
Sehr geehrter Herr Dr. Petersen, leider bin ich rhetorisch und schriftstellerisch wohl nicht so begabt und gebildet wie Sie und Ihre Kollegen von der “Achse”. Weil ich mit diesen Nachteilen aber nicht alleine bin auf dieser Welt, ist sowas wie PEGIDA entstanden. Es mag sein, das die Initiative hierzu von dubiosen Gestalten ausgegangen ist, das will ich nicht bestreiten. Dennoch , so behaupte ich, besteht die Mehrzahl der Demonstranten und Sympathisanten nicht aus naiven, rechtspopulistischen Dumpfbacken, sondern aus besorgten und aufmerksamen Bürgern, die sonst kaum ein Forum finden in dieser deutschen Medienwüste. Die Reaktion auf die Kritik an der bewußten Meinungs- u. Faktenmanipulation der Leitmedien ist Beweis genug, das PEGIDA haargenau in die offene Wunde packt! Man kann lange, komplizierte Ergüsse über Grundgerüste und Verkleidungen von politischen Entwicklungen entwickeln. Doch die Wirklichkeit ist manchmal viel simpler gestrickt: Eine aktive Minderheit verbreitet über längere Zeit eine irrlichternde Ideologie. Die schweigende Mehrheit duldet dieses Spiel (zu lange!), wird beleidigt und belogen und finanziell gemolken. Aber irgendwann ist der Bogen überspannt. Die Realität ist so offensichtlich und nicht deckungsgleich mit der Superwunderwunschwelt der sich überlegen fühlenden Ideologen und deren Adabeis, das der aufgestaute Zorn sich Bahn bricht. Wenn PEGIDA eine Deislamisierung Europas einfordert, so lassen sich reichlich schwerwiegende Gründe dafür anführen. PEGIDA-Demonstranten warnen vor der zunehmenden Gewalt der Mohammedaner, kriegen umgehend weitere Argumentationshilfen aus Paris geliefert, aber ein Herr Gauland darf nicht erwähnen, das die Bürger vor genau solcher Barbarei erst zwei Tage vorher noch gewarnt haben? Das Einstürzen von selbstgezimmerten Weltbildern tut halt weh, wie viele Dauertolerante und Ewigallesversteher schmerzlich feststellen müssen. Herr Dr. Petersen, man darf auch mal sagen, das man recht hatte!! Daran ist nichts verwerfliches, tut aber der Gegenseite weh. Was zum großen Teil die geradezu wüsten Gegenattacken der Medienmeute erklärt. (Die Politiker lasse ich an dieser Stelle unbesprochen, das würde eine längere Abhandlung werden). Deswegen bin ich froh, das es die “Achse” gibt. Ein Hort der geistigen Erbauung und des gepflegten Diskurses!! Hochachtungsvoll R. Hart
Ich bin seit einiger Zeit ziemlich enttäuscht, dass anscheinden auch auf Achgut immer wieder Schreiber auftauchen, die es dem Normalo auf der Straße übelnehmen, dass er etwas unbeholfen Islamkritik durch Spaziergänge äußert. Herr Petersen wünscht sich journalistische Deutungshoheit gegenüber dem dumpfen, totalitären Einfaltspinsel auf der Straße. Dass die 7 von Herrn Petersen aufgeführten Punkte aber auch wirklich auf die Spaziergänger zutreffen, ist reine Unterstellung und Phantasie. Sollte man dagegen nicht dem Durchschnittsbürger zu Gute halten, dass er einfach gegen die Islamisierung des Abendslandes ist, nachdem die letztendliche Islamisierung des Morgenlandes gerade endgültig kurz vor dem Abschluss steht. Zur Diskussion über den Islam in Deutschland möchte ich Herrn Petersen den Text von Rainer Grell (etwas nach unten scrollen) und dessen sinnvolle Vorschläge an den Innenminister empfehlen. Auch Religionen können totalitäre Züge tragen.
Insgesamt ein sehr guter Kommentar. Aber der Verfasser kann eben aus seiner inneren Sympathie bzw. Antipathie doch nicht heraus. Einerseits sollen die Moslems Farbe bekennen, weil ja “ihre Leute” (Gesindel in ihrer Mitte) so schlimme Sachen machen, andererseits unterstellt man Herrn Gauland “triumphierende Äußerungen”. Die meisten Moslems könnten antworten, dass der Mord in Paris mit ihnen genau so wenig zu hat wie die damaligen Überfälle von irgend welchen Germanenstämmen auf das Römische Reich mit solchen Germanen, die schon länger im Römischen Reich leben. Die Ablehnung von PEGIDA und der AfD (zumindest der Position von Gauland) ist aber aus dem Kommentar klar erkennbar. Hätte es nicht gereicht, Gaulands Äußerungen als mehrdeutig oder als ungeschickt zu bezeichnen ? Besser wäre es, er hätte gestern nichts zu PEGIDA gesagt. Und wenn man den Vorwurf der Intoleranz gegenüber PEGIDA-Organisatoren erhebt, muss man dies auch beweisen können, eine pure Behauptung reicht nicht. Die mehrheitlich älteren PEGIDA-Demonstranten machen nicht den Eindruck als wollten sie Moslems aus Deutschland hinauszuwerfen, woran sie der liberale Rechtsstaat hindere. Vielmehr wird die Einhaltung des geltenden Rechts gefordert, dass nur politisch verfolgte Asyl genießen, der Rest aber nicht. Was ist daran radikal, intolerant oder hasserfüllt ? Man könnte Herzlosigkeit unterstellen, wenn man auf unbedingte Abschiebung drängt. Aber dafür müsste ein Einwanderungsgesetz geschaffen werden - eine wesentliche Forderung der AfD. PEGIDAs offizielle Forderungen richten sich in erster Linie gegen die gegenwärtige Politik in Deutschland und Europa, nicht gegen Moslems, die hier die Freiheit suchen und diese verteidigen wollen. Ja, der Mord in Paris wird PEGIDA leider stärken. Die werden sogar am nächsten Montag mit Trauerflor kommen. Die meisten werden sogar ehrlich trauern, die sich dahinter versteckenden Radikalen aber natürlich scheinheilig. Und Fernsehen und Presse werden sich auf PEGIDA insgesamt wieder richtig einschießen und sich hinterher wundern, wenn man sie nicht mag. Der oberste Diener der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland (Herr Maaß) wird sich wieder einer genehmigten Demonstration in der Weg stellen, weil die Gerechtigkeit über dem Recht steht, und was gerecht ist, wissen die edlen Menschen.
Sehr geehrter Herr Dr. Petersen, erst mal vielen Dank für die weitestgehend ausgewogene Darstellung der heutigen Situation, was den Islam und seine Auswüchse und das Verhältnis (Zusammenspiel) von Links- und Rechtsextremen betrifft. Nur eines stört mich. Ihre Bemerkung, Sie wüssten, dass diese Leute (Pegida) sich darauf beschränken, Andersdenkende als Lügner oder „Volksfeinde“ zu beschimpfen. Woher wissen Sie das? Ich habe mir die Reden bei der letzten Pegida-Demonstration angehört und nichts dergleichen wurde gesagt. Was dem noch am nahesten kam, waren die Rufe “Lügenpresse”, die ich - ehrlich gesagt - auch nachvollziehen kann. Weite Teile der Medien haben sich diese Bezeichnung redlich verdient. Natürlich stört mich auch die Überschrift, unter der hier demonstriert wird (wobei man allerdings auch sagen muss, dass das Pegida-Programm eine ganz andere Sprache spricht). Viel mehr aber stört mich die Maßlosigkeit der Medien, der Politik und neuerdings auch der Kirchen, mit der diese Bewegung verunglimpft, kriminalisiert und herabgewürdigt werden soll. Könnte es sein, dass das auch nicht spurlos an Ihnen vorbeigegangen ist? G. Leuner
Dieser Artikel braucht eigentlich kein Kommentar. Ein “Danke” würde reichen. Nur zur Ergänzung: Wer Gewalt gegen Menschen, die einen anderen Lebenstyle pflegen oder nach anderen Wert ihr eigenes Leben gestalten, anwendet oder rechtfertig ist der Jejenige, gegen den es sich zu wehren gilt. Für ein gemeinsames friedliches Leben gibt es ein Prinzip. Das eigene Recht findet genau dort seine Grenze, wo es in das Recht, die Freiheit, die Körperliche Unversertheit und die freie Äußerung der persönlichen Meinung anderer eingreift. Nichts aber auch wirklich nichts rechtfertigt das in Brand setzten von Luxusautos, Kirchen, Synagogen oder Moscheen um seine eigenen Ansichten Ausdruck zu verleihen.
Das Wichtigste, was islamische (und eben NICHT: islamistische!) Fanatiker brauchen, um ihre Ziele zu erreichen, sind solche Relativierer, die ständig schauen, ob sich in den eigenen Augen nicht doch Splitter oder gar Balken finden lassen. Und nein, die Splitter in den Augen der anderen leugnen oder übersehen solche Besorgte nicht. Hingegen die Kalaschnikows in ihren Händen, den Koran in ihren Köpfen und den Zusammenhang zwischen beidem sehr wohl! Allein dieser Satzteil: “Wer die unwerten Menschen sind, kann wechseln: Die Juden, die Kapitalisten, die Männer, die Klimaleugner, die Moslems.” … entlarvt die tödliche Wahrnehmungsblockade solcher Autoren. 5 Gruppierungen sind aufgezählt. Und ich liste jetzt einmal, in gleicher Reihenfolge, die Anzahl der im Namen dieser Gruppierungen begangenen tödlichen Anschläge (Anschläge! Nicht Tote!) auf Unschuldige seit 2001 auf: 0, 0, 0, 0, 24700. Solche Artikel machen mich fassungslos!
“Aber zumindest bei einem wesentlichen Teil der Organisatoren und Anführer ist Intoleranz die wichtigste Triebfeder.” Und woher, Herr Petersen, nehmen Sie diese Gewissheit? Denn eine solche muß es doch sein, wenn man eine derartige Anschuldigung formuliert. Immerhin sprechen Sie von der “wichtigsten Triebfeder” und nennen kein Argument, welches Ihre These stützt. Sie entwerfen letztere sogar trotz der offensichtlichen Existenz von Gegenbeweisen. Damit meine ich das Pegida-Programm, welches von eben jenem “wesentlichen Teil der Organisatoren und Anführer” von Pegida, von dem Sie reden, entworfen wurde. Ich würde mir wünschen, daß etwas mehr Logik in die Debatte der Pegida-Kritiker kommt. Ganz einfache Beispiele, die dem Leser verdeutlichen: Den Organisatoren von Pegida geht es gar nicht um die Punkte, die man in ihren Forderungen findet. Doch solche Beispiele finde ich nirgendwo. Es wird auf “Ressentiments” verwiesen, ohne das zu verdeutlichen. Es wird von “Hass” gesprochen und kein Argument genannt, welches diesen Vorwurf unterstützt. Sie reden von “Intoleranz” und haben nichts in der Hinterhand, was diese Anschuldigung belegen kann. Warum nicht? Es ist ironisch, daß Sie und andere Kritiker Pegida “Intoleranz”, “Haß” und “Ressentiments” vorwerfen. Ohne Beispiele bleiben diese Worte leere Hülsen, Kampfbegriffe, und sie tragen in sich selbst jene Vorurteile und jene Intoleranz, die Sie den Organisatoren von Pegida vorwerfen.
Mit Ihrem Beitrag, Herr Dr.Petersen, werden Sie in etwa so “zugepostet” werden, wie vor ein paar Monaten, als Sie gegen den “Mainstream” von Achgut,-ich glaube es war in Sachen Europa-, plädierten. Gleichwohl, Ihre Feststellungen, Bemerkungen und Schlussfolgerung zum “Muster der Totalitären”, sind aus meiner Sicht der Dinge sachlich und ausgewogen rübergebracht.
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