
Ahnungslosigkeit über die Titanic bzw. die deutsche Satire- und Kabarettszene hat vor allem der Autor dieses Textes unter Beweis gestellt. Charlie Hebdo bedient sich der “Anarcho Satire”. Die TITANIC schlug, meines Wissens nach, noch nie konsequent diese Richtung ein. Sie nutzte meist andere Stilmittel. Natürlich darf man darüber diskutieren ob die TITANIC in den letzten Jahren zu brav bzw. zahm geworden ist. Aber, wenn der Autor schon einen solch überheblichen Ton anschlägt; sollte er wenigstens darauf achten, dass seine untermauernden Argumente absolut wasserdicht sind. Es wird argumentiert, dass die TITANIC keine Islamkritik übt bzw. übte; dies ist schlichtweg falsch! Dann die absolut lächerliche Behauptung, dass Dieter Nuhr es wagt als “beinahe Einziger seiner Zunft” den Islam zu kritisieren. Ein glatte Lüge und vor allem; ein Schlag ins Gesicht vieler deutscher Kabarettisten, die die Misstände innerhalb des Islams sehr oft auf schärfste kritisieren bzw. bloßstellen.
Vielen Dank für den wunderbaren Artikel über die Titanic. Ergänzen sollte man noch, dass die Titanic im Mai 2013 den Mordanschlag auf den Politiker Markus Beisicht wie folgt kommentierte: “Bonner Polizei! Nachdem Du einen Anschlag von Salafisten auf einen rechtsextremen Politiker von Pro NRW vereitelt hattest (warum eigentlich?), durchsuchtest Du die Wohnung eines Verdächtigen, fandest Waffe und ein wenig Sprengstoff ...” Christof Lauritzen
Das hätte ich nicht erwartet: Ausgerechnet die Gutachsenmenschen sind (internationale) Humor-Experten, vermutlich sind sie alle Charlie Hebdo-Abonnenten der ersten Stunde, unabhängig davon, ob sie der französischen Sprache mächtig sind. Und natürlich lesen sie auch seit Jahrzehnten alle Titanic-Ausgaben, sonst könnten sie ja gar nicht solche Vergleiche anstellen. Selten so gelacht! Beste Grüße George Urbanski
Köstlich, köstlich, lieber Herr Röhl! Die Titanic aus Frankfurt/M. ist längst zum schlingernden Ruderboot verkommen und hat (und auch: hatte) mit der Namenspatronin noch nie was gemein. So stolz das Schiff, so mickrig die Witze im Heft. Dennoch, eine Gemeinsamkeit kann man voraussagen. Dem Untergang konnten/werden beide nicht entgehen.
Und die anderen auch nicht. Mein Leserbrief an DIE RHEINPFALZ: “Je suis Charlie”. In allen deutschen Zeitungen abgedruckt, auch im Fernsehen zu sehen. Ich habe selten einen solchen Fall von Leichenfledderei erlebt. Die gleichen Medien, die aus allen möglichen vorgeschobenen Gründen -ich meine eher aus Angst- die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen 2005 abgelehnt bis verdammt haben, stellen sich jetzt auf eine Stufe mit den mutigen ermordeten Journalisten von Charlie Hebdo. “Je suis Charlie Hebdo”? Ihr seid es sicher nicht. Das Relativieren geht im Kommentar von Frau Witte-Petit weiter. Extremisten gäbe es in jeder Religion und da haben christliche Fundamentalisten tatsächlich 2010 einen Arzt in den USA erschossen. Ach, da gibt es eine Bewegung christlicher Ärztekiller? Auf eine Gegenrechnung der Opferzahlen durch islamistischen Terror möchte ich verzichten… Mit der Pegida kenne ich mich nicht weiter aus, als Auslöser islamistischen Terrors dürfte sie alleine wegen ihres kurzen Bestehens schlecht in Frage kommen. Wenn Putinfreund Gauland das Thema für sich in Beschlag nimmt, macht er nichts anderes als Vizekanzler Gabriel. Immerhin hat sie das Wort Terrorist für die “verirrten Schafe” wieder entdeckt. Im Artikel über das islamistische Massaker an 130 Schülern in Pakistan waren die Täter nur “Angreifer, Männer, Attentäter” aber keine Terroristen. Man kommt ins Grübeln. Die Presse nennt sich ja gerne Verteidigern der Freiheit. Wer solche Verteidiger hat…
Es geht noch schlimmer: Heute wurde Jürgen Becker auf WDR5 (Westblick) zu diesem Thema interviewt. Nachdem er sich zunächst in Verteidigung der Meinungsfreiheit übte und den Anspruch erhob, daß jetzt erst recht Satire not tue, berichtete er über seine Teilnahme an der Veranstaltung “Kabarett am Minarett”. Da das Empörende an den dänischen Mohammed-Karikaturen der Verstoß gegen das Verbot der Darstellung des Propheten gewesen sei, habe er stattdessen ein “Fotografieren verboten”-Schild benutzt, und darüber hätten auch die Muslime gelacht. Daß er sich damit dem Bilderverbot des Islam noch in der “Satire” gebeugt hat, haben weder er noch der Moderator gemerkt. So sieht es also aus, wenn Satire alles darf ...
Die Titanic war mal ein wirklich gutes Blatt - als sie noch von gestandenen Autoren wie Gernhardt, Knorr, Henscheid, Eilert etc. gemacht wurde. Heute ist sie nicht mehr als eine tendenziell linksfaschistische Schülerzeitung - ebenso dumm wie langweilig.
Ich ärgere mich jedes mal, wenn ich in meiner Bibliothek ein mit Steuergeldern finanziertes Exemplar der Titanic sehe. Ich vermute mal, dass diese Käseblatt in allen 14.300 Bibliotheken in Deutschland ausliegt. Das wären dann 15 % der gesamten Auflage. Ohne diese öffentliche Subvention wäre die Titanic schon lange pleite und keiner würde ihr eine Träne nachweinen.
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