Stefan Frank: Wie sind Sie persönlich darauf gekommen, dass es sich um einen Laborunfall handeln könnte?
Valentin Bruttel: Anfangs vertraute auch ich großen Zeitschriften und dem offiziellen Narrativ, obwohl die Argumente extrem schwach waren. Dann las ich einen Artikel von Yuri Deigin, der beleuchtete, welche Gain-of-Function-Experimente am Wuhan Institute of Virology (WIV) oder bei Kooperationspartnern durchgeführt wurden – und wie diese zum Beispiel die Furinspaltstelle, das ungewöhnlich gut an den Menschen angepasste Stachelprotein sowie den Ausbruchsort Wuhan erklären würden.
Ich fragte mich dann, wie Virologen am WIV und anderswo synthetische Viren herstellen und ob das Spuren im Genom hinterlassen müsste. Ich hatte mich vorher nie damit beschäftigt, aber weil wir dieselben Genscheren und Gentechniken im Labor zur Herstellung harmloser biologischer Medikamente verwenden, war leicht zu verstehen, wie Virologen sie für Viren nutzen. Das Muster der Erkennungssequenzen von zwei Genscheren, die am WIV 2017 verwendet worden waren, entsprach genau dem synthetischer Viren.
Dann tauchte der DEFUSE-Antrag auf: Er passte exakt zu den Schnittstellen und erklärte, warum die Erkennungssequenzen im Genom belassen wurden und warum zwei verschiedene Genscheren verwendet worden waren – um Varianten von Furinspaltstellen und Rezeptorbindedomänen testen zu können. Ich versuchte, Virologen zu alarmieren, auch Herrn Drosten, aber es wurde nur abgewiegelt.
Erst mit Hilfe zweier US-Kollegen, die das ebenfalls beobachtet hatten und sich mit statistischen Analysen und Modellierungen auskannten, wurde daraus ein Manuskript. Unser brisantestes Ergebnis: Die Erkennungssequenzen dieser Genscheren enthielten deutlich mehr „stille Mutationen“ als der Rest des Genoms. Das ist bei einem Laborvirus, das auf DNA-Ebene zusammengebaut wird, zu erwarten: Mutationen werden hier gezielt eingefügt, um unnötige Klebestellen zu entfernen oder neue einzubauen. In der Natur kommen RNA-Viren aber nie mit diesen DNA-Genscheren in Kontakt; und selbst wenn, hätten sie keinen Effekt auf das RNA-Genom.
Damit gab es plötzlich einen Beweis, diese Mutationsrate war über eine Million mal wahrscheinlicher das Produkt gezielter Manipulation als das von zufälliger Evolution, ein natürlicher Ursprung damit wissenschaftlich gesehen widerlegt. Wir hatten so etwas wie einen Fingerabdruck für einen Laborursprung im Genom von SARS-CoV-2 entdeckt.
SF: Was passierte dann?
VB: Nach Veröffentlichung unseres Preprints gab es zunächst viel öffentliches Interesse. Wir erklärten so gut wie möglich, was wir gefunden hatten, und dass Fehler unsererseits noch nicht völlig auszuschließen sind – wir suchten die wissenschaftliche Debatte. Diese fand aber nie statt. Stattdessen kamen Beleidigungen von Virologen wie Andersen oder Kekulé.
Und die Professoren Dölken, Kurzai und Erhard des Universitätsklinikums Würzburg verfassten eine angeblich „wissenschaftliche Stellungnahme“, die ich für eine bewusste Täuschung der Öffentlichkeit halte. Ich verstehe, dass es hier Lesern schwerfällt zu glauben, dass so viele Wissenschaftler die Öffentlichkeit wahrscheinlich bewusst täuschen, historisch ist das leider nicht neu.
SF: Können Sie ein Beispiel nennen?
VB: Als Ignaz Semmelweis im 19. Jahrhundert nachwies, dass mangelnde Hygiene von Ärzten für den Tod unzähliger Wöchnerinnen verantwortlich war, wurde er von Kollegen – darunter auch ein Würzburger Professor – öffentlich angegriffen und als verrückt diffamiert. Er wurde in eine psychiatrische Anstalt gelockt, dort verletzt und starb unter ungeklärten Umständen an einer Blutvergiftung.
SF: Wo sehen Sie Anzeichen für bewusste Täuschung?
VB: Man kann heute auch als Laie einfach erkennen, dass die Stellungnahme unehrlich war. Etwa ein Jahr nach unserem Preprint wurde ein Entwurf eines Forschungsantrags freigeklagt, an dem Peter Daszak (damaliger Leiter der EcoHealth Alliance, die US-Fördergelder an das chinesische Wuhan Institute of Virology verteilt hatte, Anm. d. Red.) und Shi Zhengli (Leiterin eines Zentrums am Wuhan Institute of Virology, bekannt für Gain-of-Function-Forschung an Fledermauscoronaviren, Anm. d. Red.) beteiligt waren; darin wurden eine der von uns postulierten Genscheren und genau die von uns postulierte Anzahl an DNA-Bausteinen genannt. Anfang 2025 wurde in den USA außerdem eine 2020 erstellte Analyse des US-Militärgeheimdienstes freigeklagt. Auch sie enthielt einen „Bauplan“ mit eingezeichneten Schnittstellen der Genscheren im SARS-CoV-2-Genom, komplett identisch zu dem, den wir 2022 veröffentlicht hatten. Warum sollten Mitarbeiter des US-Geheimdienstes in einem geheimen Dokument ihre Vorgesetzten belügen?
Und wer es wissenschaftlicher angehen will, kann einfach prüfen, wie unser eindeutigstes, statistisch signifikantestes Ergebnis – die erhöhte Mutationsrate in den „Klebestellen“ – in der Stellungnahme diskutiert wird: Es wurde komplett weggelassen. Dass drei Professoren dieses klarste Ergebnis nur versehentlich übersehen haben, ist schwer vorstellbar. Und trotz wiederholter Nachfragen unsererseits wurden auch die unterstellten statistischen Fehler nie erklärt oder belegt; wir wissen bis heute größtenteils nicht, was wir angeblich falsch gemacht haben sollen.
Ich wies Herrn Dölken sofort auf Fehler und Auslassungen hin; es gab weder Korrekturen noch Belege. Meine Anfrage, ob ich meine Perspektive erläutern dürfe, wurde von der Pressestelle abgelehnt. Zuvor hatte mir Herr Dölken allerdings eine E-Mail von Herrn Erhard weitergeleitet, aus der hervorgeht, dass den Gutachtern bewusst war, dass sie gar nicht beurteilen können, ob ihre Nachanalysen korrekt sind.
„Hochrangigste deutsche Wissenschaftler wussten von Anfang an, dass es ein Laborvirus war“
SF: Es gab dann eine Art Medienkampagne gegen Sie.
VB: Ja: Vage Unterstellungen und saftige Beleidigungen waren für die Presse ein gefundenes Fressen, weil sie von Professoren kamen. Solche Artikel, meist mit meinem Namen, erschienen in fast allen großen deutschen Zeitungen, sogar im Ausland. Das hatte Konsequenzen: Wir verschoben die geplante Firmengründung; Investoren sprangen ab; die Interaktion mit einem Industriepartner änderte sich. Ich verlor meinen Job nicht, aber Förderanträge wurden nicht mehr bewilligt, und ich musste zeitweise in Teilzeit arbeiten, weil die finanzielle Situation für mein Team schwierig wurde. Ein direkter Zusammenhang ist nur schwer nachweisbar.
Für mich geht es dabei „nur“ um Geld und Prestige. Schlimmer sind aus meiner Sicht die Konsequenzen für Patienten: Die Entwicklung unserer innovativen Medikamente für schwere Erkrankungen wurde verzögert. Besonders traurig ist, dass sie auch für Post-COVID-Patienten angepasst werden könnten und gegebenenfalls vielen helfen würden. Es gibt wieder eine gewisse Analogie zu Semmelweis: die wirklich Leidtragenden der Rufschädigung sind am Ende die Patienten – hier auch, weil Vertuschung effektive Gegenmaßnahmen erschwert und es auch nach 2019 wieder tödliche Laborunfälle gab.
SF: Haben Uni-Gremien Sie unterstützt?
VB: Von einigen Kollegen gab es aufmunternde Worte, aber nicht von offiziellen Gremien – im Gegenteil. Ich wurde eher diskriminiert: Ich durfte unser Startup — das Innovationspreise erhalten hatte — nicht auf einer Veranstaltung für gründungsinteressierte Studenten vorstellen.
Später, nachdem in den USA der Geheimdienstbericht und der Forschungsantrag geleakt worden waren, die unseren Preprint quasi im Detail bestätigten, fasste ich die gravierendsten fachlichen Fehler und Auslassungen der angeblich wissenschaftlichen Stellungnahme sowie die massiven Verstöße der Stellungnahme gegen die Richtlinien für gutes wissenschaftliches Arbeiten der Universität zusammen und schickte das – nach Rücksprache mit dem Präsidenten der Universität – an die Ombudsstelle für wissenschaftliches Fehlverhalten. Die Antwort lautete, es sei kein Fehlverhalten erkennbar, ein Verfahren sei wahrscheinlich aussichtslos. Das war kein Einzelfall: Beschwerden bei Meldestellen für falsche Berichterstattung oder Hilfegesuche zum Beispiel bei HateAid blieben unbeantwortet.
SF: Ist es naiv zu glauben, dass Akademiker, die diese Pandemie verursacht haben, ihr Versagen ohne äußere Zwänge objektiv aufarbeiten?
VB: Wir sollten wohl generell aufhören, Berufsgruppen pauschal zu idealisieren. Bei Kirche/Kindesmissbrauch, Banken/CumEx oder VW lagen über Jahrzehnte Belege vor, und dennoch wurde so lange wie möglich getäuscht, vertuscht und gelogen – und weiter Menschen geschädigt. In all diesen Fällen hatte das für Täter kaum Konsequenzen. Mein Eindruck ist, Führungspersönlichkeiten der akademischen Welt sind nicht integrer.
Aus zweiter Hand habe ich gehört, dass hochrangigste deutsche Wissenschaftler von Anfang an wussten, dass es ein Laborvirus war, das aber vertuschen wollten, um den Ruf der Wissenschaft nicht zu schädigen. Oder suchen Sie mal einen deutschsprachigen Virologen, der damals öffentlich kritisierte, dass Daszak trotz klar dokumentierter Zusammenarbeit mit dem Wuhan Institute of Virology Leiter der WHO-Ursprungs-Kommission wurde.
SF: Auch bei der Veröffentlichung Ihres Preprints stießen Sie auf eine Wand.
VB: Ja. Große Zeitschriften ließen ihn nicht begutachten; dann wurde er abgelehnt, weil das Thema angeblich nicht von öffentlichem Interesse sei. Als wir mit Michael Eisen einen Chefredakteur fanden, der der Begutachtung zustimmte, wurde er später gefeuert und schrieb sinngemäß auf Twitter, dass er auch entlassen worden wäre, hätte er unseren Artikel veröffentlicht. Der neue Chefredakteur schrieb, man könne keine geeigneten Gutachter finden – aus meiner Sicht war das wieder eine Ausrede, weil uns später zumindest ein ausführliches Gutachten zugespielt wurde, das eine Veröffentlichung nach Überarbeitung empfahl.
Auch in den USA konnte man diese Unehrlichkeit beobachten: Der Chefredakteur von Science spottet auf Twitter, ein Laborursprung sei so unplausibel wie eine schlechte Actionserienfolge; unter Eid rudert er zurück und nennt es einen Scherz. In Fachzeitschriften wird der Laborursprung als Verschwörungstheorie verurteilt; unter Eid wird relativiert, das sei nicht so gemeint gewesen. Wir sehen das auch bei den Epstein-Files, in denen auch einer der Proximal-Origin-Autoren auftaucht: Aussagen ohne Eid sind wertlos.
Ich fragte einmal Herrn Drosten nach einem Vortrag, ob er bereit wäre, öffentlich über den Laborursprung zu diskutieren. Obwohl wir zuvor klare Belege für einen solchen per E-Mail diskutiert hatten, sagte er ohne Zögern, ohne mit der Wimper zu zucken, dass eine Diskussion sinnlos sei, da es keinerlei Hinweise auf Laborursprung gebe.
Wenn wir erfahren wollen, was hier wirklich über die Ursache für den Tod von 20 Millionen Menschen gedacht wurde, müssen wir E-Mails freiklagen oder Tatbeteiligte unter Eid befragen. Wenn wir das nicht tun, werden wir weiter belogen, Laborunfälle werden vertuscht, und es wird weitere Laborpandemien geben – gegebenenfallls gab es sogar schon wieder eine.
„Die Überschrift war ausgedacht“
SF: Wie meinen Sie, kam es zu diesem Versagen der Presse und öffentlich-rechtlichen Medien?
VB: Ich bin kein Experte für Wissenschaftsjournalismus, aber mein Eindruck ist: Es wird kaum investigativ gearbeitet. Das sieht man an der Geschwindigkeit, mit der Artikel erscheinen. Die Themen sind komplex; echte Einarbeitung würde viel Zeit brauchen. Stattdessen verlassen sich Journalisten auf Zitate; als Messlatte dienen Publikationsliste oder Ruf der Institution. Diese Hofberichterstattung mag bei der Diskussion von Zugvogelrouten reichen, ist aber inadäquat, wenn ein Virologe gefragt wird, ob Virologen für 20 Millionen Tote verantwortlich sind. Zudem gibt es Abhängigkeiten: Wer über Fehlverhalten von Wissenschaftlern berichtet, riskiert, künftig keine Interviews mehr zu bekommen. Hier hätten eher Kriminaljournalisten mal berichten sollen.
Ein gutes Beispiel sind die vielen schlechten Artikel zu angeblichen Zwischenwirten, etwa dem Marderhund. In freier Wildbahn wurde nie ein SARS-CoV-2-infizierter Marderhund gefunden; in Infektionsversuchen wurde eine spätere, ansteckendere Variante genutzt, nicht das Ausgangsvirus; selbst dann war die Virenlast im Marderhund etwa um den Faktor 10.000 niedriger als beim Menschen. Wenn man einen Zwischenwirt ausschließen kann, dann meiner Meinung nach den Marderhund. Trotzdem berichteten 2023 fast alle Zeitungen über „Marderhunddaten“. In der Süddeutschen Zeitung stand im März 2023, „Gen-Daten deuteten darauf hin, dass SARS-CoV-2 von Tieren auf Menschen gewechselt haben könnte“. Ich bat den Journalisten um die Daten – er gab zu, sie nicht zu haben. Die Überschrift war ausgedacht. Später zeigte sich, die Proben mit mehr Marderhund-DNA enthielten besonders wenig SARS-CoV-2-Erbmaterial – die Daten waren also ein Argument gegen den Marderhund. Der Artikel wurde nie korrigiert. Und zum Beispiel Florian Schumann von der Zeit blockierte mich einfach auf Twitter, als ich ihn auf Fehler in der Berichterstattung hinwies.
Ein weiteres Beispiel: Ich gab dem niederländischen Wissenschaftsjournalisten Stan van Pelt ein langes Interview zur Faktenlage. In seinem Artikel ließ er viele klare Hinweise auf Laborursprung aber einfach weg, weil er – wie er schrieb – sich „auch an Virologen wenden wollte“. Neulich berichtete bei Radio Corax ein Journalist, der wohl seit Jahren gute Verbindungen zu Virologen hatte und lockdownkritischere Virologen als Massenmörder bezeichnet hatte. Auch er ließ ca. 80 Prozent der Hinweise, die ich ihm geschickt hatte, einfach weg, und verschwieg zum Beispiel, dass eine als neutral präsentierte Quelle als PRler arbeitete und mit Daszak nach Thailand gereist war. Gleichzeitig verurteilte er, dass ich via Transparenzklage Geschäfts-E-Mails der Stellungnahme-Autoren öffentlich machen wollte.
Wissenschaft kann für manche – mich früher eingeschlossen – eine religionsähnliche Rolle haben. Dann ist es schwer, Daten objektiv zu bewerten, die zeigen dass die „eigene Gemeinde“ für Millionen von Toten verantwortlich ist. Ähnliches Verhalten gab es auch beim Kindesmissbrauch in der Kirche: Gemeinden stellten sich unabhängig von Beweisen hinter charismatische Priester und grenzten ehrliche Gemeindemitarbeiter aus.
SF: ZDF-heute diffamierte 2021 Roland Wiesendanger, unter anderem mit Falschbehauptungen. Fast fünf Jahre später räumt ZDF-heute ein, dass „Lab Leak“ möglich oder wahrscheinlich sei – und zählt die Argumente auf, die Wiesendanger schon 2021 nannte. Gleichzeitig heißt es, die Theorie habe lange als „Verschwörungserzählung“ gegolten, ohne zu erwähnen, dass ZDF-heute das suggerierte.
VB: Faktenchecks im ÖRR sind manchmal katastrophal schlecht: kaum Bewusstsein für Interessenkonflikte, wenig investigative Bereitschaft, und offenbar wird manchmal nicht einmal intern gegengelesen. Ein besonders blamables Beispiel war ein Faktencheck zur Nord-Stream-Sprengung: Ein US-Journalist schrieb sinngemäß, Taucher hätten Hohlladungen platziert („they used divers to plant shaped charges“). ARD-Faktenfinder übersetzten „to plant“ falsch und behaupteten, es gebe keinen Sprengstoff in „Pflanzenform“ („plant shaped“).
Bei Faktenchecks zu mRNA-Impfungen wurde teils nicht in EMA-Zulassungsunterlagen geschaut, aus denen klar hervorgeht, dass bestimmte DNA-Mengen enthalten sein dürfen. Ob das gefährlich ist, ist eine andere Frage – aber recherchiert wurde hier offenbar nicht sauber.
Nach dem Upload unseres Preprints (klar als „Bioengineering“-Preprint gekennzeichnet), der aufgrund von Mustern und Mutationen in den Klebestellen einen Laborursprung quasi bewies, befragte Jan Kröger (MDR) Alexander Kekulé dazu. Für Laien klang dessen Einordnung wahrscheinlich auch sehr überzeugend – aber fast nichts stimmte: Er sprach im Brustton der Überzeugung von einer statt zwei Genscheren, von Anzahl statt Muster, erwähnte unser Hauptergebnis (Mutationsrate) nicht und deutete Dinge, wie zum Beispiel dass die Genscheren RNA schneiden würden oder in wohl menschlichen Zellen vorkämen, an. Wer auch nur einen Punkt nachschlägt, sieht: Er weiß nicht, wovon er spricht.
Für Journalisten ist es sicher nicht immer leicht, sofort zu erkennen, dass ihnen hier einfach nur frei etwas erzählt wird. Aber solche Berichterstattung hat enorme Konsequenzen: Sie kann Karrieren zerstören und – wichtiger – sie verhindert bessere Sicherheitsmaßnahmen, wodurch weitere Unfälle wahrscheinlicher werden. Der MDR hätte die Aussagen einfach nachschlagen oder einen von uns Autoren des Preprints kontaktieren können. Stattdessen wurden unwissenschaftlicher Quatsch, Beleidigungen und Desinformation verbreitet. Oder anders formuliert: Wer Kamtschatka und Kambodscha nicht auseinanderhalten kann, und zu bequem ist Aussagen eines Kommunisten selbst zu überprüfen oder von einem unabhängigen Historiker durchschauen zu lassen, sollte vielleicht nicht über den Völkermord der Roten Khmer berichten.
SF: Ein strukturelles Problem der Öffentlich-Rechtlichen?
VB: Eine nicht-private Nachrichtenquelle halte ich für wichtig, aber die aktuelle ÖRR-Struktur schadet investigativem Journalismus in Deutschland meiner Meinung nach eher als dass sie diesen stärkt. Können Sie sich an eine wirklich investigative ÖRR-Arbeit zum Thema Corona-Ursprung, oder auch zu CumEx erinnern? Stattdessen war der ÖRR beim Corona-Ursprung eine große Quelle mehrheitsmeinungskonformer, aber leicht widerlegbarer Desinformation. Warum auch sollte ein Intendant riskantere investigative Recherchen beauftragen, wenn Dienst nach Vorschrift reicht, um bis zur Rente ein enorm attraktives Gehalt zu bekommen? Zumal sein Job ja auch vom Wohlwollen von Politikern abhängig ist. Gleichzeitig ist der Konsum von Nachrichten beim ÖRR dann kostenlos, was investigativ arbeitenden Zeitungen Einnahmen entzieht. Man könnte das meiner Meinung nach lösen, indem man für reine Unterhaltung keine Zwangsgebühren mehr erhebt, und jeder Bürger selbst entscheiden lässt, welche Nachrichtenquellen er mit einem Pflichtbeitrag — dann vielleicht circa 5 Euro pro Monat — unterstützen will.
Den ersten Teil dieses Interviews lesen Sie hier.
Den dritten Teil dieses Interviews lesen Sie hier
Lesen Sie morgen den dritten Teil dieses Gesprächs: „Es wird auch an wesentlich tödlicheren Viren geforscht.“

Zum Thema Marderhund, Zwischenwirt: War nicht das in Laos gefundene Bat-Virus BANAL-52 dem SARS-CoV-2 bisher am ähnlichsten, und zeigte das (im Labor) nicht stärkere Bindung an hACE2, so dass zumindest vermutet wurde, dass der Ansteckungsweg direkt von Fledermaus zum Menschen erfolgt sein könnte? Z.B. bei Touristen, die eine Fledermaus-Höhle besuchen.
Die Krankheits- und Ansteckungsverstärkende Furin-Spaltstelle könnte dann auch erst im Menschen durch Mutation entstanden sein. Würde auch zu Berichten passen, dass das Virus vereinzelt schon früher irgendwo mal aufgetaucht ist.
Die Idee, nach den Abständen möglicher „Klebestellen“ zu suchen, klingt plausibel. Was mich ein bisschen stört, ist, dass z.B. nicht erklärt wird, wieso in Fig. 3A das Fragment D so klein ist, sprich, das Vorhandensein sehr kleiner Fragmente spricht doch ebenso wie das Vorhandensein sehr großer Fragmente eher für einen natürlichen Ursprung. Auch würde man, das wurde in einer der Stellungnahmen auch angesprochen, künstliche Schnittstellen doch eher an den funktionalen Einheiten ausrichten, z.B. RBD, FCS. Sprachen da praktische Gründe dagegen? Ich hätte mir dazu weitergehende Erklärungen gewünscht.
Das Rumgehacke auf anderen Wissenschaftlern und den Medien mag verständlich sein, aus Enttäuschung, bringt dem Leser aber keinen Gewinn.
@A. Ostrovsky:
Ich verstehe leider Ihre Antwort nicht. Ich habe was nicht? Infiziert (d.h. mit positivem „Test“-Ergebnis) war ich zweimal…wäre der Test nicht gewesen, hätte ich nichts bemerkt. Wegen der Erstinfektion musste ich bei der ersten Impfung aussetzen…damals zu meinem Bedauern…ich war jung und naiv. Unmittelbar nach der ersten Impfung bekam ich starke Schmerzen in der Herzgegend. Die zweite Impfung erfolgte „zwangsweise“…wenn man die Androhung von Arbeitsverbot ohne Arbeitslosengeld als Drohung verstehen kann. Nach der zweiten Impfung folgten Taubheitsgefühle in der linken Körperseite. Die dritte Impfung wurde mir dann wieder „versagt“…wg. einer weiteren, symptomlosen Infektion. Seither hat es dieser Staat bei mir gründlich verschissen. Auf eine Beteiligung meinerseits bei Einsätzen gegen Russland (die ja immer wieder verklausuliert durch den Äther geistern) müssen die Obrigkeiten leider verzichten. Soll Angela Merkel doch mit ihren „Schutzbefohlenen“ einen Feldzug führen…meinetwegen mit v.d.L als Mutter Courage im Schlepptau.
Was mich sehr interessieren würde. Von den vier Basen wurde bei Cominarty eine ausgetauscht gegen ein synthetisches Produkt. Was war das Ziel? Ging es darum, die Mutationsrate und eine Zerstörung durch UV-Strahlung der Sonne um eine oder mehrere Größenordnungen zu erhöhen? Einfach durch zusätzliche künstliche Instabilität des Moleküls? Oder welchen zwingenden anderen Grund gab es sonst?
Wenn das so ist, dann ist dieses Protein ein Kampfstoff. Denn das ist das Ziel: Die erhöhte Übertragbarkeit oder erhöhte Pathogenität (beim Virus durch die Furinspaltstelle), beim „Impfstoff“ bewiesen durch Shedding, muss wieder „eingefangen“ werden. Möglicherweise ist „Long Covid“ der Beweis, dass auch dabei zu mechanistisch gedacht wurde, also Pfusch durch osmanische Spezial-Virologie. Ich selbst habe in meinem Berufsleben die Möglichkeit mehrmals gehabt, osmanische und nichtosmanische Wissenschaft zu vergleichen. Die Strenge und die Qualitätssicherung war meistens in Richtung der nichtosmanischen verschoben. Aber das ist nicht verallgemeinerungsfähig, mehr so eine „Key Note. Es kann aber auch sein, dass es gar nichts mit dem Propheten zu tun hat, also ein Einzelfall ist, es ist nur so ein “Gefühl„.
„Stefan Frank: Wie sind Sie persönlich darauf gekommen, dass es sich um einen Laborunfall handeln könnte?“ Hmm? Wenn ich die Erde entsprechend ihrer Oberfläche in ein Raster von jeweils 1qkm einteile, erhalte ich rund 510.000.000 Rasterteile. Wenn dann in genau einem dieser Rasterteile zwei Dinge passieren, also einmal Forschung an Veränderungen von Covid-Viren und andererseits der Ausbruch eines solchen veränderten Covid-Virus, dann wird jeder halbwegs bis Drei zählende Mathematiker, welcher sich mit Wahrscheinlichkeiten beschäftigt, ohne Umschweife feststellen, daß die Wahrscheinlichkeit, daß diese beiden Dinge NICHTS miteinander zu tun haben, in Zahlen eigentlich nicht mehr sinnreich darstellbar ist. Deswegen bin ich „ ….. darauf gekommen, dass es sich um einen Laborunfall handeln könnte?….“
Der bedauernswerte Semmelweis, der „Retter der Mütter“ … schon vor 160 Jahren ge-epsteint!
Es würde mich sehr freuen, wenn so ein Artikel über SARS-CoV-2 und seinen Ursprung einmal mit einem Elektronenmikroskopbild (REM oder TEM) des corpus delicti geschmückt würde.
Wenn man aufgrund einer modelierten RNA andere Menschen beschuldigt, für die Verbreitung eines modifizierten Viruses verantwortlich zu sein, dann sollte man wenigstens auch den Beweis anführen, dass es den entsprechenden Virus wirklich gibt.
Tom Lausen kann stringent herführen, dass die gesundheitlichen Schäden in der Bevölkerung durch die C-Zeit von den Massnahmen verursacht sein müssen. Tom Lausens Daten und die bis heute fehlenden Bilder von SARS-CoV-2 lassen keinen anderen Schluss zu, als dass nie etwas anderes, als das, was wir als Grippe kennen, im Umlauf war.