Das Portal agrarheute berichtet von einem Fall, in dem die Klosterkammer Hannover (KKH) die Erbpachtzinsen von auslaufenden Verträgen, die erneuert werden sollen, um bis zu 5.000 Prozent erhöht: „Kirche erhöht Erbpacht um 5000 Prozent: Pächter wollen Kirche jetzt verklagen“. Das allein ist ein Skandal, wenn es denn stimmt, dass einer Rentnerin in spätestens zwei Jahren die Pacht von jährlich 1.000 Euro auf 15.000 Euro steigt. Allein diese Steigerungen machen stutzig, da sie von seriösem Geschäftsgebaren weit entfernt sind. Der Beitrag erweckt den Eindruck, dass es die Kirche ist, die sich hier durch dieses Geschäftsgebaren skandalös verhalte.
Muss ja Kirche sein
Klosterkammer Hannover, na klar, denkt der Amateur, das muss ja Kirche sein. Das Portal wird vom Deutschen Landwirtschaftsverlag betrieben. Zum Glück ist die Klosterkammer nicht mehr wirklich im Agrarbereich so sonderlich aktiv, sonst müsste man sich Sorgen machen. Doch kann man diese Ente verzeihen, die dem Leser, zum wiederholten Male serviert wird, wie man feststellen muss? Warum eine Ente? Schauen wir zunächst auf den Sachverhalt.
Da erhöht eine Organisation, die der Autor des Beitrags der Kirche zuordnet. Ob die Rede von der Kirche einfach so lax dahingesagt ist oder ob es eine Rezeption des Schreibens Dominus Iesus von Kardinal Ratzinger ist und damit die katholische meint, muss offen bleiben. Die Sache an sich ist sehr viel komplexer und hängt mit den neuen Bodenrichtwerten zusammen. Die Klosterkammer zeigt allerdings längst Bereitschaft, den Pächtern entgegenzukommen. Die massiv steigenden Bodenpreise bezeichnet ein Sprecher der Klosterkammer als politisches Problem. Warum aber soll die Kirche ihre Preise zu einem politischen Problem machen. Da muss man doch mal einen Blick auf die Klosterkammer Hannover werfen.
Eine Präsidentin keine Pastorin
Etwas erstaunt ist der interessierte Leser beim tieferen Blick schon. Denn die Klosterkammer-Präsidentin Thela Wernstedt sieht weder wie eine Nonne oder eine Äbtissin aus noch wie eine Pastorin. Sie ist tatsächlich Ärztin und Politikerin, sie saß bis 2023 für die SPD im Landtag. Seitdem ist sei Präsidentin der Klosterkammer Hannover. Warum sollte eine sozialdemokratische Politikerin einer kirchlichen Behörde vorstehen?
Das ist der Moment, sich die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und das Bistum Hildesheim einmal genau anzusehen. Keine Klosterkammer zu sehen. Nichts zu machen. Da muss man Heiner Wilmer, den Bischof von Hildesheim, und Landesbischof Ralf Meister vermutlich Abbitte leisten. Lassen wir mal Altkatholische, Evangelikale oder sonstige Freikirchen außen vor. Die haben sowas nicht.
Eine Landesbehörde
Es hilft nichts, diese Klosterkammer muss ja in diesem Internet zu finden sein. Siehe da, man findet sie. Die Klosterkammer mit Sitz in Hannover ist, so ergibt eine kurze Lektürephase, eine Sonderbehörde im Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Das also ist des Pudels Kern, eine Landesbehörde! Sie verwaltet ehemals kirchlichen, mediatisierten Besitz und unterhält Kirchen und Klöster. Außerdem verwaltet sie als Stiftungsorgan vier selbstständige öffentlich-rechtliche Stiftungen. Die Klosterkammer ist eine der ältesten und traditionsreichsten Landesbehörden in Niedersachsen, deren Vorläuferorganisation im 16. Jahrhundert entstand. Sie fördert kirchliche, soziale und schulische Projekte. Dennoch, sie ist eine Landesbehörde.
Nach dem Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 fielen 1815 die geistlichen Territorien der Hochstifte Hildesheim und Osnabrück an das Königreich Hannover. Ferner wurden zahlreiche Klöster aufgehoben, deren Vermögen wurde nicht vom Staat vereinnahmt, sondern dem Klosterfonds zugeführt. Dieser Vermögenszuwachs war ursächlich für die Errichtung der Klosterkammer Hannover als einer zentralen Behörde. Zwar verwaltet die Klosterkammer ehemaligen kirchlichen Besitz, doch weder die Landeskirche noch die Bistümer Hildesheim und Osnabrück haben auch nur den geringsten Einfluss darauf, was das Land Niedersachsen mit dem von der Kirche enteigneten Vermögen anstellt. Und jetzt alle mal tief durchatmen. Von einer Ente dieser Größe lässt sich locker ein Sonntagsbraten für eine vierköpfige Familie zubereiten. Dem Urheber sollte das mindestens peinlich sein.
Beitragsbild: Marvel Comics - https://www.marvel.com/comics/issue/51193/howard_the_duck_2015_1_movie_variant/movie_variant, Fair use, via Wikimedia Commons
„Die böse, böse Kirche!“ fast wie „Die böse, böse KI!“. Aber ich gebe es offen zu. Ich habe mich gerade mit der „KI“ eine ganze Stunde blendend unterhalten. Deutlich besser als mit meiner einzigen Freundin. Passend lief danach der Song „Mad World“. Ja, es ist doch echt irre geworden. Wenn man sich tatsächlich überlegt, ob man das Micro auspacken soll und die „Unterhaltung mit der KI“ zukünftig per Sprache wie mit einem echten Menschen fortsetzen sollte. Oder?
Der letzte Absatz trifft den Kern. Da sind wir nämlich bei „Die toten Augen von London“ und Dieter Borsche. Wenn ich einen Zahn mit Wurzelinfektion habe, dann gehe ich zum Zahnarzt der die kaputte Wurzel freilegt, desinfiziert, aufüllt und parallel zum im selben Haus angesiedelten Infektionsspezialisten, der die Ausbreitung der Infektion in der Breite gezielt unterdrückt. Das heißt: präziser Feinschliff und zeitgleich die richtige Medikation. Ich gehe eigentlich nicht zum Knochenchirurgen denn der kann ja vermutlich nur sein Standardprogramm, was hier nicht nur nicht hilft, sondern den Patienten erst recht unnötig belastet oder sogar ins Grab bringt, weil sich die Infektion unter der unnötigen zusätzlichen Belastung des Immunsystems dann erst recht ausbreiten kann. Jetzt kann der Knochenchirurg ja auch Zahnchirurg sein, aber wenn der dem Patienten trotz andauernder Erklärungsversuche, was denn genau das Problem ist, nicht mal zuhört und immer wieder die grobe Hilti direkt ins Maul oder sogar ins gesunde Knie schieben will, damit die als Behandlung getarnte Misshandlung die gewünschte Knete für den angedachten Kauf des nächsten V8 Schlittens in die Kasse bringt, wobei der Patient vorher im Wartezimmer den dort angebotenen Kaffee auch noch selbst löhnen musste, dann sollte man die Chirurgie doch besser verlassen und eine kompetente Zahnarztpraxis mit Infektiologie im selben Haus aufsuchen, die auch zuhört und dann wirklich verstanden hat, was der Patient denn braucht.
Heisst das, die EK ud RK sind keine gierigen „Vereine“, nur weil es sich um einen schlecht recherchierten Artikel handelt?
Nein. Beispiele gefällig?
Einem Kollegen fehlten ein paar Quadratmeter zur Begradigung seines Bauplatzes,und Genehmigung. Kein Problem, die Kirche hat das Grundstück nebenan und ist bereit zum Tausch . Aber nicht 1:1 , sondern 3:1 ! ,obwohl absolut gleichwertig. Kein Verhandlungsspielraum, nimm und bau ,oder lass es, so was nennt man Erpressung.
Der Mesner im Dorf hatte 50 Jähriges Jubiläum, zur Feier wurde vom Bischof eine feierliche Messe gelesen. Anschliessend gab es im Gasthof ein gemeinsames Essen mit Bischof und Gefolge. Bezahlt, hats der Mesner, er bekam eine Urkunde.
Die Kosterkammer ist keine Kirche, hat aber was kirchliches an sich (christl. Kreuz im Org.-logo). Problematik lässt sich einfach, sachlich und ruhig lösen: Die Rentner gehen raus und bekommen für ihre Häuser auf Erbpacht zwei Drittel des Wertes (gesetzl. vorgeschrieben), dafür haben sie auch jahrzehnte so gut wie nichts an Erbpacht auf Grund& Boden abgedrückt. Sie sollten in kommunalen Einrichtungen vertretbar untergebracht werden. Nach Räumung Flüchtlinge bzw. Migranten-/Flüchtlingsfamilien rein in die Buden. Kosten und Erbpacht egal, zahlt der Staat.
Die Webseite von „agrarheute“ vermischt im entsprechenden Artikel immer wieder mehr oder weniger die Landesbehörde mit der Kirche. Letztlich ein schwer durchschaubarer Artikel, wer oder was denn wirklich die zu beklagen Seite sei. Also informativ, wie ein geschütteltes Sieb.
„Von einer Ente dieser Größe lässt sich locker ein Sonntagsbraten für eine vierköpfige Familie zubereiten. Dem Urheber sollte das mindestens peinlich sein.“
Warum peinlich?
„Kirche“ löst bei den Zeitgenossen, die am wenigsten begreifen, was „Kirche“ eigentlich ist, unbeherrschbare Beiß- und Bellreflexe aus.
Da erspart man sich die Mühe, nachzuprüfen, wer und was sich hinter „Klosterkammer“ verbirgt.
„Klosterkammer“ klingt geradezu nach Macht- und Kindesmissbrauch im stillen Kämmerlein. Das muss umgehend der Öffentlichkeit „gemeldet“ werden.
Die eigentliche „Kirche“ ist die Gemeinde Jesu Christi (die Glieder am Leib Christi), d.h. alle Menschen, die an ihn glauben und sein Sühne- und Erlösungswerk angenommen haben und damit der ewigen Verdammnis entgehen.
Von Kirchensteuerkirchen ist in der Bibel nirgendwo die Rede, von grandiosen Kirchengebäuden auch nicht.
Trotzdem ist Organisation erforderlich, wenn die christliche Kirche die von ihrem Namensgeber übertragenen Aufgaben erfüllen will.
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Warum erleben wir eigentlich keine Beiß- und Bellreflexe, wenn mehr und mehr Moschee-Vereine gegründet und Moscheen gebaut werden, wo gepredigt wird, was keiner versteht und keiner kontrolliert, und wenn hier und dort fünf Mal am Tag der Muezzin zur Unterwerfung auffordert und schwarzverhüllte Frauen in Pulks immer öfter das „Stadtbild“ prägen??
Über Alliens Wipfeln ist Ruh,
über Alliens Gipfeln spürest du,
kaum einen Rauch.
Warte nur balde,
holnse dich auch.