News-Redaktion / 05.12.2021 / 09:00 / Foto: cartese / 0 / Seite ausdrucken

Die Morgenlage am Sonntag

Ein Blick in die Nachrichten der letzten Stunden.

31 Tote bei Angriff auf Zivilisten in Mali

Täter sind mutmaßlich islamistische Kämpfer.

Mutmaßliche Dschihadisten haben in Mali mindestens 31 Zivilisten getötet und viele weitere verletzt, meldet dw.com. Wie die Behörden erst jetzt mitgeteilt hätten, sei am Freitag ein mit zahlreichen Menschen besetzter Lastwagen in der zentral gelegenen Region Mopti attackiert worden. Bewaffnete hätten auf die Passagiere geschossen und das Fahrzeug in Brand gesetzt. Nach Angaben eines Kommunalpolitikers seien unter den Toten auch Kinder. Die Opfer seien unterwegs zu einem Markt in der Stadt Bandiagara gewesen, als sie nahe der Ortschaft Songho angegriffen wurden.

Bisher habe sich noch niemand zu der Bluttat bekannt, aber in der Vergangenheit hatten islamistische Terrorgruppen in der Region ähnliche Angriffe verübt. Die Region Mopti sei im Jahr 2012 Ausgangspunkt islamistischer Aufstände gewesen, die sich auch auf die Nachbarländer Burkina Faso und Niger ausgeweitet hätten.

Westen „besorgt“ über Massenexekutionen in Afghanistan

Gemeinsame Erklärung von USA, EU, Großbritannien, Japan und Australien.

Die USA und weitere Staaten haben sich besorgt über Berichte von Menschenrechtsorganisationen über Massenhinrichtungen von ehemaligen afghanischen Sicherheitskräften durch die Taliban gezeigt, meldet orf.at. „Wir sind zutiefst besorgt über die von Human Rights Watch und anderen dokumentierten Berichte“, habe es in einer Erklärung der USA, der EU, Australiens, Großbritanniens, Japans und weiterer Verbündeter geheißen.

Die Unterzeichnerstaaten der Erklärung hätten den Islamisten vorgeworfen, ihr Handeln stehe im „Widerspruch“ zu der Zusage einer Amnestie für ehemalige Sicherheitskräfte. Es handle sich um „schwere Menschenrechtsverletzungen“. Zu Beginn der Woche habe die Organisation Human Rights Watch einen Bericht veröffentlicht, der die Hinrichtung oder das gewaltsame Verschwindenlassen von 47 ehemaligen Mitgliedern der afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) und weiteren Sicherheitsbeamten, die sich den Islamisten ergeben hatten oder von ihnen festgenommen worden waren, dokumentiere.

Zwei Tage nach ihrem Einmarsch in der afghanischen Hauptstadt Kabul im August und ihrer Machtübernahme im Land hätten die Taliban eine allgemeine Amnestie verkündet. „Jeder“ sei begnadigt, habe Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid damals bei einer Pressekonferenz in Kabul gesagt.

Iran: Explosion am Himmel über Atomanlage Natan

Angeblich Test der eigenen Raketenabwehr

Die Bevölkerung einer Stadt in der Nähe der iranischen Atomanlage Natans ist am Abend von einer Explosion am Himmel aufgeschreckt worden, meldet orf.at. Einwohner der 20 Kilometer von der Atomanlage Natans entfernten Stadt Badrud hätten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna von einem lauten Knall und einem Aufleuchten am Himmel berichtet. Wenig später habe das iranische Militär Entwarnung gegeben und betont, es hätte sich um einen Test des eigenen Raketenabwehrsystems gehandelt.

Der Iran habe damit Spekulationen in Sozialen Netzwerken über eine Explosion in der Atomanlage Natans zurückgewiesen. In Natans werden bekanntlich neue iranische Zentrifugen zur Urananreicherung hergestellt. Die Anlage sei mehrfach Ort von Angriffen gewesen

0,4392 Prozent der Einwohner Corona-positiv getestet

…bundesweit innerhalb der letzten sieben Tage.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit 439,2 bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an, meldet swp.de. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum 0,4392 Prozent der Einwohner positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Am Vortag habe der Wert noch bei 442,7  (0,4427 Prozent) gelegen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patienten mit einem positiven Corona-Testergebnis je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen habe das RKI zuletzt mit 5,47 angegeben, es betraf also 0,00547 Prozent der Menschen in Deutschland. Der bisherige Höchstwert habe um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15,5 gelegen. Im Rückblick auf diese Periode des Corona-Ausnahmezustands wurde offiziell bilanziert, dass es zu keiner Zeit eine allgemeine – also Einzelfälle ausgenommen - Überfüllung der Intensivstationen gegeben habe. Allerdings sind im Verlauf des Jahres 2021 Intensivbetten abgebaut worden.

42.000 demonstrierten gegen Corona-Politik in Wien

Demonstration gegen die Regierungskritiker in Sachen Corona kam auf 1.500 Teilnehmer.

Regen Zulauf hat es Samstag zu diversen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Wien gegeben, meldet kleinezeitung.at. Insgesamt seien rund 42.000 Kritiker der grundrechtseinschränkenden Corona-Politik auf der Ringstraße zur Abschlusskundgebung am Ballhausplatz erschienen, habe die Polizei am Abend mitgeteilt. Zwei Beamte seien verletzt worden, nachdem sie von Demonstrations-Teilnehmern mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen worden waren. Es habe vorläufig fünf Festnahmen gegeben. Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt. Zu einer Gegendemonstration hätten sich rund 1.500 Teilnehmer versammelt.

Proteste gegen Corona-Politik in Deutschland

Demonstrationen in Hamburg, Berlin, Potsdam, Hannover, Frankfurt am Main und Trier.

Tausende Menschen haben am Samstag in verschiedenen Städten gegen die Corona-Regeln demonstriert, meldet zeit.de. Allein in Hamburg seien etwa 5000 Kritiker der Corona-Politik der Regierung auf die Straße gegangen, wie eine Polizeisprecherin gesagt hätte. Angemeldet gewesen sei eine Teilnehmerzahl von 2000. Die seit Wochen jeden Samstag stattfindende Demonstration sei friedlich verlaufen, allerdings hätte es Schwierigkeiten mit dem Abstandhalten gegeben. Proteste habe es unter anderem auch in Berlin, Potsdam, Hannover, Frankfurt am Main und Trier gegeben.

Im Berliner Bezirk Friedrichshain habe trotz eines Verbots nach Polizeiangaben eine dreistellige Zahl Menschen demonstriert. Es habe mehrere Festnahmen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln und Widerstands gegen die Beamten gegeben. Eine ursprünglich angemeldete Demonstration mit 1000 Teilnehmern war am Freitag verboten worden. Grund seien nach Polizeiangaben frühere Erkenntnisse gewesen, dass die Teilnehmer regelmäßig die Corona-Regeln ignoriert hätten.

In Frankfurt habe die Polizei zwei Demonstrationen nach angeblich erheblichen Verstößen gegen die Versammlungsauflagen aufgelöst. Die Teilnehmer hätten die Abstandsregeln missachtet und keine Masken getragen, habe die Polizei via Twitter berichtet. Es hätten sich jeweils ungefähr 500 Kritiker der Corona-Politik versammelt.

Aus Trier habe die Polizei von einer aufgeheizten Stimmung unter den insgesamt rund 400 Teilnehmern einer Demonstration und einer Gegenveranstaltung berichtet. In Potsdam habe an einer Demonstration seiner Partei gegen die Corona-Maßnahmen auch AfD-Chef Tino Chrupalla teilgenommen. Dabei habe Chrupalla die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping verurteilt. «Friedlicher Protest gegen einen Impfzwang ist ein Grundrecht. Der Schutz der Privatsphäre auch!», habe der aus Sachsen stammende Parteichef erklärt. «Der Fackelmarsch vor dem Haus von Petra Koepping ist unbedingt zu verurteilen.»

Corona-Demonstranten stürmen Weihnachtsmarkt in Luxemburg

Protest gegen die Ausgrenzung Ungeimpfter.

In Luxemburg stürmten Corona-Demonstranten einen Weihnachtsmarkt, weil dort nur Geimpfte, Genesene oder Getestete Zutritt hatten, meldet bild.de. In sozialen Netzwerken hätten sich Videos von Menschenmassen verbreitet, die Absperrgitter vor einem Zelt zur Seite warfen, wo eigentlich der Impf- oder Teststatus überprüft werden sollte, wie die „Luxembourg Times“ berichtet habe.

Etwa 2000 Menschen hätten gegen die verschärften Maßnahmen der Regierung demonstriert, das soziale Leben für Ungeimpfte einzuschränken, wie die Polizei mitgeteilt habe. Der Protest sei eskaliert - einen Tag, nachdem die luxemburgische Regierung angekündigt habe, Maßnahmen einzuführen, die tägliche negative Tests von Arbeitnehmern vorschreiben, die Impfungen ablehnten.

Corona-Proteste in mehreren Thüringer Städten

Trotz Corona-Versammlungsbeschränkung auf 35 Teilnehmer.

An Corona-Protestaktionen haben sich in mehreren Thüringer Städten Tausende Menschen beteiligt, meldet u.a. stern.de. Allein in Greiz in Ostthüringen seien am Samstagabend nach ersten Schätzungen etwa 800 Menschen zusammen, die sich zu einem Aufzug formierten, habe ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt erklärt.

An Corona-Protestaktionen haben sich in mehreren Thüringer Städten nach Polizeiangaben weit über 1000 Menschen beteiligt. Allein in Greiz in Ostthüringen kamen am Samstagabend nach ersten Schätzungen etwa 800 Menschen zusammen, die sich zu einem Aufzug formierten, habe ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt erklärt. Die Morgennachrichten bei mdr.de sprechen von 1.500 Teilnehmern. In Eisenach hätten, nach MDR-Angaben, 500 Demonstranten gegen die Corona-Politik protestiert, in Bad Liebenstein und Kahla hätten jeweils 250 Menschen demonstriert.  Weitere Protestaktionen habe es unter anderem in Rudolstadt und Sondershausen gegeben. Nach der Corona-Verordnung dürften sich an einer Stelle im Freien nur 35 Menschen versammeln.

Neuer Spitzen-Job für Andrea Nahles

Kein Ministeramt aber vielleicht Chefin der Bundesagentur für Arbeit.

Ex-SPD-Chefin Andrea Nahles soll für die Regierung von Bald-Kanzler Olaf Scholz eine wichtige Rolle spielen, meldet bild.de. Trotz entsprechender Gerüchte werde Nahles nicht Ministerin. Ein führendes SPD-Mitglied habe BILD am SONNTAG gesagt: „Andrea Nahles hat signalisiert, dass sie jetzt nicht als Ministerin in die Politik zurückkehren will.“ Nahles solle stattdessen neue Chefin der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden. Dienstantritt wäre spätestens der 1. April. Dann laufe der Vertrag von Amtsinhaber Detlef Scheele (SPD) aus, der nicht weitermachen wolle. Das Amt (geschätztes Gehalt 270 000 Euro, knapp 100 000 Mitarbeiter) gelte als einer der Top-Jobs, die die Regierung zu vergeben habe.

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