News-Redaktion / 19.01.2022 / 09:00 / Foto: cartese / 0 / Seite ausdrucken

Die Morgenlage am Mittwoch

Ein Blick in die Nachrichten der letzten Stunden.

14 Tote bei Vergeltungsangriffen im Jemen

Einen Tag nach dem Angriff der Huthi-Rebellen auf die Vereinigten Arabischen Emirate seien bei Vergeltungsangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen mindestens 14 Menschen getötet worden, meldet tah.de. Bei den Luftangriffen sollen zwei Häuser in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa völlig zerstört worden sein, habe es am Dienstag aus Medizinerkreisen geheißen. 

Unter den Toten sei auch ein ranghoher Militärvertreter der Huthis: Brigadegeneral Abdullah Kassem al-Dschunaid, der die Luftwaffenakademie der Rebellen geleitet hätte. Auch mehrere Mitglieder seiner Familie seien getötet worden.

Nach mehreren Angriffen auf Saudi-Arabien hatten die Huthis am Montag erstmals die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen. In Abu Dhabi seien nach Polizeiangaben drei Menschen getötet worden, als Benzintanks explodierten und ein Feuer am Flughafen ausgebrochen sei.

Oppositioneller in Hongkong aus Gefängnis entlassen

Ein Unabhängigkeitsaktivist ist in Hongkong nach fast vier Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden, meldet derstandard.at. Die Strafvollzugsbehörde der chinesischen Sonderverwaltungszone habe am Mittwoch mitgeteilt, dass der 2018 verhaftete Aktivist Edward Leung Tin-kei in den frühen Morgenstunden aus dem Hochsicherheitsgefängnis entlassen worden wäre. Der 30-Jährige galt als einer der Anführer der Unabhängigkeitsbewegung 2016 in der Wirtschaftsmetropole.

Er sei das Gesicht der Gruppe Hong Kong Indigenous gewesen und 2016 zu einer Nachwahl zum Stadtparlament angetreten. Wegen seiner angeblichen Beteiligung an Ausschreitungen im Jahr 2016 sei er später inhaftiert worden. Leung habe nach seiner Freilassung erklärt: "Nach vier Jahren möchte ich die kostbare Zeit, die ich mit meiner Familie habe, genießen und wieder ein normales Leben führen". Er habe hinzugefügt, dass er sich "vom Rampenlicht fernhalten und die sozialen Medien nicht mehr nutzen" werde, da er gesetzlich verpflichtet sei, sich an eine "Überwachungsanordnung" zu halten.

USA fürchten Atomwaffen-Stationierung in Weißrussland

Inmitten der Ukraine-Krise haben die USA vor einer möglichen künftigen Stationierung russischer Atomwaffen in Belarus gewarnt, meldet n-tv.de. Eine Vertreterin des US-Außenministeriums habe erklärt, dass eine von Machthaber Alexander Lukaschenko vorangetriebene Verfassungsänderung darauf hindeuten könnte, dass das Land eine Stationierung sowohl konventioneller als auch atomarer Waffen Russlands auf seinem Territorium erlauben würde. Dies wäre eine "Herausforderung für die europäische Sicherheit, die nach einer Antwort verlangen könnte", wird sie zitiert. 

Die Ministeriumsvertreterin habe sich zudem besorgt über die Ankunft russischer Truppen in Weißrussland gezeigt und von „Befürchtungen, dass Russland vorhaben könnte, Soldaten unter dem Deckmantel gemeinsamer Militärübungen in Belarus zu stationieren“, gesprochen. Die Zahl der russischen Soldaten liege über der Zahl, die bei einer "normalen Militärübung" zu erwarten wäre. 

Schottland hebt fast alle Corona-Beschränkungen auf

In Schottland sollen in der kommenden Woche beinahe alle Corona-Maßnahmen auslaufen, meldet zeit.de. Regierungschefin Nicola Sturgeon habe das im Parlament in Edinburgh damit begründet, dass die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen erheblich zurückgegangen sei. Vorerst bleiben sollten lediglich die Empfehlung zum Homeoffice sowie zur Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlich zugänglichen Innenräumen. 

Auch in England werde damit gerechnet, dass die Corona-Maßnahmen in der kommenden Woche nicht mehr verlängert werden. Dort gebe es allerdings ohnehin nur sehr wenige Auflagen, wie die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften und die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten. 

Bei Johnson&Johnson wird zweite Impfung nötig

In Deutschland gilt eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson nicht mehr als vollständiger Impfschutz, meldet gmx.de. Als vollständig geimpft gelte man künftig erst dann, wenn auf die Johnson&Johnson-Erstimpfung eine zweite Impfung erfolgt sei, habe ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums erklärt. Dies solle möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna erfolgen, habe er bekräftigt. Mit diesem Schritt solle einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission nachgekommen werden. 

Sächsische Justizministerin offen für Impfpflicht im Gefängnis

Sachsens Justizministerin Katja Meier befürwortet eine Diskussion über eine Impfpflicht im Justizvollzug, meldet stern.de. Eine Erhöhung der Impfquote wäre laut der grünen Ministerin förderlich, um in den Gefängnissen wieder zu einer größeren Normalisierung der Lage zurückkehren zu können. Derzeit würden weitreichende Einschränkungen gelten, etwa auch bei den Besuchsregeln. «Wir müssen die Diskussion über die Ausweitung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht auf den Justizvollzug jetzt führen», wird Meier zitiert. Die Bundesvereinigung der Anstaltsleiterinnen und Anstaltsleiter im Justizvollzug (BVAJ) hätte sich bereits für eine Impfpflicht im Gefängnis ausgesprochen.

Laut Justizministerium hätten rund 74 Prozent der Bediensteten im sächsischen Justizvollzug einen Geimpft- oder Genesenenstatus. Die Impfquote der Gefangenen habe Mitte Januar bei knapp 50 Prozent gelegen.  Im vorigen Jahr seien 238 Corona-Infektionen bei Gefangenen registriert worden. Todesfälle hätte es nicht gegeben. 

0,5844 Prozent der Einwohner Corona-positiv getestet

… bundesweit innerhalb der letzten sieben Tage.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI aktuell mit 584,4 bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an, meldet u.a. handelsblatt.com. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum 0,584,4 Prozent der Einwohner positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Am Vortag habe der Wert noch bei 553,2  (0,5532 Prozent) gelegen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patienten mit einem positiven Corona-Testergebnis je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen habe das RKI zuletzt mit 3,17 angegeben, es betraf also 0,00314 Prozent der Menschen in Deutschland. Der bisherige Höchstwert habe um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15,5 gelegen. Im Rückblick auf diese Periode des Corona-Ausnahmezustands wurde offiziell bilanziert, dass es zu keiner Zeit eine allgemeine – also Einzelfälle ausgenommen – Überfüllung der Intensivstationen gegeben habe. Allerdings sind im Verlauf des Jahres 2021 Intensivbetten abgebaut worden.

Wieder Corona-Protest in Cottbus aufgelöst

In Cottbus haben am Dienstag nach Polizeiangaben erneut rund tausend Menschen unangemeldet gegen die Corona-Politik demonstriert, meldet zeit.de. Da auch nach mehrfacher Aufforderung kein Versammlungsleiter gefunden worden sei, hätte man die Versammlung aufgelöst, habe die Polizei gestern Abend mitgeteilt. Wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz seien bei 40 Personen die Identitäten festgestellt und Verfahren eingeleitet worden. An einer Stelle wäre auch Reizgas gegen Demonstranten eingesetzt worden, weil diese nach Angaben der Polizei versucht hätten, eine Polizeisperre zu passieren. Insgesamt wären sechs Strafanzeigen aufgenommen worden. Bereits am Montag war in Cottbus eine unangemeldete Demonstration mit 2500 Teilnehmern von der Polizei aufgelöst worden. 

Erneute Demonstration gegen Corona-Politik in Gera

In Gera sind am Dienstagabend nach offiziellen Angaben rund 1200 Kritiker der Corona-Politik auf die Straße gegangen, meldet zeit.de. Der nicht angemeldete Aufzug wäre durch die Innenstadt gezogen und dabei zunächst nur begleitet worden, habe die Polizei mitgeteilt. Weitere Details seien zum Zeitpunkt der Meldung gestern Abend nicht zu erfahren gewesen, da der Einsatz noch nicht beendet gewesen sei. 

Erlaubt sind in Thüringen derzeit theoretisch nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal 35 Teilnehmern. Erst am Montag hatten sich in Gera rund 3500 Menschen an einem unangemeldeten Protest-Aufzug durch die Stadt beteiligt. 

Kassenärzte wollen Impfpflicht nicht umsetzen

Die rund 100 000 niedergelassenen Mediziner in Deutschland wollen die Impfpflicht – sollte sie kommen – nicht umsetzen, hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, gegenüber BILD erklärt, meldet bild.de. „Wir werden unseren Ärzten nicht zumuten, eine Impfpflicht gegen den Willen der Patienten zu exekutieren“, so Gassen wörtlich. Die Praxen seien „kein Ort, um staatliche Maßnahmen durchzusetzen“, sondern lebten vom Vertrauen zwischen Arzt und Patient. 

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