
Viele Kommentatoren kommen hier zu dem Schluss, dass Sozialismus auf Dauer nicht funktionieren kann, vor allem, weil er daran scheitern muss, das Individuum Mensch mehrheitlich in eine gleichgeschaltete, gleichdenkende und gleichfühlende Masse umzuformen. Das hätte ich vor ein paar Jahren vollkommen unterschrieben, auch aufgrund der fatalen Annahme, dem Sozialismus unwiederbringlich entronnen zu sein. Heute sagt mir die tägliche Erfahrung, dass es funktioniert und Erich H. vollkommen richtig am Ende seiner Herrschaft erklärte: den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf. Und nun liebe Achse-Leser die schockierende Nachricht: Sie alle UND ICH auch gehören zu den Ochsen und Eseln. Und das gilt auch für die Kommentatoren, die glauben, es ist kein (zeitangepasster) Sozialismus, in dem wir unser Corona-Dasein fristen.
Ja, ja, “aber diesmal machen wir alles besser”. Das Einzige was dann heraus kommt sind noch mehr Unterdrückung, noch mehr Opfer, noch mehr Schaden, als jemals zuvor. Das gleiche, ewig abgedroschene Geseier. @Sabine Schönfelder: Besser wäre, die Sau beißt nicht nur zurück, sie sollte gleich die ganze Brut fressen, damit ein für allemal Schluss wäre mit diesem Sozialismus-Experimenten. Leider gibt es viel zu viele Zahnlose in der Gesellschaft. So ist es, selbst theoretisch, nur schwer zu glauben, das es mit der “Beißerei” was wird. Die Meisten der “nützlichen Idioten” glauben doch garantiert, das für sie auch mal kurz an die Zitzen gelassen werden. Aber daraus wird nix. Bis die das begreifen sind sie bereits an dem Wunschgedanken verhungert.
Mit Sozialismus kenne ich mich ein wenig aus, ich habe den ersten Versuch fast vierzig Jahre lang selbst erlebt. Wenn die Vertreter eines 3. Weges, eines „demokratischen“ Sozialismus die Meinung äußern, daß es in der DDR keinen echten Sozialismus gab, haben sie wohl recht. Ihre Aussage aber dient nur dazu, dieser Idee weiterhin eine historische Berechtigung zu geben. Sozialismus als Gesellschaft freier, gleicher, bewußter Menschen ist eine Utopie. Die Mehrheit der Menschen ist heute nicht wesentlich anders als vor 30 Jahren. Sie suchen ihr persönliches Glück, und lassen sich nicht gern von anderen vorschreiben wie selbiges auszusehen hat. Für sie sind das Eigene und die Familie das Wichtigste. Zur Selbstlosigkeit, zur Gleichheit wird man sie wohl wieder nur zwingen können. Des weiteren, die Mittel zur Leistungsstimulierung, die der „soziale“, gleichmachende Sozialismus anbieten kann, werden nie eine, dem kapitalistischen Leistungsdruck adäquate Stimulierung erzeugen. Sozialistischer Wettbewerb, so wie ich ihn kenne, ist so wirksam wie ein katholischer Gottesdienst für Muslime. Die Folge: Mangelwirtschaft. Der Sozialismus ist nur im Hinblick auf Hautfarben bunt. Man lese die Romane „Wohnhaft“ von Manfred Haferburg oder „Der Turm“ von Uwe Tellkamp. Haferburg beschreibt sein Erleben des Sozialismus als Vertreter der technischen, produktionsnahen Intelligenz, Tellkamp bildet die Welt der akademischen Intelligenz der DDR ab. Ich kann das Erleben der Arbeiter beschreiben. Mein Buch ist jedoch noch in Arbeit.
@Ralf.Michael: Wenn ich ergänzen darf, ....und der Arbeitsscheuen, welche sich am Leistungswillen und Fleiß Anderer mästen wollen.
Ich wünsche mir manchmal, zu einem Wahlkampf würden die maßgeblichen Parteien einen vielleicht halbstündigen Film drehen lassen, Titel “So wünschen wir uns Deutschland” - eine mittelfristige Utopie, vielleicht 10 Jahre hochgerechnet. Eine halbe Stunde mindestens, um Ideen, Visionen, überhaupt Peinlichkeiten aller Art eine gute Chance zu geben. Seien es Werbefachleute aus den eigenen Reihen oder bekannte Regisseure. Man könnte das ganze Wahlkampfbudget diesem einen Film zuführen. Es könnte ein Vergnügen fürs ganze Volk werden. (Utopisches wird gern in einer ferneren Zukunft angesiedelt. Die nähere Zukunft ist anspruchsvoller.)
!!!!!!! CORONA AUSSCHUSS AUF YT BLOCKIERT!!!!!!!????? ANGRIFF GG ART. 5
Sind NGO und diverse Protagonisten, wie Sorros und Gates, in Wahrheit blutrote Kommunisten ? Ist selbst der Vatikan schon unterwandert ? Ja, eventuell, bloß eben nicht von einer 5. Kolonne Moskaus oder Pekings ! Wer bei einem gezielten Wurf von Nebelkerzen zu viel davon abbekommt, weiß oft nicht mehr, wo der Feind steht. Ich halte vom althergebrachten Sozialismus/Kommunismus reinweg gar nichts. Etwa genau soviel ist auch der neue Kapitalismus der Chicago Boys wert, der ebenfalls immer und immer wieder aufgewärmt wird. Wer sich hier engagiert, um das vermeintliche Übel zu bekämpfen, sieht nicht, wo der oder die Drahtzieher wirklich sitzen. Hat uns Moskau oder Peking mit der Theorie und Wirklichkeit von Flüchtlingsströmen beglückt ? Nein ! Hat sich Peking besonders hervorgetan beim Outsourcen von Betrieben und ganzen Wirtschaftszweigen ? Nein ! Die Ideen dazu wurden ganz woanders geboren. Wenn dann China die gebotenen Möglichkeiten ergreift , kann man dies doch den Chinesen nicht zum Vorwurf machen. Niemand hat den Westen gezwungen auf Teufel-komm-raus Technologie abzugeben und Billiglöhner anzuheuern ! Da waren ganz andere Kräfte am Werk . Das sollte man sich zuförderst vor Augen halten! Sicherlich ist der Markt unabdingbar notwendig , wenn es um Beschleunigung von Wissenschaft und Technik , um Befriedigung von neuen Bedürfnissen geht.Das kann ein Bilanzsystem , das aus Zeiten der Kriegswirtschaft stammt, nicht und auch nimmer leisten. Genauso ist aber ein absolutes “Sich-rechnen-Müssen” bei Gesundheit und Sozialer Fürsorge zum Scheitern verurteilt, besonders , wenn es um Daseinsvorsorge geht. Das kann kein Marktsystem sozial bewerkstelligen , denn das führt zum Verfall von Moral und Anstand. Beim “Hippokratischen Eid” und beim “Ordentlichen Kaufmann” kann man diesen Verfall schon sehen. Genauso kann ein Bilanzsystem , ob nun sozialistisch oder kommunistisch , keinen wissenschaftlich-technischen Fortschritt planen. Und faschistische Entwicklungen lassen beide zu ...
Der Sozialismus braucht viel Kapital ,sehr viel dauerhaft fließendes Kapital. Wer will dafür arbeiten wenn er gleich aller sein soll?
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