Henryk M. Broder / 18.04.2017 / 11:00 / 4 / Seite ausdrucken

Die EU feiert ein Phantom - sich selbst

Zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge hat die Propagandaabteilung der Europäischen Kommission 60 Testimonials aufgenommen und ins Netz gestellt; kurze Videoclips, in denen Frauen und Männer, die sich der europäischen Idee verbunden fühlen, sagen, was sie von der EU halten. Natürlich nur Gutes! 

Ich finde das großartig! Noch besser fände ich es, wenn sich die Teilnehmer auf eine gemeinsame Sprache geeinigt hätten, um ihre Botschaften rüber zu bringen. Ich habe verstanden, was Zuzana Jürgens und Sakina Elkayouhi uns sagen möchten, auch mit Aleksandra Nowak und Johanna Pålsson hatte ich kein Problem, bei Nadia Boussouf konnte ich nur erfühlen, worüber sie sprach, ebenso bei Balázs Ferkelt. Doch bei Emil Stoimenov wars dann aus und vorbei. Ich vermute, er sprach über den Turmbau zu Babel. 

Mein(e) persönliche(r) Favorit(in) ist die bezaubernde Kwan Saleephol, die in wenigen Sätzen erklärt, worauf es in Europa ankommt: Wohnen in der Schweiz, Shoppen in Deutschland. That's amazing!

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Leserpost

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Hannes Backhaus / 18.04.2017

Russisch und Arabisch sind offenbar inzwischen europäische Amtssprachen - es gibt nicht mal Untertitel…

Frank Holdergrün / 18.04.2017

Immerhin, die Literaturwissenschaftlerin hat eine bahnbrechende Erkenntnis: Landschaften sind überall gleich! Wahrscheinlich ist dies erst über die EU möglich geworden, mit dem Lanschaftsgleichstellungsnivellierungsgesetz.

Karla Kuhn / 18.04.2017

“Wohnen in der Schweiz, Shoppen in Deutschland. That’s amazing! ”  Toll. Wenn es so wäre. ich würde es auch toll finden.  Wunderbar, ich lach mich kaputt.

Sepp Kneip / 18.04.2017

Wie sollen sich die Teilnehmer auf eine gemeinsame Sprache einigen, wenn nicht einmal die verantwortlichen Politiker zu einem gemeinsamen Nenner finden? Das babylonische Herumgeeiere nach dem Bürgervotum in der Türkei spricht für sich. In dem Zustand, in dem sich die EU derzeit befindet, wird sie nicht mehr lange Bestand haben. Gibt es wirklich niemanden, der das den Betonköpfen in Brüssel klar machen kann? Reformvorschläge für diesen verkrusteten Laden gibt es wahrlich genug. Exemplarisch nenne ich nur die meiners Erachtens nach sehr guten Ideen von Professor Sinn. Die Beratungsresistenz des Polit-Establishments ist erschreckend. Testimonials helfen da auch nicht mehr.

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