
Brandstifter? Das klingt doch noch fast höflich, Herr Wedell. Für die Autorin Dr. Eva Weissweiler, die in Giordanos Verlag bei Kiepenheuer & Witsch u. a. Biographien wie “Die Freuds”, “Otto Klemperer” sowie eine Schmonzette des Historischen Romans namens “Die Juden von Cöllln” erscheinen ließ, war der Kollege Ralph Giordano schlicht und ergreifend ein “Hassprediger”.
Sehr geehrter Herr Giardano, wenn Sie das lesen, hören und sehen würden, was in Deutschland so verlautet wird. Sie würden ihr eigenes Leben nicht mehr wiedererkennen. Ich werde Sie nicht vergessen. Gruß peter luetgendorf
Qualitätsmediale Überleitung aus der Hölle. Und das nennt sich Kulturzeit. Mir fallen spontan ein Fass, Krone, Gesicht.
Die begleitende Bildunterschrift bei 3sat finde ich persönlich ein ziemlich starkes Stück: “Ralph Giordano, einer, der deutsche Debatten angefacht hat, der gegen Ende seines Lebens manchmal ein Brandstifter war, ist mit 91 Jahren gestorben.” Giordano ein Brandstifter? Achsoooo, na ja, nur manchmal halt. Früher gab es im TV mal “Spiel ohne Grenzen”... heute hingegen oft nur “Unverschämtheiten ohne Grenzen”. Echte Brandstifter, d.h. die Araber oder Nazis, die gegen Juden gerne Brände stiften, werden es jedenfalls mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen, daß auch ein Jude mal offiziell, vom deutschen TV abgesegnet, ein Brandstifter ist. @ Caroline Neufert, Sie bräuchten nur den Brief Giordanos an Wulff zu lesen, den Broder ja verlinkt hat, und schon würden Sie bemerken, daß nicht nur sein Freund, sondern Giordano selbst sich “auf Islamkritik hin instrumentalisiert” hatte.
Leider hat Ralph Giordano durch seine Diskreditierung aller die Masseneinwanderung aus der islamischen Welt ablehnenden Menschen als Neonazis oder Rechtsextremisten das Problem der Islamisierung selbst befördert. So forderte er z.B. in den 90ern, man müsse Franz Schönhuber den Garaus machen, was dieser mit einer Strafanzeige beantwortete. Das er es in seinen letzten Lebensjahren realistischer bewertete und vor allem auf die Gefahr für die Juden und die gesamte Gesellschaft durch die Islamisierung hinwies, spricht für ihn.
Unkulturzeit bei 3sat, nur wenige Tage nach Ralph Giordanos Tod: “Ralph Giordano “Diese Großmoscheen sind ein falsches Signal.”: Ralph Giordano, einer, der deutsche Debatten angefacht hat, der gegen Ende seines Lebens manchmal ein Brandstifter war, ist mit 91 Jahren gestorben.” http://www.3sat.de/mediathek/?obj=48252 Der alte “Brandstifter hat also was “angefacht”, schreiben sie - sowas macht mich wütend, nicht diese grottige Moderation.
Unglaublich. Die Redaktion der “kulturzeit” gehört sofort entlassen, die Moderatorin dieser merkwürdigen Sendung, die sich so etwas leistet, direkt in die Wüste geschickt und die Programmverantwortlichen noch bestenfalls versetzt in die Versandabteilung.
Eine kleine Korrektur: Ich kann bezeugen, dass Giordanis Kritik auf den WDR-Radiowellen 3 und 5 nicht verschwiegen wurde; man beklagte vielmehr wortreich den mit zunehmendem Alter gewachsenen “Dogmatismus”, der den unbelehrbaren Greis immer ‘“verhärteter” oder “verbitterter” hat werden lassen, und keine der diversen Erwähnungen, Anmoderationen für Interview mit KiWi-Chef etc. ließ es sich nehmen, auf die Ablehnung des Moscheebaus in Köln hinzuwiesen. Wovon allerdings nie die Rede war: dass Ralph Giordano schon 1992 erklärt hat, als Jude könne man sich hierzulande nicht mehr sicher fühlen - als hätte er geahnt, dass im Sommer 2014 judenfeindliche Parolen bei Anti-Israel-Demonstrationen nicht nur von der Polizei geduldet, sondern überaus zuvorkommend “begleitet” und sogar mit Leih-Megaphonen unterstützt würden.
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