In Chemnitz war es, gegen Ende der vierziger Jahre. Meine Mutter hatte mich, ein kleiner Junge noch, bei der Hand genommen, um Besorgungen zu machen. Überall Ruinen. Schöne Häuser wären das mal gewesen, erklärte sie mir. Einzelne Mauern standen noch. Vor allem Brandmauern. Brandmauern? Sie sollten verhindern, dass ein Brand von einem Haus auf das benachbarte übergriff. Jahre später wurden der Ruinen immer weniger, und mit ihnen verschwanden auch die Brandmauern. Die Ziegel verwendete man zum Ausbau alter Häuser und zum Bau neuer.
Fast vergessen schien die Bezeichnung „Brandmauer“, bis sie aus dem Munde von Friedrich Merz wieder auftauchte. Bei seinem Amtsantritt als CDU-Parteichef 2021 gab er dem Spiegel kund und zu wissen: „Mit mir wird es eine Brandmauer zur AfD geben“. Eine Trennwand, wie sie bisher nur zwischen unmittelbaren Nachbarn üblich war? Tatsächlich, unmittelbare Nachbarn sind sie gewesen, die Unionsparteien und die AfD. Doch das sollte sich ändern. Während die eine Seite, die der AfD, konservativ blieb, wendete sich die andere mehr und mehr nach links. Seit Mai 2025 koalieren die Unionsparteien mit der SPD. Um den Unterschied zu den bisherigen Nachbarn so deutlich wie möglich zu machen, hieß man die konservativ Verbliebenen „rechts“, auch „rechtsextrem“ oder – durch wen auch immer – „‚gesichert‘ rechtsextrem“. Verboten werden sollte die einzig wirkliche Opposition, weil brandgefährlich.
Die Idee „Brandmauer“ mochte bei den Mitgliedern der Unionsparteien zunächst auf Zurückhaltung gestoßen sein, doch bald wurde der Beifall stärker. Denn man brauchte nun nicht länger zu begründen, dass man sich, obwohl genetisch so gut wie identisch, vom Nachbarn unterscheidet, und wieso. Der Hinweis auf die Brandmauer genügte und der auf jene, die sich hinter ihr tummeln: die „Rechtsextremen“ eben. Anders die Unionsparteien. Mit ihrer Leitfigur Angela Merkel ging alles seinen Gang, einen quasi-sozialistischen. Langsam und immer schneller machte sich Deutschland auf den Weg, dem nach unten links, anschaulich vom neuen „Städtebild“ begleitet.
Was eigentlich spricht denn gegen „rechts“, fragt sich manch einer, denn die schlimmsten der politisch motivierten Verbrechen gingen von der linken Seite aus, von Lenin und Stalin, von Mao und, nicht zuletzt, von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), den Nationalsozialisten, den Nazis. Gleichviel, volle Wirkung erzielt, wer die hinter der Brandmauer Verbliebenen „Nazis“ nennt. Und mit ihnen die Bürger, die laut Sonntagsfrage bereit sind, diese Leute zu wählen. Im sozialismuserfahrenen Osten gibt es davon deutlich mehr als im Westen.
Heutzutage steht fast überall „Bio“ drauf, auch wenn Chemie drin ist
Im Prinzip reichen die üblichen Mauern und Zäune aus, seien es solche zur Straße hin oder zum Nachbarn, gegenüber Kollegen oder nervenden Mitmenschen. Zum Beispiel wenn sie versuchen, unsereinem ihre politischen Ansichten überzustülpen. Insbesondere solche, die den staatsnahen Medien entlehnt sind, ohne auch nur Krümel aus eigenem Denken hinzuzufügen. Dieselben werden womöglich von „Kundinnen und Kunden“ sprechen und auch nicht von „Lehrern“, sondern - Partizip Präsens - von „Lehrenden“. Selbst wenn die „Lehrenden“ im Moment ihren Dackel ausführen. Mich, den Autor, drängt es dann, zu Prüfzwecken vom „Bürgerinnen- und Bürgersteig“ zu schwätzen. Wenn das im Auge des Gegenübers zu keinem Blinzeln führt, noch ein, zwei Mauersteine drauf!
Es wird auch gegen Menschen gemauert, deren Bildungsniveau sich allzu stark vom eigenen abhebt. Wenn es gar um Technik- und Naturwissenschaften geht, allzumal um deren Grundlagen, dann hilft ein rascher Blick ins Handy nicht. Kenntnisse sind das, die vor Jahren von der Schule in einem Umfang vermittelt wurden, der mit der Zeit immer weiter schrumpfte. Dass Chemie Gift ist, weiß auch heute jeder. Ebenso, dass die Chemie stinkt und knallt. Oder? Werden entsprechende Experimente in der Schule überhaupt noch vorgeführt? Besser also Mauer drum und weg damit!
Heutzutage steht fast überall „Bio“ drauf, auch wenn Chemie drin ist, denn wer Bio nutzt, braucht keine Chemie. Mehr noch, man braucht noch nicht einmal zu wissen, dass unser Körper und sämtliche seiner Eigenschaften und Regungen auf Chemie fußen. Wie die jedes anderen Lebewesens. Wozu überhaupt sollte man wissen, dass Säuren mit Laugen Salz und Wasser ergeben, aber Ester, wenn sie mit Alkoholen versetzt werden? Falls sich jemand mit solcherart Wissen aufdrängt, von wegen das gehöre auch heute noch zur Allgemeinbildung wie überhaupt die Chemie, dann hat er … ? –recht hat er dann! Wie jedes Bildungssystem, das den Akzent auf die sogenannten MINT-Fächer legt. Sie sind Dreh- und Angelpunkt des heutigen Humankapitals.
Bange werden die Zahlen der jüngsten PISA-Studie erwartet
Wer dagegen mauert, einfach weil die Aneignung der Grundlagen mühsam ist, Fleiß verlangt und Schweiß kostet, mag damit persönlich auskommen. Aber wehe, wenn sich ein ganzes Land diesen Luxus leistet! Es überlässt den Erfolg im Wettbewerb um die vorderen Plätze in Wirtschaft und Wissenschaft den Anderen. Mithin den Wohlstand der ihm anvertrauten – beziehungsweise ausgelieferten – Gesellschaft.
Ein lebendiges Beispiel ist unsere Wirtschaftspolitik. Dazu als typischen Fall die Verschrottung unserer Kernkraftwerke. Deutschland musste mit viel Mühe die Kernkraftwerke beseitigen, die es einst als Garant für die Energieversorgung errichtet hatte. Zu „verdanken“ ist dieser Irrsinn einigen wenigen unserer Politiker. Sie wissen möglicherweise nichts über Physik und Technikwissenschaften. Oder, schlimmer noch, sie wollen davon nichts wissen. Gab es in deren Köpfe eine Mauer gegen die MINT-Fächer? Nie werden Politiker auf ihre fachliche Eignung hin geprüft. Durch wen auch und mit wessen Auftrag?! Kaum einer von denen, die es besser wissen, hat laut genug vor der suizidalen Potenz dieser Laien gewarnt - die Fachleute an den Universitäten und Hochschulen nicht und ebenso nicht die in den Ingenieurbüros. Und unsere Wirtschaft welkt weiter und weiter.
Jeder mag in seinem Kopf nach Herzenslust Mauern und Mäuerchen bauen und wieder einreißen. Bei Politikern dürfte das Errichten solcher Grenzen und der Versuch, die der Anderen einzureißen, zum Grundhandwerk gehören. Sache der Demokratie ist es, solche Gebilde auf die allgemeine Eignung hin zu prüfen. Unterstützt werden sie dabei durch Mauerspechte, gleichviel ob Profis oder Amateure. In Ländern mit mangelhafter Demokratie werden diese Vögel verjagt, gefangen - ja, getötet. Davon lassen sich Mauerspechte, wenn sie von ihrem Anliegen gepackt sind, nicht abhalten. Sie hämmern immer wieder gegen die Mauern an, um sie auf morsche Stellen hin zu prüfen. Mitunter stürzen sie dadurch in sich zusammen.
Zumeist gelingt das Einreißen von Mauern nicht auf einen großen Ruck hin. Nicht wie z.B. in Berlin 1989, sondern bedarf steten Hämmerns. Doch da ist kaum ein Specht, der gegen die Mauer hämmert, die um unsere Bildungsmisere herum errichtet wurde. Meist flattern erst dann ein paar dieser Vögel dagegen an, wenn die PISA-Studie mit neuen Zahlen aufwartet. Bezogen auf die OECD-Länder nehmen deutsche Schüler in den Fächern Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften gegenwärtig (2022) einen mittleren Platz ein. Ihren früheren Vorsprung haben sie verloren. Bange werden die Zahlen der jüngsten PISA-Studie erwartet, die von 2025. Ganzer Schwärme von Mauerspechten bedarf es dann.

@ Peter Zinga – „Mit Halbgebildeten kommt mann nicht voraus, besonders im Krieg nicht. Ob Militarischen oder Wirtschaflichen.“ – Oder gerade, denn nur selbige lassen sich für jeden Scheiß mißbrauchen und lenken. Läßt sich hierzulande am „Projekt Corona“ wundersam studieren. Während der gesamten Zeit gab es Quellen, sich über die politisch umgesetzte wahr gewordene Verschwörungstheorie während jeder Phase der Volksverarschung zu informieren. Und selbst heute, wo alles öffentlich ist, bis hin zu den „RKI-Papieren“ rennen „sie“ immer noch, sich „die Nadel“ zu geben, verweigern die Selbstbildung. Energiewende und „Klima“ samt „KKW-Ausstieg“ – das selbe. Bspw. zum heutigen „ZDF-Heute Journal“ und dem geballten Politkonstukt zur „Wärmewende“, incl. einer Frau Kempfert, müßte bei normal gebildeten Leuten das Telefonnetz in diese Richtung zusammenbrechen, der Server in die Knie gehen. Aber nix passsiert.
Und wenn man bedenkt, mit ua wieviel Polizeieinsatz der Bau besagter KKW von den heute als Etablierte Parteien bezeichneten politischen Gruppen gegen schon damals vorhandene Protest- und Gewaltbewegungen durchgesetzt wurde. Und die selben gesellschaftlichen Gruppe setzen nun den Abriss ein und fort. Im übrigen das erste Projekt dieser Art der „Schnelle Brüter“ im „Homeland NRW“ in Kalkar, von der Sozen geführten Landesregierung mit teils massiven Polizeieinsätzen durchgesetzt, dann meines Wissens problemlose Probeläufe und sodann von der selben Sozentruppe zum „Schrott“ erklärt, Milliarden Steuergeld politisch gewollt versemmelt, wo das Denkmal dieser politisch in Szene gesetzten Geldverschwendung heute sein Dasein als Freizeitpark fristet. Un d auch das hat schon damals keinen im Lande groß aufgeregt.
Bildung ist eine gewaltige, äußerst anstrengende Holschuld, egal ob es sich um „Bildung“ nach Dietrich Schwanitz (1940 – 2004) oder um „Die Andere Bildung“ nach Ernst Peter Fischer (* 1947) handelt. Das Angebot, die Menge an Wissen ist gewaltig angestiegen, mit steigender Tendenz, der Zugang leicht wie nie zuvor – die Einordnung&Gewichtung; von verifizierten Fakten bleibt stets eine Herausforderung. A never ending story. Also, dawai, auf geht’s!
Aus Langeweile habe ich mir heute Nachmittag eine kürzlich aufgenommene Arte-Doku über die Kultur der Nuraghen auf Sardinien angesehen. Dabei kamen u.a. die unterschiedlichsten Bronze-Figuren (ca. 20 cm klein) vor, die einen unbekannten Zweck erfüllten. Vielleicht irgendwas religiös Kultisches?
Aus meiner Sicht könnten es prähistorische Spielfiguren für große und kleine Kinder gewesen sein, aber ich weiß es natürlich nicht.
Was mir auffiel und mich völlig entsetzte:
Etliche davon heben ihren rechten Arm zum Gruß!
Wie Hitler!
Die Nuraghiner waren prähistorische NAZIs!
Weitere Forschungen an deren Hinterlassenschaften sind sofort zu unterbinden.
Eine Brandmauer zu ihnen ist unverzüglich aufzurichten.
Das Niederringen des deutschen Bildungsniveaus habe ich schon vor 1970 erkannt als Schüler in der Mittelstufe eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums. Selbst unser Klassenlehrer, der später die Direktion übernahm, beklagte uns gegenüber emotional hingerissen diese Art der Mißhandlung der Kinder. Es sind vermutlich jedoch nicht Politiker alleine, die die Bildung sabotieren, sondern Kräfte im Hintergrund, die Lobbyisten für ihre Ziele engagieren, welche dann Politiker korrumpieren, die wiederum sowohl opportunistische, als auch blindgläubig träumende Mitstreiter in Partei, Medien und Bildungsstätten gewinnen und einbinden, was alles nach hinreichender Verdummung und Abstumpfung der Wähler von diesen auch noch abgenickt wird immer und immer wieder, sodaß sogar die Lobbyisten selbst Politiker sein können, die ihren Wählern hemmungslos Wohlstand, Gesundheit und Leben nehmen dürfen. Um solche Elefanten im Raum herumzusehen ist nicht Aufklärung sondern eher Vertuschung, falls dieser erkannt ist.
Wenn in wenigen Wochen der Gasbedarf nicht mehr gedeckt werden kann, dann geht es hier los. Und Brandmauern oder Schutz gegen den Mob wird es nicht geben. Dann wird ein rauchender Kamin lebensgefährlich. Jedenfalls in den größeren Städten. Ich hoffe es ja nicht, aber die Doitschen lernen leider nach 1933 wie vor nur durch Schmerz…
Ester sind Verbindungen aus Karbonsäuren und Alkoholen. Wenn man sie spaltet (zum Beispiel mit Säuren oder Laugen) bilden sich unter „Verbrauch“ eines Wassermoleküls die Einzelbestandteile zurück. Das bekannteste Beispiel ist die „Verseifung“ von Fetten (= Fette aus fast allen Organismen dieser Welt) mit Laugen zu Glycerol und Fettsäuren. Ergebnis: Seife. Wird seit Jahrhunderten so gemacht und war vor den modernen waschaktiven Substanzen aus der Chemieindustrie (Hauptverwendungszweck von Palmöl, deshalb biologisch leicht abbaubar) die Grundlage von Hygiene und Sauberkeit. Übrigens auch eine deutsche Chemieerfindung. Nicht von Henkel (Persil), sondern von Fettchemie Chemnitz (Fewa). In Düsseldorf war man in den 50ern froh und stolz, die gesamte Forschungsabteilung aus Sachsen abgeworben zu haben. Fundstelle: Fachzeitschrift „Fette-Seifen-Anstrichmittel“ der entsprechenden Jahrgänge.