Die linksidentitäre Aktivistin Ferda Ataman, eine Spalterin vor dem Herrn, soll vom Bund als Antidiskriminierungsbeauftragte eingesetzt werden. Hier wird einmal mehr der Bock zum Gärtner gemacht.
Die Heinzelmännchen legten eine Nachtschicht ein. Immerhin galt es über 12.000 Tweets zu löschen. Irgendwann war das Werk getan, nur ein kümmerlicher Rest von ein paar Dutzend übrig. Alle verräterischen Spuren waren aus Ferda Atamans Account getilgt. Spuren, die ohne das Großreinemachen garantiert von finsteren Rechten und Rassisten verfolgt worden wären, um nachzuweisen, dass die designierte Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auch auf dieser Plattform über die Jahre Äußerungen getätigt hat, die ziemlich heftig gegen ihre Ernennung sprechen.
Aber das Internet vergisst so gut wie nichts. In irgendeinem Web-Archiv werden Frau Atamans Tweets schon gespeichert sein. Von etlichen existieren außerdem Screenshots, und manche ihrer Statements haben schon mal eine größere Runde gemacht. So schrieb sie im März 2020, zu Beginn der „Pandemie“, sie habe „eine Ahnung, welche Bevölkerungsgruppen in Krankenhäusern zuerst behandelt werden, wenn die Beatmungsgeräte knapp werden“. Nämlich die „eklige weiße Mehrheitsgesellschaft“, wie Sarah-Lee Heinrich, die Bundessprecherin der Grünen Jugend, es im Oktober 2021 ausdrückte. Ein haltloser Vorwurf, gewiss, doch zeigt er exemplarisch, welches Bild Ferda Ataman, Tochter türkischer Einwanderer, von der Gesellschaft hat: auf der einen Seite die guten, edlen Menschen mit Migrationsgeschichte, vor allem Muslime, auf der anderen die weißen Autochthonen, „dünnhäutige Emodeutsche“, die empfindlich reagieren, wenn man sie „Kartoffel" nennt, strukturell rassistisch, klar; schon die harmlose Frage „Woher kommst Du?“ ist für Ataman „ein Relikt aus dem völkischen Nationalismus“.
Andererseits ist die Herkunft nun mal auch für Ataman wichtig, weil nur sie die Spaltung in ein Lager der Kartoffeln und ein Lager der Migranten ermöglicht und vor allem die Ansprüche, die die Antidiskriminierungsbeauftragte stellt: nämlich „eine 30-Prozent-Quote für Journalist:innen aus Einwandererfamilien, für Schwarze Journalist:innen und Medienschaffende of Color“, wie sie 2021 in einem „Diversity Guide“ des Vereins Neue Deutsche Medienmacher schrieb, den sie selbst mitbegründete und der mit staatlichen Millionenzahlungen gepampert wird. Dort sammeln sich seit Jahren Journaktivisten mit Migrationshintergrund, um lauthals mehr Rechte und mehr Präsenz im deutschen Medienbetrieb zu fordern („Wir setzen uns für gute Berichterstattung und für vielfältiges Medienpersonal ein: Vor und hinter den Kameras und Mikrofonen. An den Redaktionstischen. Und auch in den Planungsstäben, Führungsetagen und Aufsichtsgremien.“), wobei offenbleibt, ob die Verlage und Rundfunkanstalten nun ihr Personal deutlich mit Zuwanderern aufstocken oder so viele Deutsche rauswerfen sollen, dass die Quote wieder stimmt. Wer die prekäre Lage im Pressewesen kennt, weiß: man würde Option 2 wählen.
Der Mehrheitsgesellschaft den Garaus machen
Mit der Quote wird zwar die bloße Herkunft über die Qualifikation gestellt, aber letztere spielt ja ohnehin nur noch eine untergeordnete Rolle im Medienzirkus, wovon sich Zeitungsleser, Radiohörer oder Fernsehzuschauer zu jeder Tages- und Nachtzeit überzeugen können. Egal, Ataman und ihren Mitstreitern geht es ohnehin nicht um die Qualität des Journalismus, Haltung ist wichtig und eben die Hautfarbe. Huch – ist das nicht rassistisch? Nein, denn in Atamans Welt ist Rassismus eine Einbahnstraße. Die Kartoffeln sollen sich mal nicht so haben, wenn man sie als solche bezeichnet, und auch, wenn man sie als „Köterrasse“ beschimpft, wie es ein Deutschtürke aus Hamburg auf Facebook tat, macht man sich damit nicht strafbar. Dann ist weder der Tatbestand der Volksverhetzung noch der der Beleidigung erfüllt.
So ticken die Deutschen heute, und Ferda Ataman weiß diesen Umstand weidlich auszunutzen. Er ist ihr Geschäftsmodell. Offenbar steht die (Noch-)Mehrheitsgesellschaft darauf, sich des Rassismus bezichtigen zu lassen, während sie gleichzeitig zugewanderten Vergewaltigern, Messerstechern und „Gleisschubsern“ geradezu unfassbare Milde entgegenbringt. Die ideale Zeit also, um dieser erbärmlich schwachen Alman-Gesellschaft vollends den Garaus zu machen. Nicht einmal das Wort Heimat wollte Ataman 2018 im Titel des Innenministers sehen – das sei doch nur eine Blut-und-Boden-Geschichte. Aydan Özoğuz, von 2013 bis 2018 Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, ist da ihre Schwester im Geiste. Sie hatte in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel geschrieben, eine spezifisch deutsche Kultur sei „jenseits der Sprache schlicht nicht identifizierbar“. Man könne den Einwanderern auch „keine Anpassung an eine vermeintlich tradierte Mehrheitskultur per se verordnen“. So sieht es ja auch Bruder Erdogan, für den „Assimilation ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ ist.
Sagten wir, Ataman teile die Gesellschaft in böse Weiße und gute PoCs? Das wäre zu undifferenziert, denn zum bekämpften Lager der Ersteren zählt Ataman eben auch die Assimilierten und vor allem Migranten, die es wagen, Kritik am migrantischen Milieu zu üben: Menschen wie Seyran Ateş, Necla Kelek, Ahmad Mansour und Hamed Abdel-Samad, die Missstände etwa in der muslimischen Gesellschaft benennen. Es gibt da ja so unschöne Phänomene wie patriarchalische Strukturen, Zwangsehen, „Ehrenmorde“, radikalen Islamismus, Clanwesen, um nur ein paar aufzuzählen, aber von denen will Ferda Ataman nichts wissen, und die erwähnten Kritiker sind für sie Verräter, die sich mit Islamkritik bei den Kartoffeln beliebt machen wollen und bei diesen völlig zu Unrecht als „mutig“ gelten, mögen sie auch rund um die Uhr Polizeischutz benötigen.
Provozieren und dann in den Opfermodus schalten
Klingt, euphemistisch gesagt, polarisierend – und ist es auch. Der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak, nannte Ataman eine „Spalterin“. Sie verhindere immer und überall, dass über Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus, z.B. in der muslimischen Gemeinschaft, gesprochen werde. Der Psychologe Ahmad Mansour wittert „Intoleranz unterm Deckmantel der Anti-Diskriminierung“ und schreibt bei Twitter, Ataman sei „eher Bundesbeauftragte für Spaltung & Identitätspolitik“.
Und der Islamwissenschaftler Ahmad A. Omeirate sagt, Ataman wolle mit ihren Neuen deutschen Medienmachern „durch die Hintertür linksidentitäre, nationalistische & islamistische Ideologien aus Migrantencommunities etablieren“. Alle Migranten, die sich am „Mehrheitsgesellschaft-Bashing“ nicht beteiligen wollen, würden zu Feindbildern erklärt und mit fiesesten Methoden aus dem Diskurs gedrängt – vor allem solche, die auf problematische Strukturen innerhalb der eigenen Community hinweisen.
Atamans Nominierung passt damit aber eben auch in die aktuelle Politik der deutschen Regierung: Aktivisten auf einflussreiche Posten hieven, die muslimische Community pampern und die eigene Bevölkerung auf die Anklagebank setzen oder zumindest als Rassismusverdachtsfall einstufen. Außerdem maximal provokative Leute auswählen, die den erwarteten Protest herausfordern, welcher dann wiederum als „Gefahr von rechts“ markiert wird und das große Mimimi der Linken als ewige Opfer befeuert. Die Angriffe auf Ataman zeigen doch gerade, wie wichtig es war, sie auf diesen Posten zu berufen, wird es dann in dreister Verkehrung von Ursache und Wirkung heißen. Einer Innenministerin Faeser, die radikalen Islamismus nicht wirklich als Problem wahrnimmt und lieber Jagd auf Regierungskritiker von „rechts“ macht, kann das nur perfekt in die Karten spielen.
Mit Ferda Atamans Nominierung wird wieder einmal der Bock zum Gärtner gemacht. Als nächstes erwarten wir die Nominierung von Nasser Abou-Chaker zum Bundesbeauftragten für die Bekämpfung der Clankriminalität. Der Kollege mag auch keine Kartoffeln.

„Außerdem maximal provokative Leute auswählen, die den erwarteten Protest herausfordern, …“ – Genau das ist der Punkt. Wenn Frau Ataman „Kartoffeln“ provozieren will, um die Reaktionen zu bekommen, die sie braucht, um ihre Hetze mit „Fakten“ belegen zu können, dann ist sie, zumindest was mich betrifft, sehr erfolgreich. Meine Aversion gegen Migrationshintergründler, die wie die Maden im Speck in einem Land leben, dessen Urbevölkerung sie verachten, ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Ein Erfolg für Ferda Ataman, die hetzt, spaltet und bei Widerspruch sofort in die Opferrolle flüchtet – primitiv, aber von linksgrünen Kartoffeln begeistert unterstützt. Auch die dümmlich-naive Löschaktion in den sozialen Medien sagt viel aus über Frau Ataman. Wenn ihr ihre Hetze schon nicht peinlich ist, so soll sie doch wenigstens die Karriere nicht behindern. Schließlich lockt das Geld der Kartoffeln.
Sowas passiert eben, wenn man „1984“ nicht als Warnung begreift, sondern als Anleitung. Apropos: Wer „1984“ gelesen hat, weiß: diese Geschichte wurde nicht zu Ende erzählt. Das scheint die Politik übersehen zu haben.
In einem Punkt stimme ich Herrn Erdogan zu, nicht in der Wortwahl, aber es fehlt etwa in Deutschland ein türkisches Gymnasium. Es ist nebenbei auch eine Tragödie, daß es selbst in Millionenstädten keine türkischen Buchhandlungen gibt. Die Pflege seiner Quellen aus der ursprünglichen Heimat abzuwürgen und nur durch rasche Assimilation zu lösen, führen zu einem „Franz-Kafka-Komplex“ der zweiten Generation von Einwanderern. Nachdem Herr Broder gestand, daß das Abitur zu machen ihn noch heute wie ein Vietnamveteran plagt, wäre eine Diskussion über die allgemeine Schulpflicht überfällig. Sie hat keinen Verfassungsrang und ist von Aktivisten zur Klippschule totreformiert worden, die nunmehr die gesamte Gesellschaft beschult und beschallt; sie versagte während des Homeoffice völlig und schon jetzt hört man, daß auch Ukrainer mit ihr über Kreuz liegen. Auch Deutsche verlieren ihre Identität, wenn ihre Schulen nur noch Einserabiturienten-Schrott fabrizieren. Die Schulpflicht ist eine Bürde, die in einem avisierten multikulturellen Umfeld zum Problem wird, die Assimilation kann es nicht sein, da sie überwiegend freiwillig ist. Einen Ausweg aus dem Dilemma fand die Frankfurter Orthodoxie, die den Theaterbesuch zur Mizwa erhob, die Integrationsdebatten zwischen den Landesrabbinern Hirsch/Bamberger verdeutlichen, welche Probleme, welcher Sprengstoff sich hinter den dahergesagten Parolen unserer Integrationsbeauftragten verbergen.
Ich liebe Kartoffelspalten.
Eigentlich ist die Bezeichnung „Kartoffeln“ im abwertenden Sinne ein Zeichen, daß diese Leute etwas gegen Europa und Europäer hat. Denn in ganz Europa vom Nordkap bis nach Sizilien und von den Azoren bis zum Ural werden Kartoffeln gerne gegessen. Nur in Asien von Kleinasien bis Thailand sind sie nicht so beliebt und der abwertende Begriff Kartoffel(esser) für Europäer ist auch in Thailand (Farang) bekannt.
Ich erinnere mich noch gut an die letztjährigen Plakate mit dem Konterfei eines gewissen O. Scholz und dem Text „Respekt für dich“. Die Diskrepanz zwischen dem vorgeblichen „Respekt“ und der Anduzerei hat mich unangenehm genug berührt. Die Personalie Ataman ist die würdige Fortsetzung der Darbietung dieser Freakshow-Regierung.
Ich fand und finde die Bezeichnung „Kartoffel“ als absolut zutreffend für diejenigen, die sich davon angesprochen fühlen – zu denen ich nicht gehöre. Die „Kartoffel“ ist rückblickend auf die letzten 7 Jahre betrachtet die 100%ig korrekte Übersetzung des Ursprungswortes „Alman“ (schwaches Subst., nicht steigerungsfähig), welches man als selbst angesprochener, aber natürlich nur akzentfrei – und damit falsch – aussprechen kann. Nach den letzten 2 Jahren müsste es aber korrekt „gentechnisch veränderte Kartoffel“ heißen. Oder haben wir keine Kennzeichnungspflicht mehr?
Insofern nur folgerichtig, wenn eine sprachliche Vorreiterin wie Frau Ataman endlich in Positionen gelangt, in denen sie nicht nur mit einem mickrigen SPIEGEL-Gehalt abgespeist wird, sondern auch endlich handeln darf und kann. Schließlich wissen wir ja aus Erfahrung, dass linken Worten auch immer linke Taten folgen.
Sie meinte ja auch einmal, dass Meinungsfreiheit für den Deutschen so etwas wie Sport sei. Na denn, auf ins Training, du f*tte Kartoffel!