Seit Tagen wird in verschiedenen Medien immer wieder über sie berichtet: Eindringlinge, die ohne Eintritt zu zahlen in Gruppen in Freibäder kommen und dort für Polizeieinsätze sorgen. Von Auseinandersetzungen mit dem Personal, Körperverletzungen, Diebstählen und auch sexuellen Belästigungen ist in diesem Zusammenhang dann die Rede. Und die Tätergruppe wurde bislang eher verschämt mit „Männern aus Frankreich“ beschrieben. Das ist nicht falsch, aber – wie die meisten Leser solcher Meldungen ohnehin schon ahnen – auch nicht die ganze Wahrheit. Aber bei jungen Männern, die mit solchen Taten auffallen und in Gruppen auftreten, gilt es in den meisten deutschen Medienhäusern als nicht stubenrein, deren Herkunft genauer zu beschreiben.
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wollte sich aber offenbar nicht nur verschämt auf „Männer aus Frankreich“ beschränken. In einem Bericht, den die zeit.de übernommen hat, heißt es zuerst noch ganz harmlos:
„In Freibädern in Baden-Württemberg nahe der französischen Grenze kommt es immer wieder zu Vorfällen, an denen häufig junge Männer aus dem benachbarten Elsass beteiligt sind. Auch die Polizei musste in diesem Jahr bereits mehrfach ausrücken.“
Kamen also Elsässer? Einen Absatz später waren es die berühmten „Männer aus Frankreich“:
„Ende Juni räumte die Polizei das Freibad Auenheim in Kehl (Ortenaukreis). Was genau passierte – darin widersprechen sich die Berichte der Polizei und der Stadt Kehl. Die Polizei sprach von 50 bis 60 jungen Männern aus Frankreich, die mehrfach versucht hätten, ohne Eintritt zu zahlen, ins Bad zu kommen und schließlich über den Außenzaun geklettert seien.“
Und zwei Absätze später waren es dann „Franzosen“.
„Wegen eines anderen Vorfalls später am Nachmittag sei die Polizei hinzugezogen worden: Zehn bis 15 junge Franzosen, die sich bereits im Bad befunden hätten, seien über eine Absperrung am Beckenrand gesprungen. Nachdem sie den Anweisungen des Badepersonals nicht gefolgt seien, sei die Polizei verständigt worden – die das Bad kurz darauf räumte.“
Gerechter Generalverdacht gegen alle
Auch als die Kollegen über zwölf Polizeieinsätze im Freibad in Müllheim im Markgräflerland und deren Ursachen schrieben, blieb es bei den Franzosen:
„Überwiegend wegen Ordnungsstörungen, Verstößen gegen die Haus- und Badeordnung – aber auch wegen Körperverletzung, Belästigung und Diebstahl. Bei einem Großteil der Einsätze seien Franzosen beteiligt gewesen.“
Also Franzosen stören Ruhe und Frieden in deutschen Freibädern? Wieso machen die das? In der Welt hieß es übrigens über die Unruhestifter in Kehl ergänzend, vielleicht als Versuch, die Franzosen von einem Generalverdacht zu befreien:
„Äußerlich wurde die Gruppe als nordafrikanisch beschrieben, teilte die Polizei WELT unter Berufung auf Zeugenaussagen mit.“
Also sind es denn nun Gruppen nordafrikanisch aussehender Franzosen oder Nordafrikaner aus Frankreich, die da über die Grenze kommen? Diese Frage lässt sich allein durch Augenschein nicht beantworten. Bei der dpa stellt man sich die auch gar nicht, sondern zitiert lieber die Stadtverwaltungen Kehl und Müllheim, dass sich „die große Mehrheit“ der „Badegäste aus dem Elsass“ an die Regeln halte. Die kommen wahrscheinlich aber auch nicht so oft in Männergruppen angereist oder klettern über den Zaun.
Da das Aussehen dieser Jungmännergruppen dem Ansehen von Menschen ähnlicher Herkunft nicht abträglich sein soll, darf es natürlich auch bei der Prävention keine Rolle spielen. Würden Ordnungskräfte Jungmännergruppen nordafrikanischen Aussehens etwas genauer kontrollieren, würde das heutzutage als Rassismus gelten. Also – des Antirassismus wegen – werden jetzt alle Badegäste unter Generalverdacht gestellt, registriert und durchsucht, worüber die dpa berichtet, als wäre es die angemessene Reaktion auf einen ganz normalen Vorgang:
„Nach dem jüngsten Vorfall zog die Stadt Kehl umgehend Konsequenzen: Die Kapazität wurde von 1.600 auf 1.400 Besucher reduziert. Wer eine Tageskarte kaufen will, muss nun Personalien angeben und beim Besuch einen Lichtbildausweis mitführen. Wer gegen die Regeln verstößt, riskiert ein Badeverbot bis Saisonende.
Auch im Müllheimer Freibad gelten seit knapp zwei Wochen deshalb neue Regeln: Wer eine Tageskarte kauft, muss seine Tasche kontrollieren lassen und den Ausweis vorzeigen. Mehr Sicherheitspersonal sei dafür im Einsatz. Eine erste Zwischenbilanz falle positiv aus: Die Lage habe sich etwas beruhigt, so die Stadt.“
Darüber sollte sich selbstverständlich niemand beschweren, denn alles andere wäre rassistisch. Generalverdacht gegen alle ist dagegen höchst gerecht. Dass man damit schnell im Polizeistaat landet, ist eben ein zwingender Kollateralschaden dieser Form von Gerechtigkeit.
Beitragsbild: Hakeliha via Wikimedia

Da sind natürlich wir selbst dran schuld. Wir müssten die „Goldstücke“ eben grenzüberschreitend besser integrieren. Mehr psychologische Betreuung: Trauma-Malkurse, Schwafel-Stuhlkreise, sensible Reflexionsgespräche oder was bei ich was deutschen Pycheloginnen so einfällt. Man weiß doch sowieso was los ist: „Männer“, „in Gruppen“. Goldstücke halt. Mehr braucht man nicht wissen. Da hilft bei der Lügenpresse auch nichts mehr.
Also werden die über den Zaun Kletternden nicht mitgezählt, geschweige denn kontrolliert beim Betreten der Anlage.
Ich bin inzwischen immer mehr für ethnisch-kulturelle (also angeblich rassistische) Diskriminierung.
(a) Anders werden wir der Probleme in unserer Öffentlichkeit nicht Herr.
(b) Bei Nicht-Diskriminierung, wie die Woken es wollen, müssen immer mehr friedliche Menschen unter der Gewaltneigung weniger leiden, mit der sie absolut nichts zu tun haben.
Ich habe einfach die Nase voll, dass die wirklichen Täter immer mit Samthandschuhen angefasst werden, während man regelmäßig die Friedlichen wegen angeblicher Gedankenverbrechen verdammt.
Wird das Sicherheitsperonal vom Staat bezahlt, also von allen Steuerzahlenden, also auch von denen die nicht ins Schwimmbad gehen oder wird das SP vom Schwimmbadbetreiber, als durch die, die noch eine Eintrittskarte bezahlen, bezahlt ? Frage provilaktisch für eine Freundin ? Wem es interessiert, ich bade nackt an meiner Biegung eines Flusses, welcher im Schwarzen Meer mündet !
„Und die Tätergruppe wurde bislang eher verschämt mit “Männern aus Frankreich„ beschrieben.“, Sicherlich nur ein Lapsus. In Deutschland wird im Allgemeinen schon klar benannt und unterschieden. Einheitsbraun, Dunkeldeutschland, braunes Sachsen
Ist doch Ferienzeit können nur Franzosen sein !!!!!!!!! Bei uns laufen Kopftuchfrauen und Mädels seit ca. zwei Wochen nur noch vereinzelt in er Stadt herum sonst in Scharen sind im Urlaub in der Heimat. Denke in Frankreich ist das nicht anders oder es sind noch keine Ferien?