Bernd Zeller / 01.08.2009 / 11:59 / 0 / Seite ausdrucken

Die Integrationalsozialisten

Wenn es einer wie in der Erklärung dokumentierten Verlogenheit und kontrafaktischen Darstellung bedarf, um Islamdiskriminierung zu konstruieren, auf der sich die Forderungen der Moslemverbände gründen, dann können wir stolz sein. Es gibt keine Islamdiskriminierung in Deutschland, es gibt Religionsfreiheit und Toleranz. Es gibt nur einige Funktionäre, die einen Tunnelblick haben oder deren Geschäftsmodell auf einer Bedrohungslage basiert.
Können wir aber nicht. Könnten wir, wenn das Problem wirklich darin bestünde, ob oder ob nicht die Mehrheitsgesellschaft oder die Islamkritiker eine wie große Gefahr für Integration und Allah darstellen. Wer sich in diese Frage versteigt, ist schon auf die erste Propagandalüge hereingefallen. Gut, nicht auf die erste,

schätzungsweise die zwölfhundertste, aber eine zentrale.
Das Problem sind diese Hetzer.
Wir haben uns zu genieren dafür, dass wir eine solche Erklärung entgegennehmen. Sind das die Leute, mit denen die Islamkonferenz abgehalten wird? Dann wird das nichts mit Integration. Die bewirtschaften den Zustand, dass wir mit ihnen wie mit einer fremden Macht verhandeln. Die eigenen Leute dienen als Masse und Druckmittel, keineswegs geht es darum, ihre Lage zu verbessern.
Endgültig schändlich wird es, wenn sie Seyran Ates und Necla Kelek ins Visier nehmen. Schändlich für uns. Wo bleibt der Aufstand der Anständigen? Jeder, der sich für halbwegs intellektuell, aufgeklärt oder auch nur solidarisch hält, müsste sagen: Ich gehöre auch auf diese Liste!
Natürlich können die Verfasser sicher sein, dass das nicht geschieht und sie nicht behandelt werden wie andere Rechtsradikale auch, dazu wurde hinreichend Vorarbeit geleistet. Der Tagesspiegel druckte das Mazyek-Experiment, vermutlich in dem Glauben, damit wäre der Dampf heraus und der gute Wille gezeigt. Experiment geglückt. Die Bezichtigung von Ates und Kelek beschwichtigt die Mehrheitlinge, die nicht Ates und Kelek sind und die verstanden haben, dass es gut für sie ist zu schweigen.

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