Markus Vahlefeld / 12.08.2020 / 06:22 / Foto: Pixabay / 126 / Seite ausdrucken

Die Erleichterung nach dem Hohldrehen

Michel Houellebecq, der große Meister des "was wäre, wenn..." beschreibt in seinem Roman "Unterwerfung" eine sehr fein beobachtete Reaktion innerhalb seines eigenen Milieus, der dekadenten linksliberalen Akademiker, nachdem der Islam die Macht in Frankreich übernommen hat: Erleichterung. Die gelangweilt herumfickenden Nihilisten beiderlei Geschlechts sind froh, dass deren angestrengte Kopulationsversuche nun endlich ein Ende haben. Durch die neuen Machtverhältnisse dürfen sich die linksliberalen Professoren ganz offiziell neben ihren Frauen auch jüngere und unterwürfige Geliebte halten, während die linken Akademikerinnen – von ihren mit hohlem Pathos vorgetragenen Freiheitsverpflichtungen entledigt – zuhause bleiben, kochen und backen dürfen.

Was Houellebecq hier literarisch in den Blick bekommt, ist einer der Beweggründe, ohne den die immer lauter kreischenden Verfechter von open-borders, black-lives-matter und feminisms 2.0 gar nicht zu begreifen sind: Am Ende werden sie alle erleichtert sein, dass ihr hohldrehender Irrsinn ein Ende hat. Da ihr Selbsthass jedoch so immens ist, wird dasjenige, das ihrem Spuk ein Ende bereitet, von Außen, vom Fremden kommen müssen. Dies ist die einzige rationale Erklärung für die unbändige Lust, mit der diese Gruppen sich an protofaschistische Bewegungen aus dem Ausland binden, ohne dabei auch nur ein Jota ihres Tugendfurors zurückzunehmen.

Das Phänomen ist übrigens weder neu noch unbekannt. In der Polizeipsychologie wird es "Selbstverratstendenz" genannt, und die setzt ein, wenn ein Täter wegen seiner jedes Tabu brechenden Taten und der darauf einsetzenden medialen Erregungsmaschinerie in seiner eigenen Vorstellung zu einem unangreifbaren Übermenschen mutiert. Diesen Zustand hält kein Normalsterblicher lange aus. Der Wunsch, gefasst zu werden, entspringt dem menschlichen Bedürfnis, wieder zurückzukehren zum Normalen. Was dann bleibt, ist die Erleichterung des Täters, endlich gestoppt worden zu sein, von der erfahrene Polizeiermittler ein Lied singen können.

Die Flüchtlingskrise 2015 war ja nicht nur deswegen ein so verheerendes Szenario, weil den Speerspitzen des Islamismus immer neues Fußvolk zugeführt wurde; oder weil hunderte von Milliarden an Steuergeldern schlichtweg fehlinvestiert wurden; oder weil das soziale und juristische Kapital einer Gesellschaft mutwillig und vorsätzlich schwerst beschädigt wurde. Die Flüchtlingskrise 2015 war so verheerend, weil sie einer kleinen, aber lautstarken Minderheit, die am Selbstverrat unserer Gesellschaft mit Fanatismus arbeitet, eine Legitimität verlieh, die es bis dahin in einer Hochindustrie-Gesellschaft noch nicht gegeben hatte.

Selbstentmachtung und Selbstermächtigung

Natürlich kann man jetzt überrascht darüber sein, wie es kommen konnte, dass die Margarete Stokowskis, die Anetta Kahanes, die Georg Restles oder die Philipp Ruchs dieser Republik ihren jakobinischen Cancel-Culture-Cult so offen und unter medialem Beifall ausleben dürfen. Die Antwort ist ganz einfach: weil sie es können. Weil sie mit 2015 zu den tragenden Säulen eines Machtgeflechts mutierten, das allein dafür Sorge tragen kann, dass Kritik nicht mehr an den Herrschenden geübt wird, sondern nur noch an den Beherrschten.

Die Stabilität der untergegangenen DDR wurde über zwei Jahrzehnte damit gesichert, dass jeder Kritiker, jeder Demonstrant zu einem staatszersetzenden Element faschistischer Kräfte erklärt wurde. Dieses Schreckgespenst hat mit der Kanzlerschaft Angela Merkels seine machtvolle Wiederauferstehung gefeiert. Das macht die Kanzlerin so beliebt bei denen, die nie CDU wählen würden.

Die Macht, die kleine gesellschaftliche Einheiten aus Antirassisten, Genderideologen und Linksidentitären seitdem ausüben, ist ja keinesfalls demokratisch legitimiert. Zumindest nicht durch Wahlen. Die Legitimation erhalten sie von einem unterhalb des öffentlichen Radars installierten politischen Geflechts, das ihnen Mitsprache und Geld zusichert. Die alte Demokratie des Westens legitimierte sich durch Parlamentswahlen. Das Parlament war der diskursive Ort, in dem sich Demokratie ereignete. Auffallend ist inzwischen, dass sich das Parlament selbst entmachtet hat und durch diverse Bundesverfassungsgerichtsurteile förmlich immer wieder dazu verpflichtet werden muss, seine Tätigkeit ernst zu nehmen.

Dass sich eine parlamentarische Demokratie im Lauf der Zeit ändert, ist weder überraschend noch spektakulär. So hätte eine der möglichen Weiterentwicklungen der parlamentarischen Demokratie im Zeitalter der Digitalität ganz sicher die Einführung von Basisentscheidungen und Volksabstimmungen sein können. Das Parlament wäre dann ein Ort der Abstimmung geworden, die Debatten hätten aber draußen im Volk stattfinden müssen. Genau dafür zogen einst die Grünen Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ins Feld, bevor der Moloch, den sie angetreten waren zu zerschlagen, sie selbst fraß.

Eine andere und die inzwischen unübersehbare Fortentwicklung der parlamentarischen Demokratie lag in der Entmachtung des Parlaments, aber eben ohne die Debatten in die Bevölkerung zu tragen. Die Übergabe weitreichender Entscheidungen an die Brüsseler EU-Institutionen hat der Entmachtung der nationalen Parlamente selbstverständlich Vorschub geleistet. Aber es war nicht die einzige und wichtigste Entwicklung. Viel entscheidender waren zwei Veränderungen, die Hand in Hand gingen.

Kein Anspruch auf einfache Lösungen

Da war zum einen die schleichende Veränderung und Aushöhlung der demokratischen und freiheitlichen Grundbegriffe, auf denen der Westen entstand und die seine Stärke und Prosperität ausmachten. Um es sehr verkürzt auszudrücken: Begriffe wie Freiheit, Leistung und Verantwortung sind im Laufe der Zeit in einen Abwärtsstrudel aus scheinbar überkommenen männlichen Werten geraten und wurden durch weibliche Eigenschaften ersetzt: Integration, Moderation, Ausgleich. Demokratische Führung gilt seitdem als alt und hässlich, politische Moderation dagegen als weiblich und schön.

Die Erosion des Leistungsprinzips in der Politik erreichte ja erst jüngst einen fulminanten Höhepunkt, als die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die als Ministerin unfähig bis zum Korruptionsverdacht agierte, zur neuen Präsidentin der Europäischen Kommission geupdated wurde. Dem oberflächlichen Urteil, dass so etwas nicht lange gut gehen kann, sollte man sich nicht vorschnell hingeben. Systeme, die von abgehalfterten, gescheiterten und korrupten Politikern geführt werden, sind nicht zwangsläufig instabil. Die Angst, die jeden gescheiterten Politiker umtreibt – nämlich sich je wieder einer demokratischen Wahl stellen zu müssen –, ist so groß, dass ein System wie die EU, das meint, seine Ziele am besten ohne den Wählerwillen erreichen zu können, von solcherart Politikern am sichersten und geräuschfreiesten geschützt und vorangetrieben wird.

Zum anderen ist spätestens seit der Corona-Pandemie für jeden sichtbar eine Verwissenschaftlichung der Politik zu beobachten, die deutliche Züge eines völlig neuen Politikverständnisses offenbart. Allenthalben wird über Frauenquoten in Vorständen und Parlamenten debattiert. Was dabei jedoch geflissentlich übersehen wird, ist der Umstand, dass beispielsweise der deutsche Bundestag aus mehr als 80 Prozent Akademikern besteht, während der Akademikeranteil der Gesamtbevölkerung bei nur 20 Prozent liegt. Der Akademiker an sich ist nicht notwendigerweise ein schlechter Mensch, aber er ist der Tendenz nach eingebildet, hochnäsig und hält der dummen Bevölkerung lieber pädagogische Ansprachen, als dass er Verantwortung in der Wertschöpfungskette übernimmt.

Über alle ideologischen Unterschiede hinweg ist der Akademiker davon überzeugt, dass die modernen Gesellschaften so kompliziert geworden sind, dass niemand mehr den Anspruch haben darf, für offensichtliche Probleme auch einfache Lösungen zu haben. Dieser akademische Geist hat zur Selbstentleibung des Parlaments geführt und den diversen, mit hochrangigen Spezialisten besetzten Arbeitskreisen, Kommissionen und Komitees die Aufgabe zugespielt, die parlamentarischen Entscheidungen vorzubereiten. Das Parlament muss in dieser schönen neuen Welt nur noch abnicken.

Runder Tisch mit Legitimations-Lieferanten

Die nicht-mehr-parlamentarische Demokratie von heute muss man sich wie einen runden Tisch vorstellen, an dem alle akademisch gebildeten Kräfte Platz genommen haben. "In modernen, offenen Gesellschaften", schrieb Robin Alexander in DIE WELT, "ist die Politik nur ein gesellschaftliches System neben anderen. Sie interagiert mit diesen eher, als sie diese dirigiert, sie gibt keine Richtung vor, sondern liefert vor allem finanzielle Ressourcen und Legitimation. Die eigentliche Problembearbeitung erfolgt jedoch anderswo." Mit anderen Worten: In der modernen, offenen Gesellschaft schlägt die Stunde der Spezialisten, die der Politik den Weg in die richtige Richtung leuchten.

An diesem imaginären runden Tisch der liberalen Gesellschaft sitzt ja nicht nur die Politik als "ein System unter anderen", sondern es sitzen bei der Verteilung der finanziellen Mittel und der Erteilung von Legitimation neben den Universitäten, Verbänden, NGOs, den Stiftungen, Religionen und Kulturkomitees eben auch die Medien. Sie ziehen ihr Selbstverständnis inzwischen daraus, flächendeckende Verteilerpunkte demokratischer Legitimation zu sein. Man mag es für selbstentlarvend halten, wenn der neue Journalismus sich gar nicht mehr die Mühe machen will, die Welt zu beschreiben, wie sie ist, sondern sich in Haltungsfragen meint ergehen zu müssen. Aber Haltung ist die neue Währung und die Voraussetzung für Legitimation, wie sie der runde Tisch erteilt. Die Medien sind schon lange nicht mehr die vierte Gewalt, die das politische System beäugt und kontrolliert, sie sind selbst Teil dieses Systems geworden.

Auf den ersten Blick erscheint ein derartiges System als recht stabil. Je größer jedoch der Prozentsatz an gesellschaftlichen Kräften wird, denen man die Legitimation mit Feuereifer und Schaum vor dem Mund absprechen muss, um die eigene funktionale Welt zu erhalten, desto lauter knirscht es im Gebälk. Weiterhin – und das war ja schon länger absehbar, auch die Klimadebatte wurde wissenschaftlich bereits mit schwerster Schlagseite geführt – hat der Legitimationsentzug unter Corona-Bedingungen auch die Wissenschaft voll erwischt.

In ihrer Fernsehansprache vom 16. März 2020 sagte die Bundeskanzlerin in Bezug auf die in Kürze folgenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie: "Aber ich sage Ihnen auch ganz offen, dass der Maßstab nicht das ist, was wir glauben, was wir jetzt machen wollen, sondern der Maßstab ist, was uns die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dem Thema sagen." Abgesehen von dem verleierten Deutsch, das jeden halbwegs sprachsensiblen Zeitgenossen ganz wuschig im Kopf werden lässt, steckt in diesem kleinen Satz die Quintessenz ihres politischen Handelns: Nicht ich handle, sondern die Wissenschaft in mir handelt. Angela Merkel ist die personifizierte Verantwortungsübertragung an eine höhere allgemeingültige Instanz.

Verschleierte Bräsigkeit

Die Überhöhung der Wissenschaft als politische Handlungsanweiserin ist das Erfolgsrezept ihrer Kanzlerschaft und die letzte Legitimation dieses alle akademischen Bereiche integrierenden runden Tisches. Gleichzeitig ist sie das Verderben jeder politischen Debatte (und wie man inzwischen sieht: auch jeder wissenschaftlichen Debatte). Wer gegen das Credo der alternativlosen Entscheidungen qua wissenschaftlicher Erkenntnis verstößt, MUSS mindestens ein Populist, wenn nicht gar ein Hetzer, Spalter und Verschwörungstheoretiker sein. Ein Dieter Nuhr hat in seinem Statement für die Deutsche Forschungsgemeinschaft ja keinen Seitenhieb gegen Greta Thunberg geführt, sondern gegen diese Art der religiösen Aufladung von Wissenschaft. Das gilt heute schon als Hinweis auf einen staatsfeindlichen Umtrieb, weswegen sein Beitrag gelöscht werden musste.

Die Widersprüche dieses scheinbar integrativen und moderierenden "sanften" Politikstils mithilfe der Wissenschaft sind inzwischen offensichtlich. Noch nie wurden in Deutschland unter Umgehung langjähriger öffentlicher Debatten so viele politisch brutale Entscheidungen getroffen, deren Wirkung und Reichweite bis in die kleinsten Verästelungen des Privaten hineinreichen und die erst über Generationen hinweg ihre volle Wucht entfalten werden. Ob Atomausstieg, Flüchtlingskrise oder Corona-Maßnahmen: Das deutsche Parlament war an diesen Entscheidungen nur am Rande beteiligt, vorbereitet wurden sie anderswo. Dieser "sanfte" Politikstil, der den Gesetzen einer offenen und modernen Gesellschaft geschuldet sein soll, kann eine demokratisch nicht legitimierte Plötzlichkeit und Brutalität an den Tag legen, die jeder weiteren Auseinandersetzung den Ruch des Staatszersetzenden andichtet. Der trotzige Ausspruch "nun sind sie halt da!" verwandelt dann wirklich jede Debatte in eine unbefriedigende Diskussionsorgie.

Die Plötzlichkeit der Entscheidungen verschleiert die Bräsigkeit und Tatenlosigkeit dieses neuen und offenen Politikstils. Wenn erst alle gesellschaftlichen Kräfte an einem Strang ziehen müssen, um politische Entscheidungen als wissenschaftlich richtig und alternativlos dastehen zu lassen, dann benötigt das mehr Zeit als eine beherzte und mit Risiko behaftete Führungsentscheidung. Der Syrienkrieg war ja bereits 2011 ausgebrochen, und das, was wir inzwischen Flüchtlingskrise nennen, war ja nicht eine Welle, die niemand auch nur vorhersehen konnte. Die Plötzlichkeit, mit der Entscheidungen getroffen werden mussten, war dem Umstand geschuldet, dass die Politik den Krieg und die Wanderbewegungen jahrelang ignorierte. Bei der Corona-Pandemie war es nicht unähnlich. Auch sie war ja bereits Monate vorher absehbar, und es hätten viel früher vorbereitende Maßnahmen getroffen werden können. Aber dazu hätte es politischer Führung bedurft, denn zu diesem Zeitpunkt war der runde Tisch halt noch davon überzeugt, dass die Furcht vor Corona eine rechte Verschwörungstheorie sei.

Es lässt sich ebenfalls der merkwürdige Umstand konstatieren, dass dieser neue Politikstil, der so moderierend und integrierend daherkommt, scheinbar Katastrophen und Großereignisse nicht nur fördert, sondern benötigt, um seine Wirkung zu entfalten. Als der Atomausstieg und die Energiewende 2011 per ordre de mufti verkündet waren, nannte der damalige deutsche Umweltminister Peter Altmaier (CDU) die Energiewende „ein Generationenprojekt, vergleichbar nur mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg“. Ein starker Satz von einem Minister eines der – damals – wohlhabendsten und auch sozial gesündesten Länder der Erde, in dem die Notwendigkeit eines "Wiederaufbaus wie nach dem Krieg" nicht jedem sofort einleuchten mochte. Dieser Satz zum Anfeuern einer kollektiven Kraftanstrengung wurde dann bei der Flüchtlingskrise einige Jahre später beliebig variiert. Und auch jetzt, bei der Folgenbewältigung der Coronamaßnahmen in Form von Billionengeschenken und unermüdlich abfeuernden Bazookas, lässt sich eine martialische Rhetorik nicht verleugnen, die zu der propagierten Sanftheit so gar nicht passen mag.

Sanft in den Notstand

In weniger als zehn Jahren ein Land dreimal in den Zustand geführt zu haben, in dem Kraftanstrengungen "vergleichbar nur mit dem Wiederaufbau nach dem Krieg“ notwendig erscheinen, mag Zufall sein. Es könnte aber genauso gut auch sein, dass eine direkte Linie von der Sanftheit in den Notstand führt. 

Wie bereits erwähnt ist der Akademiker nicht notwendigerweise ein schlechter Mensch, er kann nur sehr viel Pech beim Nachdenken haben. Wenn sich dieses Pech mit schlechtem Sex (Houellebecq) und einer technokratischen Lust an Eingriffen in das soziale Gewebe einer Gesellschaft paart, dann ist der Notstand nicht nur vorprogrammiert, er wird zum Selbstzweck und Beweis, dass immer neue soziale Konstruktionen dringend notwendig sind. Die Spirale des Irrsinns beginnt zu drehen.

Eine bessere Welt erkämpfen zu wollen, ist etwas völlig anderes, als eine schlechtere verhindern zu wollen. Zu bewahren, was ist, ist für den Akademiker eine ungeheure Provokation. Heiterkeit und Gelassenheit ist die Domäne der Wissenschaft nicht, beides lernt man nur im Leben und in der Ehe.

Daher der Vorschlag: Flankierend zu einer Frauenquote sollte dann auch zwingend eine Nicht-Akademikerquote in deutschen Parlamenten eingeführt werden. Dann würde vielleicht der runde Tisch aufgelöst, der Beruf des sogenannten Intellektuellen und Kulturschaffenden überflüssig und der hohldrehende Irrsinn gestoppt werden können. Und vielleicht hörte dann auch dieses verdammte Zittern beim Abspielen der Nationalhymne auf.

Aus Erleichterung.

Foto: Pixabay

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Marc Blenk / 12.08.2020

Lieber Herr Vahlefeld, die Besetzung des ‘runden Tisches’, bei dem genau geschaut wird, wer an ihm sitzen darf, hat ja nicht zwangsläufig mit Wissenschaftlichkeit zu tun… Das Verhältnis des vielmehr mehrheitlich extrem ungebildeten Parlamentariers zum Souverän ist das eines schlechten Lehrers, der seine Mittelmäßigkeit durch ein technokratisch und autoritäres Gebaren gegenüber seinen Schülern zu vertuschen sucht. Der Marsch durch die Institutionen ist nachhaltig gelungen.  Die Lust an der Revolution ist unterdessen der Lust an der (Selbst)unterdrückung gewichen. Der milieuetypische Hass gegen die eigene gewachsene Zivilisation, der man doch seine herausgehobene Stellung zu verdanken hat und die daraus folgende Politik, führt nun zu immer näheren Einschlägen und Kolleteralschäden. Die Augen vor dem zu verschließen, was man durch Befolgung der eigenen ideologischen Richtschnur angerichtet hat fällt immer schwerer. Der eine oder die andere wird ausbrechen, die meisten dieser technokratischen Politmonster aber werden die Schuld nicht bei sich suchen, sondern den Opfern ihrer Politik geben, welche die Medien täglich zu politisch schwer Erziehbaren erklären. Es ist wie immer im gesellschaftlichen Leben. Es hängt auf die Dauer alles davon ab, ob sich die so Gemaßregelten sich das gefallen lassen und ob sie weiterhin dem Trugbild folgen, dass die aus dekadentem Selbsthass und Demokratievergessenheit gestrickte Politik zu ihrem Besten und dem Besten der Welt wäre.

Gerhard Döring / 12.08.2020

Das hätte etwas, im Bundestag Nichtakademiker aus dem Volk . Man könnte die doch einfach austauschen. Ich halte VW-Arbeiter für sehr intelligent und einige davon im Bundestag wäre gut für Deutschlands Wirtschaft.. Im Gegenzug die Akademiker dann bei VW ans Band zur Bewährung in der Produktion. Sie bekämen immer noch genug Geld und brauchten sich nicht zu quälen, es läuft z.Zt. ziemlich langsam dort. So etwas ähnliches auch bei der Frauenquote durchzuführen machte ebenfalls Sinn. Zum Beispiel sind in den Kochsendungen im TV einfach zu viele Männer. Wenn man die gegen Merkel und co austauscht wäre ein notwendiger Schritt getan. Palavern im Bundestag durch männliche Köche und weibliche Politiker*innen an den Kochherd. Ich könnte mir Tim Mälzer viel besser als Bundeskanzler vorstellen und eine Sendung die sich dann “Kochen mit Mutti"nennt, passte viel besser zu Merkel als das was Sie bisher anrichtete. (Man muss es sich ja nicht ansehen) Dann könnte sie transformieren bis die Schwarte knackt!

Claudius Pappe / 12.08.2020

Kiffer an der Macht…........Hehler an der Macht…........Steuerbetrüger an der Macht….......Lügner an der Macht…....................Steinewerfer an der Macht…..........Informantinnen der Stasi an der Macht….......Spesenbetrüger des EU-Parlamentes an der Macht…........gerügte Doktorinnen an der Macht….......Grundgesetzmissachter an der Macht…..........Amtseidverstoßer an der Macht

Ilona Grimm / 12.08.2020

Für mich ist es immer wieder aufschlussreich zu beobachten, wie willig sich zügellose Menschen den rigiden Regeln Mohammeds und seiner Getreuen mit allen Konsequenzen unterwerfen, das Christentum aber, ohne es überhaupt zu kennen, ablehnen, verlachen, bekämpfen…

Thomas Brox / 12.08.2020

Der Artikel ist interessant, thematisiert aber eher Symptome. Noch interessanter als die 80% Akademiker im Bundestag wäre doch: Der Anteil an reinen Parteifunktionären, an Beamten, an Mitarbeitern des Staatsapparats (i.e. Öffentlicher Dienst), an Gewerkschaftsfunktionären, an NGOs (inclusive Sozial-Asyl-Industrie), und an Abgeordneten, die in der Marktwirtschaft tätig waren. Von der Wertschöpfung der letzten Gruppe leben alle. Ich tippe mal, dass diese Gruppe höchsten noch 10% der Abgeordneten stellt, während der Staatsapparat die klare Mehrheit hat (warum wird das niemals thematisiert?). Die sogenannten Experten kommen woher? Die Ethik-Kommission, die Gender-Kommission, die Blah-Blah-Kommission, etc. kommen woher? Von der Werkbank? Aus der Marktwirtschaft? ++ Der Staatsapparat ist die dominierende Macht, das Parlament ist Teil des Apparats. Der gesamte Zugriff auf das BIP liegt bei mindestens 60%. Sämtliche Machtinstrumente sind in der Hand des Staatsapparats (Polizei, Bewaffnung, Kommunikationsnetze, Energienetze, Versorgungsnetze, Staatsmedien, ... ). ++ Der Staatsapparat ist konstruktionsbedingt unproduktiv. Das Gehalt ist praktisch leistungsunabhängig, ganz gleich was in der realen Welt passiert. Volle Absicherung, keine Insolvenz, keine Entlassungen, kein Leistungsdruck durch irgendeinen Markt. Das Gehalt wird nicht am Markt verdient, sondern durch die Staatsgewalt garantiert. ++ Die klassischen “westlichen” Industrienationen haben ein Problem mit der sozialen Rückkoppelung: Der marktwirtschaftlich tätige Teil der Bevölkerung - von dem alle leben - hat politisch nicht (mehr) das Sagen. Das Sagen haben diejenigen, die die Wertschöpfung beschlagnahmen, verteilen, und sich dabei zuerst selbst bedienen. Das ist nichts anderes als Sozialismus. Dieses System muss zwangsläufig scheitern. Da selbst die USA und UK ein ähnliches Problem haben (allerdings bei weitem nicht so schwerwiegend), scheint es ein Problem älterer, ehemals liberaler Gesellschaften zu sein?

HaJo Wolf / 12.08.2020

@Günter Schaumburg: “Dann eher den Strick!” Ja, aber nicht für uns…!!

Claudius Pappe / 12.08.2020

Keine Macht den Drogen…....................................................sonst werdet ihr SPD- Vorsitzende/ r…......................................oder EKD-Ratsvorsitzende….............................oder EU-Kommissonspräsident…......................oder Religionsbeauftragter der Uni-Bochum

Günter H. Probst / 12.08.2020

Das Ganze funktioniert ja nur, weil Millionen Lohnsklaven für sehr hohe Steuern und Abgaben ackern, damit die Nomenklatura ihre empörenden Gehälter und Privilegien ohne Anstrengung genießen können. Also ist das System nur zu knacken, wenn man ihm die Mittel entzieht. Wenn viele Einzelne nur soviel arbeiten, daß sie wenig oder keine Steuern mehr zahlen und nur geringe Abgaben leisten, muß das System entweder auf Gewalt umschalten oder gehen.

Fritz kolb / 12.08.2020

@Hajo Wolf: das sehe ich exakt genau wie Sie. Die Zeit für freundliche Formulierungsgirlanden ist abgelaufen.

Peer Munk / 12.08.2020

Guter Vorschlag! Schliesse mich an.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen

Es wurden keine verwandten Themen gefunden.

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com