
Selbst wenn der Bescheid negativ ist, wird nicht abgeschoben. So recht der Autor hat, die Scharade geht ja noch weiter, wenn die abgelehnten Asylbewerber im Land bleiben. Insofern ist es schnuppe, ob der Bescheid positiv oder negativ ist. Die bleiben einfach hier. Alles andere würde ja zu “schlimmen Bildern” führen. Und wenn unsere größte Kanzlerin aller Zeiten eines nicht mag, dann sind es schlimme Bilder.
Vielen Dank für die wiederum klaren Worte. Alles Wesentliche, was sie vorausgesehen haben, ist bisher eingetreten. Schreiben Sie weiter solche hilfreichen Analysen, vor allem solche für Merkel und seinen Stab nicht hilfreichen Analysen. Ihre Rehabilitierung ist in vollem Gange. Die SPD bleibt ohne Sie nur marginal. Die Wahrheit setzt sich immer erst nach vielen Opfern durch. Sie sind ein wahrhaft aufrechter Deutscher und Europäer.
Was ist das für ein Gefühl, von Verbrechern regiert zu werden, die WISSENTLICH von 87% gewählt wurden?
Seehofer ist mal wieder als Tiger gesprungen und wird wieder als Bettvorleger enden.
Herr Sarrazin, Sie bringen es wieder auf den Punkt. Sie bringen aber einmal mehr auch die ” politische Verantwortung” auf den Punkt. Diese hat natürlich nichts mit unternehmerischer oder menschlicher Verantwortung zu tun, denn sie hat schlicht keine Konsequenzen. Die ganzen Verfehlungen mit all den Opfern und Toten auf einen solchen, schlussendlich nur administrativen Nenner zu reduzieren ist für mich nur dekadent und dafür nimmt Merkel bei Anne Will noch die Verantwortung. Aufgrund solcher, heute bekannter Tatsachen, müsste jeder Unternehmer, jeder Normalbürger mit Hausdurchsuchung und U-Haft rechnen. Warum ist das in der Politik nicht möglich. Warum kann man noch allen Ernstes darüber diskutieren, ob es einen Untersuchungsausschuss geben soll? Warum sollten Beamte die Bestechungsgelder angenommen oder kriminelle Handlungen gemacht haben, anders als die steuer zahlenden Bürger behandelt werden? DAS ALLES STINKT ZUM HIMMEL UND ES IST NICHT MEHR NACH ZU VOLLZIEHEN. Danke Herr Sarrazin. b.schaller
Mir fällt dieser Tage wieder das Wahlplakat der bayerischen AfD im letzten Bundestagswahlkampf ein: „Wer CSU wählt, bekommt Merkel“. Das bekommt inhaltlich nach der gestrigen Präsentationsabsage des Migrations-Masterplans neue Bedeutung. Die Kanzlerin pfeift ihren Innenminister zurück, weil der doch tatsächlich Menschen ohne Pass an der Grenze abweisen wollte. Sie will, so bei Showmasterin Anne Will, eine europäische und keine nationale Lösung der Asylproblematik (vulgo: also auch des Asylbetrugs via BAMF). Also keine Lösung in absehbarer Zeit. Die „Herrschaft des Unrechts“, wie einmal von Seehofer in einem mutigen Moment gesagt, dauert jetzt immerhin schon fast 3 Jahre. Wer glaubt, eine Lösung im Interesse der Deutschen wäre im Rahmen der EU-Länderchefs machbar, der glaubt auch noch an den Osterhasen. Ich sehe vor meinem geistigen Auge die CSU bei den anstehenden Landtagswahlen mit weniger als 40% ihre absolute Mehrheit deutlich verlieren, wirtschaftlich und auch sicherheitstechnisch für Bayern ein Fiasko. Und das, weil die männlichen Politikdarsteller von der Kanzlerin samt und sonders kastriert wurden. Ein Trauerspiel.
Könnte es nicht auch sein, dass die für fast alles Verantwortung übernehmende, jedoch keinerlei Konsequenzen daraus ziehende A.M. den lieben Horst mit voller Absicht ins Innenministerium gelockt hat? Im (mit an Sicherheit grenzener Wahrscheinlichkeit) Wissen über die chaotischen Zustände im BAMF kann sie ihm nun in aller Seelenruhe zusehen, wie auch Seehofer dieses Chaos nicht wirklich bereinigt bekommt. Ich gehe fest davon aus, das die schwarze Witwe, äh Frau M., schon den Fuschsschwanz in der Hand hält, nicht um ihn an die Antenne ihrer Dienstlimousine zu hängen, sonder ihn genüßlich an die Beine des Ministerstuhls von Horsti angesetzt hat. Seinen “Masterplan” zur Asyldebatte hat sie ja nun schon zum öfteren aufs Abstellgleis verbannt. Und wäre es Seehofer mit seinen vollmundigen Erklärungen wirklich ernst, wäre es doch ein leichtes, die im September von seinem, jetzt nicht mehr zur Rechenschaft zu ziehenden Vorgänger, die mündliche Anweisung an die Bundespolizei “...dass Maßnahmen der Zurückweisung an der Grenze mit Bezug auf um Schutz nachsuchende Drittstaatsangehörige derzeit nicht zur Anwendung kommen…” zurückzunehmen.
Unter Merkel macht er sich zum Vollhorst, er strampelt wie ein umgedrehter Käfer. Jämmerlich. (Vor 1000 Jahren hätte er noch sagen können: Adieu, ich geh ins Kloster.)
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