Peter Grimm / 20.03.2019 / 17:00 / 16 / Seite ausdrucken

Die Kunst der Integrations-Reportage

Der Ruf der engagierten Reportage, die mit berührenden Geschichten und einfühlsamen Worten bei den Lesern den Sinn für das Gute und politisch Richtige weckt und stärkt, ist seit der Aufdeckung des mangelnden Wahrheitsgehalts in den Meisterwerken von Claas Relotius bekanntlich ziemlich ramponiert. Deshalb soll eine Reportage, die sowohl inhaltlich mit der besten Botschaft als auch sprachlich glänzen kann, ohne dass Orte und Personen erfunden werden mussten, an dieser Stelle gewürdigt werden.

Wir werden nicht auf Südsee-Inseln geführt, die den steigenden Meeresspiegel fürchten und lesen auch nicht von Flüchtlingskindern, denen Angela Merkel im Traum erscheint, wie bei Relotius. Nein, wir dürfen bei der Lektüre einer Reportage von Eva Corino in der Zeit in die unbekannte Welt der arabischen Barber-Shops in Ostdeutschland eintauchen, also genauer in einen Barber-Shop in Erfurt, aber der soll ein schönes Beispiel gelungener Integration sein.

Gerade in ostdeutschen Städten, die vor der Masseneinwanderung der letzten Jahre kaum arabische Wohnbevölkerung aufwiesen, fällt auf, wie viele arabische Barber-Shops in manchen Straßen entstanden sind. Man kann es kaum übersehen und manch ein Passant hat sich wahrscheinlich schon gefragt, wie sich diese Läden, oftmals viele nebeneinander, alle halten können. Allein die Tatsache, dass Mieten, Ladenausstattung, Nebenkosten und Löhne aus dem Geschäft mit den preiswerten Dienstleistungen seriös erwirtschaften werden müssten, mutet wie ein orientalisches Wunder an.

Insofern befriedigt der Reporterinnen-Gang in diese Läden tatsächlich ein Informationsbedürfnis. Ich kenne einige Journalistenkollegen, die ebenfalls gern einmal der Frage nachgegangen wären, wie sich diese Läden finanzieren. Aber der Gedanke, mit der Recherche am Ende vielleicht in Geldwäscheströmen arabischer Clans zu landen, war hinreichend beunruhigend, um von dem Vorhaben wieder abzulassen.

Beim Barte des Barbershops

Eva Corino hat sich nun in die Barber-Shops gewagt und sie als Heimstatt der Integration erkannt. Die englische Bezeichnung geben sich die meisten übrigens selbst, auch wenn die Reporterin als Liebhaberin einer schönen Sprache natürlich lieber von Barbieren schreibt. „Integration beginnt am Kopf“ ist ihr Werk überschrieben. Einen arabischen Barbershop mit seinen vier Friseuren, vielen arabischen, aber auch einigen deutschen Kunden – ja sogar Frauen kommen manchmal – lernen wir als einen Ort kennen, der zeigen soll, wie gut doch die neue bunte Welt funktionieren kann – sogar im Osten.

„Der schüchterne Jüngling, der gerade durch die Tür tritt, wird mit einem lässigen Handschlag begrüßt, setzt sich auf das goldene Sofa und wartet. Jemand serviert Tee in tulpenförmigen Gläsern. Melismenverzierte Liebeslieder schmachten aus den Boxen. Nach ein paar Minuten winkt Toni, der Besitzer des Ladens, den Jüngling auf seinen Stuhl: "Bruder, was geht? Was soll ich dir machen?" Der antwortet: "Also an den Seiten zwei Millimeter, im Nacken ein Millimeter." […] Eine Szene aus der Sonnenallee in Neukölln? Nein, wir befinden uns in Erfurt, Ausländeranteil bei 8,5 Prozent. Nicht viel für eine Landeshauptstadt, zum Vergleich: Düsseldorf zählte 2018 über 23 Prozent. In den letzten drei Jahren haben hier einige orientalische Barbershops eröffnet, zunächst vor allem in den kleinen Seitengassen rings um den Bahnhof. Delal ist der erste Laden, der sich im Sommer 2017 mitten ins Zentrum gewagt hat. Er liegt vis-à-vis der Thüringer Staatskanzlei und nur ein paar Hundert Meter vom Domplatz entfernt, wo Björn Höcke bei den großen AfD-Demonstrationen im Jahr 2015 seine "Merkel muss weg"-Reden hielt. Umfragen für die Landtagswahl im Oktober sehen die AfD bei satten 22 Prozent.

Selbst in diesem feindlichen Umfeld habe sich der Laden „zu einem besonderen Ort der Integration entwickelt“, weil wegen der niedrigen Preise inzwischen auch eingeborene Erfurter zur Pflege von Haupthaar und Bart kommen. Wer sich wie durch den Umstand integriert, wenn Deutsche zu arabischen Barbieren gehen, sei dahingestellt. Bevor aber jemand auf die Idee kommt, diese Begegnungen würde es nur wegen des Preises, also aufgrund schnöden marktwirtschaftlichen Verhaltens geben, darf der Besitzer noch sagen, dass er fest überzeugt ist, dass die deutschen Friseure nur auf das Haupthaar schauen, während ihre orientalischen Kollegen die ganze Büste im Blick haben, Haupthaar, Haut, Gesicht, bei den erwachsenen Männern auch: den Bart.

Auf Wanderschaft aus Afghanistan

Und dann dürfen in der Reportage verschiedene Kunden auftreten, die mit ihren Geschichten sicher für großes Verständnis beim Leser sorgen, wenn man nicht allzusehr nachfragt. Aber damit stört Frau Corino die Integrationsharmonie nicht. Beispielsweise wenn der „vornehm wirkende Achmed“ auftritt:

Mit 13 Jahren ist er aus Afghanistan nach Italien gewandert, allein. Sein Vater habe noch gefragt: "Was willst du da?" Achmed sagt, er wisse auch nicht, was damals in ihn gefahren sei. Bis zur neunten Klasse ist Achmed in eine italienische Schule gegangen, dann hat er in verschiedenen Restaurants gearbeitet und gelernt, wie man Pizza bäckt. Seit zwei Jahren ist er Pizzabäcker bei Da Roberto am Erfurter Domplatz.

Keine Nachfrage? Sollen wir mit Frau Corino glauben, dass Achmed gegen den Willen des Vaters auf Wanderschaft nach Italien gegangen ist? So ganz ohne Geld? So ganz ohne Zahlungen an Schleuser? Auch die Frage, warum Achmed dann nach dem Erlernen des Pizzabäckerhandwerks plötzlich nach Deutschland geht, wird nicht aufgeworfen. Es scheint eine unausgesprochene Selbstverständlichkeit zu sein, dass es Migranten nun einmal ins Land der Willkommenskultur zieht, was die Einwohner dieses Landes doch bitte begrüßen sollen.

Anders als Relotius, der Achmed jetzt vielleicht ein bemitleidenswertes Schicksal angedichtet hätte, wird hier offenbar nur wiedergegeben, was der junge Mann erzählt hat. Aber die meisten Leser haben es sich an dieser Stelle beim Integrations-Barbier von Erfurt mental schon so gemütlich gemacht, dass gar keine Irritation mehr aufkommt, wenn Achmeds Erzählungen nun so gar nicht zum Bild des armen Schutzsuchenden passen.

Achmed kommt aus einer sogenannten guten Familie, seine Brüder studieren in Afghanistan. Er spricht Italienisch, Englisch und ein flüssiges Deutsch. Wie er das gelernt hat, wenn die Arbeit ihm keine Zeit lässt, zum Sprachkurs zu gehen? "Durch YouTube", sagt er mit dem Anflug eines Lächelns. Überlegt er manchmal, zurückzugehen? "Nein", sagt er und blickt zu Boden. Er will es hier schaffen, vielleicht irgendwann eine eigene Pizzeria eröffnen.

Zu sensibel für böse Fragen

Die Friseure lernt der Leser selbstverständlich auch kennen. Ein Beispiel:

Der 44-jährige Loumi M'hammed stammt aus Algerien und ist der lustigste Kerl der Truppe. Aber es ist die Lustigkeit eines Seiltänzers, der über dem Abgrund balanciert. Denn aus seinen kurzen Sätzen dringt viel Traurigkeit: ein geschlagenes Kind, ein junger Mann, der vor dem Militärdienst nach Gotha flieht. Eine Abschiebung, zwei gescheiterte Ehen in Algerien, zwei kleine Kinder, die er nur in den Ferien sieht. Trotzdem ist es Loumi, der seine Kunden ständig zum Lachen bringt, ihnen die Berührungsangst nimmt.

Wieso Loumi nach einer Abschiebung wieder in Deutschland lebt? Eine wohl unerhebliche Frage. Ebenso, wie er als „Flüchtling“ seine Kinder in Algerien sieht? Kommen die dann zu ihm oder reist er in das Land, aus dem er „flüchten“ musste? Bei so viel Traurigkeit ist man als Reporterin wahrscheinlich einfach zu sensibel, um solche bösen Fragen zu stellen. Aber gönnen wir uns doch noch einen Blick auf den wichtigsten Integrations-Barbier, den Chef:

Der 37-jährige Toni heißt mit vollem Namen Maher Ravio Roksi und ist in Bagdad aufgewachsen. Als Sohn eines wohlhabenden Vaters, der ein Café besaß, einen Nachtclub und einen Friseursalon, in dem Toni schon als kleiner Junge mitmischte, wie er jetzt erzählt. Dann kam der Dritte Golfkrieg, und eines Morgens wurde der Vater abgeholt und ins Gefängnis geworfen. Ein Bekannter, der neidisch war auf seinen wachsenden Reichtum, hatte ihn angeschwärzt und behauptet, er hätte das Regime kritisiert.

Aus dem Gefängnis schrieb der Vater einen Brief an seine Familie, in dem er seine neun Kinder aufforderte, unverzüglich das Land zu verlassen.

Ein schlimmes Schicksal, fürwahr. Und wie kam der Barbier nach Deutschland?

Toni wollte eigentlich nach Kanada auswandern. Aber auf der Durchreise wurde er in Frankfurt um seine Fingerabdrücke gebeten und musste wider Willen in Deutschland bleiben. So erzählt er es.

Widerwillig musste er also in Deutschland bleiben? Das ist ja nun eher selten. Hat ihn dann auch jemand gezwungen, hier einen Asylantrag zu stellen. Den muss es ja gegeben haben, wenn man weiter liest:

Tonis Asylantrag wurde abgelehnt, sein Widerruf auch. "Dann kam Duldung, und ich wusste, irgendwann werde ich wieder zurückgeschoben. Aber im Irak hatte ich alles verloren." Doch in dieser Zeit lernte Toni auch eine junge Deutsche kennen, die heute in einem Kindergarten arbeitet.

Wie schön, dass die junge Deutsche ihn dann auch heiratete und alle aufenthaltsrechtlichen Hindernisse beseitigte. Ein happy end. Mehr Integration geht wirklich nicht. Denn es ist mitnichten eine Scheinehe, gibt es doch drei Kinder.

Helle Orte in Dunkeldeutschland

Helden der Integrationsreportage sind auch Christian und sein Stammfriseur Emad, dem der Deutsche als Kunde schon durch verschiedene Barbershops gefolgt sei.

Anfangs bekam Emad nur einen Hungerlohn, erzählt er jetzt, so als Analphabet, der kein Wort Deutsch verstand. In Damaskus will er drei eigene Salons besessen haben. Der eine wurde im Krieg von einer Bombe zerstört. Seitdem er bei Delal arbeitet, geht es ihm gut, sagt er. Seitdem auch Frau und Töchter in Erfurt leben. Christian und sein Sohn haben der syrischen Familie geholfen, eine Wohnung und gute Schulen zu finden. And by the way: So hat auch Christians Sohn seine Berufung gefunden. "Er hatte nämlich Religionswissenschaften studiert. So etwas, was niemand braucht", sagt der Vater flapsig. "Inzwischen arbeitet er in einer Beratungsstelle für Flüchtlinge."

Was würde er wohl ohne „Flüchtlinge“ machen?  Diese Frage müssen sich Vater und Sohn ja so bald nicht stellen. Und damit der Leser jetzt nicht auf dumme Gedanken kommt und über die offenen Fragen nachsinnt, gibt es zum Abschluss noch einen Satz zum Herzerwärmen.

Was die Friseure und viele ihrer Kunden, die ähnliche Fluchtgeschichten haben, zu verbinden scheint, ist dieser Wille, sich nicht brechen zu lassen und irgendwo in der Fremde einen hellen Ort zu schaffen. Für sich und für die anderen.

Man muss also für die richtig guten Aussagen in der Reportage nicht fälschen, wie es Claas Relotius tat. Aber trotz dieser Ehrlichkeit gibt es dennoch Leser, die sich Fragen stellen, die nicht ganz zur schönen Reportage des Integrations-Barbiers passen, wie sich in manch einem Kommentar zeigt. Einer schreibt:

Was hier passiert ist ein neuer Lohndumping einer gesamten Branchen. Diese meist nur angelernten Friseure, ohne Abschluss werden zu hauf als 450 Euro-Kraft angestellt, machen ohne Ende Überstunden und der Besitzer, meistens ein Migrant der schon länger hier wohnt, der treibt sich die Hände. So meine Erfahrung im Jobcenter und was schon einige von denen berichtet haben. Und das soll man gut finden?

Der Beitrag erschien auch hier auf sichtplatz.de

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Wolf-Dietrich Staebe / 20.03.2019

Die Integration geht sogar so weit, dass die keine Karren aus Afghanistan, Irak oder so fahren. Nein, nein, die fahren echte Brüllmotor-Autos deutscher Premium-Hersteller, so ab 100.000,00 € aufwärts das Stück. Wirft der Job eines Ungelernten bei Onkel Ali in der Döner-Bude oder in einem Barber-Shop locker ab! Erlisch! Die Bio-Kartoffeln sind einfach nur zu doof dafür.

Ivan Ivanowitsch / 20.03.2019

Für “Flüchtlinge” gibt es Zuschüsse… Sim Karten und Bankkonten kann man mit einem Ausweis oder einer Aufenthaltsgenehmigung kaufen/eröffnen… Schon mehrmals war von Leuten mit mehr als 20 Identitäten die Rede…

Steffen Schwarz / 20.03.2019

Die Gebrüder Grimm waren Anfänger gegenüber diesen Märchen. Ich frage mich immer wieder: Wie sind wir wir bloß ohne die Helden aus dem Morgenland früher zurecht gekommen. Was waren wir nur für Urmenschen, ungewaschen und unrasiert,

Hubert Bauer / 20.03.2019

Ich war einmal in meinem Leben in einem arabischen Barbershop für Haare und Bart. Ich habe den Fehler gemacht, vorher nicht nach den Preis zu fragen. Ich habe doppelt soviel bezahlt, wie ich bei meinen Stammfriseuren (abwechselnd ein Deutscher und ein türkischer Laden). Der Laden ist aber immer extrem voll und er hat jetzt eine Filiale unweit vom Stammgeschäft aufgemacht. Ich war noch zweimal in einem anderen (billigeren) arabischen Friseurladen. Aber ich habe in beiden Läden den Eindruck gehabt, dass man als Deutscher nicht sonderlich willkommen ist. Die Beschäftigten reden untereinander nur arabisch und das finde ich unhöflich. Das will ich nicht unterstützen und deshalb unterlasse ich jetzt derartige Experimente.

Alex Meier / 20.03.2019

Hm, dieser Artikel, bzw. diese Besprechung eines Zeit-Artlikels, bzw. ein diesbezüglicher Leserkommentar als investigativ-inhaltlichen Klimax, lässt mich ratlos zurück. Wo ist denn das Problem, wenn fähige Leute aus Nahost auf dem Markt hier aktiv werden? Glauben Sie, dass bei Haargenau&Schnittig; oder bei Scherkraft (es gibt so viele bescheuerte Namen von deutschen Friseurbetrieben) das Personal besser entlohnt wird, als in den orientalischen Barbershops? Ich glaube, die meisten Leser hier haben nicht im geringsten etwas gegen das Gros der normal hier lebenden Muslime. Der Feind lauert nicht hinter jedem Baum. Natürlich hat die gute Frau ihrem Artikel einen Spin gegeben, aber das reicht nicht für einen Strafstoß:)

Michael Maier / 20.03.2019

Pizzalieferdienste florieren wohl ebenfalls, wenn auch meist nur ein Jahr oder so. Dann läuft evtl. irgendeine Frist ab (Gewinnerzielungsabsicht, Hartz4-Unterstützung, Ich-AG, keine Ahnung was es da so gibt), der Laden macht zu und wird dann kurze Zeit später vom Bruder, Onkel oder Schwager, den man zwischenzeitlich als Spezialitätenkoch aus der Heimat in die Transfergesellschaft gerettet hat, wieder eröffnet. Ringelpietz mit Anfassen, die Zeche zahlen die üblichen Trottel gerne.

herbert binder / 20.03.2019

Marktwirtschaft works, eine Branche wird aufgemischt. Nicht nur waschen, schneiden, föhnen, legen, sondern dazu noch Haut, Gesicht, und bei erwachsenen Männern auch der Bart. Alles ist so gut wie richtig. Doch etwas fehlt. Genau! Wer kümmert sich um die Brustbehaarung - bei den erwachsenen Männern? Ach, lieber Herr Grimm, wenigstens ich habe die richtige Frage gestellt!

Wolfgang Kaufmann / 20.03.2019

Es ist der verdammte Job dieser Einwanderer, das Niveau zu drücken. Man muss nur die passende Story drumrum stricken, damit die Leserschaft glaubt, ihr Lohnverzicht sei eine gute Tat. – Die Zeiten sind vorbei, als eine Arbeiterpartei systemisch dachte und guten Lohn für gute Arbeit forderte. Heute können abgehalfterte Akademikerinnen, gerne auch ohne Abschluss, sich durch Flüchtlingshilfe einen goldenen Heiligenschein verdienen. Das kostet ja nichts, das zahlt der Staat. Oder der alte weiße Mann.

Michael Lorenz / 20.03.2019

“Was hier passiert ist ein neuer Lohndumping… Und das soll man gut finden?” Ach herrjeh, da hat endlich jemand entdeckt, wie man einen Relotis-Brei ohne Lügenkraut zubereitet - und schon kommt ein Faktum und spuckt in die Suppe. Wie soll man so sein ” ...und wenn sie nicht gestorben sind, kassieren sie noch heute” - Glücksroman fertigbekommen? Der “Zeit”-Leser hat fürs Wohlfühlen bezahlt, nun bitte aber auch liefern!

Joachim Lucas / 20.03.2019

Ich konnte es nicht bis ganz zu Ende lesen - mir sind die Tränen gekommen. So gerührt war ich. Was diese unter Einsatz ihres Leb, äh Geldbeutels völkergewanderten Leute nicht alles tun, um hier die bisher noch satt steuerzahlenden und hochqualifizierte Fachkräfte der verteufelten Industrien Deutschlands baldigst zu ersetzen. Die neue Hochdienstleistungsgesellschaft aus Pizza, Pasta, Gemüse und Haaren im orientalischen Familienverband. Alles gaaanz sensibel und fraulich ergreifend erzählt. Richtig gefühlige Rührstücke.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Peter Grimm / 11.12.2019 / 15:00 / 64

Der nicht mit dem AStA tanzt

Adolf Hitler war bekennender Nichtraucher, möglicherweise sogar immer noch Deutschlands bekanntester bekennender Nichtraucher. Sind Nichtraucher deshalb Nazis? Nicht einmal völlig durchgeknallte Ideologie-Irre würden eine solche…/ mehr

Peter Grimm / 11.12.2019 / 11:00 / 55

Schöner Töten für die Demokratie

Das „Zentrum für Politische Schönheit“ hatte ja bekanntlich kürzlich mit der Nutzung der Asche ermordeter Juden kein großes Glück und selbst in der eigenen Gefolgschaft…/ mehr

Peter Grimm / 23.11.2019 / 13:00 / 13

Meisterwerke betreuender Berichterstattung (4)

Gelegentlich würdigen wir ja an dieser Stelle exemplarisch einige der Meisterwerke fürsorglich-betreuender Berichterstattung in Deutschland. Immerhin mühen sich etliche Medien-Werktätige hierzulande, in bestimmten Meldungen ihre…/ mehr

Peter Grimm / 20.11.2019 / 10:30 / 4

English version: Berlin – No genius loci for Tesla

By popular request our contribution "Kein Genius Loci für Tesla" here also in english language:  Higher consecrations for the new Tesla plant are certainly highly…/ mehr

Peter Grimm / 14.11.2019 / 14:30 / 6

Kein Anschluss in Berlin

Manchmal fragt man sich, ob diese ewige Nörgelei über das Land Berlin als failed state der Bundesrepublik nicht etwas überzogen ist. Als Leidtragender am Nichtfunktionieren…/ mehr

Peter Grimm / 11.11.2019 / 15:30 / 35

Meisterwerke betreuender Berichterstattung (3)

Gelegentlich werden an dieser Stelle exemplarisch einige der Meisterwerke fürsorglich-betreuender Berichterstattung in Deutschland gewürdigt. Immerhin mühen sich etliche Medien-Werktätige hierzulande oft, in bestimmten Meldungen ihre Konsumenten…/ mehr

Peter Grimm / 11.11.2019 / 06:25 / 65

Lametta zur Halbzeitpause

Die – nach Umfragewerten – kleinste „Große Koalition“ die es je gab, hat – nach den Worten der Übergangs-SPD-Vorsitzenden Malu Dreyer – einen sozialpolitischen Meilenstein…/ mehr

Peter Grimm / 10.11.2019 / 13:00 / 37

Mathe, Mike und Mehrheit

Der Thüringer CDU-Landeschef und Wahlverlierer Mike Mohring scheint ein eher wechselhaftes Verhältnis zur Mathematik zu haben. Oder treiben ihn ganz spezielle Pläne um, wenn er…/ mehr

Meine Favoriten.

Wenn Ihnen ein Artikel gefällt, können Sie ihn als Favoriten speichern.
Ihre persönliche Auswahl finden Sie Hier
Favoriten

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com