
So sehr ich die Beiträge von Herrn Sarrazin sonst schätze, kann ich diesmal nicht zustimmen. Womit soll ich Politiker verdient haben, die so agieren wie sie es tun? Politiker, die Kurzarbeit anordnen, aber für sich selber volle Bezüge beanspruchen? Politiker, die nur über Listen in den Bundestag gekommen sind, aber dort den Ton maßgeblich angeben? Politiker, die Lastenausgleich andenken, aber seit Jahren nicht schaffen knapp 100 Sitze im Bundestag abzuschmelzen? (Laut H. Gysi, kostet 1 Bundestagsabgeordneter den Steuerzahler knapp 500000€ pro Jahr) Politiker, die bereits “Dreck am Stecken” haben werden wieder aufgestellt, während Ehrliche ignoriert werden. Politiker, die sich entmündigen lassen, statt ihre Aufgaben wahrzunehmen? Nur um einige Beispiele zu nennen. Der Dümmste hat nicht verdient, dass er so “regiert” bzw. über den Tisch gezogen wird. Das Schlimmste ist, dass diese Personen genug Geld haben um das Land zu verlassen, wenn sie es gegen die Wand gefahren haben. Andere haben da nicht so viel Glück
Der Beitrag ist lehrreich, weil er letztlich zeigt, dass sich nicht nur die Politik, sondern die gesamte Mehrheitsgesellschaft in einem Dilemma selbst gefangen hat. Dem Satz “Jeder Corona-Tote ist einer zu viel.” kann ohne Verletzung der Denkgesetze kein Satz folgen, der mit einem “Aber” beginnt. Richtig müsste die Argumentation so beginnen: “Es ist die Aufgabe des Staates, seine Bevölkerung vor der Ausbreitung einer tödlichen Krankheit so weit dies möglich ist unter Berücksichtigung der Grundrechte auf Freiheit, Eigentum, Berufsausübung, Relgionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, dem Recht an der eigenen Wohnung (u.s.f.) zu schützen”. Nur, wenn der Satz so formuliert wird (und so IST er zu formulieren in einem freiheitlichen Gemeinwesen), kommt man zu der geforderten Abwägung. Die Verpflichtung des Staates, nicht nur das Leben seiner Bürger nicht anzutasten, sondern es sogar zu schützen, wurde durch das BVerfG erstmals in den diversen Urteilen zu § 218 StGB formuliert. Dabei wurde das Rechtsgut “Leben des Fötus” zwar als “Höchstwert” anerkannt, den der Staat zu schützen habe, aber nicht als ABSOLUTER Wert, denn andernfalls wäre es darauf hinausgelaufen, eine Frau zu zwingen, ein Kind, das sie nicht möchte, in jedem Fall (unter allen Umständen) auszutragen. Also wurde dem Staat gestattet, unter bestimmten Bedingungen (Beratungslösung u.a.) den Lebensschutz hinter der persönlichen, selbstbestimmten Entscheidung der werdenden Mutter zurücktreten zu lassen. Diese Abwägung war nur möglich, weil Leben zwar ein Höchstwert ist, aber kein absoluter Wert. Auch die Freiheit ist nämlich ein Höchstwert im Sinne des Grundgesetzes! Das alles geht in der Debatte leider völlig unter, am schlimmsten in dem Laienpredigten des BuPrä und anderer Dummschwätzer.
ich nehm mal das Beispiel Verkehrstote. kann man auch sagen jeder ist einer zu viel. Es wird auch viel getan, um die Zahl zu reduzieren: Sicherheitsvorschriften , Geschwindigkeitssbegrenzungen… Aber man könnten noch viel mehr tun: zb. Tempo 30 überall und immer. nach der bei Corona angewandten Logik, müsste man das machen.
@G. Böhm: “PS: Übrigens noch herzlichen Dank für die gestrige nachträgliche Rücknahme eines meiner bereits veröffentlichten Beiträge unter Broders Spiegel!” Genau zu dieser auch von mir festgestellten Tatsache (unter anderem trifft es auch meine Antwort an Sie) habe ich in einem meiner heutigen Kommentar die Redaktion befragt. Ich bin auf die oder eine Antwort gespannt. UND darauf, ob das bereits eine Tendenz ist?
Konkret heißt das wohl: Merkel samt ihrer Entourage müssen weg und der Söder dazu! Dafür müsste aber erst das Wahlsystem geändert werden; doch darauf können wir lange warten…
Jeder Todesfall ist ein tragischer Schicksalsschlag. Nein, eigentlich nicht. Bei einem Menschen, der sich gewissermaßen schon in der Nachspielzeit des Lebens befindet, ist es ein naheliegendes Ereignis, mit dem sich die Angehörigen schon irgendwie arrangieren werden. Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn die Menschen nicht mehr gleichverteilt übers Jahr sondern in einer großen Grippe- oder Coronawelle sterben? Solange es keine Übersterblichkeit gibt, ist es völlig wurst, ob 2, 4 oder 10% an oder mit Corona sterben; es ist halt jetzt eine Todesursache dazu gekommen, im Gesamtbild eine eher untergeordnete. Wir sind die erste Gesellschaft, die so verweichlicht und dekadent geworden ist, dass wir diese fundamentale Tatsache, dass der Mensch irgendwann stirbt, nicht mehr ertragen. Dafür legen wir lieber das Land in Schutt und Asche und versündigen uns an unseren Kindern. Ich weiß, es hört sich hart an, aber früher oder später wird hier sowieso jeder kapitulieren müssen, sozusagen alternativlos.
Werter Herr Sarrazin, an Ihren Ausführungen erkennt man, dass Sie im Kokon des Beamten, des öffentlich Bediensteten, feststecken. Trotz Ihrer enormen Fähigkeit zur scharfen Analyse. Gedankenleere bei der herrschenden Politik kann man nicht feststellen, denn deren primäre Gedanken zielen einzig und allein auf den eigenen Machterhalt. Grenzkosten der umfassenden Lähmung der Gesellschaft wurden noch nie gegen den Grenznutzen der Vermeidung von Krankheit und Tod aufgerechnet, denn sonst hätte die Politik z.B. die Schliessung von 20 Krankenhäusern im Jahre 2020 verhindert. Ein absoluter Lebens- und Gesundheitsschutz muss nicht abgewogen werden, denn das ist nicht deren Aufgabe. Die herrschende Politik hat die Rahmenbedingungen dafür zu liefern und das wars dann aber auch schon, alles andere wäre Leibeigenschaft. Wo sehen Sie da also Entscheidungszwänge der Politik? Das Einzige was man hier sieht ist, dass die herrschende Politik es sich doch tatsächlich anmasst Grundrechte zu gewähren. Im Rahmen einer vermeintlichen Lösung von Problemen, die sie zuvor selbst geschaffen hat. Grundrechte können zwar vorübergehend eingeschränkt werden, sie gelten jedoch immer. Die hat niemand zu gewähren, schon garnicht die Politik. Politiker die Grundrechte zu- oder verteilen wollen, haben in einer rechtsstaatlichen Demokratie nichts zu suchen.
Ich empfehle Ihnen die Lektüre des Molekularbiologen Dr. Schleuning „Ist die „gefährliche Mutante“ nur eine Erfindung der Politik?“, TE vom 18.02.2021 und alle Artikel auf achgut.com zum Thema, etwa jene von Dr. Jochen Ziegler. Dann können Sie schon beurteilen. Als Biologin kann ich Sie beruhigen, das Virus ist nicht mehr und nicht weniger gefährlich, wie jene Viren, mit denen Sie schon immer umgeben waren. Und die Epidemiologin Dr. Angela Spelsberg hat recht: Unser Immunsystem kommt damit klar. Und was das Immunsystem von 106-Jährigen kann und auch das der 117-jährigen Ordensschwester aus Frankreich (positiv getestet und symptomfrei), das schafft ihr Immunsystem auch. Jedoch, sich in Angst und Panik versetzen zu lassen und sich abzuschotten, ist das Dümmste, was man machen kann, denn das Immunsystem ist ein Lern- und Trainingssystem sowie abhängig von externen Faktoren, wie etwa dem Aufbau des Immunsystems in der Kindheit oder diesem Faktor: Hierzu sehen Sie einmal in Talk im Hangar 7, Servus TV, rein, Sendung vom 04. März 2021, die Ausführungen von Prof. Christian Schubert: Die Psycho-Neuro-Immunologie: hochinteressant und vollkommen richtig, was er sagt!
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