„Europa ist eine großartige Sache, wir erleben aber die Kreation einer europäischen Bürokratie, die Europa erdrückt“. Dieses Video ist jetzt über drei Jahre alt und plötzlich aktuell wie nie. Henryk M. Broder spricht über den Euro und Europa in der SWR-Sendung „Leute Night“ am 02.10.2013. Für die Thesen, die Henryk M.Broder damals in seinem Buch „Die letzten Tage Europas: Wie wir eine gute Idee versenken“ vertrat, wurde er viel gescholten. Heute ist die einstige Provokation zum Allgemeingut geworden, Broder wurde von der Realität eingeholt. Es macht bei manchen Dingen wohl überhaupt keinen Spass, recht gehabt zu haben.

Das Buch sollte als Lesetip für Europa politisch Interessierte wieder auf die Bestsellerliste gehoben werden, allein aus dem Grunde, daß anschließend niemand mit der Ausrede kommen kann, "wenn wir das gewußt hätten,das war so nicht absehbar." Und für Schulz, Juncker und Gefolgsleute sollte die Ausgabe von Freiexemplaren erwogen werden, ausgelegt am Arbeitsplatz, im Hotel oder Flieger, wo sie vielleicht doch mal in Versuchung kommen, einen Blick rein zu werfen, um ihre diversen Sündenfälle in ruhiger Stunde beim gläschen Rotwein nachlesen zu können. Vielleicht merkt dann doch noch einer von denen, wie weit man sich inzwischen von der seitens der Bürger zu erlebenden Realität entfernt hat. Und vielleicht ist als ganz vage Hoffnung von der mal als "Europäische Idee" idealisierten Vorstellung dann noch etwas zu retten, bevor das Gesamtkonstrukt vollständig implodiert.