News-Redaktion / 16.01.2022 / 09:01 / Foto: cartese / 0 / Seite ausdrucken

Die Morgenlage am Sonntag

Ein Blick in die Nachrichten der letzten Stunden.

Offiziell 225 Tote nach Unruhen in Kasachstan

Russischer Truppenabzug wird fortgesetzt.

Nach den blutigen Unruhen in Kasachstan in Zentralasien haben die Behörden ihre Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten deutlich erhöht, meldet kleinezeitung.at. Bei den Ausschreitungen in der Millionenstadt Almaty und in anderen Landesteilen seien demnach insgesamt 225 Menschen getötet worden. Das habe die Generalstaatsanwaltschaft am Samstag in der Hauptstadt Nur-Sultan mitgeteilt. Unter den Getöteten seien 206 Bürger und 19 Sicherheitskräfte gewesen.

Am 9. Januar sei zunächst offiziell von mehr als 160 Toten die Rede gewesen. Die Zahl der Verletzten hätten die Behörden nun mit knapp 4.600 angegeben - mehr als doppelt so viele wie noch am Sonntag vor einer Woche. Das russische Verteidigungsministerium habe indes seinen Truppenabzug aus Kasachstan fortgesetzt. Er soll am 19. Januar abgeschlossen sein.

Zehntausende protestieren in Paris und Rom

Proteste gegen Corona-Restriktionen in Frankreich und Italien.

In Frankreich demonstrierten über 50.000 Menschen gegen die Einführung des neuen Impfpasses, der nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu vielen Einrichtungen gewährt, meldet deutschlandfunk.de. Gleich mehrere Kundgebungen habe es in der Hauptstadt Paris sowie anderen Großstädten des Landes gegeben. Auch in Italien, insbesondere in Rom seien wieder Tausende auf die Straße gegangen. Ihr Protest habe sich vor allem gegen die Impfpflicht für Menschen über 50 Jahren und einem Corona-Pass für Genesene, Geimpfte und Getestete gerichtet.

Zehntausende demonstrieren gegen Corona-Politik in Wien

Polizei spricht von 27.000 Demonstranten.

Erneut haben sich am Samstag Zehntausende Kritiker der Corona-Politik in der Wiener Innenstadt versammelt, um gegen die geplante Impfpflicht und andere Restriktionen zu protestieren, meldet kleinezeitung.at. Ab etwa 12.00 Uhr hätten sich die Demonstranten auf dem Heldenplatz und auf dem Maria-Theresienplatz versammelt. Auch im Votivpark habe es eine Kundgebung gegeben. Die Auftaktkundgebung allein habe bis kurz vor 16.00 Uhr gedauert, bevor sich die Demonstranten zu einer Runde um den Ring in Bewegung gesetzt hätten. Die Polizei habe von 27.000 Menschen gesprochen, die sich am Demonstrationszug beteiligt hätten.

Wirte in den Niederlanden öffnen trotz Verbot

Teilweise mit Zustimmung der örtlichen Verwaltung.

In weiten Teilen der Niederlande haben Gaststätten-Betreiber gegen die Corona-Politik protestiert und Kneipen, Cafés und Restaurants trotz des allgemeinen Verbots geöffnet, meldet stern.de. Die Wirte wollen nicht akzeptieren, dass ihre Branche von der Aufhebung des wochenlangen, landesweiten Lockdowns vorerst ausgeschlossen sei. Vielerorts sei die Aktion mit Zustimmung der Gemeindeverwaltungen erfolgt, habe die Nachrichtenagentur ANP berichtet. In der Kleinstadt Valkenburg habe Bürgermeister Daan Prevoo eine ähnliche Aktion bereits am Freitag, kurzerhand als erlaubte Demonstration eingestuft. "Demonstrieren ist ein Grundrecht", habe er dem TV-Sender WNL gesagt. Deshalb werde die Polizei nicht eingreifen.

Deutschlandweit wieder Corona-Proteste

Mancherorts Kundgebungen trotz Demonstrationsverbots.

Am Samstag gab es wieder in etlichen deutschen Städten Demonstrationen gegen die Corona-Politik. n-tv.de meldet beispielsweise, dass sich in Düsseldorf mehr als 7000 Menschen an Protesten gegen die Corona-Maßnahmen beteiligten. Wegen Missachtung der Maskenpflicht seien gegen dutzende Demonstranten Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.

In Freiburg seien am Nachmittag laut Polizei etwa 6000 Kritiker der Corona-Politik rund um die Innenstadt gezogen. In Hamburg hätten sich tausende Menschen zum Protest versammelt, obwohl die ursprünglich geplante Demonstration gerichtlich untersagt worden war. Als sie begonnen hätten, Plakate zu zeigen und gemeinsam zu skandieren, habe die Polizei die Versammlung aufgelöst.

In Schwerin seien nach Angaben der Polizei gut tausend Menschen zu einer angemeldeten Demonstration zusammengekommen. In Neubrandenburg hätten die Beamten etwa 570 Demonstranten gezählt.

Die Flensburger Polizei habe eine Demonstration mit etwa 450 Teilnehmern gemeldet, die durch die Innenstadt gezogen sei. Zudem habe es eine nicht genehmigte Versammlung von rund 400 Gegnern der Corona-Politik am Zentralen Omnibusbahnhof gegeben.

Auch in Bayern wieder Proteste gegen Corona-Politik

Polizei berichtet von friedlichen Demonstrationen.

In Augsburg haben sich gestern Abend nach Polizeiangaben bis zu 3000 Demonstranten versammelt, meldet zeit.de. Nach Berichten der Beamten sei es zu keinen Störungen gekommen. In Regensburg hätten am Samstagnachmittag in der 2500 Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. In Fürth hätten sich rund 1900 Menschen versammelt, die sich beispielsweise gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen hätten. Etwa 1000 Menschen hätten am Samstag in München nach Polizeiangaben friedlich gegen die Corona-Politik demonstriert.  

Proteste gegen Corona-Politik auch in Niedersachsen

Auch in mehreren Städten Niedersachsens hat es am Samstag erneut Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegeben, meldet zeit.de. In Osnabrück hätten sich nach Schätzung der Polizei rund 1500 Menschen zu einer Demonstration versammelt.  

Ebenfalls angemeldete Demonstrationen in Lüneburg und Uelzen gegen die Corona-Politik seien nach Polizeiangaben friedlich verlaufen.

0,5157 Prozent der Einwohner Corona-positiv getestet

… bundesweit innerhalb der letzten sieben Tage.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI aktuell mit 515,7 bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an, meldet u.a. welt.de. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum 0,5157 Prozent der Einwohner positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Am Vortag habe der Wert noch bei 497,1  (0,4971 Prozent) gelegen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patienten mit einem positiven Corona-Testergebnis je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen habe das RKI zuletzt mit 3,09 angegeben, es betraf also 0,00309 Prozent der Menschen in Deutschland. Der bisherige Höchstwert habe um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15,5 gelegen. Im Rückblick auf diese Periode des Corona-Ausnahmezustands wurde offiziell bilanziert, dass es zu keiner Zeit eine allgemeine – also Einzelfälle ausgenommen – Überfüllung der Intensivstationen gegeben habe. Allerdings sind im Verlauf des Jahres 2021 Intensivbetten abgebaut worden.

Taliban schließen fast 3.000 Mitglieder aus

Als Gründe werden Korruption und Verbindungen zum Islamischen Staat (IS) genannt.

Die Taliban sollen rund 3.000 ihrer Mitglieder wegen missbräuchlicher Aktivitäten ausgeschlossen haben, meldet orf.at. „Sie wurden im Rahmen dieses Prüfverfahrens ausgeschlossen, damit wir in Zukunft eine unbelastete Armee und Polizeibehörde aufbauen können“, habe der Leiter des zuständigen Gremiums, Latifullah Hakimi, erklärt. Den 2.840 Mitgliedern aus insgesamt 14 Provinzen Afghanistans würden demnach unter anderem Korruption und Drogenhandel vorgeworfen. „Sie mischten sich in das Privatleben der Menschen ein. Einige hatten auch Verbindungen zu Daesh“, also zum Islamischen Staat (IS) habe Hakimi erklärt.

Russland: Acht Mitglieder der Hackergruppe Revil verhaftet

Untersuchungshaft nach Geheimdienst-Razzia am Freitag.

Nach der Zerschlagung der berüchtigten Hackergruppe Revil sind acht ihrer Mitglieder in Russland in Untersuchungshaft genommen worden, meldet kleinezeitung.at. Ein Gericht in Moskau habe am Samstag angeordnet, dass sie vorerst bis Mitte März inhaftiert bleiben sollten. Ihnen würden bis zu sieben Jahre Haft drohen. Revil habe unter anderem hinter einem spektakulären und folgenschweren Ransomware-Angriff auf die US-Softwarefirma Kaseya im vergangenen Jahr gestanden.

Die russischen Ermittler waren - wie bereits gemeldet - auf Bitten der USA gegen die Hackergruppe vorgegangen. Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hätte am Freitag nach eigenen Angaben Durchsuchungen an 25 Orten in fünf russischen Regionen vorgenommen, die sich gegen 14 Verdächtige richteten. Bei den Razzien seien laut FSB Vermögen in Höhe von umgerechnet 4,8 Mio. Euro sowie 20 Luxus-Autos beschlagnahmt worden.

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