News-Redaktion / 13.11.2021 / 08:51 / Foto: cartese / 0 / Seite ausdrucken

Die Morgenlage am Samstag

Ein Blick in die Nachrichten der letzten Stunden.

Griechenland erhöht Alarmbereitschaft an türkischer Grenze

Von Erdogan gesteuerten Migranten-Ansturm wie 2020 befürchtet?

Der griechische Generalstab (GEETHA) hat am Freitag bei einer außerordentlichen Sitzung eine erhöhte Alarmbereitschaft für die See- und Landesgrenzen zur Türkei beschlossen, meldet spiegel.de. Das habe die Tageszeitung »Kathimerini« berichtet. Anlass sei eine indirekte Drohung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan am Vortrag gewesen. »Ich wüsste nicht, was Griechenland tun würde, wenn wir die Tore öffnen würden«, habe er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mit Blick auf die Migrationsproblematik gesagt.

Der griechische Generalstab habe die verstärkte Überwachung der Grenzen sowie sofortige Meldungen von Vorfällen beschlossen, die auf eine Zunahme illegaler Migration schließen ließen. Im Februar 2020 hatte Erdoğan einseitig die türkische Grenze entlang des Flusses Evros zum Nordosten Griechenlands für geöffnet erklärt, und Tausende Migranten auf den Weg in die EU geschickt. Griechische Sicherheitskräfte hatten damals die meisten Übertritte verhindert.

Russische Armee sammelt sich an ukrainischer Grenze

USA registrierten "ungewöhnliche Aktivitäten der russischen Armee".

Die USA haben am Freitag "ungewöhnliche Aktivitäten der russischen Armee" an der Grenze zur Ukraine registriert, meldet tag24.de. Die Nato-Partner seien bereits in Kenntnis gesetzt worden. 

Satellitenbilder würden riesige Formationen von Raketen, Artillerie und Panzerwaffen zeigen, berichte der Mirror. Die Truppen seien demnach in Militärlagern nahe der strategisch wichtigen Städte Jelnja, Brjansk und Kursk gesichtet worden. Am kommenden Dienstag wollen die Außen- und Verteidigungsminister der Europäischen Union laut RND über die angespannte Lage beraten. Russland habe seine militärischen Kapazitäten in den letzten Jahren massiv ausgebaut.

Russische Bomber über der Nordsee abgefangen

Eindringen in NATO-Luftraum "kommt von Zeit zu Zeit vor".

Belgische Kampfjets haben am Freitag zwei russische Bomber über der Nordsee abgefangen, meldet faz.net. Die beiden Maschinen vom Typ Tupolew Tu-160 seien ohne Benachrichtigung in den NATO-Luftraum eingedrungen, für dessen Überwachung die Niederlande zuständig sei, habe das niederländische Verteidigungsministerium am Abend mitgeteilt. Die belgischen F-16-Maschinen hätten die russischen Flugzeuge daraufhin in eine von Großbritannien betreute Zone eskortiert, wo Jets der Royal Air Force die Überwachung übernommen hätten.

„Es kommt von Zeit zu Zeit vor, dass russische Flugzeuge in den NATO-Luftraum eindringen, ohne sich zu identifizieren“, habe das niederländische Verteidigungsministerium dazu erklärt. Die Beziehungen zwischen Russland und den Niederlanden seien vor allem durch den Abschuss des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine im Jahr 2014 belastet. Die meisten der 298 Todesopfer seien Niederländer gewesen.

0,2774 Prozent der Einwohner Corona-positiv getestet

…bundesweit innerhalb der letzten sieben Tage.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit 277,4 bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an, meldet faz.net. Das bedeute, dass in diesem Zeitraum 0,2774 Prozent der Einwohner positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Am Vortag habe der Wert noch bei 263,7 (0,2637 Prozent) gelegen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patienten mit einem positiven Corona-Testergebnis je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen habe das RKI am Freitag mit 4,70 angegeben (Donnerstag: 4,65), es betraf also 0,0047 Prozent der Menschen in Deutschland. Einen offiziellen bundesweiten Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen sei, gebe es nicht. Der bisherige Höchstwert habe um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15,5 gelegen. Im Rückblick auf diese Periode des Corona-Ausnahmezustands wurde offiziell bilanziert, dass es zu keiner Zeit eine allgemeine – also Einzelfälle ausgenommen - Überfüllung der Intensivstationen gegeben habe.

Niederlande verhängen erneut Corona-Maßnahmen

Vor allem Geschäfte und Veranstaltungen betroffen.

In den Niederlanden verhängt die Regierung unter Verweis auf das Corona-Virus wieder weitreichende Einschränkungen, meldet deutschlandfunk.de. Ministerpräsident Rutte habe in Den Haag gesagt, die Kontakte im Land müssten sofort und für die Dauer von zunächst drei Wochen stark verringert werden. Ab morgen gelte in den Niederlanden überall 1,5 Meter Abstand – innen wie außen. Geschäfte müssten spätestens um 18 Uhr schließen, außer Läden mit lebensnotwendiger Ware. Zudem würden Veranstaltungen eingeschränkt und Zuschauerzahlen begrenzt. Rutte habe darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen nicht automatisch nach drei Wochen enden, sondern zu diesem Zeitpunkt erneut überprüft und gegebenenfalls verlängert würden.

Österreichs Kanzler kündigt Lockdown für Ungeimpfte an

Auch Impfpflicht für Gesundheitsberufe geplant.

Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionen plant Österreich einen landesweiten Lockdown für Ungeimpfte, meldet deutschlandfunk.de. Das habe Bundeskanzler Schallenberg in Wien angekündigt. Ungeimpfte dürften dann nur noch ihre Wohnung verlassen, um etwa ihre täglichen Bedürfnisse zu decken und zur Arbeit zu gehen. Geplant sei außerdem eine Impfpflicht für Gesundheitsberufe. Die entsprechenden Entscheidungen sollten am Sonntag getroffen werden, habe Schallenberg gesagt. Es sei angesichts der Situation nicht mehr vernünftig, noch abzuwarten. Es sei den Geimpften nicht zuzumuten in einen Lockdown für alle zu gehen, habe er die Einschränkungen für Nicht-Geimpfte begründet.

Bahnfahr-Verbot für Ungeimpfte in Russland

Bis zum 1. Februar gilt auch noch ein negativer PCR-Test.

Die russische Regierung will künftig nur noch Geimpfte und Genesene in Flugzeuge und Fernzüge lassen, meldet n-tv.de. Entsprechende Gesetzentwürfe seien ins Parlament eingebracht worden, habe die Regierung des flächenmäßig größten Landes der Erde mitgeteilt. Die Menschen müssten dann auch für Besuche in Restaurants, Kultureinrichtungen und zahlreichen Geschäften stets nachweisen, dass sie geimpft oder genesen seien oder sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen könnten. Bis zum 1. Februar solle anstelle eines Impfnachweises auch noch ein negatives PCR-Testergebnis ausreichen. Es handele sich um "eine Notfallmaßnahme angesichts der schwierigen Situation mit dem Coronavirus", habe die Regierung mitgeteilt.

US-Journalist in Burma zu elf Jahren Haft verurteilt

Zusätzliche Anklage bedroht ihn mit lebenslanger Haft.

Ein in Burma (Myanmar) festgenommener amerikanischer Journalist ist von einem Militärgericht zu elf Jahren Haft verurteilt worden, meldet kleinezeitung.at. Bei dem Urteil vom Freitag gehe es um drei Anklagepunkte, darunter „Anstiftung zum Aufruhr“, wie der Arbeitgeber des verurteilten Danny Fenster am Freitag mitgeteilt hätte. Vor wenigen Tagen habe die Justiz in Burma zusätzlich Anklage in zwei weiteren Punkten - Terrorismus und Aufruhr - gegen den 37-Jährigen erhoben. Dafür drohe ihm laut seines Anwalts eine lebenslange Haftstrafe. Die Militärjunta in Burma geht seit dem Putsch von Anfang Februar hart gegen alle kritischen Stimmen vor.

Der seit fünfeinhalb Monaten inhaftierte Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins "Frontier Myanmar", war Ende Mai unmittelbar vor dem Abflug in die USA am Flughafen von Rangun (Yangon) festgenommen worden. Er sitze seither in dem für seine Foltermethoden berüchtigten Insein-Gefängnis. Die US-Regierung habe das Verfahren als "ungerechte Verurteilung einer unschuldigen Person" bewertet. Die USA würden sich deshalb weiter für seine sofortige Freilassung einsetzen, habe der Sprecher des Außenministeriums in Washington, Ned Price, erklärt.

Nach Angaben des Büros der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, seien 126 Journalisten seit dem 1. Februar festgenommen worden. 47 seien noch in Haft. Dutzende weitere würden sich verstecken, weil es gegen sie Haftbefehle gebe.

Gänse-Knappheit zu Weihnachten

Drastische Preissteigerungen und Versorgungslücken.

Wie die WELT AM SONNTAG berichtet, sehen Zuchtbetriebe und Supermärkte schon jetzt Probleme, die absehbare Nachfrage an Weihnachtsgänsen zu bedienen, meldet welt.de. „Der Markt für Wassergeflügel ist zu Weihnachten wohl leergefegt“, habe Marluis Gentgen von der Marktbeobachtungsfirma MEG der Zeitung gesagt. „Jetzt balgen sich die Restaurants um die wenigen Gänse“, habe die Kölner Gastromanagerin Laura Bechtold erklärt. Ein nicht namentlich genannter Einkäufer einer großen Supermarktkette habe gesagt, dass vor allem frische Gänse knapp seien. Etwas besser sehe die Lage bei Tiefkühlware aus. In jedem Fall müstsen sich die Kunden nach Einschätzung von Experten auf deutlich höhere Preise einstellen.

Für Gänse aus Deutschland müssten mindestens 20 Prozent mehr gezahlt werden, habe Mechthild Cloppenburg, Marktexpertin Fleischwirtschaft bei der Bonner Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) gesagt. Importiertes Gänsefleisch würde demnach teilweise sogar 40 Prozent mehr kosten als vor einem Jahr. Grund seien laut dem Bericht neben den Verwerfungen durch den Corona-Ausnahmezustand die Folgen einer verheerenden Vogelgrippe und von Corona. Davon seien Deutschlands Züchter und die Konkurrenz in den wichtigsten Lieferantenländern, Polen und Ungarn, gleichermaßen betroffen.

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