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Trotz einiger treffenden Feststellungen trifft die Analyse nicht. Merz ist keineswegs der Notarzt, der Mobilisieren kann, sondern steht letztlich auch für die Fortsetzung der Merkel-Politik, die keineswegs liberal und auch nicht Mitte ist. Es ist eine krude Mischung aus moralinsaurer machtorientierter Linkspolitik mit Hinterherlaufen hinter den Medien und Grünen und der SPD. Eine CDU, die sich aus dem Würgegriff des Vorführens befreien will, muss sich Mehrheitsoptionen erhalten, die sie nicht erpressbar macht. Das heißt, dass sie die Option der AfD nicht kategorisch ablehnen kann. Tut sie es doch, wird sich rein gar nichts ändern. Merz hat lediglich gezeigt, dass er lieber ebenso auf die AfD eindrischt und damit sich selbst jeder Chance beraut, einen Gestaltungsspielraum zu gewinnen.
Während Sebastian Kurz bereits mit jungen 27 Jahren als Außenminister im Auges des Orkans seine Standhaftigkeit unter Beweis gestellt hatte, war Merz in seinem langen Leben noch nicht einmal im Amt, nirgends - und hat bereits mehrfach bewiesen, daß er bei Gegenwind umkippt. Und mit wem bitte will die CDU koalieren? Genau. Merkel hat das CDU-Schiff auf ein Kliff manövriert und schwer beschädigt. Man kann jetzt sicherlich warten und hoffen, daß es mit neuem Kapitän und kleinen Reparaturen wieder fährt, damit verkennt man aber die Lage. Denn die CDU glaubt felsenfest daran, daß der bisherige Kurs der richtige war. Sich mit einem kleinen Boot und Wertsachen zu neuen Ufern aufmachen, scheint mir deutlich vielversprechender.
Sorry, aber dieser Beitrag war so unausgewogen wie man es von ARD, ZDF, Spiegel und Co. kennt. Zumindest ein Hauch von Kritik am Heilsbringer Merz wäre angebracht gewesen.
Der nächste Schlachtruf in althergebrachter Weise wird sein, daß in einer so unsicheren krisenhaften Zeit Stabilität erforderlich ist! Aufbruch ist auch Unwägbarkeit und Unsicherheit, beides ist nicht des Michels liebste Sache! In diesem Sinne werden die 1001 Delegierten schon so ausgewählt werden, daß Kontinuität und Stabilität den Sieg davon tragen, zumal ein Team der bessere Garant eben dafür ist.
Wirtschaftlich absolut kompetenter, aber inkonsequenter Wendehals, der im Zweifelsfall Mut vor der eigenen Courage hat. Er hätte Merkel u.U. verhindern können, hat dann aber den Schwanz eingezogen und somit derzeit maximal der Einäugige unter den Blinden
Warum muss es der Blackrock-Lobbyist sein? Auch die deutsche “ÖVP” hat einen Sebastian Kurz. Er heißt Philipp Amthor. Er hat keine Ministererfahrung, aber gerade dadurch ist er unverbraucht und er hat keine DDR-Vergangenheit.
Bei dieser Partei ist die Frage: Erste Hilfe oder letzte Ölung? Nach „Mutti‘s Wirken“ (... das noch lange nicht vorbei ist…) tippe ich auf letzteres.
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