Von Dexter Van Zile.
Die meisten islamistischen Organisationen halten sich nach der Ermordung von Charlie Kirk zurück. Es gibt aber auch geschmacklose Relativierungen und Rechtfertigungen.
Die Ermordung des konservativen Kommentators und Aktivisten Charlie Kirk vor wenigen Tagen an der Utah Valley University in Orem im US-Bundesstaat Utah hat eine Reihe von Reaktionen von Islamisten in den Vereinigten Staaten hervorgerufen. Islamistische Organisationen scheinen sich angesichts des Anschlags zurückzuhalten, aber einige einzelne Kommentatoren haben sich in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Einige verurteilen die Ermordung Kirks, obwohl sie Kirk – der von einem Schützen vom Dach aus erschossen wurde – für seine Unterstützung Israels und seine Besorgnis über die Auswirkungen des Islamismus auf westliche Demokratien scharf kritisieren. Andere freuen sich hämisch über seinen Tod oder nehmen ihn auf die leichte Schulter und behaupten, er habe es verdient, weil er Israel in seinem Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen unterstützt habe.
Gründer von Muslim Skeptic verspottet Kirks Tod
Daniel Haqiqatjou, Gründer der islamistischen Website Muslim Skeptic, äußerte auf X die Vermutung, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Kirks Ermordung angeordnet habe.
Der in Texas lebende Haqiqatjou erklärte nicht nur, dass die Trump-Regierung die Ermordung von Kirk für politische Zwecke nutzen könnte, sondern retweetete auch einen Beitrag einer amerikanischen Muslimin, die erklärte, dass das Video von Kirks Ermordung, das auf X gepostet wurde, das erste Video seit zwei Jahren in ihrem Feed sei, das „ein blutiges Gemetzel zeige, das keinen Palästinenser betreffe“. (Ein Screenshot dieses Beitrags ist hier zu sehen.)
Später am Tag von Kirks Ermordung veröffentlichte Haqiqatjou einen weiteren Beitrag auf X, in dem er Kirk als wahrscheinliches Opfer einer zionistischen Verschwörung darstellte, die sein Leben trotz seiner Unterstützung für Israel beenden wollte.
„Mitgefühl ist das Gegenteil von gutem Charakter“
Ein weiterer prominenter Islamist, Hamzah Wald Maqbul, ein Experte für islamisches Recht, dessen YouTube-Kanal 2,7 Millionen Abonnenten hat, nutzte X, um Kirk unter anderem für seine Verteidigung Israels während dessen Krieges mit der Hamas zu geißeln, und erklärte: „Ich habe kein Mitgefühl für ihn und bete auch nicht für sein Wohlergehen. Er war ein Völkermordleugner und Rassenhetzer. Mitgefühl für solche Menschen zu zeigen, ist das Gegenteil von gutem Charakter.“ Maqbul, ein Gelehrter, der mit Ribat, einem Zentrum für islamische Lehre in Illinois, verbunden ist, erklärte weiter, dass mit der Ermordung von Kirk „ein Verbrecher von einem anderen getötet wurde“.
„Wenn Charlie nicht sicher ist, ist niemand sicher“
Während die meisten islamistischen Organisationen zu dem Attentat geschwiegen haben, veröffentlichte Ahmed Rehab, Geschäftsführer der Chicagoer Sektion des Council on American-Islamic Relations, eine lange Erklärung, in der er zugibt, Kirk wegen seiner Verteidigung Israels gegen den Vorwurf des Völkermords zu verachten. Doch so sehr er „Charlie und seine hasserfüllten Ansichten“ verachtete, erklärte Rehab, dass ihm Kirks „kleine Kinder, die ich nicht kenne, am Herzen liegen; mir ist wichtig, dass sie ihren liebevollen Vater behalten können. Und deshalb muss dieses schreckliche Verbrechen von uns allen verurteilt werden. Wenn Charlie nicht sicher ist, ist niemand sicher.“ CAIR-Chicago repostete diese Erklärung auf seiner eigenen Facebook-Seite.
„Verdient kein Mitgefühl und ist kein Held“
Yasir Qadhi, Imam am East Plano Islamic Center in Texas, nutzte das Attentat als Sprungbrett für einen wütenden Angriff auf Israel und beschuldigte den jüdischen Staat des „Völkermords“.
„Niemand verdient es, in der Öffentlichkeit brutal erschossen und von der Kugel eines feigen Scharfschützen aufgeschlitzt zu werden“, erklärte Qadhi auf X, wobei er kurz auf die Ermordung von Kirk einging, bevor er zu Anschuldigungen gegen Israel überging und behauptete, die IDF habe „die gezielte Ermordung von mindestens 1.500 Palästinensern durch Scharfschützen – darunter viele Frauen und Kinder, die Lebensmittel sammelten – durch die feigen IDF-Soldaten in Gaza“ durchgeführt.
Qadhi ging noch weiter und beschuldigte den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, die „Bombardierung und vorsätzliche Tötung von über 70.000 Zivilisten in Gaza durch das völkermörderische Regime“ zu beaufsichtigen. Er behauptete auch, dass israelische Streitkräfte Zusammenstöße im Westjordanland provoziert hätten, bei denen mehr als 1.000 Palästinenser ums Leben gekommen seien.
Der Geistliche lehnte Mitgefühl für diejenigen ab, die Israel unterstützten oder sich über den Tod von Palästinensern lustig machten, und erklärte: „Jeder, der diese Todesfälle rechtfertigte oder verspottete, verdient kein Mitgefühl und ist kein Held ... Durch Gewalt zu sterben, reinigt nicht das Erbe der Rechtfertigung von Gewalt.“
Schweigen einer Nachrichtenagentur
Die britische Nachrichtenagentur 5Pillars veröffentlichte einen langen Artikel unter der Überschrift „Islamfeindlicher US-Kommentator Charlie Kirk bei Universitätsveranstaltung erschossen“. Der nicht unterzeichnete Artikel verurteilte Kirk dafür, dass er behauptete, islamische Werte seien mit westlichen Demokratien unvereinbar, und kritisierte insbesondere seine Aussage: „Es ist keine Islamfeindlichkeit, wenn man feststellt, dass Muslime Werte in den Westen importieren wollen, die unsere Zivilisation destabilisieren sollen.“
Kommentare keine Überraschung
Thomas Mountain, stellvertretender Vorsitzender des Massachusetts Republican Jewish Committee, erklärte, dass die hasserfüllten Kommentare, die nach Kirks Tod gegen ihn gerichtet wurden, keine Überraschung seien.
„Radikale Islamisten und ihre linken Verbündeten, die den Mord an Charlie Kirk rechtfertigen, haben auch den Mord und die Entführung von Hunderten von Juden am 7. Oktober 2023 gerechtfertigt“, sagte Mountain. „Sie hassten Charlie besonders dafür, dass er ihre Lügen über den israelischen ‚Völkermord‘ in Gaza aufgedeckt hatte.“
Dieser Beitrag erschien zuerst beim Middle East Forum.
Dexter Van Zile, Research Fellow des Middle East Forum, ist Chefredakteur von Focus on Western Islamism. Vor seiner derzeitigen Position arbeitete Van Zile 16 Jahre lang beim Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis, wo er eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Fehlinformationen spielte, die von palästinensischen Christen in christlichen Kirchen verbreitet wurden, und bei der Widerlegung antisemitischer Propaganda, die von weißen Nationalisten und ihren Verbündeten in den USA verbreitet wurde. Seine Artikel erschienen in der Jerusalem Post, dem Boston Globe, der Jewish Political Studies Review, dem Algemeiner und dem Jewish News Syndicate. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Studien und Buchkapitel über christlichen Antizionismus.
hi, der gemeine Moslem fand den gut. Von wegen Ehe & Familie. Die Moslems haben auch die Funktionäre. Charlie Kirk ist über die Kultur des Westens wirksam.
Der bedeutsamste Islamgelehrte des 20. Jhdts, Ayatolla Khomeini, sagte: „Wenn der Islam nicht politisch ist, ist er gar nichts.“
Dieses Statement von einem, der es wissen musste und der bis heute maßgeblichen Einfluss auf die religiöse und ideologische Interpretation des Islam hat, kann durch keine noch so islamkritische Äußerung eines „Ungläubigen“ hinsichtlich Herabwürdigung dieser Ideologie übertroffen werden.
Khomeini hat schon das vernichtendste Urteil über seine Ideologie gesprochen, wenngleich ihm das nicht bewusst war.
Was Charlie Kirk über den Islam gesagt hat, ist dagegen noch schmeichelhaft!
Der Islamismus, – der Islamismus,- daß ist der Rhythmus, wo jeder mit muss. Hier auf der Achse, leider. Warum akzeptiert keiner die Worte des türkischen
Präsidenten Erdogan ? : „ Es gibt keinen Islamismus, es gibt NUR DEN ISLAM ! “
Sehr geehrter Herr Van Zile, die Ermordung eines Menschen, der eine andere Meinung hat, kann nie richtig sein. Nie. Nicht links, nicht Rechts, nicht Mitte. Debatten, Argumente und Toleranz ist der Weg.
Mfg
Nico Schmidt
Charlie Kirk: „Es ist keine Islamfeindlichkeit, wenn man feststellt, dass Muslime Werte in den Westen importieren wollen, die unsere Zivilisation destabilisieren sollen.“ Wenn der Islam unsere Zivilisation destabilisieren will, dann müssen wir islamfeindlich sein.
Es gibt keine islamistischen Organisationen, sondern nur islamische Organisationen.