Rainer Grell / 20.08.2018 / 06:00 / Foto: David Frances Barry / 44 / Seite ausdrucken

Die Indianer Nordamerikas – eine vergessene Tragödie

Heute vor 224 Jahren, am 20. August 1794, fand die Schlacht von Fallen Timbers zwischen nordamerikanischen Indianern und Truppen der (seinerzeit 15) Vereinigten Staaten von Amerika statt, die mit einer Niederlage der verbündeten Indianerstämme endete. Ich nehme dieses Datum zum Anlass, ein paar Gedanken zum Thema „Indianer“ niederzuschreiben (Außerdem wird Häuptling Henryk M. Broder wird heute 72 Jahre alt, wozu ich herzlich gratuliere!).

Ich „kenne“ Indianer nur aus den Erzählungen des „Lederstrumpf“ vom James Fenimore Cooper und den Karl-May-Romanen, die mit Namen wie Chingachgook (der letzte Mohikaner, wurde sogar sprichwörtlich, zehnmal verfilmt), Unkas, Magua und Winnetou (ebenfalls x-fach verfilmt, Pierre Brice war Winnetou) verbunden sind. Über das wahre Leben der Indianer erfährt man darin so gut wie nichts: „Das Weltgewissen begrub den Indianer vorzeitig unter einem Berg künstlicher Phantasieblumen“, wie Marianne von Matuschka unter der Schlagzeile „Völkermord in Amerika“ in der „Zeit“ schrieb.

Aber das Schicksal der Apachen, Cheyenne, Huronen, Irokesen, Navajos, Sioux, und wie die zahlreichen Stämme sonst noch alle hießen, hat mich immer bewegt, weil sie im Gegensatz zu den ehemaligen Sklaven aus Afrika bis heute keine Lobby haben. Dabei fallen mir die Namen berühmter Häuptlinge ein wie Tecumseh (der eine Gruppe von Shawnee in der Schlacht von Fallen Timbers führte), Geronimo (bekannt durch seinen lang anhaltenden Widerstand gegen die US-Armee, verewigt in dem Film „Geronimo: An American Legend“, 1993, mit Gene Hackman und Matt Damon), Sitting Bull (bekannt durch die Schlacht am Little Big Horn, wobei er aber wohl nicht selber gekämpft hatte), Crazy Horse (bekannt durch die Tötung des deutschstämmigen Lieutenant-Colonel [Oberstleutnant] George Armstrong Custer/Küster am Little Big Horn) und Cochise (ihm zu Ehren wurde ein Landkreis in Arizona benannt: Cochise County. Außerdem steht er im Mittelpunkt des Films „Broken Arrow, 1950, mit James Stuart und Jeff Chandler als Cochise).  

„Vor 1924 ist kein Indianer in den Genuß der Bürgerrechte gekommen. Noch 1940 verweigerten sieben Staaten den Indianern das Wahlrecht“ (Matuschka, aaO.). Eine gewisse Popularität haben sie lediglich wegen ihrer (umstrittenen) Schwindelfreiheit als Arbeiter bei Hochhausbauten erlangt, was aber offenbar nur für die Mohawk-Indianer, einen Irokesen-Stamm, gilt. Doch habe ich nie davon gehört, dass jemals ein Indianer Bürgermeister einer größeren US-amerikanischen Staat geworden wäre oder gar für den Senat oder den Kongress kandidiert hätte – lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Nichts sollte den gehaßten Roten bleiben. Fort mit ihnen!

Auch in den Streitkräften war ihnen trotz ihrer kriegerischen Vergangenheit eine Karriere verwehrt. Wenn George W. Bush gleichwohl ihren Einsatz bei den Operationen Enduring Freedom und Iraqi Freedom lobt, erscheint mir das eher zynisch oder ignorant, denn sie dürften dort in erster Linie als „Kanonenfutter“ gedient haben. Unter den derzeitig 39 aktiven Generälen und Admiralen befinden sich drei Schwarze und eine Frau – aber kein einziger Indianer. Weiß es jemand besser?

Wenig bekannt ist das einzigartige Schicksal des Stammes der Cherokesen, über die Siegfried von Nostitz in seinem Buch „Die Vernichtung des roten Mannes“ (Diederichs 1970) schreibt: „Die Cherokesen, das ‚Bergvolk Ost-Amerikas‘, galten als Musterbeispiel weitgehend gelungener Anpassung an die weiße Zivilisation [heute würden wir von „Integration“ sprechen]. ... Am Ende des 18. Jahrhunderts hatten sie in großem Ausmaß europäische Technik und Lebensweise übernommen. Viele von ihnen waren Christen geworden. Sie tauschten ihr angestammtes Land gegen landwirtschaftliche Geräte, Bauholz, Spinnräder und andere Werkzeuge. Gegen 1820 erfand ihr Chef Sequoya sogar eine Grammatik für ihre Sprache, und die Cherokesen druckten eine eigene Zeitung, den ‚Cherokee Phoenix‘. ... In einem Bezirk, so hieß es, gab es im letzten Winter mehrere ‚tausend guter Bücher‘ [Zitate aus Edmund Wilson, Apologies to the Iroquois, NY 1966, p. 279].“ „Man sollte meinen“, so Nostitz weiter, „daß die Übernahme europäischer Errungenschaften das freundliche Verhältnis zu ihren weißen Nachbarn gefördert hätte; aber das war keineswegs der Fall. Im Gegenteil: der blühende Zustand dieses Landes reizte ihre [der Weißen] Begehrlichkeit erst recht.“

Ergebnis: Die Cherokesen erlitten das gleiche Schicksal wie die nicht angepassten anderen Indianerstämme. „Kein Geringerer als Präsident Jefferson [der dritte in diesem Amt] hatte in einer Botschaft seinerzeit dem tüchtigen Volk seinen Schutz zugesichert (‚Ihr könnt euch stets auf den Rat und die Hilfe der Vereinigten Staaten verlassen‘); bald wurde klar, daß es nicht mehr um einzelne eingesprengte Siedlungen, um einzelne besonders günstige Acker- oder Weidegründe ging – die Regierung in Georgia erklärte es bald offen: das ganze blühende Land wollte man haben, nichts sollte den gehaßten Roten bleiben. Fort mit ihnen! war die Losung – ‚nie wurde das Vertrauen des farbigen Schülers, des bekehrten Christen, von seinen weißen Lehrern schmählicher belohnt“ (zitiert nach Helen Hunt Jackson, A Century of Dishonour, NY 1881). 

In der Verfassung der Vereinigten Staaten heißt es zwar: “No Person except a natural born Citizen, or a Citizen of the United States, at the time of the Adoption of this Constitution, shall be eligible to the Office of President …” – „Niemand außer einem geborenen Staatsbürger oder jemandem, der zum Zeitpunkt der Annahme dieser Verfassung Staatsbürger der Vereinigten Staaten war, soll in das Amt des Präsidenten wählbar sein. ... Aber damit waren und sind natürlich keineswegs die Indianer oder die Inuits aus Alaska gemeint. „... keinem der geistigen Väter dieser ‚human rights‘ ist es wohl ernstlich in den Sinn gekommen, die Rechtssätze auch auf die Ureinwohner anzuwenden“ (Nostitz, S. 45).

Der rechtliche Charakter der Ausrottung bleibt umstritten

Waren die so genannten Indianerkriege, die vom Anfang des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stattfanden und zur Unterwerfung, Vertreibung oder Ausrottung eines großen Teils der indianischen Urbevölkerung Nordamerikas führten, ein Völkermord?

„Ein Völkermord oder Genozid ist seit der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 ein Straftatbestand im Völkerstrafrecht, der durch die Absicht gekennzeichnet ist, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“; er unterliegt nicht der Verjährung“ (Wikipedia). Es gibt eindeutige Völkermorde, wie der deutsche Holocaust an den Juden, und umstrittene, wie der türkische Genozid an den Armeniern. 

Der rechtliche Charakter der Ausrottung eines großen Teils der nordamerikanischen Ureinwohner in den so genannten Indianerkriegen als Völkermord bleibt umstritten.

Dabei sollte aber nicht übersehen werden, dass auch Vernichtungshandlungen unterhalb der Schwelle des Völkermordes keineswegs tolerabel sind. Siegfried von Nostitz schreibt in der Einführung seines Buches „Die Vernichtung des roten Mannes“: „Immerhin, in Nordamerika wurde in 200 Jahren mindestens eine halbe Million Menschen oder etwa die Hälfte der autochthonen Bevölkerung ausgelöscht – war das nicht ein erster Vorbote dessen, was noch kommen würde?“

Und er zitiert Stimmen, „die sich nicht scheuen, das Verfahren der Weißen gegenüber der Urbevölkerung in Bausch und Bogen zu verdammen: Der Schriftsteller Stan Steiner [The Genocid before this one, 1965] nennt ihr Verhalten schlankweg Genocid: ‚Lange vor Vietnam taten wir das gleiche mit den Indianern.‘ Der Anthropologe Paul Radin spricht von Vernichtung (annihiliation) und Menschenjagd (man-hunt); Wellmann [The Indian wars of the West, 1934] vergleicht (ebenso wie Steiner) die Massaker an den Roten mit den Ausrottungsmethoden der Nazis oder Gestapo.“ Mag der Vergleich auch unangebracht sein, so zeigt er doch, dass die Grausamkeiten der „zivilisierten“ Weißen denen der „wilden“ Indianer in keiner Weise nachstanden (was Nostitz auch durch detaillierte Schilderungen belegt, zum Beispiel in Anmerkung 9, Seite 149 zu Seite 81).

Die Taktik der „verbrannten Erde“

Es waren im Wesentlichen die folgenden Gründe, die den Niedergang der indianischen Ureinwohner bewirkten:

  • Die Landnahme durch die Siedler: „Das Recht des von Gott gesegneten und ins Land geführten Christenvolkes ging dem Rechte des ungläubigen Ureinwohners vor – das war damals in den Neu-England-Staaten allgemein die Überzeugung.“ (Nostitz, S. 24)
  • Die zahllosen Kriege, insbesondere die Taktik der „verbrannten Erde“, die General Washington, der spätere erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, in einer Strafaktion im Sommer 1779 unter den Generälen John Sullivan und James Clinton anordnete (Absatz 9) und die später noch eine Rolle spielen sollte.
  • Die gleichfalls zahllosen Vertragsbrüche der Weißen: „Zusage, Bruch, Mißtrauen und Widerstand der Indianer, dann neue Zusage, die gebrochen wird – hier haben wir bereits im Keim alle Elemente jenes Landraubs, der sich hundertfach wiederholen wird!“ (Nostitz, S. 42). „Es ist die Geschichte der 370 Verträge, die sie [die Regierung] mit den Indianern geschlossen hat, fast alle gleichen, oft wörtlich gleichen Inhalts. Immer wieder, in ermüdender Wiederholung, bekunden sie dasselbe: Abkauf von Land gegen Kapital oder Rente, feierliche Zusage, daß der Rest des Besitzes nun ‚auf ewig‘ dem Roten bleiben solle, ‚solange das Gras wächst und das Wasser fließt‘; Zuerkennung des Rechts an die Indianer, Weiße, die sich in ihr Gebiet wagen, nach Gutdünken zu bestrafen – und dann nach wenigen Jahren: Bruch des Vertrages. Fast keine dieser Garantien ist eingehalten worden. Immer und immer wieder kapitulierte die Regierung vor dem Druck der Pioniere, den neuen Wellen derer, die frisch ins Land kamen oder die weiter nach Westen drängten.“ (Nostitz, Seite 53)
  • Der gezielte Einsatz von Pockenviren: „Auf dem Höhepunkt des sogenannten Pontiac-Krieges [Nach diesem Indianer-Häuptling wurde eine bekannte Automarke von General Motors benannt. Nach der Insolvenz von General Motors im Jahre 2009 wurde die traditionsreiche Marke Ende des Jahres 2010 aufgegeben] (wahrscheinlich im Juli 1763) machte der britische Befehlshaber, General Amherst, seinem Untergebenen, Oberst Bouquet, folgenden Vorschlag, der in der Kriegsgeschichte zivilisierter Armeen ziemlich einzig dasteht: ‚Gibt es nicht eine Möglichkeit, unter den abgefallenen Indianerstämmen die Schwarzen Pocken zu verbreiten?“ (Nostitz, S. 41). Zwar gibt es keinen direkten Beweis, dass der Plan durchgeführt wurde; „immerhin steht fest, daß die schwarzen Pocken einige Monate später unter den Stämmen in Ohio ausbrachen.“ (Nostitz, aaO.)
  • Der ebenso bewusste Verkauf von Alkohol an die Indianer. Das „Feuerwasser“ hat auf die Indianer verheerende Wirkung, weil ihnen ein Enzym namens ADH (Alkoholdehydrogenase) fehlt, das dazu beiträgt, dass der Alkohol in der Leber möglichst schnell abgebaut wird. Zwar heißt es bei Wikipedia: „Die ganz überwiegende Mehrzahl relevanter Studien ergab jedoch, dass dies nicht zutrifft“, was allerdings nichts daran ändert, dass der Alkohol bis heute maßgeblich zur Verelendung der Indianer beigetragen hat.
  • Die Technik (Landbedarf durch den Bau der Eisenbahn: „Mit dieser Technik entsteht dem Roten Mann ein neuer Feind, sie wird dem schon wankenden den letzten Stoß versetzen.“ Nostitz, S. 63)
  • Der Goldrausch (ein großer Anteil an Goldsuchern waren Kriminelle, die keinerlei Rücksicht auf die Belange der Indianer nahmen und auch von der Regierung nicht gebremst werden konnten)
  • Das Abschlachten der Bisons (dadurch wurde den indianischen Jägervölkern im Westen die Lebensgrundlage entzogen): „Nie zuvor in der Geschichte haben Menschen in so kurzer Zeit so viel Natur vernichtet. In gerade mal 15 Jahren rotteten Jäger die gewaltigen Bisonherden Nordamerikas aus. Noch 1870 gab es in der Prärie zehn bis 15 Millionen wilde Bisons. Knapp zwei Jahrzehnte später waren es weniger als 100 Tiere“ Mittlerweile ist der Bestand wieder auf geschätzte 30.000 Tiere angewachsen. Und warum dieses scheinbar sinnlose Abschlachten? Um den Lederbedarf in Europa zu befriedigen, besonders für Armeestiefel. Einer der bekanntesten Büffeljäger war William Frederick Cody, genannt Buffalo Bill, der 4.280 Büffel getötet haben soll. Die Zahl verwendet auch Aram Mattioli in seinem fakten- und detailreichen Buch „Verlorene Welten“ (2017, SW. 322), ergänzt durch die Information, dass Cody dies in sieben Monaten als Bisonjäger bei der Kansas Pacific Railroad erledigte (laut Wikipedia Englisch, ”to provide meat for the track laying crews“ – um die Gleisbau-Mannschaften mit Fleisch zu versorgen). Verkehrte Welt: Gleichwohl widmeten ihm die Indianer aus dem Pine Ridge Reservat [im Südwesten des US-Bundesstaats South Dakota an der Grenze zu Nebraska], die durch seinen Tod ihren engagiertesten Fürsprecher verloren hatten, einen Nachruf.   

Eine offizielle Entschuldigung ist bis heute ausgeblieben

„Die USA tun sich mit der Aufarbeitung der Indianerkriege bis heute schwer. Eine offizielle Entschuldigung angesichts der eindeutig belegten Massaker – insbesondere die vom Sand Creek 1864, Washita River 1868 und Wounded Knee 1890 – sind bis heute ausgeblieben. US-Präsident George W. Bush lobte in einer Rede zwar explizit den Einsatz indianischer Teilnehmer bei den Operationen Enduring Freedom und Iraqi Freedom. Die schlechten Lebensbedingungen in den Reservaten werden allerdings auch von heimkehrenden Veteranen beklagt.

2009 unterzeichnete Barack Obama als 44. US-Präsident eine Erklärung, in der er für die Übergriffe der US-Armee um Entschuldigung bat“ (Wikipedia), Public Law 111-118, SEC. 8113 (S. 3453 – 45/67) Übersetzung vom Autor:

Entschuldigung gegenüber Ureinwohnern der Vereinigten Staaten

Anerkennung und Entschuldigung:

– Die Vereinigten Staaten, handelnd durch den Kongress – 

(1) anerkennt die besondere rechtliche und politische Beziehung, die indianische Stämme mit den Vereinigten Staaten haben und die feierliche Verpflichtung gegenüber dem Land, das wir teilen;

(2) lobt und ehrt die Ureinwohner für die tausende von Jahren, in denen sie dieses Land verwaltet und geschützt haben;

(3) anerkennt, dass es Jahre amtlicher Verwüstungen, schlecht durchdachter Politik und Vertragsbrüche der Bundesregierung bezüglich indianischer Stämme gab;

(4) entschuldigt sich im Namen des Volkes der Vereinigten Staaten bei allen Ureinwohnern für die vielen Vorfälle von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung, die den Ureinwohnern durch Bürger der Vereinigten Staaten zugefügt wurden;

(5) drückt sein Bedauern aus über die Auswirkungen früherer Fehlentscheidungen und seine Bereitschaft, auf der positiven Beziehung der Vergangenheit und Gegenwart aufzubauen und eine hellere Zukunft anzustreben, in der alle Menschen dieses Landes versöhnt als Brüder und Schwerstern leben und in Harmonie dieses Land gemeinsam verwalten und schützen;

(6) bittet den Präsidenten dringend, die Fehlentscheidungen der Vereinigten Staaten in der Geschichte der Vereinigten Staaten gegenüber den indianischen Stämmen anzuerkennen, um diesem Land Heilung zu bringen;

(7) lobt die Regierungen der Bundesstaaten, die mit Anstrengungen zur Versöhnung mit anerkannten indianischen Stämmen begonnen haben, die innerhalb ihrer Grenzen leben, und ermutigt alle Staatsregierungen, in gleicher Weise für versöhnliche Beziehungen mit den indianischen Stämmen auf ihren Territorien zu arbeiten.

Schöne Worte, wenige Taten – wie so oft bei Obama (wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf).

„Amt für indianische Angelegenheiten“

Die Indianer leben heute überwiegend in so genannten Reservaten, teilweise in erbärmlichen Verhältnissen: „Viele des Navajo-Stammes haben nicht einmal fließendes Wasser. Der Bürgermeister [von Gallup, New Mexico] bemerkte, dass die USA ein Vermögen für den Aufbau einer Wasserversorgung im Irak ausgeben würden, aber dasselbe einfach nicht für die Bürger ihres eigenen Landes täten“ (Richard Quest in Cicero).

„Das Bureau of Indian Affairs (BIA; deutsch „Amt für indianische Angelegenheiten“) ist eine dem Innenministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Behörde, die sich um die Belange der Indianer und deren Reservate kümmern soll. Sie wurde im Jahre 1824 gegründet und war damals noch dem Kriegsministerium der USA unterstellt. 1849 wurde sie dem neu entstandenen Innenministerium zugeordnet. Es ist damit das älteste Amt des Innenministeriums.

Nach eigenen Angaben betreut das BIA 567 von der Bundesregierung anerkannte Indianerstämme [auf der Website des BIA ist dagegen von “573 Federally recognized tribes“ die Rede; nach einer anderen Quelle sind es 562 Stämme], mit 1.9 Millionen Mitgliedern. Das BIA verwaltet 55 Millionen Acres (225.000 km²) Land im Auftrag der Indianerstämme. Zirka 42.000 Schüler besuchen 183 BIA-eigene Schulen. Auch betreibt oder unterstützt das Amt 28 Universitäten und Fachhochschulen. Sitz der Behörde ist Washington, D.C.“ (Wikipedia). Das BIA hat 8.700 Beschäftigte. 

"Das Amt für indianische Angelegenheiten ist einzigartig unter den Bundesbehörden. Mit Wurzeln bis zum Kontinentalkongress [1774-1789] ist das BIA fast so alt wie die Vereinigten Staaten selbst. Wie die Bundespolitik sich gewandelt hat von der Vorstellung von Unterwerfung und Assimilation der amerikanischen Indianer und Eingeborenen Alaska, so hat sich auch der Auftrag des BIA geändert. Seine Rolle ist jetzt die eines Partners der Stämme, um ihnen zu helfen, ihre Ziele der Selbstbestimmung zu erreichen und gleichzeitig seine Kompetenzen unter dem Dach des Federal-Tribal-Trust und die Beziehungen von Regierung zu Regierung zu bewahren" (Übersetzung vom Autor).

 

Der Wandel vom rücksichtslosen Gegner der Indianer zum „Partner der Stämme“ ist sicher bemerkenswert. Die Frage aber bleibt, ob sich die Lage der Indianer dadurch grundlegend geändert hat und ob es eine Wiedergutmachung für die Verbrechen und das Unrecht an ihnen gibt, die diesen Namen verdient.

Wer sich für Geschichten über die heutigen Indianer interessiert, findet diese vielleicht in den Büchern von Sherman Alexie, von denen allerdings offenbar nur zwei ins Deutsche übersetzt wurden: „The Toughest Indian in the World“ (deutsch: „Lachsjäger“) und „The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian“ (deutsch: „Das absolut wahre Tagebuch eines Teilzeit-Indianers“).

Das wohl beste wissenschaftliche Buch über die Geschichte der Indianer Nordamerikas (so der Untertitel) ist „Verlorene Welten“ des Schweizer Professors für Neueste Geschichte an der Universität Luzern, Aram Mattioli (Klett-Cotta, 6. Aufl. 2017). Es fiel mir allerdings so spät in die Hände, dass ich es für diesen Beitrag nicht mehr intensiv nutzen konnte. Das Literaturverzeichnis umfasst 28, die Anmerkungen 59 Seiten).

Seinen „einleitenden Bemerkungen“ stellt Mattioli diese Aussage des berühmten Häuptlings der Shawnee, Tecumseh, aus dem Jahr 1811 voran:

„Wo sind heute die Pequot? Wo sind die Narrangansett, die Mohawk, die Pokanoket, und viele andere einst mächtige Stämme unserer Rasse? Die Habgier und Unterdrückung des weißen Mannes haben sie dahinschwinden lassen wie Schnee in der Sommersonne.“ 

(Fundstelle: Tecumseh, Sleep no longer, O Choctaws and Chicasaws, Septembber 1811 in: Bob Blaisdell (Hrsg.), Great Speeches by Native AmericansMineola, New York 2000, p. 50f.)

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Archi W. Bechlenberg / 20.08.2018

Auch wenn es ihnen nichts genutzt hat, da diese Eindringe technisch überlegen waren: die Ureinwohner Nordamerikas haben sich zumindest nicht wie die Dodos einfach ausrotten lassen. Das unterscheidet sie deutlich von den Deutschen und anderen Europäern.

Dr. Michael Kubina / 20.08.2018

Die Fakten kann ich nicht beurteilen, aber die Betrachtungsweise ist schlicht ahistorisch. Es ist eine Unsitte unserer Zeit, ständig irgendwelche Entschuldigungen, Bedauernsbekundungen und Wiedergutmachungen für lange zurückliegende historische Ereignisse zu forden. Die Welt wird dadurch nicht besser, nur das Selbstwertgefühl der sich Entschuldigenden, die aber gar keine Schuld tragen, bzw. derer, die sogar nur die Entschuldigung von anderen fordern. Psychologen könnten hierzu sicher mehr sagen. Jede Generation hat genug mit dem Unrecht, den Verbrechen, den Dummheiten und Wahnvorstellungen der eigenen Zeit und unmittelbaren Vergangenheit, sagen wir der letzten 50 Jahre, zu tun. Ess macht überhaupt keinen Sinn, ständig die Vergangenheit mit den geraden aktuellen Wertmaßstäben zu messen. Auch unsere Wertmaßstäbe werden irgendwann nicht mehr gelten bzw. kaum noch nachvollziehbar sein und es ist dann genauso sinnlos, die neuen, uns heute noch unbekannten Wertmaßstäbe, rückblickend auf unsere Zeit anzuwenden. Nur eines ist vollkommen klar: Unsere heutigen Wertmaßstäbe, unsere Zivilisation,unsere Kultur sind das Ergebnis der Geschichte inklusive aller Dinge, die wir heute als Verbrechen oder unmenschlich einstufe. Das alles bedeutet nicht, das wir uns nicht mit den “unmenschlichen” Seiten unsere Geschichte auseinandersetzen sollen, aber im Sinne des Versuchs eines Verstehens aus der Zeit heraus und nicht eines Verurteilens. Ich finde es einfach faszinierend, wie sich die Wertmaßstäbe der Menschen immer wieder ändern, die Verbrechen aber leider kaum weniger werden. Da ist einfach etwas mehr Demut angebracht, beim Blick zurück auf andere Generationen.

B.Kröger / 20.08.2018

Den Ureinwohnern Amerikas ist Unrecht zugefügt worden. Das steht außer Frage.  Zur Zeit ist es ja auch groß in Mode, alle Verbrechen, die auf diesem Planeten begangen wurden, den Europäern anzurechnen. Alle anderen Populationen und Völker waren und sind offensichtlich liebenswürdige, freundliche und allseits hilfsbereite Menschen. - Muss man wirklich auf jeden fahrenden Zug aufspringen?  - Bei allem Verständnis für die schwierige Lage der Indianer, auch für sie gilt,  sie können sich nur selber helfen. Das kann kein noch so freundlich helfen wollendes Amt für sie tun. Sie selber müssen einen Weg für sich finden und dafür wünsche ich ihnen viel Erfolg!

Jo Richardt / 20.08.2018

Der Vergleich zu heute, wo die Deutschen in der Indianer-Rolle sind, liegt nahe. Zumal es Pegida-Indianer gibt, die als “politisch Rechte” meinen: “Das hier ist unser Land” (in China wäre das “Links”). Realpolitisch gesehen (statt parteipolitisch) finde ich noch mehr Parallelen zu den Indianern in unserer Geschichte: 1. Zur Wendezeit der DDR seit den 1980-er war der Westen technisch weit überlegen wie die in der Neuen Welt ankommenden Siedler. Die Folge war “Willkommenskultur”, und das nicht nur techologisch im Beruf, auch in der Familie war der Westbesuch (egal wie sehr ein “Kleingeist auf großer Bühne”) derjenige, der sagte, was Trend für die Ost-Indianer sein wird. 2. Damit war die Tür weit offen für die Übernahme des Landes für ein paar Glasperlen: große Immobilien und Betriebe wurden für nur 1 DM verkauft mit dem Wunsch “Bitte übernehmt uns!”. Nur Lafontaine dagegen. 3. Hier erlebten wir frühere SED-ler als Wendehälse vorneweg:  Beruflich wie politisch siegten die Egoisten,  die ihre eigenen “Indianer” sofort vergaßen. Ein Genosse, der zB. 1968 beim Prager Frühling 1968 linientreu war, ist heute linientreu für die Bestrafung Russlands, dessen Krim-Politik nicht NATO-Linie erfüllt. 4. Bockige Indianer treten viel später auf die Bühne als “Wutbürger”. Daher wird meine Tochter, die in NRW lebt, nie zugeben, dass sie aus dem Osten stammt. (Rothaut hat sie ja nicht.) 5. Europa insgesamt sollte 1990 auf US-Wunsch zur EU werden als Preis für Wiedervereinigung unter Kohl-Gorbatschow. Erst später erfuhren wir (google Interview George Friedman, US-Stratfor, Chicago) dass für USA nicht Europa zählt, sondern unsere Gegnerschaft zu Russland. “Teile und Herrsche” bringt “Indianer” dazu, dass sie sich bekriegen. Google dazu Kerenski-Offensive 1917: Russland war kriegsmüde, da kam ein Friedensnobelpreisträger aus USA nach Russland. Nazikeule gegen “Vogelschiss” ist zu wenig, Rinks gegen Lechts spaltet auch ganz gut.

K. Schmidt / 20.08.2018

Vielfalt genetisch, wahrscheinlich politisch nicht korrekt das zu erwähnen: Die Schwarzen haben einen Knöchel weniger, AsiatInnen fehlt das “Milchabbau-Gen”, IndianerInnen das “Alkoholabbau-Gen” sowie das “Bartwachs-Gen”, möglicherweise auch das “Schwindel-Gen”. Interessant wäre es zu ergründen, warum der “schwarze Mann” versklavbar war, “der rote Mann” jedoch nicht (rote und schwarze Frauen existierten damals offenbar noch nicht)! IndianerInnen starben einfach in der Sklaverei, die Amis gaben den Versuch irgendwann auf. Was machte den Unterschied aus?

Thomas Raffelsieper / 20.08.2018

Waren es nicht die Deutschen in Texas, die bis heute ihre Verträge mit den benachbarten Indianern ungebrochen feiern und die indianischen Stämme als absolut gleichberechtigt ansahen, bis heute? Und waren es eben auch die Deutschen, die es im amerikanischen Bürgerkriegs ablehnten, die Sklaverei der Südstaaten zu verteidigen? Das sind Amerikaner. Alles andere war, ist und wird wohl immer Unrecht bleiben.

Daniel Kempcke / 20.08.2018

Die Verbrechen gegenüber den Indianern waren zahlreich und verdienten es sicherlich, dass heutzutage ihrer etwas mehr gedacht wird. Ich kann dem Autor aber nicht zustimmen, dass jetzt hier große Entschädigungen anstehen. Wie sollten die auch aussehen? Das Land zurückgeben? Wem? Und mit welcher Berechtigung soll man es den heutigen Besitzern wegnehmen? Die haben es schließlich nicht gestohlen. Und leistungsloses Einkommen wäre langfristig wohl das grausamste, was man den heutigen Indianern antun könnte. Und das Letzte was man im Westen braucht sind noch weitere selbsthassfördernde Neurosen. Auch finde ich den Tenor des Artikels etwas zu reißerisch. Ja es gibt weniger indianische Prominente als Schwarze. Aber die machen eben auch 13% der Bevölkerung aus - die Indianer nur ~1%. Auch ist es extrem unfair heutige Maßstäbe an damalige Personen anzulegen. “Völkermord” gemäß der heutigen UN-Definition war in der Geschichte gang und gäbe.  Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum man da ein einzelnes Verbrechen rauspickt. Dann müsste man auch z.B. indianische Stämme bestrafen die in der Vergangenheit andere Stämme ausgelöscht haben. Kam auch häufig vor. Oder die Japaner wegen der Auslöschung der Ainu. Oder die indischen Muslime / Pakistanis wegen den Verbrechen gegen die Hindus. Oder was haben die Römer damals mit Karthago, den Kelten usw. gemacht. Gleiches hört man auch bzgl. des Herero-Aufstands. Dass die Herero selber kriegerisch nach Namibia eindrangen und die einheimischen Namas verdrängten/auslöschten, vergisst man gern. Etc, etc…

Eugen Richther / 20.08.2018

Von deutscher Seite ist mancher gewiss froh den US-Amerikanern “Ausrottung” u. a. Ungemach vorwerfen zu können. Der Baumstamm im eigenen Auge (auch des Diplomaten Siegfried von Nostitz, geb. 1905) ist dann endlich nicht mehr sichtbar. In meinen vielen Lebensjahrzehnten habe ich in der Nachkriegszeit selten so erleichterte deutsche Bürger und ein Glänzen in ihren Augen gesehen, wenn sie über die “vermeintliche Ausrottung der Indianer” durch die “Amis” schwadronieren konnten. Eine angemessene historische Bewertung kann nur aus einer damaligen Perspektive erfolgen. Ein Verweis auf die Definition von Völkermord in 1948 mag rhetorisch legitim sein, in der Sache jedoch nicht sinnvoll.  BTW; bis zu Cherokee hatten die Indianer keine eigene Schrift. Abgesehen davon, messe ich dem fairen Umgang mit der eigenen Geschichte einen hohen Wert ein. Vor allem, wenn hieraus gelernt wurde, um nicht schon wieder auf die gleichen Teufel (allerdings in neuer Farbe) erneut hereinzufallen.  Leider erleben wir auch in D wieder das Gegenteil dessen. Rationale Einsicht und Erkenntnis weichen den moralisierenden Ritualen einer sehr selektiven Gedenksheuchelei. Eine Minute oder eine Stunde des gespielten Innehaltens, um danach ungerührt weiterzumachen wie zuvor, als wären “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” nur ein Fall für die Geschichtsbücher.

Martin Landner / 20.08.2018

Halt, halt, halt. Die Indianer hatten immer eine äußerst mächtige Lobby, die sich allerdings in Wirklichkeit nicht für sie interessiert hat. Die Romantisierung der Indianer im Ostblock - in Büchern, Filmen, öffentlichen Stellungnahmen - hatte natürlich keineswegs die Kritik an tatsächlichem Unrecht zum Ziel, sondern war einfach nur ein Versuch, dem Westblock ans Bein zu pinkeln. Was natürlich einen ehrlichen Ausgleich zwischen Indianern & Weißen belastet hat.

Jochen Knödler / 20.08.2018

Der Artikel ist meines Erachtens sehr tendenziös geschrieben, “böse weiße Amerikaner vs. der unschuldige gute edle Wilde”. Allein, so war es nicht. In vorindustriellen Zeiten, also dann, wenn die Landwirtschaft ökonomisch dominiert, ist es wichtig, möglichst viel Land zu besitzen, da das gleichzeitig Reichtum bedeutet. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung wurde Land unwichtiger, weshalb die großen Kolonialreiche ihre Kolonien abgestoßen haben. Es rechnete sich einfach nicht mehr. Diese Entwicklung begann schon vor dem Ersten Weltkrieg mit der Unabhänigkeit von Kanada und Australien im Jahre 1901. Die USA war von Anfang an auf Grund ihrer liberalen Verfassung wirtschaftlich sehr erfolgreich, weshalb sie viele Siedler aus Übersee anlockte. Während die Engländer schon in Kolonialzeiten eher an der wirtschaftlich florierenden Ostküste und den Südstaaten siedelten, kamen auch viele Siedler aus überwiegend landwirtschaftlich geprägten Ländern (hauptsächlich Deutschland und Irland) in die USA. Der Migrationsdruck aus diesen sehr armen und rückständigen Ländern auf die USA war am größten. Die Massen an Deutschen und Iren, die Bauern waren, brauchten natürlich Siedlungsraum im Westen, weshalb sie sich im mittleren Westen ansiedelten. Bis heute sind diese Gegenden überwiegend deutschstämmig besiedelt. Das heißt, der typische Cowboy war ein deutscher Hinterwäldler. Diese sind mit ihren Trecks und ihrer Landnahme im Westen natürlich auf Widerstand der dort siedelnen kriegerischen Indianerstämme gestoßen. Es gab gegenseitige Angriffe von beiden Seiten. Als Völkermord würde ich das nicht bezeichnen. Nicht jeder Krieg ist ein Völkermord. Es ging vordringlich nicht darum, die Indianer auszurotten. Aber jetzt mal ehrlich, welcher Indianer wollte heute auf westliche Errungenschaften verzichten und die harten Winter des mittleren Westens wieder im Zelt verbringen? Amerika wäre heute ein Armenhaus. Sorry, aber den edlen Wilden gab es noch nie.

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Rainer Grell / 02.07.2019 / 16:30 / 0

Fehl-Pässe bei der Staatsangehörigkeit

Bin ich Don Quixote, der gegen Windmühlenflügel kämpft? Verdammt, nein! Deswegen hatte ich mir vorgenommen, den ganzen Quatsch bei nächster Gelegenheit schweigend zu übergehen. Zu…/ mehr

Rainer Grell / 21.06.2019 / 12:00 / 24

Rückkehr zum Rechtsstaat! Eine Wutrede (3)

Wenn eines evident ist, dann die Tatsache, dass die geltenden Bestimmungen nicht ausreichen, um die Probleme mit der Migration zu lösen. Der berühmte rosa Elefant…/ mehr

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