Friedrich Merz will, dass Hans-Georg Maaßen die CDU freiwillig verlässt. So wie es aussieht, wird Maaßen in der Partei um seinen Verbleib kämpfen. Aussicht auf Erfolg hat er aber kaum, denn innerhalb der CDU mag man keine Querköpfe, sondern lieber Opportunisten.
Nun also soll, wenn es nach dem gegenwärtigen Vorsitzenden der CDU, dem Friedrich Merz, geht, der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und heutige Vorsitzende der Werteunion, Hans-Georg Maaßen, die Partei freiwillig verlassen. So wie es aussieht, wird er das nicht tun. Vielleicht nimmt er ja den Fehdehandschuh auf und kämpft in der Partei um seinen Verbleib und Einfluss. Aussicht auf Erfolg hat er aber kaum, was weniger an der Person Merz liegt, so beliebt ist der in den eigenen Reihen auch nicht, sondern am Charakter der Partei, dort mag man keine Querköpfe. Würde er bleiben wollen, müsste er selbst nach der Macht greifen.
Es ist aber höchst unwahrscheinlich, dass Herr Maaßen, würde er um den CDU-Vorsitz kandidieren, in die Nähe einer Mehrheit kommt. Die CDU ist eine Opportunistenpartei, keine, die für ihre Überzeugungen kämpft und mit geradem Rücken und klarem Blick für ihre Ideale einsteht, nein, sie biedert sich dem Zeitgeist an, oder zumindest dem, was sie für den Zeitgeist hält, und richtet sich im Vorhandenen ein. Das war auch früher, zu Zeiten des Kalten Krieges, nicht anders. Kurz nur, 1989/90, zur Wende in der DDR, flammte einmal so etwas wie Eigenständigkeit auf, als es darum ging, die Wiedervereinigung hinzubekommen.
Vorher war man durch die Westbindung abgesichert, was es einfach machte, großmäulig gegen Gegner aus dem linken Spektrum auszuteilen, oder auch gegenüber dem rechtem. Will man es positiv beschreiben, so kann der Opportunismus der CDU als Pragmatismus bezeichnet werden.
Würde die CDU zurück zu ihren Idealen von früher gehen, immer wieder fallen in diesem Zusammenhang die Namen Adenauer und Erhard, der mediale Gegenwind, vor allem von den Öffentlich-Rechtlichen, würde sich zum Orkan entwickeln. Dann wäre Standhaftigkeit bei der CDU gefragt, ein Charakterzug, der in dieser Partei noch nie in nennenswertem Umfang vorhanden war. Sie ist in Wahrheit, eigentlich schon immer, eine Mitläuferpartei.
Irgendwas war mir an der CDU schon immer unsympathisch, selbst in der Zeit vor Merkel, als ich diese Partei oft wählte. Doch nie wusste ich so richtig, was genau es war. Nun aber, heute, mit dem Vorsitzenden Merz, beginne ich zu begreifen: es ist und war ihr Zeitgeistopportunismus.
Dieser Beitrag ist auch bei Glitzerwasser erschienen.

Ein Wort zu einer „staatstragenden Partei“: Die CDU besteht anscheinend oder scheinbar nur noch aus kleinen „Paschas“. Wir haben einen permanenten Silvesterabend in Deutschland. Was macht man, wenn man gegen die Wand gefahren ist? Man ruft den Abschleppdienst, sofern man nüchtern ist. Sonst läuft man einfach weg. „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“. Bis jetzt merkt man allerdings rein nichts. Leute, lassen wir sie sausen. In der Hoffnung stirbt der Christ. Hat jemand Ehrlichkeit erwartet? Es gab einmal eine große Vorsitzende. Die CDU ist der ehrende Kranz auf ihrem Grab.
Menschen ohne Rückrad sind wie Regenwürmer : schleimig und kriechend, CDU : die Regenwurmpartei !
Ich war knapp 25 Jahre Mitglied der CDU. Diese ist ein Zusammenschluss von Jasagern und Kanzlerwählern. Heute bereue ich meine Mitgliedschaft.
Die SPD hatte einmal ein Ideal, welchem sie nahezukommen suchte. Die Grünen hatten einmal eine Überzeugung, welcher sie politisch zu entsprechen suchte. Die CDU kennt und kannte diese Art Ideale nie. Die CDU war eigentlich stets eine unpolitische Partei. Und trotzdem oder vielmehr gerade deshalb bewirkte die CDU Gutes für das Land. Heute versucht die CDU auf der politischen Welle der Anderen mitzuschwimmen. Das wirkt schlicht artfremd und künstlich. Man erkennt seine CDU nicht wieder. Ich wünschte mir eine unpolitische, einzig der Realität des Seins verpflichtete CDU zurück, die sich dem Wohle der Bürger verpflichtet fühlt. Diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen. Times, they are changing. Die CDU hatte ihre Zeit in der Bonner BRD. Doch die Zeit der Realpolitik, die Zeit der rechtschaffenen Politiker ist unwiederbringlich vorüber. Mit Kohl endete diese Epoche. Nicht nur für die CDU, sondern für auch für die anderen Parteien tickt die Uhr.
In Reaktion auf das obige Foto möchte ich Folgendes schreiben : „ Sehr verehrter Herr Dr. Maaßen , sehr klar hat sich mir eingeprägt, wie vehement Sie von der CDU fordern, sie solle deren Fremdenfeindlichkeits- Rassismus- etc – Behauptungen , die sie Ihnen unterstellt, konkret an Belegen festmachen. Ein ebenso dringliches Anliegen ist für mich, nachvollziehen zu können, was konkret Sie an der AfD nicht akzeptabel finden.? (“…Wir sind in vielen Sichtweisen einig , haben aber unterschiedliche Vorstellungen über die Lösungsansätze…„, so – sinngemäß – habe ich Ihre Aussagen hierzu verstanden.) Ich bitte Sie daher um Aufklärung und wäre Ihnen extrem dankbar, wenn Sie mir erklären würden, was Ihrer Meinung nach an der AfD falsch ist und nicht toleriert werden kann. Ich wünsche Ihnen Kraft und grüße Sie freundlich ! H.M“
Ich bin auch dankbar, wenn Achse-Leser mir auf meine Fragen antworten wollen.
Ein Volltreffer. Die CDU ist keine konservative Partei im Sinne der Verteidigung konservativer Werte mehr, wenn sie es denn jemals wirklich war, sondern die Partei der Besitzstandswahrer. Denen geht es um den Erhalt bzw. die Mehrung ihres Besitztums. Das ist also ein Konservativismus, der auf das Konservieren von Eigentum reduziert ist. Dieser Ansatz ist kein politischer mehr, sondern ein rein wirtschaftlicher. Und da kollidiert diese reduzierte Auslegung des Konservativismus mit dem alten konservativen Grundsatz, „das Bewährte zu bewahren“. Denn wenn es nur noch um Geld und Eigentum geht, verscherbelt man natürlich auch zwangsläufig irgendwann die eigenen bewährte Kultur und damit dann das Tafelsilber, das diesen Reichtum überhaupt erst ermöglicht hat. Was im Endeffekt dann bedeutet, dass die CDU eben keine konservative Kraft ist, sondern ein Unternehmen, was sich selbst an den Meistbietenden verkauft. Und wenn dieser Meistbietende eher in der politischen Mitte, links, oder sogar im Ausland vorzufinden ist, agiert eine derartig zu einem Unternehmen reduzierte Partei dann plötzlich genau gegensätzlich zu ihren propagierten konservativen Werten. Was dann in der Folge nicht nur zur Fremdsteuerung der Partei und damit des Landes durch das Ausland führt, der Kunde ist schließlich König, auch wenn er kein Deutscher ist, sondern sogar zu verfassungswidrigem Verhalten. Denn wenn eine Partei nur noch im Sinne ihre Mitglieder und politischer Interessen im Ausland agiert, agiert sie nicht mehr im Sinne des eigenen Volkes und damit auch nicht mehr im Rahmen unseres Grundgesetzes. Wenn man das alles bedenkt, kommt man nur zu einem Schluss: Maaßen ist überhaupt nicht das Problem der CDU. Maaßen ist weder rechts noch radikal, noch rassistisch. Das ist eine rufschädigende Falschbehauptung. Der Mann steht mit beiden Beinen auf unserem Grundgesetz. Seine Kritiker jedoch nicht. Und genau deshalb wollen sie ihn loswerden.
@Wolf Hagen: Gründen Sie doch einfach die FKWHP, die Freiheitlich-Konservative-Wolf-Hagen-Partei, dann können Sie wieder guten Gewissens zur Wahl gehen. Nebenbei: die CDU sollte sich ein Beispiel an der NSDAP nehmen, und anstelle ihres Gebarens z.B. Herrn Maßen gegenüber sich schriftlich über dessen Querulantentum aufregen und die Sache wäre erledigt. Es waren wirklich große Gesten der Nazis, ihren Gegnern per Anschreiben mitzuteilen, dass sie sich über diese aufregen. Ich kenne eine Menge Leute, die solche gerahmten Schreiben zu Hause hängen haben.