtum in ihrer Geschichte gekannt als heute, und der Menschheit stehen mehr Energie und Lebensmittel zur Verfügung als je zuvor.

Der Nachweis, dass sie falsch liegen, hat die Grünen nicht dazu veranlasst, ihre Weltuntergangs-Thesen zu überdenken. Stattdessen wird in jedem Jahrzehnt neu verkündet, dass der Planet nur noch 5 oder 10 Jahre zu leben habe, wenn nicht sofort drastische Maßnahmen ergriffen würden. Nach der Wahl von Präsident Obama im Jahr 2009 erklärte zum Beispiel der NASA-Wissenschaftler und Klimaaktivist James Hansen, dass dem neuen Regierungschef nur vier Jahre blieben, um die Erde zu retten.

Es hat sich herausgestellt, dass viele Phänomene, die dem Klimawandel zugeschrieben werden – zum Beispiel Hurrikane und Dürren –, vielfältige und komplexere Ursachen haben. Die kalifornischen Flächenbrände können zumindest teilweise auf grüne Politik zurückgeführt werden, die das Ausdünnen der Wälder verhindert. In ähnlicher Weise wurde die Dürre durch den Widerstand von Umweltschützern gegen neue Wasserinfrastruktur verschlimmert. Umweltaktivisten haben sogar versucht, den Klimawandel für die aktuellen Stromausfälle verantwortlich zu machen, obwohl die Hauptschuld bei den örtlichen Energiebetrieben liegt, die Investitionen und Wartung vernachlässigt haben.

Ob die heutigen aggressiven Klimamaßnahmen überhaupt einen Effekt aufs Klima haben werden, ist äußerst fraglich. Kalifornien, die Brutstätte für Klima-Radikalismus, liegt bei den Treibhausgasreduktionen pro Kopf auf Rang 40 der amerikanischen Bundesstaaten, wenn man den Zeitraum von 2007 bis 2016 betrachtet. Ähnlich ist die Situation in Deutschland, wo die viel gepriesene Energiewende zwar zu explodierenden Preisen geführt hat, aber nicht zu deutlichen Emissionsminderungen. Selbst wenn die Vereinigten Staaten den Green New Deal annehmen, wird der Einfluss auf das Klima verschwindend gering sein, wie einige Studien kürzlich feststellten. Was wir im Westen tun, ist zunehmend irrelevant, wenn praktisch das gesamte Emissionswachstum auf die Entwicklungsländer entfällt, angeführt von China, wo Millionen von Menschen noch immer in Armut leben. Global betrachtet haben über eine Milliarde Menschen keinen zuverlässigen Zugang zu Elektrizität. Politiker in Ländern wie Indien stellen daher eher den Ausbau der Stromversorgung in den Vordergrund als die Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen.

Eine politische Sackgasse

Der Autor und Veteran der Umweltbewegung Ted Nordhaus meint, die grüne Bewegung müsse ihre „utopischen Phantasien“ aufgeben und „ihren Frieden mit der Moderne und der Technik machen“, um etwas zu erreichen. Der erhobene grüne Zeigefinger muss durch pragmatische Programme ersetzt werden, die die Unterstützung der Öffentlichkeit gewinnen. Anstatt auf sündhaft teure Erneuerbare Energien zu setzen, sollten wir uns unter anderem auf die Resilienz gegenüber unerwarteten Klimaveränderungen konzentrieren, die Wasser- und Atomkraft ausbauen und die Ausbeutung der immer besser erschließbaren Erdgasvorkommen vorantreiben. Der Green New Deal mit seinem Versprechen, bis 2030 die fossile Energiegewinnung aufzugeben, verfolgt hingegen „unmögliche Ziele“, so der frühere Energieminister von Obama, Ernest Moritz. Durch ihn könnten wichtige Wahlbezirke verloren gehen, die jedoch gebraucht werden, um eine echte Lösung für das Problem der CO2-Emissionen zu finden.

Der fundamentalistische grüne Ansatz, der derzeit verfolgt wird, stellt eine politische Sackgasse dar. Er erfordert autoritäre Maßnahmen und rettet den Planeten auf Kosten der Mehrheit der Menschen, denen die Möglichkeit genommen wird, ihren Lebensstandard zu verbessern. Durch ihre Ablehnung der politischen Mitte, die in allen gut funktionierenden Demokratien existiert, schaden die grünen Extremisten nicht nur unserer verfassungsmäßigen Ordnung. Sie erweisen auch der Nachhaltigkeit einen Bärendienst – sowohl im gesellschaftlichen als auch im planetaren Sinne.

Dieser Beitrag ist zuerst auf Englisch beim City Journal erschienen. Joel Kotkin ist Presidential Fellow an der Chapman University in Orange, Kalifornien und Geschäftsführer des Center for Opportunity Urbanism in Houston, Texas. Sein letztes Buch „The Human City: Urbanism for the Rest of us“ erschien 2017 im Agate Verlag.

Foto: Creative Commons CC0 Pixabay

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Gerd Kistner / 23.11.2019

Governance, also Expertenregierungen geistern seit Jahrzehnten durch den Blätterwald. Ein (Alp)-Traum, wenn grüne Expertise dieses Land auf den rechten Weg führen würde. Sehr lesenswert zu diesem Thema: Charles S. Maier: Auf dem Weg zum Leviathan 3.0. In: A. Iriye und J. Osterhammel, Geschichte der Welt, Bd. 5 Weltmärkte und Weltkriege. C.H. Beck, München (2012). Der Beitrag endet mit den Sätzen: „Nicht nur die Hobbesche Frage wird bleiben: Wie sieht das Leben ohne den Staat aus? Sondern auch die aristotelische Frage: Wollen wir, dass einer, viele oder einige wenige den Staat kontrollieren? Und nicht zuletzt die Frage, die sich die Gründerväter der USA stellten: Wie können wir den Staat zum Wohle aller regieren? Was haben z.B. die viel gepriesenen grünen Experten zu verantworten?: Brent Spar, Bioenergiehype mit Raps- und Maismonokulturen, für Energiepflanzen geopferte Regenwälder, naturwissenschaftlich nicht begründbare Antigentechnikhysterie mit dramatischen Folgen für die Hungernden dieser Welt, Gigatonnen Beton und Schneisen in Wald und Feld für Greifvögel- und Fledermausschredder usw.. Später waren sie es nicht - haltet den Dieb.

Marianne Denninger / 23.11.2019

Petersburg ist mittlerweile zum Auswandern durchaus schon eine Alternative, Herr Dairie ...ich zitiere mal den guten Scholl-Latour: Präsident Putin hat genug damit zu tun , ~ 50 Millionen Moslems im eigenen Land “in Schach zu halten”. Das zum AGRESSIVEN Herrn Putin. Das Seniorenverwertungs-Epos von 1972: Soilent Green- Deutscher Titel: “… Jahr 2022 … die überleben wollen” kennen vor allem die heutigen Möchtegern-Bestimmer garnicht. Wann war der letzte Sendetermin?!

J.R. Huels / 23.11.2019

Danke. Ein hevorragender Artikel! Auch für Anhänger der AGW-Theorie sind die Zusammenhänge und wirklichen Motive gut herausgearbeitet, so dass man hoffen darf, dass sich das eine oder andere Auge der Hirngewaschenen öffnet.

Max Wedell / 23.11.2019

Als Weltbürger finde ich es gut, wenn eine kleine Region der Welt wie Deutschland eine spezifische Lösung des CO2-Problems auf der begrenzten Fläche des eigenen Territoriums ausprobiert, um herauszufinden, ob sie gelingen kann oder scheitert. Als Deutscher, der von ihrem Scheitern überzeugt ist, finde ich es natürlich weniger gut. Man stelle sich aber einmal vor, was passieren würde, wenn die ganze Welt diesen deutschen Lösungsansatz umsetzen wollte - und furios scheiterte? Am Ende gäbe es eine globale Verarmung und trotzdem kaum weniger CO2. Um das zu beweisen, reicht doch ein Versuchskaninchen irgendwo in Mitteleuropa! Allerdings zappelt das noch und will nicht so richtig. Ein Käfig aus Zwangsmaßnahmen muß also her. - P.S. Soylent Green war eine Erfindung des Science Fiction-Autors Harry Harrison, 7 Jahre bevor Hollywood sein Buch “Make Room! Make Room!” dann schließlich verfilmte.

P. F. Hilker / 23.11.2019

Der indiskrete Charme der grünen Bourgeoisie.

Andreas Frick / 23.11.2019

In dem Artikel fehlt leider ein Hinweis darauf, daß die GrünInnen eine maoistische Partei sind. Sie sind die Epigonen der 68er, die ebenfalls maoistisch waren. Ohne dieses Wissen, kann man vieles einfach nicht verstehen. DIe 68er fanden übrigens auch Pol Pot gut, der sein Volk zurück in die Steinzeit führen wollte.

Anton Weigl / 23.11.2019

@Christian Feider und Robert Bond. Die KBW war in den 70 ger Jahren jene Partei in Westdeutschland die die Khmer Rouge und Pol Pot in Kambodscha massiv unterstützte. Kretschmann gehörte wie übrigens eine ganze Reihe von grünen Spitzenpolitikern den KBW in den 1970 ger an. In den deutschen Medien ist dies überhaupt kein Thema.

Klaus Schmid Dr. / 23.11.2019

“Der Mensch Deutschland” (siehe Oswald Spengler) hat einfach kein funktionierendes Immunsystem - jeder Wahn-Virus haut ihn regelmäßig ins Koma. Irgendwann gibts den Exitus.

Christian Feider / 23.11.2019

Einer der deutschen Grundfehler besteht darin, die “Grünen” nicht als das zu sehen, was Sie spätestens seit der Kaperung der frühen “Alternativen Bewegung” durch KBW und K-Gruppler wirklich sind…. Trotzkisten und Maoisten,denen nichts wirklich ferner ist als gelebte Demokratie.. das ganze rosarote Bonbon-überzogene Kleinkind Image ist nur Fassade für realsozialistische Unfreiheitsgedanken…bei Bedarf beim “Heiland” im grünen “Musterland” Kretschmann, dem guten KBW-Urgestein mal naeher erkundigen

Margit Broetz / 23.11.2019

“Bjørn Lomborg” ? Sorry, wer die libertären Think-Tanks kennt, die ihn im Auftrag der US-Konzerne finanzieren, kommt nicht mehr auf die Idee ihn als Experten für irgendwas zu nennen. Allenfalls sein Appell, nicht in Hysterie zu verfallen, ist guter Rat. Die “Anzahl der Kinder wegen der CO2-Last zu begrenzen” wäre dann eine gute Idee (unabhängig vom CO2 aber wegen der Umweltbelastung) wenn sie in den Ländern mit hohem Bevölkerungswachstum gehört würde, nicht in Europa, dessen Völker gelernt haben, ihr Wachstum (vielleicht zu viel in Richtung Schrumpfung) zu drosseln (daß diese Länder jetzt, wie Herr Dr. Giesemann schreibt, das mit Massenimport von Hyperfertilen kompensieren ist Wahnsinn).

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