Johannes Eisleben / 31.07.2018 / 06:20 / Foto: Aleksandr Markin / 51 / Seite ausdrucken

Die Deindustrialisierung geht ans Eingemachte

Das Thema der Deindustriealisierung Deutschlands ist Ausdruck eines tief sitzenden Antirationalismus, einer romantischen Tradition, die in Deutschland besonders virulent ist.  Heute kommt der Technikhass vor allem von den Schein-Linken, die als humanitaristische Utopisten den Ton angeben. 

Auf achgut.com wird regelmässig über die Zerstörung der Energiewirtschaft und unserer Landschaft durch das EEG, das vom post-religiösen Mythos des anthropogenen Klimawandels motiviert ist, von der Zerlegung unserer Automobilindustrie, von der Biotechnologiefeindlichkeit der schwarzgrünen Reinheitsfreunde oder von den Digitalisierungs-Verhinderungsinitiativen der EU berichtet. Die Beiträge der Achse-Serie „Deutschland steigt aus“ geben eine gute Übersicht zu diesem Thema, hier am Ende der letzten Folge aufgeführt. Selbst Schüler berichten adäquat über das Phänomen. Es besteht weitgehende Einigkeit darübert, dass Deindustriealisierung allen schadet, aber es ist dennoch gut sich einmal anzuschauen, was sie für unsere Gesellschaft eigentlich genau bedeutet.

Vor fast 50 Jahren erschien das heute nahezu vergessene Buch „Der Staat der Industriegesellschaft“ des Verfassungsrechtlers Ernst Forsthoff, der als Carl Schmitt-Schüler und zu Beginn des „Dritten Reichs“ ein Nazi war („Der Totale Staat“, 1933). Zwar schwor er dem Nationalsozialismus nach dem Krieg gründlich ab, doch blieb er weitgehend eine persona non grata. Forsthoff war einer, der die Probleme der industriellen Massengesellschaft extrem gut verstand – vielleicht gerade, weil er dem Nationalsozialismus, einer politischen Bewegung, die auf die Massengesellschaft und ihre Defizite zugeschnitten war, anfänglich auf den Leim gegangen ist. Modernisiert man seine Erkenntnisse, passen sie immer noch hervorragend auf unsere Situation und helfen uns, zu verstehen, was Deindustriealisierung eigentlich bedeutet.

Anders als der Staat des Absolutismus – im Wesentlichen ein Ordnungsstaat – oder der Staat des 19. Jahrhunderts – ein Ordnungs- und Rechtsstaat – ist der Staat der industriellen Massengesellschaft laut Forsthoff kein Staat im klassischen Sinne mehr. Er war ursprünglich in erster Linie Sozialstaat der Daseinsfürsorge (Arbeitslosen- und Krankenversicherung, Grundsicherung = „Hartz IV“) und Daseinsvorsorge (Rentenversicherung, Unfallversicherung) und ein Staat der Verwaltung einer hochkomplexen Industriegesellschaft. Was heißt das? 

Aus Eigeninteresse heraus an Regeln halten

Blicken wir zunächst auf den Zustand unseres Landes bis etwa Mitte der 1990er Jahre, der dem Zustand, den Forsthoff 1971 beschrieb, noch weitgehend gleicht. In dieser sozialstaatlich organisierten, kulturell homogenen Industriegesellschaft mit hochkomplexen Teilsystemen, Technologien und Vollbeschäftigung funktioniert das friedliche Zusammenleben der Menschen durch viele nichtstaatliche Faktoren. (Industriegesellschaft meint nicht nur die industrielle Produktion, sondern auch komplexe Dienstleistungen wie etwa Versicherungspolicen, Bankkredite, Energiegewinnung und -verteilung, Softwarebereitstellung oder Verkehrsplanung.)

Der Wohlstand und die disziplinierende Wirkung des „stahlharten Gehäuses“ eines arbeitsteiligen Erwerbs des Lebensunterhalts führen dazu, dass sich die meisten Menschen aus innerstem Eigeninteresse heraus an Regeln halten. Denn sie merken, dass Wohlverhalten und Disziplin ihnen ein sicheres und auskömmliches Leben ermöglichen. Staatliche Sozialleistungen und Daseinsvorsorge für Alter und Berufsunfähigkeit sichern diese Situation ab, der Bürger findet den Staat vor allem wegen dieser Absicherungsfunktion attraktiv.

Außerdem ermöglichen staatliche Institutionen und Infrastruktur (die der Staat nicht unbedingt bereitstellen, aber notwendigerweise regulieren muss) überhaupt erst das Siedlungsmuster der Industriegesellschaft mit hochverdichtetem Wohnen und intensivem Personen-, Güter- und Energietransport. Des weiteren ist der Staat in Folge der Technologieentwicklung gefordert, Technologienutzung gesetzgeberisch zu begleiten und entsprechende hochspezialisierte Institutionen zu schaffen wie etwa Atomaufsichtsbehörden. Gleichzeitig nimmt die Notwendigkeit ordnungsstaatlichen Handelns ab, mehr noch die Bereitschaft, ordnungsstaatliche Ziele zu definieren und durchzusetzen.

Es besteht auch ein Konflikt zwischen Rechtsstaat und Sozialstaat, da der Sozialstaat Freiheiten einschränkt, die der Rechtsstaat garantiert. In Deutschland ist seit Jahrzehnten die autonome richterliche Rechtsprechung eingesetzt worden, um diesen Konflikt zu Lasten der bürgerlichen Freiheiten aufzulösen. Dabei wird die „entpolitisierende Wirkung der sozialstaatlichen Strukturelemente“ (Forsthoff, S. 146) offenbar, denn nicht nur erfolgt eine Verlagerung von der politischen auf die judikative Ebene, sondern die Parteien organisieren sich hinsichtlich ihrer sozialpolitischen Zielsetzungen nahezu einheitlich (das trifft heute sogar für die AfD zu, die ja in vielen Politikfeldern stark von den Altparteien abweicht).

Die klassischen Funktionen Ordnungs- und Rechtsstaatlichkeit treten also gegenüber dem planenden, organisierenden und betreuenden Staat zurück. Das Rückgrat, die conditio sine qua non dieses Staats, ist die Industriegesellschaft, die nicht nur den Wohlstand erzeugt, mit dessen Hilfe der Staat seine umfassenden Funktionen wahrnehmen kann, sondern dem Staat auch durch die disziplinierende Wirkung des Arbeitslebens viel ordnungsstaatliche Last abnimmt. Industriegesellschaft und moderner Staat sind auf einander zwingend angewiesen.

Donald Trump hat es verstanden

Doch heute haben sich so viele Parameter verändert, dass die Symbiose von Industriegesellschaft und Staat auseinanderzubrechen droht. In welcherlei Hinsicht? Beginnen wir mit der Ausgangsfrage: Was ist die Bedeutung der Deindustriealisierung? Die Deindustriealisierung vollzieht sich wie ein langsam wachsendes Krebsgeschwür, das man lange nicht spürt, bevor es schließlich das Überleben des Organismus bedroht. Wesentliche Schritte der Verfeinerung der Industriegesellschaft und der Steigerung der Wertschöpfung, wie etwa der Einsatz von genetischer Rekombinationstechnologie (Gentechnik) oder der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ (einer verbesserten Form der Automatisierung von Arbeit, die nichts mit echter Willensbildung zu tun hat), werden durch Regulierung und Rechtsprechung verhindert – mit anderen Worten, wir verhindern die Modernisierung unserer Industriegesellschaft und unterbinden neue Quellen der Wertschöpfung. 

Zusätzlich dazu werden etablierte, äußerst wirkungsvolle und effiziente Technologien wie die Energiegewinnung mit Hilfe von Kernspaltung oder die Mobilität mit Verbrennungsmotor, in die Millionen Mannjahre der Optimierung gesteckt wurden, bekämpft, so dass sie aufgegeben oder zurückgedrängt werden. Dabei werden diese gigantischen Investitionen implizit abgeschrieben, somit fallen Quellen stetiger Wohlstandsgewinnung einfach weg – bildlich gesprochen, töten wir die milchgebenden Kühe (und in der Tat, Gipfel des Wahns, halten fanatische Öko-Ideologen neuerdings Kuhmilch, die Menschen seit Jahrzehntausenden segensreich nutzen, für Gift).

Gleichzeitig wird ein globales Handelssystem propagiert, das zwar der Finanzwirtschaft nützt, weil es ständig teure Transaktionen generiert und margenstarke Derivate ermöglicht, jedoch zu einer Abwanderung riesiger Bereiche der Realwirtschaft führt – in Länder, die selbst protektionistisch agieren und aus westlichen Unternehmen eine Technologieentnahme anstreben wie China.

Das hochkomplexe Wirtschaftssystem, das wir haben, kompensiert diese partiellen Ausdünnungen und Schließungen von Teilbereichen eine ganze Weile lang: wie ein Organismus, der eine Krankheit durch erhöhte Leistung nicht-befallener Organe kompensiert. Doch irgendwann sind die Kompensationsmöglichkeiten erschöpft und die Krankheit bricht offen aus, der Organismus ist akut bedroht.

So wird es auch der Industriegesellschaft ergehen, wenn wir sie weiter selbst zerstören und nicht – wie der geniale Rabauke Donald Trump, der das verstanden hat – versuchen, diesen Wahnsinn zu stoppen. Irgendwann stagniert oder sinkt sonst der Output. Damit greifen wir den innersten Kern unseres Staatswesens an, das essenziell von der funktionierenden Industriegesellschaft abhängig ist. Denn wenn der Wohlstand fehlt, den wir brauchen, um den Sozialstaat zu betreiben, zerfällt der innere Frieden. 

Deindustrialisierung und scheiternder Sozialstaat

Die Deindustrialisierung mit ihren auf die Dauer desaströsen Folgen für die Wirtschaft trifft zu allem Übel nämlich auf einen Sozialstaat, der schon seit mehr als vier Jahrzehnten mit florierender Industriegesellschaft – und das konnte Forsthoff noch nicht sehen – mehr ausgibt, als er einnimmt: wie in Griechenland, nur nicht so drastisch. Der die Sozialsysteme, die sich selbst tragen sollten, aus Steuern bezahlt (Steuerzuschuss zur Rentenkasse pro Jahr fast 100 Milliarden), Beamte und Angestellte beschäftigt, deren Pensionen und Renten er nicht zahlen kann, und seit 2015 zusätzlich zu den – teilweise selbst geschaffenen – deutschen Grundsicherungsempfängern (etwa 4 Millionen) noch eine unbekannte, aber hohe Zahl (1 bis 2 Millionen) von eingewanderten Sozialleistungsempfängern alimentieren, kranken- und sogar altersversichern muss.

Bricht der Euro zusammen, und dem Staat werden Billionen neuer Schulden aufgebürdet, wird der Staat bankrott gehen und weder seine Zahlungsversprechen an seine direkten (Halter von Anleihen) und indirekten (Rentenempfänger) Gläubiger einhalten noch die Sozialleistungen weiterhin aus Steuermitteln finanzieren können. Gleichzeitig wird der Bedarf sich drastisch erhöhen, weil Arbeitslosigkeit und Altersarmut massiv zunehmen werden. Insbesondere die flächendeckende Alimentierung der Migranten, für die lebenslang kaum Aussicht auf einen produktiven Beitrag zum Wirtschaftsoutput besteht, wird unmöglich werden.

Die Folgen der Deindustrialisierung und des scheiternden Sozialstaats verstärken sich nicht linear, da sie miteinander interagieren, sondern sie schaukeln sich gegenseitig auf. Wir sehen also in der Tendenz exponentiellen Folgen der Deindustriealisierung und der Selbstzerstörung des Sozialstaats entgegen. Doch warum zerstören wir die Industriegesellschaft, und was bedeutet das für den Ordnungsstaat?

Selbstzerstörerischen Altruismus zum einzigen Wert erklärt

Was einmal vor dem Hintergrund von offener Umweltverschmutzung und Industriekatastrophen wie Seveso,Bhopal oder Tschernobyl als berechtigtes Anliegen der Technologieplanung und -regulierung begann, hat sich im Rahmen des globalistischen Humanitarimus als Religionsersatz verselbständigt und zerstört nun ohne positive Wirkung auf Gesundheit oder Umwelt unsere Lebensgrundlage.

Stolz jubelnd sägen wir die industriellen Äste, auf denen wir sitzen, einfach ab. Bei biologischen Technologien hat es noch keine Katastrophen des oben genannten Ausmaßes gegeben, und mit modernem Genome Editing, das im Wesentlichen wie eine beschleunigte traditionelle Mutagenesezüchtung wirkt, wird das auch immer unwahrscheinlicher. Doch auch sie trifft der Eifer der Glaubensgemeinde. Bei der Digitalisierung und der Automatisierung ist die Ursache hingegen die absurde Verabsolutierung von Grundrechten auf Kosten der Quelle der Menschenwürde, der individuellen Freiheit (DS-GVO). 

Ein weiterer Aspekt: Wenn immer weniger Menschen im disziplinierenden Rad der Wertschöpfung laufen und wir immer mehr Zuwanderer bekommen, die in das Rad gar nicht erst einsteigen können, weil sie nicht dazu qualifiziert sind, entsteht wieder Bedarf am Ordnungsstaat. Das sieht man beispielsweise bei der Migrantenkriminalität schon jetzt. Doch sind wir zu einer Renaissance des Ordnungsstaats noch fähig?  Schaffen wir es uns wieder wirksam wehren zu können, nach außen im Verteidigungsfall und im Notstandsfall auch nach innen? Kann bei Staatsanwälten und Richtern das Ethos restauriert werden, das wir brauchen, um wieder Recht und Ordnung durchzusetzen?

Niemand kann das wissen. Wir leben in einer  Zeit, in der wir eine Kultur hervorgebracht haben, die einen selbstzerstörerischen Altruismus zum einzigen Wert gesetzt zu haben scheint. Doch der innerste Antrieb des Menschen ist sein Überlebenswille. Wird dieser massenhaft tangiert, und merkt die Mehrheit dann, wie schlecht es eigentlich steht, kann das Umdenken sehr schnell erfolgen – man sagt dann „die Stimmung kippt“.

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Andreas Rühl / 31.07.2018

Doch, doch, der Urgrund liegt schon in der romantischen Weltsicht, die allerdings wiederum auf den Verrückten und Menschenfeind Rousseau zurückgeht. Sie führt zum Beispiel dazu - Marx - dass man allen Ernstes glaubt, die “Marktwirtschaft” oder der “Kapitalismus” seien geistige Produkte und die Wissenschaft, die die Vorgänge in der Lebenswelt “Wirtschaft” beschreibt, sei KEINE Naturwissenschaft, sondern eine Geisteswissenschaft oder eine Art Religion. Die Technikfeindlichkeit geht einher mit dem Bedeutungsverlust der Naturwissenschaften, die nur noch dann herangezogen werden, wenn sie die “ethisch” “richtigen” Ergebnisse liefern. Die Ökonomie wird erst gar nicht mehr zu den ernsthaften Wissenschaften hinzugerechnet. Das erinnert an Schopenhauers Beispiel von dem Käfer, den ein neunjähriger Junge in einer Sekunde zertreten kann aber alle Professoren der Welt können ihn in Jahrtausenden nicht bauen. Die Gesellschaft gebärdet sich wie der neunjährige Junge. Nur, dass sie sich selbst zertritt. Und wenn es kaputt ist, kann es niemals wieder aufgebaut werden. Das zu begreifen, ist offenbar sehr schwer.

Stefanie Zeidler / 31.07.2018

@ Thomas Raffelspieper Ich weiß nicht, ob sie schon mal von der Kurgan-Hypothese gehört haben. Sie besagt, daß sich die Indoeuropäer damals deshalb über ein so weites Gebiet ausbreiten konnten, weil sie in der Lage waren, auch als Erwachsene noch Kuhmilch verdauen zu können. Das gab ihnen einen entscheidenden Vorteil gegenüber den vormaligen Bewohnern des Eurasischen Raumes. Die Domestikation des Hausrindes alleine war es nicht-zu schnell hätten sich andere Völker ein paar Herden erbeuten und sich nutzbar machen können (Ziegen und Schafe hielten sie ja schon). Noch heute ist die Laktosetoleranz bei nordeuropäischstämmiger Bevölkerung am höchsten und nimmt Richtung Südeuropa / Naher Osten ab. Für die Toleranz gegen Antigene bzw. Allergene sieht es wahrscheinlich ähnlich aus.  Kuhmilch wird aus demselben Grund auf einmal ungesund, aus dem man auf einmal von Schweinefleisch Leberentzünding bekommen soll. (Und wegen der Ökoreligion auch).

Michael Guhlmann / 31.07.2018

Es wundert mich wirklich, warum sich das Märchen von den ins Land gelockten “künftigen Niedriglöhnern” so hartnäckig hält.  Wer von diesen Raub- und Sozialamtsnomaden kommt denn mit der Absicht, in Deutschland zu arbeiten, sei es hoch oder gering bezahlt? Und da reden wir noch gar nicht von den Fähigkeiten.

Moritz Cremer / 31.07.2018

WER bestimmt eingentlich ab wann ein Staat sozialistisch genannt wird??! Die massiv um sich greifende Planwirtschaft durch fachfremde Politiker verbrennt hunderte Milliarden (BER, eeg, gender ProfInnen, ...) zeigt mir als Ökonom, dass wir den Schritt von der Industriegesellschaft zum sozialistischen Gesinnungsstaat lange überschritten haben… Weibliche Stasi Kader im Kanzlerbunker, dem mdr, der AAS, offensichtlich im gesamten Justizapparat (gez Verweigerer härter bestraft als vergewaltigende Mörder) usw bestätigen dies mehr als eindrücklich. SOZIALISMUS deutsch 3.0! (von wegen Mounk: historisch einzigartiges Experiment… alter Wein in noch älteren Schläuchen, alleine die Vorzeichen sind vertauscht!)

Frances Johnson / 31.07.2018

Es erschließt sich mir einfach nicht: Der Staat nimmt und nimmt, der Bürger arbeitet inzwischen mehr als ein halbes Jahr für ihn. Der Staat hat ein Rentenproblem und nicht nur das. Er hat ein Schul-, Sicherheits-, Bundeswehr-, Infrastruktur-, Energie- und ein Personalproblem in Polizei und Pflege.  Statt diese anzugehen und mal für zehn Jahre Schengen außer Kraft zu setzen, schafft er sich Sozialhilfeempfänger an, darunter Kriminelle, und verschärft alle oben genannten Probleme. Da er mehr Lehrer, Sozialarbeiter und Juristen braucht, verschlimmbessert er vor allem die Situation bei der Beamtenrente. Man kommt zu dem Schluss, dass er sich außerstande sieht, die genannten Probleme zu lösen und auf Kriege aus ist, die bekanntlich alles unter Leichenbergen zudecken. Dann Währungsreform. Wenn keiner anfängt, dann eben von innen über Bürgerkrieg. Er, unser Staat, benimmt sich wie ein failed state, und es ist kein Versehen, dass man an Chavez und Maduro denken muss, die ein ölreiches Land in den Abgrund getrieben haben. Auch dort war Antisemitismus eine ständige Begleiterscheinung. Alternativ ist es ein Versuch des Beamtenstaats, alles an sich zu reißen. Hierfür spricht auch die Rundfunkgebühr und die Schere im Kopf der Journalisten. Einige allerdings - siehe Broder im Film gestern über A. und P. - meinen durchaus, was sie sagen und fühlen sich großartig dabei.

Sabine Schönfelder / 31.07.2018

Ein weiser Blick in die Zukunft. Medienwirksame linke Propaganda und das evolutionäre Bedürfnis des Menschen zur Gruppenzugehörigkeit sind die Erfolgsparameter zum ‘globalistischen Humanitarismus’, der innerhalb dieses Rahmens jetzt durch ’ weltweite Migration’ ergänzt wird. Er zwingt zuerst die Staaten mit dem ‘größten guten Herz’ in die Knie. Paternalistische Staatslenkung führt innerhalb der deutschen Gesellschaft zur Infantilisierung aller Lebensbereiche und grenzt Vernunft aus, zugunsten einer positiven Emotionalisierung auf kindlichem Niveau. Es ist viel netter, wenn die armen Afrikaner nicht mehr im Mittelmeer ertrinken, um die Folgen unkontrollierter Migration können sich dann die Erwachsenen kümmern, samt Vergewaltigungen und brutaler Kriminalität! Vernünftige Erwachsene existieren aber nicht mehr im grün-linken Gutmenschentum. Lösung: Wegducken, Wegschauen, Nachrichten unterdrücken, Folgen ausblenden, Realisten kaltstellen, Staat zerstören, Utopie erzwingen. Es gibt nur ein einziges entscheidendes Problem: wer soll das auf Dauer bezahlen? Daran wird alles zum wiederholten Male scheitern(DDR). Klasse Beitrag. @Herr Raffelsieper, habe noch nicht von den Millionen von Kindern gehört, die aufgrund ihres zerstörten Immunsystems durch Kuhmilch ihr Leben lassen mußten. Vielleicht sollten Sie Ihre Informationen selbst unter wissenschaftlich-unabhängigen Gesichtspunkten einmal überprüfen.

B.Kröger / 31.07.2018

Da unser Bildungssystem, ebenso wie die allgemeine Infrastruktur und damit unsere Zukunftschancen dramatisch vernachlässigt werden, sollten wir, die wir mit diesen Entwicklungen in unserem Land nicht einverstanden sind, dazu übergehen, eigene Strukturen aufzubauen. Wir müssen nicht alles hinnehmen, was gewisse Leute, wo auch immer sitzend, für die Zukunft unseres Landes beschlossen haben. Konstruktive Eigeninitiativen sind notwendig!

Rupert Reiger / 31.07.2018

Während der Pessimist Schopenhauer Mitleid ins Zentrum seiner Ethik gestellt hat, um seine Philosophie der Verneinung des Lebens umzusetzen, drehte Nietzsche die These vom Mitleiden nach seinem Bruch mit der Schopenhauerschen Philosophie um: Weil das Leben zu bejahen sei, gelte das Mitleid – als Mittel zur Verneinung – als Gefahr. Es vermehre das Leiden in der Welt und stehe dem schöpferischen Willen entgegen, der immer auch vernichten und überwinden müsse – andere oder auch sich selbst.  Aktive Mitfreude, auch am Erfolg anderer, sei der höhere und wichtigere Wert. Was Nietzsche nicht bedacht hat: Dem steht der Neid entgegen, Beispiel: Nehmen wir die Proteste gegen die Globalisierung wie sie regelmäßig stattfanden. Niemand, keine Merkel, kein Gabriel hat sich damals dazu geäußert. Jetzt wo die Globalisierungsgegner feststellen, dass sie mit Trump in einem Boot sitzen (ein Treppenwitz der Geschichte, sowas kann man nicht erfinden), ist da nichts mehr. Und plötzlich äußern sich deutsche Politiker, im Gegensatz zu vorher, für den freien Welthandel. Es ging also nicht um die Sache, sondern um Neid an den Erfolgreichen in einer globalisierten Welt und auch um Antiamerikanismus. Somit waren Behauptungen, es ginge um die Sache, wie jetzt alle sehen, gelogen. Man muss begreifen: Es geht bei Neid nie um das Argument Neid, es werden moralische Argumente vorgeschoben. Jedes Neid getriebene Argumentieren und Handeln muss somit verlogen sein, da Neid als Grund vermieden wird. Allerdings jetzt nach dieser Lernphase (plötzlich wollen alle den Welthandel) kann Trump mit den Zöllen auf Null.

Nina Herten / 31.07.2018

Erst, wenn dieser Planet durch Ausbeutung jeglicher Ressourcen zerstört und somit jegliches Leben unmöglich wurde, haben ‘wir’ e n d l i c h(!) das (vielbeschworene und -bejubelte) ‘Paradies auf Erden’ geschaffen. Was soll/kann man dazu sonst noch sagen/schreiben? ‘Schöne neue Welt’ ... Quod erat demonstrandum: der Mensch als Krone der Schöpfung, der sich allem überlegen wähnt und in seiner Selbstüberschätzung letztendlich ‘Gott zu spielen’ beginnt weil er in seinem Grössenwahn vergessen/verlernt hat, dass er von der Natur abhängig ist und nicht etwa umgekehrt. Die Natur kann ohne den Menschen existieren und sich regenerieren. Der Mensch ohne die Natur hingegen? (Anmerkung: Ich bin weder technologie- noch wirtschaftsfeindlich. Mir stellt sich jedoch die Frage, wo das Wasser und die Anbauflächen für Getreide, Obst, Gemüse und alle weiteren Nahrungsmittel herkommen sollen, wenn jeglicher Flecken Natur zubetoniert wurde. Kein Regen - somit kein Wasser - entsprechend letzten Endes keinerlei Leben mehr möglich. Dies als der Weisheit letzter Schluss?)

M. Koecher / 31.07.2018

Das Problem ist, dass die Lösung der geschilderten Situation einer Katastrophe gleichen wird. Besser: Eine Katastrophe SEIN wird. Der offiziell geschätzte Zeitrahmen wird sich wohl zwischen 2020 (Fertigstellung der Übungsstadt Schnöggersburg) und 2030 (Zeitpunkt, nach dem bislang keine Rentenpläne mehr vorgelegt wurden) bewegen. Hinweis an alle “offiziellen” Prepper: Meinem Urgroßvater, Landwirt, nahmen die Gendarmen 1917 selbst noch das Saatgut für das kommende Jahr weg. Also besser heimlich “preppen”.

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